Es gibt ein Problem mit dem Autopiloten.

Oct 31, 2019 Last reply: 6 years ago 707 Replies

Das ist Ermessenssache. Wenn aus dem Verhalten ein Unfall, vieleicht noch mit Personenschaden, resultiert ist es eher wahrscheinlich, daß die Aufnahmen als Beweismittel zugelassen werden.

Gerrit

Am 2019-11-05 um 18:27 schrieb Guido Grohmann:

Kommt drauf an:

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horst-d.winzler schrieb:

Bei Unfall mit Personenschaden möglicherweise, bei Sachschaden eher fraglich und als Beweis bei Nötigung - somit bei oben geschildertem Verhalten - nicht.

Guido

Guido Grohmann schrieb:

Das hat sich inzwischen dank des BGH wieder deutlich gebessert. Wenn die DashCam datenschutzgerecht betrieben wird, dann sind deren Aufnahmen durchaus verwertbar, nicht nur im Straf- sondern sogar auch im Zivilverfahren. Datenschutzgerecht heisst hier im Wesentlichen, dass die Aufzeichnung nicht dauerhaft gespeichert wird sondern nach einigen Sekunden, etwa 30 bis 60, gleich wieder gelöscht wird. Erst durch eine automatische (ausgelöst durch starke Verzögerung, Erschütterung,...) oder manuelle Auslösung wird bei Bedarf dann die dauerhafte Speicherung bewirkt.

MfG Rupert

Die Frage ist, ob sie datenschutzgerecht betrieben kann.

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(24.9.2019, also recht aktuell)

Aktuelle Entwicklung - Datenschutz

"Die Landesdatenschutzbehörden sehen den Einsatz von Dashcams als unzulässig an, *auch wenn die Aufnahmen nur kurz und anlassbezogen erfolgen*, da der Verwender der Dashcam seinen Informationspflichten gegenüber dem Aufgenommenen im fließenden Verkehr nicht nachkommen kann. Bei der stationären Videoüberwachung z.B. von Firmengebäuden erfolgt diese notwendige Information – die vielen Daten enthalten muss – mit gut lesbaren Schildern. Dies geht auf der Autofahrt nicht.

Die Unzulässigkeit basiert auf der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), wonach eine Beobachtung und Aufzeichnung mittels Videokamera nur zulässig ist, soweit dies zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen."

Siehe Hervorhebung...

Hanno

Am 04.11.2019 um 02:08 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Nein, es passen bei Sicherheizabstand immer genau gleich viele Fahrzeuge auf die Autobahn, mit dem Grenzfall v=0 und s=0. Auch der Durchfluss ist gleich, außer natürlich bei v=0, er hängt nur von der Anzahl Fahrstreifen ab..

Bernd

Bernd Laengerich schrieb:

Das gilt nur unter der Prämisse, dass der "Sicherheitsabstand" gelten soll, den menschliche Fahrer benötigen. Bei einer Steuerung der Fahrzeuge durch, möglicherweise sogar koordinierte (obwohl das insoweit überflüssig ist) Automatiken ist der Sicherheitsabstand aufgrund der geringeren Reaktionszeiten der Automaten im Vergleich zum trägen Menschen deutlich geringer. Damit steigt natürlich auch die Kapazität des vorhandenen Verkehrsraumes

MfG Rupert

Lies das mal:

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"06.01.2018 ... im Sinne der Brüsseler EU-Kommission verhält, die im vergangenen Oktober einen „Aktionsplan zum verbesserten Schutz öffentlicher Räume“ gefordert hat.

---> Eine der wichtigsten Maßnahmen müssten dabei Barrieren sein, die „innovativ und diskret“ angelegt sind, sodass sie trotz ihrer Schutzfunktionen den „offenen Charakter“ der Städte erhalten."

Datenschutz wäre dann, die Verwendung solcher Barrieren in Städten zu verbieten - mit Barrieren würde man ja alle unter Generalverdacht stellen.

Wir sollten uns doch langsam mal fragen, ob unsere "Gesellschaft" nicht schon total verrückt geworden ist. Die ihr obliegenden Aufgaben nimmt sie nicht mehr wahr, aber der Bürger darf es selbst auch nicht. Ende Gelände.

Grüße, H.

Hä? Mit der gleichen Argumentation könnte man auch die Polizei abschaffen wollen.

Das kann man, aber in diesem konkreten Fall frag ich mich das eher bei dir.

Hanno

ACK. An dem Punkt wo die meisten Leute den Blinker einschalten (wenn überhaupt) könnte man ihn eigentlich wieder ausschalten - und sollte ihn mind. 5 sec vorher eingeschaltet haben.

Ist fraglich, wie viel das bringt. Ich hab gerade mal die fahrschulmäßigen Faustformeln nachgeschlagen, da heißt es dann Bremsweg bei Gefahrenbremsung 32m, Reaktionsweg 24m. Der Reaktionsweg ist da schon der kleinere Teil des Bremswegs, und in Nullzeit wird auch ein Automat nicht reagieren können.

