Am Thu, 20 Dec 2007 18:42:09 +0100 schrieb Christoph Müller:
Das habe ich mir auch schon gedacht. Allerdings hast du das wohl etwas anders gemeint.
Lutz
Am Thu, 20 Dec 2007 18:42:09 +0100 schrieb Christoph Müller:
Das habe ich mir auch schon gedacht. Allerdings hast du das wohl etwas anders gemeint.
Lutz
|> Das stimmt. Koennen wir gerade unmittelbar in der Nachbarschaft sehen. |> Eine Katholikin, die schweren Krebs hat und der gerade auch noch der |> ansonsten kerngesunde Mann gestorben ist. Einfach umgefallen. Alles um |> sie herum scheint einzukrachen. Doch sie stuetzt sich auf ihren Glauben |> und ihr Leben faellt (derzeit) nicht auseinander.
Und in solchen tragischen Fällen kommt dann immer "Gottes Wege sind unerforschlich" oder ähnliches. Das ist dann der Punkt, wo es mir reicht. Der Satz ist eigentlich eine Beleidigung für jeden halbwegs vernünftig denkenden Menschen. Man kann Glauben auf vielen Axiomen aufbauen, aber sowas ist die billigste Art, aus absolutem Unwissen noch Kapital (aka Ehrfurcht) zu schlagen.
|> Der andere Fall ist |> auch jemand mit Krebs, war aber operierbar und diese Familie zergeht |> jetzt beinahe in Sorgen und Spekulationen, was alles passieren koennte.
Findest das das jetzt nicht gut, dass die sich Sorgen machen, weil es dem anderen schlecht geht oder wie? Sicher kann man es übertreiben, aber sonst finde ich Überlegungen zur Zukunft irgendwie sinnvoller als das langmütige Vertrauen auf irgendeine höhere Macht, die es schon richten wird. Und wenn sie es dann nicht macht, hat sie dann auch wieder ihre unerforschlichen Gründe :-(
In article , =?UTF-8?B?Q2hyaXN0b3BoIE3DvGxsZXI=?= writes: |> > Bei uns sinkt der Anteil nicht, oder besser gesagt nur ganz wenig. In |> > Europa leider schon. |> |> Was ich so mitkriege, dreht sich der Trend seit geraumer Zeit wieder hin |> zur Religion. Langsam zwar. Aber stetig.
Und das finde ich wiederum erschreckend...
anderen
Sorgen ja. Aber im ersteren Fall bleibt die Person bei Sinnen und ist weiterhin faehig, vernuenftige Entscheidungen zu treffen. In zweiterem Fall ist das zum Teil (leider) nicht mehr der Fall.
Dann wandere besser nie nach Amerika aus ;-)
Hallo Joerg,
Wieso? Du hast als Unterschied zwischen dem Christentum und anderen Religionen den Glauben an Gott genannt, was ja auch inhaltlich richtig ist. Menschen die nicht an Gott glauben sind eben keine Christen, oder hab ich da was falsch verstanden. Das ist IMHO schon das gleiche wie die höhere Helligkeit am Tag gegenüber der Nacht, weil der Tag ja der Zeitraum des 24-Stunden-Tages ist an der die Sonne scheint.
Und die dritte Gruppe hinterfragt erstmal bevor sie Stellung bezieht.
Hier das selbe, mache wollen eben einen Grund oder wenigstens ein Indiz dafür das sie irgendwo einen Teil ihrer Zeit investieren sollen. Für die Gesetze der Physik gibt es ein Indiz: die Experimente waren bis jetzt _immer_ reproduzierbar.
Stimmt sicher zu einem guten Teil.
Grüße Erik
n
Wenn ihr Fragen habt, wendet euch vertrauensvoll an mich.
Jesus von Nazareth
Nein, es ist nicht allein der Glaube an Gott. Christentum beinhaltet, wie der Namen schon sagt, das was ich oben schrieb: Den Glauben an Jesus Christus. Juden und Moslems zum Beispiel glauben nicht an die Auferstehung Jesu.
Das ist der Unterschied zwischen Glauben und erzielten Forschungsergebnissen. Man hat inzwischen archaeologisch vieles aus der Bibel nachvollziehen koennen, aber unser Glaube basiert nicht auf handfesten Beweisen.
