LadegerÃ?t mit KapazitÃ?tsanzeige

Oct 27, 2013 18 Replies

Hallo,



könnt ihr aktuell irgend welche Ladegeräte mit Kapazitätsmessung empfehlen?



Bisher erschien mir mein technoline BC900 als recht brauchbares Gerät. Letzthin hat er aber in kürzester Zeit zwei Aldi-Akkus zerblasen, die bei 200 mA mit charge/refresh geladen wurden. In dem Fall suppt es über die Batteriekontakte nach unten und frisst sich dort durch die Elektronik.



Ausgelaufene NiMH-Akkus, was ist das für 'ne Chemie und wie entfernt man da den Grünspan (?) auf den Kontakten? Salzsäure, Phosphorsäure?



Jedenfalls bin ich seitdem von dem Gerät nicht mehr so überzeugt, das sonst für meine Zwecke ideal schien: bis 4 AA bzw. 4 AAA, evtl. sogar mit Versorgung vom Kfz-Netz aus.



Früher hatte ich mal Erfahrungen mit dem legendären Conrad Charge Manager (2002?) gemacht. Der hatte mir gleich beim ersten Mal jene



500-mAh-NiCd-Akkus zerbraten, die damals richtig teuer gewesen waren und mir viele Jahre treue Dienste geleistet hatten. Seitdem meide ich grundsätzlich jedes Conrad-Hausmarken-Gerät.

Am besten erscheint mir fast ein System mit Elektronik weit weg vom Ladegerät. Ein primitives Sarg-Gerät läge zum Ausschlachten bereit. Aufwändig und teuer ist da eher die Digitalanzeige, die meinen Liebhaber-Ambitionen Grenzen setzt: < 50 Euro erschiene mir wieder wünschenswert.



Sonst käme vielleicht ein Gerät wie der AKKUMASTER C5 mit externem Ladeschacht für 200 ? in Frage. Das könnte sogar Lithium-Akkus aufladen



- da habe ich ein paar mit 3.6 V in AA-Größe.



Aldi ziert sich leider noch. Die bieten seit mehreren Jahren "Profi-Schnell-Ladegeräte" für 15 bis 18 Euro an, die große Displays bieten, leider aber nur mit rudimentären Balkendiagrammen. Eine echte Kapazitätsmessung über Laden/Entladen/Laden wär' mir wichtig. Mal abwarten, ob die je was besseres bringen werden.



Die Technik mit Anzeige und Gehäuse selbst kann mit größeren Stückzahlen ja recht günstig sein. Reichelt-Preise: BC250 13,50 ? bis 250 mA BC450 19,60 ? bis 450 mA BC700 24,20 ? bis 700 mA BC1000 41,90 ? bis 1800 mA



Mit gleichem Display und ähnlichem Prinzip: A1000 23,35 ? bis 2x1800/4x1000/-500 mA, von goobay



mit ähnlichen Daten, aber anderem Display: von Ansmann das Powerline 4 Pro 33,95 ? bis 1800 mA



Hat jemand mit den anderen oder sonstigen Erfahrung/Empfehlungen?



Schönen Gruß Martin


Am 27.10.2013 17:55, schrieb Martin ?rautmann:

Kalilauge, nimmt an der Luft Kohlendioxid auf und wird so zu Pottasche.

Essig/Wattestäbchen.

Gruß Dieter

Evtl. halt einfach nur Schrottakkus...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Mag natürlich sein, wobei manche Akkus bei mir recht alt werden und es dann auch Varta zerreisst (keine Ahnung, ob die noch aus Varta-Fertigung stammten) - Nur Eneloops mag ich mir nicht leisten, speziell in Anwendungen, wo Akkus auch mal tiefentladen werden (Fernsteuer-Auto der Kinder). Und gerade bei denen interessiert mich die Kapazitätsmessung, um noch gleich starke zusammen zu sortieren.

Schönen Gruß Martin

Wenn dir Eneloops zu teuer sind, dann kauf dir die LSD-Akkus vom Hofer/Aldi, die sind auch ganz gut.

/ralph -- nur mehr LSD

Luschtig, und das im gleichen Atemzug mit fraglicher Qualität bei Aldi ;-)

Ich kann keinen Unterschied zwischen Aldi-Akkus (den Nicht-LSD) und den üblichen generischen NiMH-Akkus erkennen, die Leute bei Saturn&Co kaufen.

