Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It

Dec 20, 2025 Last reply: 6 months ago 22 Replies

Hallo,



aus einem Nachlaß schlug bei mir dieses Gerät auf: Imdes Mini Condens It, dabei eine unbeschriftete Flasche vermutlich Galden, keine Gebrauchsanweisung oder weiterer Papierkram. Die erste Betrachtung des Geräts ließ mich an eine Hobbybastlerlösung denken, weswegen ich zunächst nicht nach einem kommerziellen Gerät im Web suchte. Doch ich fand es, nachdem Rafael dieser Tage was Bebildertes dazu schrieb ("Fertigungslauf PCBs" in Message-ID: <10i12fl$bmkk$ snipped-for-privacy@dont-email.me.



Den Thread T937 (Message-ID: snipped-for-privacy@nuconverter.de) hierzugroup fand ich dann ebenfalls, daher weiß ich aus dem Beitrag von Rafael, daß mein Imdes-Gerät die ältere, funktionierende Steuerung hat. BTW kein Wunder bei einer offensichtlichen Seriennummer



17 :-)

Mein Interesse am SMD-Löten ist vorhanden. Ich ließ bereits bei JLCPCB was bestücken und habe Pläne, die bei JLCPCB scheitern, weil sie die ICs nicht lagernd führen. Desweiteren habe ich selbst ein paar Stangen Material, die ich in eigenen Projekten verwenden möchte (Retrogedöns :-) ).



Meine Ahnung vom SMD-Löten habe ich vom "Zuschauen" bei einem meiner früheren Arbeitgeber, der mehrere Bestücklinien als Fertigung hatte. Allerdings hatte ich mit den technischen Details dieser Fertigung wenig zu tun. Also Grundlagen sind klar, die technischen Details z.B. vom Dampfphasenlöten nicht.



Zum aufgeschlagenen Gerät: es wurde schon mal benutzt. Social Engineering ergab, daß das vermutlich vor über 6Jahren war. Ob das Gerät funktioniert, ist nicht bekannt. Sollte ich Ersatzteile benötigen, sieht's vermutlich schlecht aus, denn die Web-Seite imdes.de existiert nicht mehr. Frei nach Dr. Habeck: diese Firma ist nicht tot, sie verkauft nur ihre Domain ;-) Weiß da jemand mehr?



Daher der Link zum Gerät aus dem Archiv:

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Ich stehe vor der grundlegenden Frage, ob ich mich damit beschäftige, was mich durchaus interessieren würde. Oder eben, ob das zu aufwendig und teuer wird. Dieser Gedanke kam spontan auf, nachdem ich den Preis für Galden gesehen hatte, zuletzt bei Imdes 215EUR für 0,5l. Die alternative Idee war SMD-Löten im Fablab zu praktizieren. Ok, auch dort wäre Forschung angesagt, weil's derzeit offensichtlich keinen Gerätekenner gibt. Und es ist kein Dampfphasenlötgerät.



Zuerst ein paar Fragen zu Galden:



- Wie hoch ist der typische Verbrauch bei Lötprojekten? Ein Teil verschwindet in Dampfform durch Undichtigkeiten vom Behälter. Ein weiterer Teil kann nicht aufgefangen und nach der Aktion gerettet werden.



- Dann kommen die Fragen nach dem "Verschleiß" dieser Flüssigkeit. Sie verliert ihre Eigenschaften, weil leicht flüchtige Anteile leichter "verschwinden". Die Frage, ob diese Flüssigkeit durch Lagerung ihre Eigenschaften verliert oder verändert. Und zuletzt die Frage nach dem Fremdstoffeintrag im Prozeß.



- Die vorhandene Flasche ist unbeschriftet. Es gibt verschiedene Sorten von Galden. Soll ich einfach annehmen es sei LS230, also das übliche für bleihaltiges Löten? Oder kann ich das erst im laufenden Prozeß erkennen, bei welcher Temperatur der Übergang in Gasform stattfindet? Fußnote: da ich diesen Prozeß noch nie beobachtet habe, könnte es ohne jegliche Erfahrung schwierig werden.



