Es gibt ein Problem mit dem Autopiloten.

Oct 31, 2019 Last reply: 6 years ago 707 Replies

Das ist beides eigentlich nicht das Problem. OpenOffice hat Makros per Default aus, Micro$chweinkram per Default an. Browser auch. Die Defaulteinstellung sollte natürlich für alles "nichts" oder "aus" sein" und es sollte einfach sein, es von Fall zu Fall zu erlauben und schwieriger, den Default zu ändern. (Möglich sein sollte natürlich auch das, es gibt sinnvolle Anwendungen dafür.)

Und wenn ausgerechnet Banken Seiten bauen, die ohne Javascript nicht laufen, sollten sie vom BSI ordentlich was auf den Deckel kriegen. Wofür bekommt das Amt denn sein vieles Steuergeld? Ich sehe nur "Belehrungen" die ausnahmslos falsch, irreführend und oftmals dreist gelogen sind.

Ob Signale auch reingehen können, das ist erst einmal egal. Wesentlich ist, ob dahinter Software sitzt die mit dem Input irgendwas anfangen möchte. Bei Break oder Überlastung kann man da auch einfach weghören, insofern gibt es da keine Probleme, außer vielleicht selbstgemachten.

Die Angst vor Kommandos, die von außen gegeben werden können, zeugt IMO von tiefem Unverständnis von elektronischer Kommunikation. Bestenfalls von abgrundtiefem Mißtrauen gegen Softwareentwickler, aber dagegeben hilft dann ein Aluhut.

DoDi

Gerrit Heitsch schrieb:

In den Augen der Verschwörungstheoretiker ist das so, natürlich :->

Ach ja? Gerade eben, s.o., hast du noch davon fabuliert, all die vielen ungeklärten Unfälle (die es übrigens garnicht gibt) seien ja sicherlich das Ergebnis der Taten von bösen Hackern. Ja, was denn nun?

MfG Rupert

Das sind die erwähnten Nachbesserungen. Als das mit den Makros in Office losging war von Sicherheit nicht die Rede. Dann kam 'Melissa'.

Und natürlich sind die das Problem. Eine in einem Dokument eingebettete Sprache die auf dein Dateisystem zugreifen kann und wo der Normaluser nicht erkennen kann, was das Makro so alles tun wird wenn man es durch Laden des Dokumentes laufen lässt soll kein Problem darstellen?

Gerrit

Nicht nur in deren Augen. Die IT-Sicherheit ist in einem sehr schlechten Zustand.

Nein, habe ich nicht. Ich habe geschrieben, das man es nicht wissen kann weil solche Angriffe wenig bis keine Spuren hinterlassen. Und es gibt Unfälle mit ungeklärter Ursache.

Wenn das Auto offline ist weil alt genug kannst du davon ausgehen, daß es kein Hacker war. Aber wenn es eine Onlineverbindung hat, wie schliesst du einen Angriff durch diese aus wenn die Unfallursache unklar ist?

Ich warte nur auf den ersten Epressungstrojaner im Auto. Zahlst die Bitcoins nicht startet die Kiste nicht mehr. Unfälle gibts dabei eher nicht, aber leere Brieftaschen. Ist nur eine Frage der Zeit.

Gerrit

Im Auto sollte man eher über die Firmware sprechen, die alle wichtigen Funktionen ausübt.

Der Rest ist optional und völlig harmlos, solange nicht irgendwelche Spinner/Verkaufsstrategen/Bürokraten/Geheimdienste... Sonderwünsche anmelden UND durchsetzen.

Man sollte auch zur Kenntnis nehmen, daß Betriebssysteme in Schichten (Ringen) aufgebaut sind, die per Hardware gegen Zugriffe aus weniger privilegierten Ringen geschützt sind. Da ist es nicht so einfach, ein Loch von Ring 3 (Apps) bis zum Ring 0 (Kernel) durchzubohren.