Auch vor den Eneloops hat es Markenakkus gegeben (Sanyo und Co) die deutlich besser waren, und eine Menge Mist. Hofer/Aldi-Zeug ist halt immer der Mainstream dessen, das auch anderswo in Mengen verkauft wird. Du kannst vergleichbares auch beim Saturn fürs doppelte kaufen.

/ralph

Hallo,

Am 28.10.2013 10:17, schrieb Ralph Aich>> Luschtig, und das im gleichen Atemzug mit fraglicher Qualität bei Aldi

Dann sind die generischen LSD-NiMH aber schlecht? Ich habe bisher einige Eneloop und dazu mal paar Aldi- und Rossmann-Akku zum testen und spielen gekauft. Die Eneloop sind sehr gut, die Rossmann-Akku brauchbar. Ungequält scheinen die mit Eneloop mithalten zu können. Bei den Aldi-Akku habe ich aber weniger Glück gehabt. Da scheinen paar miese Exemplare dabei zu sein.

Sanyo hat bisher immer recht gute Akku geliefert. Von meinen NiCd in AA sind nur noch die Sanyo übrig geblieben. Viele NoNames habe ich schon entsorgen müssen. Falls die Akkus gequält werden und dabei zuvelässig sein sollen sind die Eneloop erste Wahl. Für einfache Benutzung tun es auch die sehr preiswerten Rossmann-Akku. Bei den Aldi-Akku bin ich vorerst noch skeptisch, aber der Test läuft erst seit einigen Monaten. Falls ich (weit) über 1 Euro/Zelle zahlen will würde ich gleich Eneloop nehmen. Bei 1 Euro/Zelle und etwas niedrigeren Erwartungen sind die Rossmann-Akku OK.

MfG

Uwe Borchert

Sind die LSD-Akkus denn auch beim Quälen robuster? Die LSD-Eigenschaft ist mir wurscht, die Robustheit bei Tiefentladung kann mir aber helfen.

Schönen Gruß Martin

Ich finde die generischen LSDs von Aldi/Hofer schlechter als die Eneloops (mit denen ich *nie* Probleme gehabt habe), aber deutlich merkbar besser als generische nicht-LSD-NiMHs, die ich eigentlich für ernsthaften Einsatz gar nicht mehr haben will.

Bei mir ist die Motivation "Billigzellen" zu verwenden besonders in Situationen da, wo ich Geräte herborge, und die Leute *immer* irgendwie die Batterien/Akkus tauschen wollen, und *immer* vergessen mir die gleichen zurückzugeben die drin waren. Nein, nicht aus Bösartigkeit, ich kann das schon verstehen. Meistens ist das Nachlaufen dann mehr Streß als es bringt.

Auf diese Art sind mir schon viele Eneloops "verloren gegangen", so geb ich jetzt nach Möglichkeit Hofer-LSD-Akkus rein, wenn ich vermute daß ich das Gerät herborgen werde, aber trotzdem Strom haben möchte.

/ralph

Tiefentladungsverhalten weiß ich nicht, aber der Innenwiderstand dürfte deutlich niedriger sein. Gerade dieses typischen Ausschalten von Hochstromgeräten kommt bei mir bei LSD weniger vor. Was hab ich davon, wenn noch haufenweise Ladung im Akku ist, aber das Gerät dauernd abschaltet, weil es nicht genug Strom entnehmen kann?

Ich hab keine strikten Meßreihen gemacht, aber meinem Gefühl nach ist der Unterschied LSD-Nicht-LSD hier ziemlich dramatisch.

/ralph

Hat eigentlich jemand so etwas wie den Raspi dafür im Einsatz?

Arduino dürfte sinnvoller sein, denn für eine Einzelschacht-Überwachung wären min. vier Analog-Eingänge hilfreich.

Der AVR-NET-IO mit 4 ADC-Eingängen und ATMega32-Prozessor reizt mich ohnehin schon länger.

Sollte man eher mit schaltbarer Stromquelle, PWM und Digitalausgängen arbeiten? Oder wären Analog-Ausgänge sinnvoll? Womit würde man da im Idealfall bis

5 V und bis 2 A steuern?

Die Erkennung von delta-U muss anscheined schon recht genau und empfindlich sein!?

