Auslesbarer Waermezaehler

Nov 16, 2025 Last reply: 7 months ago 17 Replies

Weil ich mit eigener Suche einfach nicht weiterkomme, frage ich einmal hier. Kennt jemand einen kompatiblen Wärmezähler in Normmaßen der sich auslesen läßt, sei es Modbus, WLAN, Zigbee oder was immer? LORA nur im Notfall und höchst ungern. Dabei ist auf jeden Fall eigenes Auslesen ohne Cloud oder anderen externen Server gefordert. Außenstehende geht nichts etwas an als der jeweils einmalige Wert der Jahressumme.



Die Sache ist nicht ganz trivial. Für die Manipulationssicherheit muß die eigentliche Messung wohl weiter über eine versiegelte Batterie erfolgen. Der Meßwertausgabe braucht dafür vermutlich zu viel und muß über einen zweiten Weg extern versurgt werden. So zumindest meine Erwartung.



Ich habe hier im Haus die Erlaubnis, den Brunatazähler durch einen eigenen auszutauschen. Ich muß nur einen finden. Bis jetzt lese ich Zwischenwerte etwa monatlich manuell ab. Das ist besser als nichts, aber gewünscht sind Leistungs- und Temperaturwerte im ca. Dreiminutenraster. So erfasse ich derzeit für drei Phasen den Stromverbrauch.



Danke Axel



Ich weiß nicht, was das für einer ist, aber falls er ein Zählwerk mit Rädern hat, so gibt es für ESP32 mit Kamera eine OCR-Software, die das auslesen kann.

/ralph

Ein Wärmezähler? Der hat zwei Thermometer und einen Durchflußgeber, ein LC-Display und eine Batterie für zehn Jahre.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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Für LCD-Displays gibt es auch OCR-Auslesegeräte.

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/ralph

Wenn es so einfach wäre. Das LCD schaltet zum Stromsparen ab und braucht einen Tastendruck. Danach zeigt es nur die Summe. Momentanleistung, Durchfluß, und Vorlauftemperatur liegen in der zweiten Schleife, in die mit einem langen Druck gewechselt wird. Dann sind es mehrere Schritte zu den einzelnen Werten.

Wenn Du Dir das antun möchtest, könnte man die Schalterei natürlich mit einem Fingerbot via Zigbee erledigen - aber das wäre schon arge Bastelei.

Na, da nähern wir uns dann Rube Goldberg.

Da schon lieber ausbauen und gegen einen mit mbus o.ä. tauschen. Das scheint irgendwo bei 200-300 Euro loszugehen.

/ralph

Nur, daß die nichts sinnvolles macht...

Danke. *Genau das* war meine Frage gewesen. Wo hast Du die gefunden?

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Axel Berger schrieb am 16.11.25 um 15:18:

Bei uns haben sie Kamstrup Multical verbaut. Kann via optisches Auge ausgelesen werden. Dafür gibts Support von Tasmota. Allerdings reicht bei deiner Frequenz die Batterie dann nur ca. 1 Jahr. Und du musst mit einem Servo die Weck-Taste zyklisch betätigen, weil das Interface nach ca. 1min deaktiviert wird zum Strom sparen.

Ich lese jetzt einmal pro Monat den Zähler via Kamstrup-Software aus und erhalte Stundenwerte von

Heat energy (E1) [MWh] Cooling energy (E3) [MWh] V1 [m3] Info

Temperaturen sind nicht dabei. Die muss man mit Tasmota auslesen.

Außerdem sendet er via Funk. Das kann man mit einem RTL433-Stick lesen und dekodieren, falls man vom Wärmeanbieter den Entschlüsselungs-Key bekommt. Ich hab ihn nicht bekommen.

Jan

Auf Amazon, aber ich hab keinerlei praktische Erfahrungen damit:

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(scheinbar optische Schnittstelle)
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(für die findet man auch mbus-Module)
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Vermutlich wird es sinnvoll sein abseits von Amazon zu googeln welche Fachhändler das Zeug wirklich verkaufen und dort was zu bestellen. Aber für eine erste Ahnung was es an Typen gibt ist Amazon oft nicht schlecht.

Einfach nach "heat meter mbus" oder "wärmezähler mbus" oder sowas suchen.