Was natuerlich nicht heisst, dass nicht auch Christen hin und wieder zweifeln. Siehe die Schilderung vom unglaeubigen Thomas aus der Bibel. Er war sogar einer der zwoelf Juenger, der Jesus direkt gekannt hat.
In article , Joerg writes: |> Das ist der Unterschied zwischen Glauben und erzielten |> Forschungsergebnissen. Man hat inzwischen archaeologisch vieles aus der |> Bibel nachvollziehen koennen, aber unser Glaube basiert nicht auf |> handfesten Beweisen.
Sonst wär's ja kein Glaube.
An Maxwell muß ich nicht glauben. Seine Postulate sind überprüfbar.
Bei einem Buch jedoch, das vor 1800 Jahren nach ungefähr 200 Jahren Flüsterpost in unterschiedlichsten Sprachen entstanden ist, bleibt einem nicht viel mehr als Glaube. Nämlich der Glaube daran, daß hier jeder die Inhalte so weitergegeben hat, wie es tatsächlich passiert ist.
Ich denke, wir können allerdings davon ausgehen, daß dem nicht so ist. Der gefangene Fisch wird mit jeder Erzählung größer und dank der Funktionsweise des eigenen Gedächtnisses hält man den 300kg-Karpfen zum Schluß selbst für die Wirklichkeit und wird jedem gegenüber darauf beharren, daß das nichts als die Wahrheit ist.
Wenn dann auch noch die weitergehende Pflege der mittlerweile nieder- geschriebenen Flüsterpost einer Institution obliegt, deren zentrales Interesse der eigene Machterhalt ist -- wobei sich diese Macht auf die Inhalte der Flüsterpost stützt --, dann kann man ebenfalls davon ausgehen, daß hier an entscheidenden Stellen manipuliert wird.
Die Wikipedia ist hierzu ein neuzeitliches Beispiel -- nur daß man hier den Schönfärbern und Verzerrern ihre Änderungen samt Herkunft um die Ohren hauen kann.
|> Was natuerlich nicht heisst, dass nicht auch Christen hin und wieder |> zweifeln. Siehe die Schilderung vom unglaeubigen Thomas aus der Bibel. |> Er war sogar einer der zwoelf Juenger, der Jesus direkt gekannt hat.
Wobei ich diese Geschichte beispielsweise für ein Lehrstück halte, das so nie stattgefunden hat, sondern aus erzieherischen Gründen eingefügt wurde.
Wer nicht davor zurückscheut, die Rechtfertigung eines Kirchenoberhauptes mit 200 Jahren Verspätung in die Überlieferungen einzuflechten ("Du bist Petrus, der Fels, auf den ich meine Kirche baue"), obwohl genau dieses gegen die eklatanteste Neuerung und Besonderheit des Christentums verstößt, nämlich daß es genau keine Hohepriester braucht, der flicht auch die ein oder andere Parabel ein.
Es besteht sicherlich kein Zweifel daran, daß gewisse Dinge, wie sie in der Bibel erwähnt sind, auch tatsächlich stattgefunden haben. Allerdings teilweise in anderer Art, als dort dargestellt -- beispielsweise die Sintflut im AT. Derartiges findet sich zudem in anderen Quellen.
Was dort beispielsweise fehlt, ist der Massen-Babymord durch Herodes. Ein derartiges Ereignis wäre sicherlich auf mehreren Wegen überliefert worden und hätte so auch eine etwaige Zensur durch die zeitgenössischen Machthaber überlebt.
Rainer
Flüsterpost
Auch da kommt wieder der Glaube hervor, naemlich dass Gott dafuer sorgen kann, dass auch Fluesterpost einigermassen akkurat rueberkommt.
Daher z.B. Pastoren bei uns bei kniffligen Fragen nicht allzu gern auf die lateinische Version zurueck, weil das bereits eine Uebersetzung ist.
Ich glaube, die Begebenheit ist wahr ;-)
Man muss bedenken, dass die Leute frueher nicht unsere Moeglichkeiten hatten. Kein GPS, keine Flugzeuge, selbst Schiffsreisen waren fuer viele unerschwinglich.
