Messschieber kaputt

Sep 27, 2025 Last reply: 9 months ago 75 Replies

Ich habe es ausprobiert. Ich habe meinen Meßschieber für die rechte Hand genommen und ihn auf die verschiedenste Weise in der linken Hand gehalten.

Die Hand- und Werkzeugposition sollte dabei genau spiegelsymmetrisch sein, so wie ich es vom Sägen und Feilen kenne. In manchem bin ich beidhändig aber diese beiden Tätigkeiten erfordern präzise Geschicklichkeit. In der Lehrwerkstatt mußte der Meister, um mir etwas zu zeigen, mein Werkstück immer umspannen und genau spiegelsymmetrisch bearbeiten.

Beim Feilen in der Drehbank mußten alle anderen die Feile aus Sicherheitsgründen in die "verkehrte" Hand nehmen, nur ich nicht.

N.B: Die meisten Linkshänder können eine Schere problemlos in der rechten Hand, für die sie gemacht ist, benutzen. Der Unterschied fällt dann an anderer Stelle auf: Rechtshänder führen die Schere um das ruhig gehaltene Werkstück, Linkshänder halten die Schere ruhig und führen das Werkstück an ihr vorbei.

Ich als Rechtshänder habe ernste Probleme mit einer Linkshänderschere zu schneiden (in der rechten Hand).

Ein "verkehrtes" Werkzeug kann sehr unangenehm sein.

/ralph

Hallo olaf,

Du schriebst am Mon, 29 Sep 2025 13:55:41 +0200:

Naja. Das kann man natürlich machen, angenehgmer ist schon, so zu messen, wie es vorgesehen ist.

Weiß ich nicht - trotz weitgehender Linkschigkeit halte ich eine Schieblehre (!) im allgemeinen rechts und kann damit "normal" umgehen.

Nee, habe ich mangels eines solchen Spionageapparates nicht bemerkt, nur bei anderen. Aber da ist das auch eine nicht ganz triviale Funktion, die zum einen einen eigenen Beschleunigungssensor benutzt, der für sich schon mehr Strom braucht als die ganze Meßschieberelektronik, und zudem muß das auch das Display können und passend angesteuert werden - nochmal mehr zusätzliche Elektronik, fast schon ein ganzer eigener weiterer Computer...

Aehem...sowas kauft man heute. Einfach so mit I2C oder SPI, ganz nach wunsch.

Das koennte stimmen, aber der muss ja nur aktiv sein wenn man den Messchieber einschaltet. Er muss nicht immer laufen wie die restliche Elektronik im Messchieber. Und es reicht auch wenn man das nur 10x pro Sekunde misst. Es gibt auch Messchieber mit eingebauter Beleuchtung des Display, was glaubst du was das an Leistung kostet. ;)

Nein. Die Display sind zwar aus Stromspargruenden nur primitiv, aber die Zahlen koennte man auf dem Kopf genauso nutzen. brauchte nur noch ein paar Punkte an der Oberseite und die Schriftsymbole fuer mm/inch ein zweitesmal. Glaub mir das ist das geringste Problem. .-)

Klar, so ein Messchieber waere vermutlich 1-2Euro teurer und bei Endverbraucherpreise von 6-15Euro fuer die Billigteile macht das keiner weil die Leute immer nur BILLIG kaufen.

Olaf

Ich wollte es nicht zu kompliziert machen :p

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 30.09.25 um 03:57 schrieb olaf:

Zur Einordnung: BMI160 frisst 3uA im Standby, 20uA bei aktiver Bewegungserkennung und bis zu 925uA im vollen Betrieb mit präziser Rotations- und Beschleunigungsmessung in sechs Achsen. Kostet ca. 1Eur in kleinen Stückzahlen.

Aber das ist Kanonen auf Spatzen. Um ein Display zwischen nur zwei möglichen Ausrichtungen umzuschalten, reicht auch ein simpler mechanischer Neigungsschalter mit Kosten im Centbereich und einem Stromverbrauch von exakt Null. Oder auch einfach eine Tastenfunktion - irgend eine Taste lange drücken schaltet das Display um.

Was bleibt, ist das suboptimale Handling, wenn nur das Display umgeschaltet wird und die Mechanik verkehrtherum bleibt.

Das Problem sind die kleinen Stückzahlen und die doppelte Lagerhaltung, was den Preis in allen Handelsstufen hoch treibt und am Ende wahrscheinlich weit mehr ausmacht. Damit lohnt es sich am Ende nur noch für Nobelmarken, was den Preis nochmals hoch treibt...

Eben. Deshalb lernen die meisten Linkshänder, eine Schere in der rechten Hand auf- und zuzuklappen. Die saubere Konturenführung machen sie trotzdem mit der stärkeren Hand.

Gute Scherze sollte eine gewisse innere Konsistenz aufweisen, um zu wirken. Man sollte sich also nach passenden starken Konjugationen umsehen, in diesem Fall recht einfach. Schenken, denken; kriegen fliegen.