Weitere Fragen:



- Lötzinn bzw. -paste ist keine dabei. Ich muß welche kaufen und habe mich noch nie mit diesen Pasten beschäftigt. Daher: welche kaufen? In welchen Mengen? Ich weiß noch, daß diese Pasten nicht unbegrenzt lagerfähig sind, daher keine zu großen Gebinde hinstellen bzw. anbrechen. Daneben: gibt's bleihaltige Pasten überhaupt noch frei verkäuflich? Vermutlich nicht für einen Kleinverbraucher wie mich. Paste und Galden müssen zusammenpassen. Eine Herausforderung.


- Meine Vorstellung, wie das ablaufen könnte: ich trage die Lötpaste bei Zimmertemperatur (20-28Grad je nach Jahreszeit, in der kommerziellen Fertigung war das Temperaturfenster wg. der Lötpaste zwischen 18 und



24Grad, AFAIR) auf, betreibe das Lötgerät allerdings draußen im Freien. Gibt's Temperaturbereiche, in denen dieses Gerät nicht zuverlässig läuft? Z.B. sommers über 30Grad, winters unter 10Grad. Zur Lötpaste im Prozeß: sie zieht Feuchtigkeit an (hydrophil). Wenn die Paste im Prozeß ziemlich schnell aufgeheizt wird, kann die eingelagerte Feuchtigkeit nicht schnell genug kollisionsfrei entweichen, es bilden sich kleine "Explosionen" im Inneren der Paste, dadurch fliegen kleine Pastenbrocken weg. Unschön, wenn die an Stellen landen, wo sie nicht sein sollen. Also nur bei geringer Luftfeuchtigkeit löten und die Paste nicht lange offen lagern. Wie empfindlich ist diese Hobbyisten-Paste?


- Bauteilvorbereitung: die Feuchtigkeit im Gehäusematerial darf nicht zu hoch sein. Bauteile haben eine geringe Lagerzeit außerhalb ihrer üblichen, luftdichten Verpackung. Kommerziell standen Trocknungsgeräte bereit. Wie mache ich das mit Haushaltsmitteln? Bei 80Grad 30min (Werte bitte korrigieren :-) ) im Backofen trocknen?


- Gibt's irgendwo Erfahrungswerte zu Temperaturprofilen speziell mit diesem Imdes-Gerät? Den Hersteller kann man offensichtlich nicht mehr fragen.



Weitere Fragen folgen sicherlich. Möglicherweise bleibt als einzige Frage auf Antworten zu obigen Fragen die nach einem fairen Preis zum Verkauf.



Gruß, Ralf


Am 20.12.25 um 22:23 schrieb Ralf Kiefer:

....

Ich hab' auch so ein Teil. Hab's neu gekauft aber nicht mal ausprobiert weil ich mit 0,25 mm Lötdraht, Metcal, hot plate und Heißluft erstaunlich weit gekommen bin. Ja, der Nektar in der Bierflasche ist Galden 230.

Die mitgelieferte Lötpampe ist Germanium-dotiert, ich erinnere mich aber nicht mehr dran, warum. Ich habe sie im BioFresh-Fach des Kühlschranks aufgehoben, ist aber ziemlich sicher trotzdem abgelaufen.

Ein realistischer Verkaufspreis würde mich auch interessieren.

Dampfverlust: Dürfte nicht sehr schlimm sein weil die obere Hälfte des Topfes zwangsgekühlt wird. Der Boden muss IMMER mit flüssigem Galden bedeckt sein. Das erzwingt konstante 230°. Wenn man hemmungslos weiterheizt, zersetzt sich der Galdendampf in Fluor und andere unangenehme Bestandteile. Unter der Zersetzungs- Temperatur ist der Dampf völlig innert und harmlos.

Eine kurze Suche bei Tante G**gle ergab <

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>

Dafür könnte es eine medizinische Begründung geben, ganz ohne Habek; unser Telefonat ist damals ins Private abgeglitten. Wir sind ja alle alte Säcke hier: Lasst das mit der Früherkennung nicht schleifen. Bei mir war's diesen Sommer noch früh genug, Holz-klopf.

Gerhard

Jetzt sind wir schon 3. Allerdings sind wir zwei absolute Anfänger ohne Praxis mit diesem Gerät. Das sollte sich ändern :-)

Ich habe einen Karton mit Hinterlassenschaften unkommentiert und undokumentiert übernommen. Meine Plastikflasche hat weder Etikett noch Aufschrift. Es dürften etwas mehr als 0,5l sein. Was es ist, werde ich

*IRGENDWIE* bestimmen müssen. Aber ich kenne nicht mal den Geruch vom originalen Galden LS230.