In dieser Hinsicht gibt es immer wieder Ueberraschungen. Man weiss nicht, wie weit er das durchgezogen hat. Aber solche Morde an der heranwachsenden maennlichen Bevoelkerung aus "strategischen Gruenden" sind oft vorgekommen. Hin und wieder ergeben z.B. Ausgrabungen in Suedamerika ziemlich grausige Funde.
Christoph M=FCller schrieb:
mnen,
Sie auch Altes Testament. Platon usw usw...
Ja, Rituale k=F6nnen vieles erleichtern und geben Sicherheit. Aber ein v=F6llige ritualisiertes Leben d=FCrfte aud Dauer t=F6dlich sein= =2E
sEin Gl=FCck ;-)
--=20 mfg hdw
Das ist alles? Ein Menschenopfer und die damit verbundene Wiedergeburt. Also ewiges Leben...
eDas d=E4mmert gerade auch unseren Amtskirchen. Das Volk ist die Kirche.
--=20 mfg hdw
Hallo Christoph Müller,
Warum versucht er es dann?
Ist prinzipiell richtig, aber da bringt uns jede Generation Wissenschaftler etwas vorwärts. Unser Wissen über die Natur wächst jeden Tag. Es wird nie weniger. Das ist IMHO ein guter Grund seinen Beitrag daran zu leisten.
Das einzelne Individuum sicher nicht aber als ganze Menscheit werden wir bestimmt (in ferner Zukunft) das Universum als ganzes komplett verstehen. Ich habe zwar etwas Angst vor diesem Tag aber ich _hoffe_ wenn es soweit ist wird die Menschheit reif genug sein das zu verkraften.
Grüße Erik
Hallo Christoph Müller,
Ich bin mir nicht zu 100% sicher aber das trifft IMHO auf die meisten Religionen (und auch auf einige Atheisten) zu und stellt somit kein Unterscheidungsmerkmal dar.
Die Frage
ist nicht beantwortet.
Grüße Erik
Vielleicht macht es bei mir den Unterschied, daß ich solche Situationen, wo alles auseinanderzufallen drohte, schon mehrmals in den Griff bekommen habe, und das ganz ohne Kirche, ganz ohne Glauben, einfach nur die Ärmel hochgekrempelt, "und eben gemacht" - und natürlich auch Glück gehabt.
Ralph.
Das gehört zu diesem Verfall in's Mittelalter, der immer öfters zu sehen ist :(
Ralph.
Hallo Joerg,
Warum? Ist vielleicht eine zu persönliche Frage für eine offene News-Group. Es gibt Menschen die hatten mal eine "spirituelle Erfahrung" und begründen Ihren Glauben (egal ob an Gott, Jesus oder etwas anderes) damit. Andere haben einen Glauben im Rahmen ihrer Erziehung von den Eltern bekommen. Wieder andere finden von ganz allein zu ihrem Glauben.
Ist nur ne Vermutung aber vielleicht sind die Menschen heutzutage einfach zu bequem um am Sonntag Morgen in die Kirche zu laufen (plus früh aufstehen). Es gibt sicher auch Menschen die sich bewusst fragen "was soll ich da" und darauf keine gescheite Antwort finden (aus welchen Gründen auch immer) und dann eben fern bleiben.
Grüße Erik
Hallo Joerg,
OKay, mein Fehler. Da habe ich wohl einfach Gott und Jesus zusammengelegt.
Vielleicht interpretieren die den selben Umstand nur anders.
Das vieles (sicher nicht alles) in der Bibel auf grundsätzlich waren Tatsachen beruht glaube ich schon, was ich eher bezweifle ist die Interpretation.
Grüße Erik
Erik schrieb:
Sind die eigentlich elektronisch? Wenn nicht, dann verlegt doch bitte die Laberei in eine passende NG.
Gruß Dieter
Hallo Joerg,
Mir ist noch was eingefallen.
Damit unterstellt Du Gott ja soziale Intelligenz. Ich will die nicht bezweifeln aber frage mich woher die kommt. Mitgefühl, Nächstenliebe, Verständnis und Verantwortung können sich nur in der Gemeinschaft (mit gleichstarken Artgenossen) entwickeln, ohne die hat man ja kein Feedback. Ein Wesen das seit der _Ewigkeit_ _allein_ ist kann keine Intelligenz (und schon gar keine soziale Intelligenz) entwickeln.
Grüße Erik
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