Also muß es sein: geschacht gekrogen. Alles andere ist Verballhornung durch solche, die den Witz nicht verstanden haben.

Von grammatisch ungebildeten Rheinländern hörte ich auch schon "Wer sucht et, der find't et."

So finden dann auch bewußt scherzhafte Verballhornungen wie "clam-heimlich" oder "nichts desto trotz" ihren Weg in die vermeintliche Hochsprache.

So, dann weisst Du, was Linkshänder durchmachen bei den ganzen Nurrechtshändergeräten... z.B. Kettensägen, Elektrotacker (Entriegelung), einige Winkelschleifer, wo der Schalter für den rechtshänderdaumen seitlich ist...

Jupp.

viele Grüße,

Olaf

Guck mal, was ich meine:

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wäre doch mal ein netter Zug, wenn die auch noch ein LCD auf die Rückseite pappen würden.

MfG hjs

"Hans-Juergen Schneider" schrieb:

Wozu? Sind heutige Dreher nicht mehr in der Lage den Meßschieber so dran zu halten daß man das Display sieht? Warum nicht gleich mit BT, da kann man dann den Wert auf den Handy ablesen...

Frank

Leuts, das ist Mist. 9-Achsen-Beschleunigungsmesser ist Mist und der lustige Neigungsschalter ist auch Mist. Abhängig von Hysterese und anderen Parametern legst Du den Messschieber flach auf den Tisch und kannst auswürfeln, ob Oben oben ist oder Oben unten. Im Zweifel immer falschrum. Kennt man ja vom Smartphone.

Die Geschichte mit dem "Linkshändermessschieber" ist m. b. M. n. vollkommebn überbewertet, wer nicht nur daheim auf der Couch die Dicke seiner Zehennägel misst, sondern irgendwo da draussen an praxisrelevanten Objekten, hält den Messschieber mal so rum und mal so rum.

Die Interpretation einer auf dem Kopf stehenden 7-Segmentanzeige sollte auch den von Premiumprodukten vollkommen verzärtelten User nicht überfordern und falls doch, empfehle ich, von scharfkantigen, spitzen, heißen, klebrigen, giftigen, sauren oder sonstwie gesundheitsgefährlichen Dingen besser die Pfoten zu lassen.

Volker

Am 27.09.25 um 16:22 schrieb Hans-Juergen Schneider:

Nein, ich habe mich vor ein paar Jahren für einen mechanischen Messschieber entschieden.

Der ist zwar aus Kunststoff und löst nur 1/10 mm auf, aber das genügt für meine Einsätze. Und da er ein Markengerät ist, gehe ich davon aus, dass er noch viele Jahre hält.

Gruß

Gregor

Hallo Hergen,

Du schriebst am Tue, 30 Sep 2025 10:09:31 +0200:

Fragt sich noch, was die "restliche" Elektronik in so einem Gerät schluckt.

Haha. Hast DU eine Ahnung, was so ein mechanischer Neigungsschalter an Aufwand bedeutet. Ich hab' da mal an einem Projekt mitgearbeitet, das nichtmal so extrem kostensernsitiv war. Da sollte so ein Ding eingesetzt werden, anfangs. Allein eine brauchbare Ausführung zu finden, war schon eine Herausforderung, und das war dann ein "Riesentrum" relativ zur Elektronik, und _teurer_ als so ein Beschleunigunghssensor, wie Du oben einen genannt hast. Die nächste Version _hatte_ dann das Elektronik-Teil.

Nee, "Stromverbrauch von exakt Null" geht nicht, der auswertende Eingang muß schon beschaltet werden, und im Zweifelsfall liegt die Beschaltung immer falschrum.

_Das_ wäre noch die einfachste Lösung, ist halt "nur unbequem" oder braucht _noch eine_ Taste _mehr_ - und das ist dann _viel_ zu teuer.

Dewegen wird das wohl auch gleich garnicht in Betracht6 gezogen.

Ganz offensichtlich hast Du sowas noch niemals gemacht.

MfG hjs

Also bei meinem scheint das zu funktionieren.

Kommt mir wie ausgelebter Rassismus vor.

Olaf

In meiner Digitalkamera ist sowas integriert. Ich vermute sogar es gibt mehr wie nur eine die das kann. Irgendwie schaffen die das. Aehnliches wuerde ich fuer Handy und Tablets vermuten...

Olaf

Der misst doch schon 1/10mm Unterschied je nachdem wie fest du den zuschiebst. :-D

Olaf

olaf schrieb:

Das hat mit Rassismus gar nichts zu tun. Überleg mal, was Rassismus ist.

Guido

Da hast du recht, ich benutze ausschließlich mechanische Meßschieber, seit ich 1987 meine Lehre als Maschinen- und Anlagenmonteur begonnen hatte, und auch als ich anschießend als Werkzeugschlosser gearbeitet habe brauchte ich keine elektronischen Hilfsmittel zum messen.

Frank

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