Lote

Apr 23, 2007 20 Replies

So,



nach dem RoHS-Hype habe ich mich im Baumarkt umgesehen. Und was finde ich da? Bastlerlot nennt sich das Zeug jetzt. Pb60Sn40 - Blei nicht zu knapp drin, finde ich. Irgendwie freut mich das, denn nichts geht hier über eine technisch einwandfreie Lötverbindung. Aber es ist auch unnötig. Der



100-Watt-Lötkolben für 15 Euro wird immerhin bis zu 500 Grad heiß; das reicht für Zinnlote nach RoHS dicke hin.

Grüße, Kralle


Franz Ferdinand Krallenwetzer schrieb:

Und was ist daran verwunderlich? Es wurde ja nur die Verwendung von bleihaltigem Lot in Jubelelektronik verboten, das Lot selber nicht. Und solange noch genügend Ausnahmen bestehen wird man das auch im Baumarkt stets angeboten bekommen. Bleifreies Lot gibts dort ja schon seit langem, SnCu3 für die Kupferrohre/fittings.

Gruß Dieter

Bastlerlot gab's schon immer. Das ist kein Elektroniklot, sondern wird hauptsächlich für Flammlötungen in der Klempnerei verwendet.

Viele Grüße Steffen

??? Was soll das denn nun wieder? Dachte, dass man das Blei aus gesundheitlichen Gründen und wg. Umwelt und so verbannt hätte. Klempner löten Rohre, in denen durchaus auch Trinkwasser fließen kann. Dann hat man das Blei im Trinkwasser. Da stört es dann plötzlich nicht mehr? Da verstehe mal einer die Politiker...

Servus Christoph Müller

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Die Legierung Pb60Sn40 ist sinnvoll, da sie nahe dem Eutektikum liegt.

Naja, zur Verl=F6tung (was am Tage geklemmt wird, wird am Abend verl=F6tet) von Bleirohren d=FCrfte die Verwendung von Bleihaltigen Lot wohl auch kaum st=F6ren. Gruss Harald

Harald Wilhelms schrieb:

Kommt drauf an was man löten will, für Blechverwahrungen nimmt man ehr 50/50, hat einen 'teigigen' Bereich und fließt deshalb nicht so davon.

Gruß Dieter

Christoph Müller schrieb:

Hallo!

siehe Dieters erste Antwort.

Kommt wohl noch vor.

Nur, wenn du aus Heizungsrohren trinkst. Ansonsten siehe Dieters erste Antwort.

"Christoph Müller" schrieb im Newsbeitrag news:462c8a8a$0$10187$ snipped-for-privacy@newsspool4.arcor-online.net...

Wegen der Umwelt streicht man Schiffe auch mit bleihaltigen Farben (mengenmaessig groesster Bleiverbrauch), und schiessen Jäger (die selbsternannten Umweltschuetzer) natuerlich mit Bleischrot was dann ueberall in Wald und Seen verstreut liegt (mengenmaessig zweithaeufigster Bleiverbrauch).

Nichts dagegen, das Blei aus Benzin und Elektronik verschwindet, das Bleiverbot im Benzin hat die Bleiaufnahme der Menschen schon auf ca. 1/5tel reduziert, aber man sollte bei den groessten Umweltschweinen anfangen.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Heiko Lechner schrieb:

Auch dann nicht, Pb/Sn-Lot ist wegen seiner geringeren Festigkeit, gerade bei höherer Temperatur, für Heizanlagen nicht zugelassen.

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann schrieb:

Oh.

Na dann sollte man nicht daraus trinken, wo es noch benutzt wird ;)

Hallo,

meinst Du da nicht das Tributylzinn TBT in den früheren Antifoulingfarben gegen Bewuchs?

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Für Boote unter 25 m Länge schon seit 1990 verboten.

Bye

Hallo Heiko,

Du sollst ja auch nicht die Rohre innen damit verkleiden. Ich hab jedenfalls keine Angst vor den paar mm² Bleihaltiger Zinnfläche im Rohr. BTW Kupferrohre nimmt man ohnehin nur bei hartem Wasser, da lagert sich dann auch eher Kalk ab, als dass da nennenswert was herausgelöst wir. Weiches Wasser frisst das Kupfer an, was weit weniger bekömmlich sein sollte, als das bischen Blei, vor allem für das Mauerwerk, wenn das Kupfer durch ist :-)

Marte

MaWin schrieb:

Ich dachte, dass sei jetzt zumindest in Feuchtgebieten EU-weit verboten. Endlich. Es sollten nur noch Goldkugeln erlaubt sein ;-].

mfg Rolf Bombach

Am Mon, 23 Apr 2007 20:01:12 +0200 schrieb Rolf_Bombach:

Karotten. Dann sterben die Viecher gleich pfannenfertig gespickt.

HTH, Kralle

"Franz Ferdinand Krallenwetzer" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@didel.doe...

:-)

Manfred Winterhoff

Klempner löten sogar Rohre, die aus Blei bestehen und durch die Trinkwasser fließt. Ist zwar nicht ideal, aber wenn alte Bleileitungen nicht komplett ausgetauscht werden (können) dann muß wieder mit Blei geflickt werden. Wenn man da Cu nimmt, dann korrodiert das restliche Blei ruck-zuck weg - es landet dann natürlich im wasser. Wenn Cu-Rohre gelötet werden, dann ist allerdings heute Sn97Cu3 oder ähnliches bleifreies Material üblich. Die höhere Temperatur und die agressiveren Flußmittel sind kein Problem, da die Chloridhaltigen Mischungen wasserlöslich sind.

Rolf_Bombach schrieb:

Und was machen wir dann gegen die Werwölfe? Gruß Andy

Andreas Weber schrieb:

Genmanipulieren!

Gruß Dieter

Marte Schwarz schrieb:

Naja, eine Handvoll Milligramm Kupfer pro Tag ist ja für den erwachsenen Menschen nicht nur harmlos sondern sogar lebens- notwendig. Klar, allzuviel ist ungesund. Blei hingegen reichert sich langsam an, AFAIK.

mfg Rolf Bombach

Martin Lenz schrieb:

Ist CuP aus der Mode? OK, noch höhere Verarbeitungstemperaturen, schon klar.

mfg Rolf Bombach

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