DoDi

Am 08.11.19 um 23:30 schrieb Rupert Haselbeck:

Und die Ahnungslosen verstehen natürlich nicht, worum es überhaupt geht. (Hier und auf ger.ct isses so ne Art running gag, daß wenn sich Rupert zu irgendwas anderem als Juristerei äußert, es praktisch immer weit neben der Spur ist.)

Hanno

Am 08.11.2019 um 17:30 schrieb Gerrit Heitsch:

Schau einfach mal, was Boeing mit ihren MAX für Probleme bekommen hat, weil 2 mal was passiert ist, und *möglicherweise* nicht ordentlich gearbeitet wurde.

Ich hätte da wesentlich mehr Angst vor dem Bundestrojaner, und vor dem schützt mich schon mein Aluhut ;-)

DoDi

Am 08.11.19 um 23:44 schrieb Gerrit Heitsch:

Beim Deutschlandfunk sind anscheinend auch Verschwörungstheoretiker.

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Hanno

Der letzte Absatz:

„Beim autonomen Fahren ist es noch viel kritischer, weil da das Auto selbst alle Fahrfunktionen kontrollieren kann. Das heißt also: Wenn ein Angreifer ein autonom fahrendes Fahrzeug angreift, kann es im schlimmsten Fall sogar sein, dass so ein autonom fahrendes Fahrzeug gar kein Lenkrad mehr hat. Das heißt, er kann nichts mehr dagegen tun.“

Daher erwarte ich bei einem autonomen Auto einen großen, roten Not-Aus-Knopf (unter einer Abdeckung) der das Auto sicher zum Stillstand bringt und dessen Funktion nicht umprogammiert und auch nicht von anderer Software überstimmt werden kann.

Gerrit

Am 08.11.2019 um 22:54 schrieb Gerrit Heitsch:

Es ist immer die gleiche Leier von den Leuten, die an Smartphones auf Rädern glauben. Ohne die Leute, die von Motoren, Bremsen, Fahrdynamik etc. eine Ahnung haben, läuft in der Automobilbranche aber (ganz wörtlich) garnichts.

Setz Deinen Aluhut auf und geh mit Deinesgleichen spielen!

DoDi

Am 09.11.19 um 00:07 schrieb Hans-Peter Diettrich:

„Ein Auto ist im Prinzip ein Zwei-Tonnen-PC, oder genauer gesagt: ein Netzwerk aus Zwei-Tonnen-PCs. Deswegen müsste da mindestens der Standard wie beim heimischen PC angelegt werden. Wenn man es ganz genau nimmt: der gleiche Standard wie in einem Unternehmensnetz.“

Max Steiner hat über Sicherheitssysteme bei Automobilen promoviert und arbeitet in der Mannheimer Autozuliefererfirma im Bereich Datensicherheit.

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Einfach mal lesen. Ist ja nicht schlimm, die letzten 30 Jahre nicht mitbekommen zu haben. Ist nur schlimm, das nicht nachholen zu wollen.

Hanno

Am 08.11.2019 um 23:44 schrieb Gerrit Heitsch:

Du hinkst der Zeit schwer hinterher :-(

Wenn Du der elektronischen Überweisung nicht zustimmst, wird Dein Auto immer schneller, bis letztendlich die Batterie explodiert. Wurde schon vor vielen Jahren so ähnlich (altmodischer) verfilmt.

Warum sind Verschwörungstheoretiker nur so einfach zu erkennen, am Nachplappern von primitiven Parolen anderer Leute, weil ihnen selbst nichts einfällt?

Bald kommt noch Umvolkung dazu, daß neue Autos nur noch Chinesisch oder Arabisch können...

Sorry für OT, muß wohl mal meine Filter erweitern... DoDi

Am 08.11.19 um 23:28 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Und von denen gibt es viele. Hast du schon mal den Begriff "buffer overflow" gehört? Oder "fuzzing"?

Der Stand der Computersicherheit ist irgendwo zwischen beschissen und grauenhaft. Und das liegt sicher nicht daran, daß da alles total einfach und gar kein Problem ist.