Bei meinem Gebrauchtsammelsurium gibt's keine Lotpaste. Daher meine Frage, welche ich (passend zum Galden LS230) kaufen sollte, um einen Test meiner Flüssigkeit zu starten.

Ab 210Grad kommt eine Dampfwolke raus. Die sieht natürlich nach mehr aus als es letztendlich ist. Aber es ist ein Verlust von meinem Vorrat, der sich aufsummiert.

Ich hätte gerne eine Abschätzung, wieviel Geld ein Durchgang kostet. Beim Literpreis von rund 450EUR spielt jeder ml eine Rolle.

Bei Youtube fand ich eine Gebrauchsanleitung in Filmchenform. Wichtig, da ich kein Handbuch habe.

Der Laden ist nicht allzu weit weg von mir. Ein unverbindlicher Besuch ist eingeplant irgendwann im Januar.

Gruß, Ralf

[...]

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Solvay in Italien ist wohl der Hersteller.

Aber ansonsten hab ich null Kenne darüber.

Evtl. hilft Dir das weiter...

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Wie andernorts schon geschrieben: van Stralen

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wohl mit auch aus Altersgründen den Laden dichtgemacht.

Das Bismut-Lot 138°C ist eher nicht von Interesse. Es gibt also Lötpaste 180 °C "klassisch"/nicht-ROHS und 220 °C ROHS. LS230 macht 180 °C. Es gäbe natürlich HS240, aber der Controller von Imdes hat da Probleme.

Der Vaporflow 275 gibt im Datenblatt 2g/cycle an.

Es gibt den Gasverlust durch den Deckel. Wenn man den abgekühlen Deckel dann nicht vorsichtig hantiert hat man einige Tropfen Kondensat auf dem Boden. Nach 10 ..20 Durchläufen ist Reinigung mit Papier-Kaffeefilter nötig. Da verliert man auch. Für Hobbyanwender, wenn das Ding nicht 5 Tage die Woche läuft, ist der Galden-Verbrauch kaum relevant.

Bienert hatte zeitweise auch gebrauchtes Galden:

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ist auch sporadisch bei ebay zu finden.

Kann das pdf bei Bedarf raussuchen, gab allerdings bezüglich Controller mehrere Generationen des Geräts.

Es sollte ein Alurohr mit unten roter Markierung vorhanden sein für Prüfung Füllstand. Imdes lieferte auch grosse Plastikspritze zum Umfüllen. Funktioniert leidlich gut. Sowie Handschuhe, die ich aber nie verwendet habe.

MfG JRD

Es ist hoffentlich zumindest bei Raumtemperatur geruchlos.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Solvay ist nebenan im Schwoabeländle ein bekannter Name:

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Galden kommt offensichtlich aus einem italienischen Werk.

Gruß, Ralf

Dieses Filmchen hatte ich bereits angeschaut. Allerdings hatte ich das so nicht direkt daraus abgeleitet.

Ok, also traditionelles, bleihaltiges Löten. BTW, mein Controller:

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Überschaubar :-)

Das hatte ich auch schon entdeckt. D.h. Du empfiehlst gebrauchtes, gefiltertes Galden, also für uns Hobbyanwender?

Schaunmermal. Meine Flasche aus diesem Karton hat rund 1l Inhalt und rund 1,8kg. Wenn's LS230 sein sollte, wird mir das ein Weilchen reichen. Wenn nicht, dann stehen Ausgaben an.

Bitte. Die Mail-Adresse funktioniert genau so. Vielleicht hast Du auch noch eine andere von mir von "damals" mit der Aktion mit dem Analogprozessor mit Guckloch. Die geht auch.

So was ist nicht dabei. Alurohr ist kein Problem, so was ist fast griffbereit vorhanden. Wie hoch ist denn die Füllstandsmarkierung?

Liegt im Karton, hat praxistaugliche 100ml zum Absaugen inkl. einem offensichtlich wärmebeständigem Schlauchstück. Ich erkenne darauf nur einen Aufdruck von "Festo".

