Hallo, es geht um die Reduzierung des Leckstromes von SSR. Da ich damit mehrere SNT schalte, sind da einige recht empfindlich und starten immer mal kurz. Also die Idee das mit einem Mini Tafo zu verhindern. Wird das funktionieren? Könnte diese 'Last' den Leckstrom, also eigentlich die Spannung, soweit reduzieren das ein SNT nicht mehr reagiert? Ich weiß das ich eine seltsame Idee, aber was kann passieren?
Jürgen
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Axel Berger
Eine Möglichkeit wäre ein Widerstand an einem Relais als Öffner, das von einem Deiner Netzteile angesteuert wird. Den Widerstand kannst Du dann ohne Kosten recht klein auslegen und Leckströme zuverlässig vollständig ableiten.
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Marte Schwarz
Hallo Jürgen,
Was soll der Trafo bringen und wie willst Du den da anschließen? Hast Du konkretere Messungen zum Leckstrom? Wahlweise bietet sich hier ein Kondensator oder Widerstand parallel zur Last an. Die Leckströme sollten nicht zu nennenswerten Leistungen führen.
Marte
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Joerg Niggemeyer
Ich schalte grundsätzlich keine Schaltnetzteile per Steckdose mit kipp oder ähnlich auf oder ab, da dass unter Umständen die Lebensdauer der SNTs reduziert......, insbesondere, wenn du gleich mehrere parallel "beschaltest" ;-O
Du kannst natürlich hinter dem SSR eine AC Last mit einem kleinem Trafo zusätzlich dransetzen, den du Ohmsch dann sekundär belastest, um zu sehen ob, dann primär sich die Spannung entsprechend reduziert, so dass die SNTs unterhalb ihrer Einschaltschwelle liegen. Logisch: du passt auf, dass du den kleinen Trafo nicht an 230V überlastest, wenn dein SSR durchgeschaltet hat ;-)
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Jürgen Jänicke
Am 17.11.2025 Mo. um 08:44 schrieb Marte Schwarz:
Den Trafo als Last nach dem SSR und somit vor das SNT. Könnte man wohl auch eine 3W E10 Glühlampe nehmen. Aber die Spannung die der jeweilig aktive Trafo liefert kann ich auch noch anderweitig nutzen. Nebenbei AA laden ect.
Habe leider kein passendes Meßwerkzeug. Mein Voltkraft VC250 bringt mir weder Spannung noch einen Strom zur Anzeige. Ist wohl dafür zu billig.
Wie groß sollte/ darf der Kondensator sein? Ich habe je 100n am Ausgang der SSR - ohne Erfolg.
ABER! Soeben festgestellt das das Problem nur(!) bei SNT mit PE auftritt. Also umrüsten auf SNT ohne Schuko oder gar klassische Trafos. Wenn mir auch bekannt ist das Trafos es nicht mögen im Nulldurchgang geschalten zu werden, aber da es sich bei mir um Netzteile von max. 60W handelt, sollten die SSR trotz zero-crossing durchhalten.
Jürgen
J
Jürgen Jänicke
Am 17.11.2025 Mo. um 09:07 schrieb Joerg Niggemeyer:
Es sind SNTs welche relativ selten ON sind. In der Woche ggf. 3-4 Stunden. Daher will ich sie nicht 24/7 am Netz haben.
Ladeerhaltung von AA-Akkus betreiben.
Jürgen
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Marte Schwarz
Hi Jürgen,
Wenn Dir das VC250 keinen Leckstrom anzeigt, dann wird er wohl unter 1 µA liegen. Wenn die Wechselspannung nach dem geschlossenen Schalter nicht angezeigt werden kann, dann wird sie auch nicht zu Problemen führen. Irgendwas geht hier falsch.
Das ist sehr viel Kapazität. Damit sollte nichts mehr passieren, wenn die SSR nicht leiten. Irgendwie passt hier einiges nicht zusammen.
Marte
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Jürgen Jänicke
Am 17.11.2025 Mo. um 13:38 schrieb Marte Schwarz:
Ja, ich habe falsch gemessen. Und zwar nach dem 100n und da bekomme ich weder Spannung noch einen Leckstrom. Laut Datenplatt sollen meine SSR (OMRON G3MB-202P) 1,5 mA bei 200 VAC haben. Und diese kann ich tatsächlich in etwa auch messen. Vor dem 100n bzw. ohne diesen.>
Nun wie ich schon erwähnte, tritt das Problem bei Netzteilen ohne PE nicht auf. Auch die testweise Reduzierung des C auf 33n funktioniert scheinbar. Also belass ich das so denn ich habe ja reichlich von diesen schwarzen Netzteilen mit Eurostecker.
