LED-Rücklicht mit Standlichtfunktion

Mar 10, 2008 47 Replies

Hallo,



ich würde für einen Bekannten gerne ein vorhandenes altes Fahrrad-Rücklicht auf LED mit Standlichtfunktion umrüsten.



Als Stromversorgung ist ein Seitenläufer-Dynamo vorhanden. Der Scheinwerfer ist eine einfache Krypton-Funzel mit 2,4 Watt. Beides soll vorerst so bleiben.



Als Grundlage für eine Schaltung habe ich diese genommen:

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und nur unwesentlich verändert:


+---+--LP2950--+-------+------+ | | | | | | - - | | 65Ohm 65Ohm vom ^ ^ | | | |

-------+ | | | v v | | | --- 1F -` -`



-----------+ | --- |` |` Dynamo | | | | | | - - | | v v ^ ^ | | -` -` | | | | |` |` +---+-----+----+-------+------+



LP2951 getauscht durch LP2950 LEDs getauscht durch "Kingbright Ultrahell", jeweils zwei in Reihe mit Vorwiderstand und zwei Paare parallel.



Wenn man annimmt, dass die LEDs auch bei 10mA noch ausreichend hell leuchten, dann komme ich auf folgende Standlicht-Zeit:



t = (1F * (5V - 4V))/0,04A t = 29,35s



Kann man hier noch optimieren? Würde es sich lohnen, die LED tatsächlich mit 30mA zu betreiben? Spricht etwas gegen einen zweiten Gold-Cap parallel zum ersten? Ist ein Widerstand vor dem Gleichrichter nötig, um den Stromverbrauch künstlich auf die 0,6 Watt anzuheben?



CU



Manuel


Überwachungsstaat bald Realität? Jetzt handeln! www.stasizwopunktnull.de ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei gar nicht möglich.

"Manuel Reimer" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@user.newsoffice.de...

Wo hast du denn so einen Unfug gefunden ?

Warum sollte man dann 2 parallel nehmen ? Eine mit 20mA taete es dann doch ebenso.

Aber sicher doch.

Jein. Es ist etwas vorzusehen, was die vordere Gluehbirne vor Ueberspannung schuetzt, aber das kann man besser machen, als durch Dauerbelastung.

Durch clamping, also eine Belastung, die erst bei Erreichen einer hohen Spannung einsetzt.

Ein einfacher Weg: Eine bidirektionale Z-Diode (Transil 6V8), aber die sind ziemlich ungenau.

Besser reproduzierbar ohne viel Basteln: Im Gleichrichter (den dein Ruecklicht sowieso braucht) ein TL431 der ab 5.4V (wegen der 1.4V die der Gleichrichter schon schluckt) einfach gegen Masse leitet. Er sollte allerdings mehr als 500mA leiten koennen, wenn die Gluehlampe vorne kaputt geht, muss also mit einem Transistor verstaerkt werden.

Dann ist auch gleich die exakte Spannungsbegrenzung fuer den Goldcap mit erledigt, ein 5.5V 1F Goldcap reicht dann als Speicher fuer die LEDs ohne einen weiteren Regler.

Ob man an den GoldCap nur jeweils 1 LED mit Vorwiderstand (erlaubt Entladung von 5V bis auf 2V bei natuerlich sinkender Helligkeit) oder 2 LEDs in Reihe (sind schon bei Entladung auf 4.5V nur noch halbhell, und bei 4V aus) anschliesst, oder gar einen Schaltregler (wie LT1073) der bis auf 1V herunter die LEDs mit konstanter Helligkeit treibt, ist Geschmackssache, nicht jedem gefaellt der Schaltregler, der abrupt die lichter ausgegen laesst wenn der Goldcap leer ist, obwohl der technisch natuerlich am Besten waere.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Es ging mir darum, irgendwie auszurechnen, wie lange der "Speicher" dann letztlich das Standlicht gewährleisten kann. Aus Erfahrung weiß ich, dass Ultrahelle LEDs schon bei 10mA ziemlich hell leuchten. Während der Fahrt sollen die LED aber natürlich mit 20mA oder gar mit 30mA betrieben werden. Eine "Standlichtzeit" von etwa einer Minute war mein Ziel. Mit zwei Kondensatoren wäre das im gezeigten Schaltplan eventuell möglich.