Fehlt hier. Das sollen Baumwollhandschuhe sein, las ich irgendwo. Also kein Schutz gegen "Chemie", sondern nur Temperatur und vor fettigen Fingern.

Kann ich das Gerät bei aktuellen 5Grad draußen benutzen?

Gruß, Ralf

Bei ebay.de suchen mit: "Mechanic XG-50 XG50 Lötpaste Löten Flux Solder Soldering Paste PCB BGA PGA 35g" und immer Kleingedrucktes auf dem Foto lesen.

Das Flux einiger Pasten verschmutzt das Galden mehr als nötig. Mechanic ist recht ok.

Wenn man sich unsicher ist: Klecks Lötpaste auf Streifen blankes Kupfer FR4 machen und Testlauf obs dann flach glänzend aufgeschmolzen ist.

Betriebskosten Lötpaste sind sicherlich höher als durch Galden. Vorausgesetzt man kann sich Schablone Mylar selber schneiden.

Mein Handbuch von 2019 hat anderen Controller. Das könnte ein PT100 statt NiCrNi als Sensor sein.

Es ist wenn neu farblos. Meines ist jetzt weisslich eventuell durch das Kaffeefilter. Funktioniert aber immer noch.

Es ist ein Rohr 24cm das unten 5mm rot gefärbt ist. Das ist der Mindest/Idealfüllstand. Wird mit mehr nicht besser.

Real wartet man immer bis Gerät beim Runterlaufen bei 50°C abschaltet weil sonst Galden-Verlust höher wäre. Die Leiterplatten sind dann nur noch lauwarm.

Es gibt im Handbuch eine Angabe 15...40°C. Aber mir sind kühle, trockene Tage lieber. Die meiste Zeit erfordert das Abkühlen auf 50°C und das geht schneller wenn die Luft kühler ist.

MfG JRD

:-)

Vielen Dank für Deine wertvollen Tips.

Gruß, Ralf

+1 Wir betreiben seit Ewigkeiten das Jumbo-Modell.

Das sollte so sein. Soweit ich mich erinnere, wurden die Lötgeräte nur mit dieser Flüssigkeit ausgeliefert. Galden-230 ist das Fluid der Wahl für bleifreie Lötpaste.

Das Galden riecht nach nix. Außerdem ist es transparent und einigermaßen dünnflüssig (Viskosität irgendwo zwischen 10 und 100 cst). Ein charakteristisches Merkmal von Galden ist eine hohe Dichte von etwa

1.8 g/cm³. Das ist deutlich spürbar mehr als Wasser.

Das wäre wohl Nihon SN100C, oder eine leichte Abwandlung davon.

Wir verwenden Felder 5510, ohne das mir Gründe zum Wechsel aufgefallen wären. Das ist ziemlich unauffälliges SAC - Sn 96.5%, Ag 3.5 %, Cu 0.5%

Meine Theorie dazu:

Der Galden-Dampf selbst ist sehr viel schwerer als Luft - Faktor 10 oder so. Das bildet einen "See" am Boden der Wanne. An der Schnittstelle zu deutlich kälterer Luft kondensiert das Galden aus, bildet kleine Tröpfchen und hat die Chance, mit aufsteigender erhitzter Luft mitgerissen zu werden. Außerdem betrifft das nur das Volumen, mit dem der Galden-Dampf anfänglich die Luft verdrängt. Beim eigentlichen Lötvorgang kondensiert das Galden am Lötgut. Das ist im Gegensatz zum kochenden Wassertopf, bei dem immer mehr neuer gasförmiger Wasserdampf nachströmt. Galden ist biologisch und chemisch inaktiv. Trotzdem war das Grund genug für uns, die "Lötsauna" unter einem Abzug zu betreiben.

Den größeren Verlustkanal sehe ich darin, dass die Leiterplatten nach dem Lötdurchgang teilweise noch von Galden benetzt sind.

Nach hundert Lötdurchgängen hatten wir etwa 100 ml verloren. Dabei muss man berücksichtigen, dass wir die Jumbo-Variante betreiben, mit entsprechend mehr Volumen und potentiell mehr Leiterplatten und Komponenten.