Mit Koordination geht möglicherweise noch mehr, da dann die Bremsung schon eingeleitet werden kann, wenn das Problem noch außer Sichtweite ist. Allerdings sind auch spontan auftretende Hindernisse denkbar - im Extremfall so was wie, großes Ding fällt von Brücke auf die Autobahn - wo eine Verkürzung des Abstands unter das für die Reaktion *eigentlich* notwendige zu einer Karambolage gleich mehrerer nachfolgender Fahrzeuge führen würde.

Oder so: Die Fahrzeuge fahren per Funk koordiniert dicht an dicht. Da kommt der fiese Hacker mit einem Störsender, der die Koordination spontan unmöglich macht. Die Automatiken erkennen das und müßten jetzt den Sicherheitsabstand auf das autonom zu bewältigende vergrößern. Der Platz dafür ist aber einfach nicht da...

Hanno

Das Ergebnis wird ein Stau sein, ob mit oder ohne Unfall.

Gerrit

Rupert Haselbeck snipped-for-privacy@gmx.de:

Den Menschen abschaffen macht doch immer wieder Spassss, das ist ein altes Lied. Der will diskutieren und die Herrschaftssicherung hat aber das fixe Kommando angesagt, da wissma doch gleich, wie sich Organisation buchstabiert. Nur mit ständigem Krieg kann der Neoliberalismus überleben (das ist so!).

Die Risikokurve schön fettt ansteilen zu lassen, macht außerdem viel mehr Spassss, weil oberaffengeil darüberhinaus. Fahren 1000 mit dem Risiko auf Kante genäht, 200 km/h oder so, mit 1 m Abstand, dann wissma gleich, wasma davon haben, wenn ein Prozessor spinnt. 500 Tote oder so. Oberaffengeil! So richtig, wie im Krieg,

Menschen abschaffen!

Ohne Sinn und Verstand, aber neoliberalala durchgestylt wie die schnieken Affen.

Letzteres gibt dann auch das Schema für die Massenverbreitung, immer schön alles privatwirtschaftlich organisiert. Jeder in der Kolonne ist verantwortlich, dass alle andere überleben. Ha! Immer ein bisschen Angst mit dabei, und gleich parieren alle wie am Schnürchen. Ein altes Lied, ebenso.

Massenverkehr im staatlich organisierten Magnetbahnen bei 500 km/h, das machen Kommunisten, das ist pfui. Hier kauft jeder sein Risiko selbst und in Summe ist die Verlässlichkeit ...

nun ja, schauma die Bahnen in England an, was daraus geworden ist, Deutschland holt aber mächtig auf. Mit S21 die Überlandstrecke ruinieren, Demnächst ist die Bahn in München dran, so bleibt nurmehr Flug oder Autobahn. So geht das. Stress machen. Alles andere ist Luxus. Die Rendite sinkt, irgendwo muss immer Stress gemacht werden, noch mehr, die Rendite sinkt schon wieder.

So geht Risiko. Wo kämama denn da dahin, wenn die Pyramidenglücksspiele der Finanzwirtschaft, denen die Börsen schon nicht mehr hinterherkommen, nicht ansatzweise in alle Lebensbereiche hineingekeilt werden? Ohne Sinn und Verstand. Brachma net. Ist nicht sexy genug. Brot und Spiele, Katastrophen, dass per Massenmedien je der Rest in Spannung mitfiebern kann, was jetzt schon wieder passiert ist. So geht Arbeitsbeschaffung - ohne Sinn und Verstand, bittesehr, sonst langweilt sich das Publikum.

Die Wirtschaftsblasen die per Einsatz von Elektronik gezüchtet wurden, werden rarer. Die Steilheit der Risikokurven bei den Nachfolgern könnte noch ärger werden. Nahrungsmittelsicherheit per Genmanipulation und so Späße. Aber die Fans scharren bestimmt auch hier schon unruhig mit den Füßen. Eine ganze Nation kurz einmal ausrotten? Ha! Oberaffengeil!

So. Grummel.

und das gestörte Fahrzeug fährt automatisch auf den Randstreifen, ohne die nachfolgenden zu behindern.

DoDi

Das dürften, je nach Störsender, mehrere 100 Autos (oder mehr) sein, die mehrspurig fahren...

Hanno

Am 06.11.2019 um 00:10 schrieb Rupert Haselbeck:

Ja, genau das schrieb ich.

Ach? Ich habe das nicht bestritten. Es hängt natürlich auch noch von der Länge des Fahrzeuges ab. Fahrende Telefonzellen in denen der einzelne Dosist steht wären da eine gute Verbesserung.

Dennoch bleibt die Kapazität von der Geschwindigkeit unabhängig, es kommen bei

20km/h nicht mehr oder weniger Fahrzeuge durch als bei 100km/h, bei letzterem passiert jedes einzelne lediglich eine gegebene Strecke schneller.