Der Transistor soll also, bei einer Spannung ab 5.4V das Rücklicht gegen Masse kurzschließen?

Guter Einwand. Schaltregler ist wohl zu viel Aufwand. Zumal das Gehäuse sehr beengt ist. Aber ein Vorwiderstand pro LED wäre eventuell eine gute Idee. Das hebt auch die Leistung des Rücklichts an. Den LED-Strom könnte man dann so wählen, dass über den 4 LEDs im Betrieb in etwa genau die benötigten 0,6 Watt abfallen.

Allerdings erhöht das dann auch die Last über dem GoldCap, was wohl dafür sorgt, dass dieser noch schneller leer und die LEDs damit auch noch schneller dunkel werden.

CU

Manuel

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Für wenige Euro kannst Du ein fertiges, zugelassenes batteriebetriebenes Rücklicht kaufen... und das leuchtet dauernd!

Ciao, Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100, GRR#51) 90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm 95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 69 Mm (Die Renndrecksau!) cu @ http://www.issle.de

Batteriebetrieben ist nicht. Das Ding muss annähernd wartungsfrei sein.

Ich selber bevorzuge auch Batteriebeleuchtung, aber ich prüfe auch regelmäßig die Zellen und habe zumindest für den Scheinwerfer Ersatz in der Satteltasche.

Derjenige, der das Rücklicht bekommen soll, der kann gerade so den Dynamo aktivieren. Wenn eine Birne kaputt ist, dann kommt er zu mir zum Auswechseln. Mit der Wartung bei den Batterien wäre diese Person definitiv überfordert.

CU

Manuel

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Ich habe ein zugelassenes 7EUR-LED-Rücklicht mit GoldCap-Pufferung, das locker eine Minute nachleuchtet.

Gruß Henning

Hallo,

Standlicht, wozu? Ist weder vorgeschrieben, noch bringt's ein Plus an Sicherheit. Wenn schon Selbstbau, dann etwas, das es nicht zu kaufen gibt. Zum Beispiel:

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Gruß,

Julien

Na, "Experte am Werk"? LEDs ohne Reihenwiderstand parallelgeschlossen?

Besser auf die Parallelschaltung einzelner LEDs verzichten (Antiparallelschaltung kann bleiben) und die Stränge mit je einem eigenen Vorwiderstand versehen.

Gruß Henning

Was ich bisher an käuflichen LED-Rücklichtern gesehen habe, war nicht unbedingt das gelbe vom Ei. Allerdings habe ich bisher nur Batterie-Rücklichter gesehen.

Selbst wenn man sowas für 7 EUR bekommen kann: Da kommen bestimmt nochmal ca. 5 EUR Versand dazu.

Reichelt bestelle ich sowieso und wenn es mit geringstmöglichem Aufwand möglich ist, sowas selbst zu bauen, dann baue ich auch selbst.

CU

Manuel

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Nö, ich bin einfach zu B.O.C. geradelt und habe es aus dem Regal genommen.

Wenn die eigene Arbeitszeit nichts wert ist, kann man das machen.

Gruß Henning

"Henning Paul" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@moskau.comm.uni-bremen.de...

Falscher Ansatz.

Zwar verkommen wir zur dummen Konsumenten-Welt, aber man muss das nicht forcieren.

Ganz ab davon, dass viele Leute fuer die verbleibenden 24-16 Stunden eines Tages tatsaechlich nicht bezahlt werden, bringt Selber machen Abwechslung und Lerneffekt.

Da faengt man tunlichst nicht erst dann mit selber machen an, wenn das Produkt wegen Kompliziertheit und KnowHow zu solchen Wucherpeisen verkauft wird, dass sich ein Nachbau finanziell lohnt, sondern man beginnt mit Einfachem.

Klar koennen das auch Chinesen bauen, soger besser, aber beim Einfachen ist der Lernaufwand viel geringer und die Erfolgsquote viel hoeher, so dass das Projekt erfolgreich sein wird, was bei super-dupa high-tech Kram der so speziell ist dass ihn keiner hinbekommt, fuer den Hersteller keine Konkurrenz besteht, und der Verlaufspreis daher so hoch sein kann dass ein Nachbau sogar finanziell lohnenswert waere, nicht der Fall ist.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hi Holger,

Batteriebetrieben muss nicht sein, mit Goldcap gibt es die auch an jedem Supermarktregal, zumindest hier beim Real, Bauhaus, Praktiker... ein Fachgeschäft hat so etwas sicher in mehrfacher Ausführung zu einem konkurrenzlos günstigen Preis.