---<)kaimartin(>---

Der Siedepunkt von Galden-230 ist 230 °C :-) Das heißt, es eignet sich für die üblichen Bleifrei-Legierungen - SAC, SN100C, ... Verbleit geht auch. Das Lötgut wird dann nur etwas heißer als nötig. Aber wer in 2025 Bleilot für SMD verwendet, sollte schon sehr gute Gründe dafür haben.

Die Elektronik des Mini CondensIT ist ziemlich minimalistisch aufgebaut. Sie ist nutzt ein zugekauftes digitales Thermometer für die Anzeige und zur Detektion, dass eine Temperaturschwelle überschritten wurde. Der zugehörige Temperatursensor sitzt etwas oberhalb der zu lötenden Komponenten. Der Rest ist Relais-Logik.

Es gibt also keinen klassischen Microcontroller, den man umprogrammieren könnte.

Einen komplizierten Heizzyklus mit einstellbarer Anstiegskurve oder so gibt es nicht. Das Gerät heizt schlicht mit voller Kraft, bis der Spiegel des Sees mit gasförmigem Galden den Temperatursensor erreicht. Dann wird die Heizung abgeschaltet und die Lüfter angeschaltet.

---<)kaimartin(>---

Das Flussmittel in der von uns verwendeten Lötpaste (Felder EL5510) setzt sich in dunkelbraunen Streifen am Edelstahlbecken ab. Aus eher ästethischen Gründen habe ich es von dort alle hundert oder so Lötdurchgänge mit Stahlwolle abgekratzt. Das Galden selbst bleibt durchsichtig und ich sah bisher keinen Anlass, es zu filtern.

Vor allem besteht die Gefahr, dass man mit bloßer Hand in Kontakt mit gasförmigem Galden kommt. Das wird mit großer Rate auf der vergleichsweise kalten Haut kondensieren. Der Effekt dürfte ähnlich sein, wie wenn man seine Hand in betriebsbereites Fritieröl taucht...

Jupp. Ich sage meinen Anwendern, sie sollen anch dem Einschalten eine Stunde warten. Dann ist das Gerät sicher weit genug abgekühlt, dass man bedenkenlos in die Wanne greifen kann.

---<)kaimartin(>---

Es funktioniert problemlos. Ideal für Hobby und Anfänger.

Umgekehrt: ich habe dann mal eine ROHS-Lötpaste verwendet. Die ist nicht aufgeschmolzen sondern nur verbacken. Musste ich dann alle Teile mit Heissluft entlöten. Tests mit weiteren ROHS-Lötpasten waren auf meinem Mini genauso erfolglos.

220°C liegt eben sehr knapp:

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Kann sein dass der genaue Typ Lötpaste kritisch ist. Imdes hat Typen "mit Silber" empfohlen, vaporflow empfiehlt Chipquik TS391SNL. Oder der Jumbo ist technisch günstiger. Bienert hat jedenfalls HS240 und HS260 gebraucht lieferbar, wird wohl für ROHS in Industrie üblicher sein.

Die letzte Version des Mini hatte Arduino:

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Dort "230" als Schaltschwelle einstellen hilft nicht, weil der NiCrNi mit LS230 nicht über 226 °C wegen Bauteiltoleranzen kommt. Mit HS240 bin ich mit der Imdes-Steuerung auch nicht glücklich geworden, Imdes ( und auch vaporflow ) begrenzen ihre Geräte auf 240.

MfG JRD

Rafael Deliano schrieb am Sun, 21 Dec 2025 15:06:52 +0100:

Dort habe ich es auch im Warenkorb liegen. Das ist meine Lieblingslötpaste. Ali verkauft sie aber nicht mehr nach DE/EU. Kein Sn/Pb überhaupt. Nur noch Wismutplörre oder "echtes" RoHS.

Wir sollten dort nochmal zuschlagen, bevor die letzte Quelle versiegt...

MfG

Frank

Die Erfahrung mit 60/40 klassisch habe ich mit ebay.com leider auch gemacht.

Bei ebay.de geliefert aus Deutschland dann mehrere Rollen

63/37 1mm Lot "JINHU CF-10 Model B-1 Flux 2,0%" gekauft

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Das Zeug ist vom ungünstigen Schmelzpunkt der Legierung fast nicht verwendbar. Schlechter als europäischer ROHS-Lötdraht. Flußmittel ist kaum vorhanden, allerdings deshalb auch keine Rückstände.