/ralph

Du meinst AI on the Edge. Das habe ich für meinen Wasserzähler; seit dem letzen Tausch funktioniert es nur noch so lala. DAs ist ein elender Frickelkram.

Wobei Wasserzähler (Nassläufer) nochmal eine besondere Klasse ist, da ist ja eigentlich immer eine Luftblase drin.

Grüße Marc

Wenn ich das richtig verstehe, dient es dazu, die Jahresablesung mit Lesegerät statt Stift und Papier durchzuführen.

Danke. Das hätte ich eigentlich selbst finden müssen, habe ich aber nicht.

Richtig.

Danke Axel

Wir haben hier seit Jahren vier Stück von dem hier im Einsatz:

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die über den MBUS Strom bekommen, wird die Batterie nicht belastet. Unsere haben die Eichfrist schon einige Zeit überschritten und funktionieren noch immer.

Oliver

Ich hab bei einem Hökerer (Pollin o.a.) ein kleines Aufsatzgerät gefunden (und gekauft) das etwa die Form einer Banane hat und angeblich auf einen Wasserzähler aufgesetzt/geklebt werden können soll. Das scheint eine Art Optik zu haben die das drehende Zahnrad erfaßt und ein Kabel mit offenen Enden das zählimpulse liefern soll.

Bisher habe ich das noch nicht näher untersucht oder was damit gemacht. Der (Kalt)wasserzähler hier soll morgen auch wieder turnusmäßig (offenbar alle ca. 5-6 Jahre) ausgewechselt werden. Mal sehen...

Nur als Zusatzinfo. Ich weiß nicht was ein Brunatazähler (außer einer Firma die Zenner-Zähler vertreibt) genau sein soll aber im Thread gehts anscheinend eher um Wärme- und nicht um Wasser-zähler.

Aber: Hier wird nur Kaltwasser gezählt weil wir keinen Speicher im Haus haben - sondern Durchlauferhitzer und Boiler in Bad und Küche. Sprich: Nur eine Wasserleitung pro Wohnung nötig. "Wärme" wird hier an jedem Heizkörpern getrennt gezählt (Funk-auslesbar).

Bye/ /Kay

Nicht nur anscheinend sondern sehr explizit.

Ja genau das. Die Gemeinschaft hat einen Vertrag mit der Brunata und als Teil des Gesamtpaketes sind die Zähler gemietet. (Das ist nicht so schlecht, wie es klingt. In einer anderen Gemeinschaft mit Altvertrag hätten wir die Zähler auch kaufen können. Mit den turmusmäßigen Wechseln wäre es bei einem Handwerkerauftrag eher teurer geworden und ohne Handwerker nur minimalst billiger. Dazu deckt die Miete auch die seltenen aber vorkommenden vorzeitigen Ausfälle ab.) Das heißt, der vorhandene Zähler gehört mir nicht und ein eigenmächtiger Wechsel gegen einen eigenen geht nicht ohne Genehmigung. Die Bezeichnung "Brunatazähler" benennt also den Eigentümer des Zählers.

Nö. Sie wird extrem grob geschätzt. Ein Wärmezähler für die ganze Wohnung vor dem Heizkreisverteiler mißt wirklich und gibt echte kWh aus. Die Differenz zwischen der Summe aller Zähler und dem, was die Wärmepumpe als abgegebene Wärme ausgibt ist als Speicher- und Verteilungsverlust plausibel -- zwischen 15 und 20 %.

Brunata war -als ich noch in D wohnte- eine Fa. die Wärmemengen Messungen durchführte und Verteilungsschlüssel an die jeweiligen Hausverwaltungen weitergab. Die benutzen damals Geräte, die an den Heizkörpern angebracht wurden und ein von vorne sichtbares, senkrechtes Röhrchen mit einer schwer verdunstbaren Flüssigkeit enthielt.

Wird wohl inzwischen auch viel mit Elektronik/IoT erledigt.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Das gibt es immer noch. Genauer, genau dieses Primitivverfahren wird sehr aufwendig rein elektronish nachgebildet. Daneben gibt es aber schon sehr lange echte Meßgeräte, die aus zwei Temperaturen und dem Durchfluß echte Wärmeströme erfassen. Üblich sind die vor allem für Fußbodenheizungen und für die Wärmeabgabe aus dem Warmwasserspeicher.

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