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ist wohl ein Ansatz, wie's machbar wäre.

Schönen Gruß Martin

Hallo,

Am 28.10.2013 12:02, schrieb Mart>> Sanyo hat bisher immer recht gute Akku geliefert. Von meinen NiCd

Weiß ich nicht. Ich habe mit Non-LSD nur wenig Erfahrungen gemacht. Und diese sagten mir damals: Vergiss diesen Akku-Typ ganz schnell. Für meine Zwecke waren die IMHO vollkommen unbrauchbar und sogar um einiges schlechter als die alten NiCd, die ich dann noch viele Jahre aufgebraucht habe.

Das war bei den Non-LSD ein Problem ggü. NiCd. Bei LSD-NiMH kommt man nach meinen bisherigen Erfahrungen selten(er) bis gar nicht in diese Verlegenheit.

MfG

Uwe Borchert

Hallo Martin,

Ich zitier Dich mal selber ;-) > BC700 24,20 ? bis 700 mA > BC1000 41,90 ? bis 1800 mA > > Mit gleichem Display und ähnlichem Prinzip: > A1000 23,35 ? bis 2x1800/4x1000/-500 mA, von goobay

Ich habs nie verstanden, warum das kritischste Programm mit 200 mAh als Standard gewählt wurde. Delta U funktioniert beim Schnelladen, weil die Zellen am Ladeschluß warm werden und dadurch die Zellspannung sinkt. Lädt man zu langsam, ist die Aufwärmung nicht schnell genug, als dass man das an der Spannung schön genug ablesen könnte. Also lädt man enntweder so langsam, dass man kein Ladeschluß erkennen muss, also max. C/20 oder eben schnell, also sicher unter 4 Stunden, also bei AA-Zellen mit mindestens 600 - 700 mA. Alles dazwischen mag funktionieren, ich würde es nie ohne Not machen wollen.

Das lag nicht am Gerät, sondern an Dir. Da kommt man drüber weg und ist am Billigsten.

Mich rußt es auch, dass man immer auf 700 mA stellen muss, aber ansonsten find ich das BC700 ganz brauchbar. Ich würde mir aber heute das stärkere besorgen.

Marte

Lädt man jedoch zu schnell, dann ist die Erwärmung bereits vor Volladung so stark, dass die Thermoüberwachung anspricht. Damit ist der Akku weder voll noch auf Grund der hohen Temperatur schonend behandelt worden.

Der schonendste Ladestrom ist also nicht immer identisch mit dem höchsten.

Ich auch. Nur bei ganz alten, hochohmigen Zellen spielt es verrückt und zeigt ein vielfaches der tatsächlichen Kapazität an. Zum Ausmustern ganz alter Zellen eignet es sich folglich nicht.

Viele Grüße Werner

Einzig für mich wahrscheinliche Erklärung: Wer AAA-Akkus benutzt, der sollte vielleicht weniger braten. Da passt der Default.

Schönen Gruß Martin

Martin ?rautmann schrieb:

t.

e

Das liegt nicht unbedingt an den Akkus, sondern am Gerät. Mir ist das Ding jetzt bereits zweimal abgestürzt, offenbar mit geschlossenen Lade transistoren. Den ersten Fall hatte ich heir mal gepostet. Ergebnis: Akkus so heiß, daß der Schrumpfschlauch durchschmolz. Z um Glück ist mir nicht die Bude abgebrannt.

Das Gerät war dabei abgestürzt, d.h. keine Bedienung an den Taste n mehr möglich. Mit einem Oszi hätte man vermutlich festgestellt, daß der Ladestrom nicht mehr vom Prozessor gepulst wird, sondern einf ach die Netzteilspannung durchgeschaltet wird. Die beiden Thermofühler werden natürlich nur vom abgestürzten µC ausgewertet, also gar nicht.

Ich überlege schon, a) das Ding mit kleinen 80°C Klixon aus Akkupacks zu versehen b) nur noch auf dem Balkon in einer Sandkiste zu betreiben c) es von selbigem Balkon zu werfen

Am 29.10.2013 13:15, schrieb Wolfgang Schreiber:

Besser:

d) Gewebepark 10 in Wildau, an den Kopf werfen

Gruß Dieter

Am 29.10.2013 13:42 schrieb Dieter Wiedmann:

...und einen Watchdog hinterher hetzen.

Patrick

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