MfG JRD

Warum? Was taugt Dir an der Felder-Isocream-Serie...

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... nicht?

Ich würds einfach mal mit SAC387 versuchen, wenn die Bauteile nicht allzu temperaturempfindlich sind. Disclaimer: Ich mach so gut wie nichts mit dem Zeugs, daher keine detaillierten Praxiserfahrungen.

Datenblatt gibts hier:

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Bezug z. B. über Bürklin.

Volker

P.S.: Felder hat natürlich auch bleihaltige Lote im Angebot. Wie sollte man Geräte, für die - aus gutem Grund - eine Ausnahme von der RoHS-Richtlinie gilt, denn auch sonst reparieren?

Volker

Volker Bartheld schrieb am Mon, 29 Dec 2025 11:55:40 +0100:

Die Verpackungsgröße. Die paar Gramm, die ich im Jahr brauche, mache ich ruhigen Gewissens in 60/40 und bekomme dann auch keine braunen LEDs.

Man muß dem Bleifrei zugute halten, daß es unterdessen angenehmes Zeug gibt, das auch recht gut fließt. Kein Vergleich mit dem Kleister aus den Anfangszeiten. Daß die BGAs nicht mehr zusätzlich geklebt werden müssen, ist ja auch ein Zeichen...

MfG

Frank

Rafael Deliano schrieb am Mon, 29 Dec 2025 09:08:04 +0100:

Zum Glück habe ich noch einen überschaubaren Bestand an Fluitin in

0.5, 0.7 und 1.0. Das Zeug wird mittlerweile zu astronomischen Preisen gehandelt

Bei einigen Arbeiten an Jubelelektronik kam mir Lot unter, bei dem ich mich ernsthaft frage, wie das je geflossen ist, bzw. die Bauteile benetzt hat. Der blanke Papp, förmlich fädenziehend...

Ich habe noch 3 Ampullen Alpha OM-338, das gabs mal als Restposten bei Pollin. War damals schon "überlagert", ist es jetzt erst recht, verschwindet aber, trotz vaselineartiger Konsistenz beim Auftragen, quasi spurlos. Erstaunlich. Und so ergiebig, daß es mich vermutlich überleben wird.

Ich sehe gerade, obwohl es Kolophoniumhaltig ist, folgenden Hinweis bei TME: "Dieses Produkt ist in Ihrem Land nicht erhältlich." Ja, dann halt nicht.

MfG

Frank

Gibts m. E. n. auch in diesen typischen Spritzen mit ~10ml.

-v?

Braun wurden LEDs bei mir nur, als der bekannte Ekeltrickser versuchte, das mangels ausreichender Oberflächenvorbereitung sich wieder ablösende LED-Band mit Sekundenkleber (ganz recht: Cyanoacrylat!) wieder anzutüddeln. Der macht jetzt mehr im Bereich PV, keine Ahnung, ob da die Systeme so idiotensicher sind, dass auch ein vollkommen mekrbefreiter, frecher, arroganter, inkompetenter, geldgieriger, bauernschlauer Schandfleck des kompletten Handwerks nichts mehr verkacken kann. Ich würde es nicht ausprobieren wollen, lieber trage ich die Elektronen im Eimer zur E-Dose oder WP.

Genau. Deswegen fragte ich. Habe mir beim Bürklin 100g FELDER 5520810510 Lötdraht (bleifrei, Sn99Ag0,3Cu0,7NiGe) besorgt, der lötet sich nicht schlecht. Glnänz abgekühlt nicht ganz so sehr wie SnPb und braucht etwas höhere Temperaturen, vom Ergebnis her kann ich nicht klagen. Hat immerhin die weißen QUADRIOS 2111O182 LEDs überlebt *), die an meiner DIY-Lichterkette nach sehr viel weniger als 1.000h statt mit 15.000mcd jetzt nur noch funzeln.

Dachte, Quadrios wäre irgendwie namhaft (Cree, Luxeon, usw. zu teuer), ist aber wohl doch nur Chinabilligdreck. Die farbigen LED vom Völkner tun alle noch (ebenfalls 20mA Nennstrom), falls die Frage mit den Vorwiderständen und der Stromregelung (keine) aufkommen sollte.

Volker

*)
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