Marte

Mehrere LEDs im Rücklicht haben den Vorteil, dass der Abstrahlwinkel größer werden kann, indem man die LEDs nach hinten und zur Seite strahlen lässt. Also mindestens 3 Stück.

Viele Fahrradscheinwerfer haben eine Strombegrenzung eingebaut, so dass denen bei Ausfall des Rücklichts nichts passiert.

Ein anderes Problem könnte entstehen, dass während der Goldcap aufgeladen wird, nicht genügend Strom für den Scheinwerfer zur Verfügung steht. Bei meinem Fahrrad dauert es es schon 1/2 min bis es vorne richtig hell wird.

Norbert

Das ist eigentlich auch mein geringstes Bedenken. Die LEDs werden wohl einige Jahre halten und wenn sie doch ausfallen, dann ist die Birne im Scheinwerfer sicher schneller getauscht wie die (dann ja auch defekten) LEDs im Rücklicht.

Wichtig ist nur die Grundlast, dass die Frontbirne nicht über unbestimmte Zeit überlastet wird.

Guter Gedanke. Das wäre natürlich ärgerlich...

CU

Manuel

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"Norbert Hahn" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Noe. Es gibt LEDs in jedem sinnvollen Abstrahlwinkel. Man muss nur die passende nehmen.

Nein, nicht die Scheinwerfer haben eine Strombegrenzung eingebaut, sondern die Strombegrenzung hat der Dynamo. Der treibt jedoch die Spannung hoch, z.B. auf 12V, wenn man ihm seinen Strom nicht abnehmen will, weil z.B. eine Gluehbirne ausgefallen ist.

DAHER enthalten manche Frontscheinwerfer eine SPANNUNGSbegrenzung, damit dann bei Ausfall der vorderen Gluehbirne der Gluehbirne im Ruecklicht wegen ploetzlicher Ueberspannung nichts passiert. Da wuerde ich mich aber nicht drauf verlassen. Als Begrenzung fuer den GoldCap reicht so eine Spannungsbegrenzung eh nicht.

Manfred Winterhoff

Eben aus dem Grund hat mir die Idee mit dem "Low Drop Regler" auf den ersten Blick gut gefallen. Selbst wenn die Spannung auf 12V steigt, habe ich nach dem Regler immer noch meine 5V

CU

Manuel

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Sowas gibt es auch bei Fahrradhändlern. Ist bei Dir gar keiner in der Nähe?

http://arnowelzel.de http://de-rec-fahrrad.de

Nö, siehe Stückliste: "Zutaten: LEDs: 30 Stück Kingbright L53EC .... Vorwiderstand: 20 Ohm 0.5 W (E24-Reihe: 22 Ohm)"

Das ist überflüssiger Aufwand, auch wenn die im og. Artikel gegebene Beschreibung eines Dynamos nur theoretischer Natur ist. Ein Fahrrad- dynamo gibt weder 6V bei 0,5 A ab und hat auch keine 12 Ohm Innen- widerstand.

Norbert

Ja, einen einzigen. Würde man mehrere größere nehmen, würde sich der Strom besser verteilen und hätte eine verteilte Wärmeentwicklung.

Und was hat das mit der Tatsache zu tun, daß die Flussspannungen von LEDs streuen und zwei ohne Vorwiderstand parallel geschaltete daher nie genau gleich hell leuchten?

Gruß Henning

"Manuel Reimer" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@user.newsoffice.de...

Aber die Gluehlampe vorne, die du extra erwaehnt hast, ist dann kaputt, weil eben dem Dynamo, der auf alle Faelle seine 3 Watt loswerden will, nicht die ausreichende Belastung gegeben wurde, und er mit der Spannung hoch geht (statt 2.4W = 6V@0.4A fuer die Vorderlampe nun 3W = 6.72V@0.45A, was die Lebensdauer der Gluehlampe nach Wikipedia auf unerkennbare 15% oder so reduziert).

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

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