Frage zum Gleichrichter B250C1500

May 26, 2011 27 Replies

Hallo zusammen!



Bei diesem Gleichrichter wird laut Datenblatt als Eingangsspannung 250 V angegeben, als Spitzensperrspannung sind es 600 V. Jetzt habe ich verschiedentlich in Foren gelesen, dass man um sicher zu gehen bei unseren 230 V Netzwechselspannung besser den B380C1500 Typ wählen soll. Dachte bisher immer beim Gleichrichter wäre die Spitzensperrspannung die kritische Größe, d.h. wenn die überschritten wird geht das Teil kaputt. Was hat es also mit dieser Eingangsspannung zu tun.



Möchte eigentlich den Selen-GR aus einem Röhrenradio tauschen, da mittlerweile defekt.



Schönen Gruß und Danke! Bernd


Frittrang Bernd schrieb:

Übertrieben.

Die 250VAC beziehen sich auf die Nennspannung, und das sind immer noch

230V. Die 10% Toleranz der Netzspannung sind also schon berücksichtigt.

Dann solltest du unbedingt noch einen Serienwiderstand mit einbauen, die Selengleichrichter waren deutlich hochohmiger als moderne Siliziumtypen.

Gruß Dieter

Außerdem waren das in der Regel Einweggleichrichter, sodass eine simple

1N4007 mit Serienwiderstand auch funktionieren sollte.

Viele Grüße, Torsten

Frittrang Bernd schrieb:

Selen-Brückengleichrichter im Röhrenradio? Der müsste dann um die hundert Platten haben.

MfG hjs

Am 26.05.2011 10:42, schrieb Hans-Jürgen Schneider:

Meistens waren dort Trafos mit Mittelanzapfung und Se-Doppelgleichrichter verbaut (in den besseren Radios), oder einfache Gleichrichter. Aber ein Selengleichrichter mit 3 Anschlüssen (Trafo oben und unten, in der Mitte DC Ausgang) hatte ich auch in den Fingern.

Ein Bekannter hat mal solchen Gleichriter "repariert". Die Platten waren, mit Distanzscheiben, auf einem fi 5 (WIMRE) Phenol-Formaldehyd-Rohr platziert. Er hat in das Rohr 1N4007 mit 10 Ohm in die Reihe pro Zweig reingebaut so, dass das Ding wie alt aussieht. Ich weiß jetzt nicht, ob er das alte Rohr genommen hat, oder irgend etwas daran gebastelt hat, habe nur das Endergebnis gesehen. Bis auf kleine Isoliernippel in der Mitte konnte man nichts erkennen :-).

Waldemar

My jsme Borgové. Sklopte ?títy a vzdejte se. Odpor je marný.

Guckst Du hier:

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Die schwarze Säule rechts neben dem Trafo isses.

Und hier

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Der Ersatz von Selenen wird übrigens hier länglich diskutiert

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Grüße, H.

Am 26.05.2011 10:04, schrieb Frittrang Bernd:

Sitzt der Gleichrichter denn direkt am 230V Netzanschluss, oder irgendwo an einer Sekundärwicklung des Trafos?

Gruß

Stefan DF9BI

So wie hier

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Grüße, H.

Das ist ja einfach. Nein. Das war ein "nackter" Gleichrichter, mit nackten Platten.

Waldemar

My jsme Borgové. Sklopte ?títy a vzdejte se. Odpor je marný.

Waldemar Krzok schrieb:

ACK.

So ist es einfach stilecht. :-)

Gruß Dieter

P.S.: Und die 1000V Sperrspannung sind dann auch sinnvoll.

Waldemar Krzok schrieb:

So ändern sich die Zeiten. Einst heilte man eine RGN354 mit Selen. Und jetzt auch noch sowas...

MfG hjs

Wenn es eine Brücke (BxxxCyyyy) ist, sitzt sie wohl an einer Sekundärseite. Bei "Allströmern" (also auch für Gleichspannungsnetz) oder an der Wicklung eines Spartrafos habe ich bisher nur Einzeldioden gesehen (z.B. E220C85).

Die Brücke (BxxxC1500) des OP scheint mit 1,5 Ampere für ein Radio allerdings ziemlich fett bemessen. Mehr als 150 mA kenne ich da eigentlich nicht.

Grüße, H.

Heinz Schmitz schrieb:

Hatte noch nie solch ein Radio gesehen.

Das sowas existiert ist schon klar.

Oh ja, Z-Dioden in Reihe. Die Idee ist gut.

MfG hjs

Am 26.05.2011 11:26, schrieb Stefan Brröring:

Hallo! Es ist ein Radio mit Spartrafo:

x3---R=600 Ohm----x2---------I

Frittrang Bernd schrieb:

Am 26.05.2011 14:34, schrieb Dieter Wiedmann:

Frittrang Bernd schrieb:

Die reicht bestens.

Nö, der reicht gut.

Passt doch, P=I*I*R.

Gruß Dieter

Mach Selengleichrichter nicht schlechter als sie sind.

16...20V Sperrspannung haben die schon vertragen. Man hatte durchaus auch Gleichrichter im kV-Bereich damit gebaut. Das waren dann allerdings wirklich ca. 100 Scheibchen in einem Pertinaxrohr. Das klappte auch ganz ohne Symmetrierung. Gruss Harald

Hans-Jürgen Schneider schrieb:

[...]

Nee, nee, sooo gering war die Sperrspannung _einer_ Platte IIRC nicht.

Schau mal:

Ciao

Reinhard

Am 26.05.2011 22:36, schrieb Reinhard Zwirner:

Die max Sperrspannung von Selen-Gleichriicht_er lag bei 30V. Ein Vorteil der Selen-Gleichrichter war auch ihr Nachteil. Sie starben langsam.

mfg hdw

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