Jürgen
M
Marcel Mueller
Am 16.11.25 um 17:10 schrieb Jürgen Jänicke:
Ich verstehe nicht, warum ein Trafo das tun sollte.
Nur wenn der Trafo mies ist.
Verschwendung.
Das löst man mit einem X2 Entstörkondensator parallel zur Last. Dieser schließt die Spannung kurz ohne Verlustleistung zu erzeugen. Wie viel man braucht, muss man letztlich ausprobieren. Typischerweise genügen ca. 100nF.
Marcel
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Axel Berger
Ist denn der Leckstom symmetrisch? Ich sehe aus dem Stand keinen Grund, warum er das sein sollte.
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Marcel Mueller
Wie symmetrisch? Du meinst, dass sich der Kondensator mit Gleichstrom aufladen könnte? Davon habe ich noch nie etwas gehört. Warum sollte ein Triac oder irgendein anderes Schaltelement eine größere Asymmetrie haben? Ich denke mal, dass der Leckstrom primär selbst von einem Entstörglied kommt. Und selbst wenn es nicht ganz genau stimmt, würde der Kondensator immer noch den symmetrischen Teil wegdrücken und ob der Rest dann noch für den Anlaufstrom der SNTs reicht, ist zumindest fraglich.
Die Lösung hat zumindest bei aufblitzenden LED-Lampen bisher immer geholfen. Und viel billiger gemachte SNTs gibt es vmtl. kaum.
Und wenn alles nicht hilft, nimmt man SSRs mit antiseriellen MOSFETs in der Schaltstufe. Die haben viel weniger Leckstrom, weil AFAIK nur ein Varistor als Schutz vor Spannungsspitzen drin ist.
Marcel
M
Marte Schwarz
Hallo Marcel,
Offensichtlich passiert genau das.
Weil er alles andere als symmetrisch in Bezug auf sein Verhalten bezüglich der Polarität aufgebaut ist.
Dann würde der vorhandene Kondensator nach dem SSR das Ganze schon entsorgen. Leider habe ich bisher keinen Schaltplan mit konkreten Bauteilen gesehen, weswegen ich mich an weiteren Spekulationen nicht beteiligen mag.
Marte
M
Marcel Mueller
Am 17.11.25 um 14:33 schrieb Jürgen Jänicke:
Jetzt kommen wir allmählich zur Sache.
Ich würde daraus schließen, dass das SSR den Neutralleiter schaltet, statt der Phase. Der Y-Kondensator im Netzteil (mit PE) erledigt dann den Rest und koppelt einen kleinen Fehlerstrom ein. Dafür kann das SSR nichts.
Die andere Erklärung dieses Phänomens wäre weniger schön, denn das würde bedeuten, dass PE Spannung führt. Anders wäre nicht zu erklären wie über PE etwas rein kommen soll.
Also ich würde da nochmal nachsehen, ob eine der Bedingungen erfüllt ist. Das wäre nämlich beides potentiell gefährlich. Wenn man nicht wissen kann, welcher Leiter die Phase ist, muss man nämlich zweipolig schalten.
Wobei, wenn ich recht überlege, gibt es noch eine dritte Erklärung, die hat nichts mit PE zu tun: Das sind einfach andere Netzteile und die reagieren natürlich auch anders.
1mA Leckstrom würde an 100nF immer noch gut 30V verursachen. Das kann dem einen oder anderen Netzteil schon reichen um kurz zu husten, vor allem, wenn es einen Weitbereichseingang hat. Entscheidend ist ja letztlich die Spannung, die der Anlaufwiderstand beim Stand-By-Verbrauch vom Schaltregler schafft. Es hängt natürlich vom jeweiligen Chip ab, aber spätestens bei 20V starten die Dinger. In dem Fall müsste man eher 220nF nehmen oder halt zwei Kondensatoren.
Btw: eine AC Spannungsmessung bei ausgeschaltetem SSR und angeschlossenem Verbraucher ist oft aussagekräftig. Die genauen Ansprechschwellen der Netzteile sind zwar stark unterschiedlich, aber wenn da mehr als wenige Dutzend Volt anliegen, ist das potentiell ein Problem.
Marcel
J
Jürgen Jänicke
Am 26.11.2025 Mi. um 16:21 schrieb Marcel Mueller:
Problem lösen. Ist aber nicht so. Ist egal ob das SSR in diesem Fall L oder N schaltet. Effekt ist selbiger.
Jürgen
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