(Na ja, eigentlich ist es kein Problem. Man muß bloß alles richtig machen. haha.)

Hanno

Hans-Peter Diettrich snipped-for-privacy@aol.com:

Mit so einer Aussage, zu einem Zustand, der sehr gut dokumentiert ist und weltweit Boeing Startverbot für diese Maschine beschert hat, werd ich die weiteren Statements von wegen Verschwörungen und Fortschrittsfeindlich usw. erstmal in die Schublade der redundanten Schwurbelei ablegen. Danke für die Mithilfe bei der Einschätzung.

Nicht 'möglicherweise'. Die Implementation von MCAS hat beim Sensorinput keine Redundanz, sowas ist in der Fliegerei ein NoGo. Bei jedem Start der Maschine wechselt der ausgewertete Sensor, der defekte Sensor macht also nur bei jedem zweiten Start ein Problem. Wenn jetzt noch jede Dokumentation fehlt (bis zum ersten Absturz war das so) und das Warnlicht, das die beiden Sensoren unterschiedliche Werte liefern (*) extra kostet war es nur eine Frage der Zeit bis es krachte.

Boeing hat da großen Mist gebaut und das nur weil sie ein Design der

60er Jahre nochmal aufbohren wollten anstatt ein neues Flugzeug zu designen. Dummerweise waren die neuen Triebwerke zu groß für korrekten Einbau und passend eingebaut änderten sich die Flugeigenschaften. Sie hofften das mit MCAS unauffällig beheben zu können.

(*) Im Bezug auf Flugzeugbeeinflussing wird nur ein Sensor benutzt.

Das ist nur eine weitere Bestätigung meiner Meinung zur Softwarequalität.

Gerrit

Geht, wenn man 100% sauber arbeitet. Leider zeigt die Realität, daß so ein Buffer-Overflow schnell passiert ist wenn der Programmierer nicht aufpasst und schon hilft das Weghören bei Überlastung nichts weil der Exploit unterhalb dieser Logik stattfindet.

Hingegen stellt die unidirektionale Datenleitung in Hardware sicher, daß Daten nur in eine Richtung fliessen können.

Das Problem hier ist, dieses Misstrauen ist gerechtfertigt. Schau dir die Patchlisten an die für verschiedene OS und Applikationen jede Woche oder Monat neu erscheinen. Dann zähl die Sicherheitspatches.

Gerrit

Es reicht eine Komponente am CAN-Bus die kompromittierbar ist. Das Entertainmentsystem ist schon länger kein System mehr bei dem man von Firmware sprechen kann.

Deshalb gibt es bei z.B. Windows ja auch nie Exploits die dich also normaler User auf Level 'system' (Oberhalb von Admin!) bringen. Die Realität sieht anders aus, hier ist die Liste der Sicherheitsprobleme von Windows 10, darunter eine Menge die dir erhöhte Rechte bringen:

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(23 Seiten!)

Solche Exploits funktionieren meist nach dem einfachen Muster: Finde einen mit höheren Privilegien als du selbst hat laufenden Prozess mit dem du reden kannst, dann finde einen Bug in diesem Prozess der dazu führt, daß du ihm einen eigenen Code-Schnipsel unterschieben kannst. Dieser führt den von dir gewünschten Code mit seinen Rechten aus. Und schon hast du die Rechte des Prozesses und allen Schutz umgangen.

Das in der Liste oben sind nur die bekannten und inzwischen gepatchten Bugs. Keiner weiss wieviele da noch drin sind.

Gerrit

Es _sind_ inzwischen Smartphones auf Rädern. Du brauchst also nicht nur obige Leute sondern jetzt zusätzlich noch Leute, die sich mit Computersicherheit auskennen.

Gerrit

Gar nicht. Genausowenig wie du heute ausschließen kannst, daß dir jemand die Bremsleitung ansägt, wenn du dein Auto auf der Straße parkst. Trotzdem parken Millionen Autos auf den Straßen.

/ralph

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