Bernd

Ich finde ja das Beispiel mit irgendwelchen Hackern unnötig weit hergeholt. Triviale Situation im Mischverkehr reichen dafür aus.

Nehmen wir einmal an, Du wärest auf einer dreispurigen Autobahn mit Deinem SAE-Level-5-Fahrzeug auf der mittleren Spur unterwegs und würdest auf einen noch menschlich gesteuerten Wagen vor Dir treffen. Rechts sind ein paar autonome LKW mit 80,000km/h.

Die KI, das Betriebssystem, etc. Deines Autos wird die StVO auswendig können, nach hinten auf die linke Spur schielen, ausrechnen, daß Deine

130km/h gem. § 1 Autobahn-Richtgeschwindigkeits-Verordnung exakt +13% und mit mehr als 10km/h lt. gewisser Grundsatzurteile eine "wesentlich höhere Geschwindigkeit" gegenüber dem 115km/h-Oberlehrer i. S. des § 5 Abs. 2 Satz 2 StVO sind.

Dann wird sie feststellen, daß folgende Verkehrsteilnehmer auf der linken Spur mehr als "halber Tacho" bzw. 2,001s Sicherheitsabstand i. S. des §4 StVO haben. Dann wird die Karre den Blinker aktivieren, stumpf ausscheren, den Überholvorgang mit konstanter Geschwindigkeit innerhalb von 30 Sekunden durchführen (115m/15km/h), während sich die Fahrzeuge auf der linken Spur hinter Dir aufstauen und Du als potentiell eingriffspflichtiger Standby-Pilot schweißnasse Achseln kriegst.

Dann wird Dein Fahrzeug nochmal blinken und sich mit ausreichendem Sicherheitsabstand - wieder 115m - erst auf die mittleren Spur und dann die rechte Spur in einer mit 250m ausreichende Lücke zwischen die LKW begeben, dort unverändert mit der Tempomat-Geschwindigkeit 130km/h weiterzuckeln, bis nach 18s ein erneuter Spurwechsel notwendig wird.

Was denn auch sonst?

Der KI-Cayenne auf der linken Spur wird mit 0.1g im Komfortmodus - bzw.

0.5g wenn es denn eiliger sein muß - verzögern, damit ihm gegenüber Deiner Heckklappe noch mindestens "halber Tacho" Luft bleibt, dito der KI-X6m hinter ihm, dann der autmome Tesla, ein Uber-Taxi mit seinen allesamt schlafenden Insassen und schließlich das experimentelle Google-Auto. Damit entsteht ein Stau von ca. 1km Länge, der sich mit 130km/h weiterbewegt und irgendwann nach Minuten hoffentlich wieder auflöst, falls der Porschefahrer im Regelsatz seines Spaß-SUVs den Richtgeschwindigkeits-Override für freies vMax-Blasen nach Klemmenwechsel mit einem verbalen "Ja ich will!" und authentifizierendem Fingerabdruck auf dem Sensor wieder reaktiviert hat.

Die Firmware vom Uber-Taxi ist ein bisserl mit der heißen Nadel gestrickt, verwechselt das Zusatzzeichen 1053-35 ("bei Nässe") unter dem 80er-Schild mit Verkehrszeichen 2031 ("Radarkontrolle"), wirft den Anker und läßt Google leider keine 30 Sekunden Zeit, die auf SAE Level 5 für die ordnungsgemäße Übergabe der Fahrzeuglenkerpflichten an den menschlichen Bereitschaftsdienstler vorgesehen sind.

Die eigentlich notwendige Vollbremsung war noch "Beta" und wurde bis zum nächste Woche geplanten OtA-Update auscodiert, weswegen nur mit suboptimalen 3.5m/s^2 verzögert und dem Hersteller der erste kapitale Auffahrunfall in der Firmengeschichte beschert wird. Eine Massenkarambolage, weil der erste nachfolgenden LKW ein bisserl Dreck auf dem Abstandsradar hat und den querstehenden Kleinwagen für ein Reh hält, das auf der Prioritätsliste nicht ganz oben steht.

Machen wir uns da mal nichts vor. Fligende Weißwürschtl und Freibier wirds nicht geben. Aber OK, bei Lichte betrachtet haben wir das auch heute schon, nur mit geringeren Sicherheitsabständen und mehr Gehupe. Warum sollten also autonome Fahrzeuge mehr Empathie heucheln?

SCNR, Volker

Am 06.11.19 um 19:01 schrieb Volker Bartheld:

Einfach Spitze. ;) Auch wenn du m.E. der KI ein bisschen zuviel Dummheit unterstellst. (Warum sollte sie von 130 km/h auf 80 km/h abbremsen, um sich zwischen die LKWs in der rechten Spur drängeln zu können - die werden von sich aus wohl kaum auf 130 beschleunigen.) ;) Aber insgesamt ist dein Szenario köstllich zu lesen.

Hallo Bernd,

Du schriebst am Tue, 5 Nov 2019 22:55:17 +0100:

Und alle Autos haben die Länge l=0. ?

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