Der real existierende i2c-Bus / Lochraster im Weltraum

Oct 20, 2019 Last reply: 6 years ago 98 Replies

Das wird aber andere Devices betreffen als einen Wehenschreiber der ja nur diagnostische Funktionalität hat, der ist im Endeffekt wie die Taschenlampe mit der Dir der HNO in die Ohren guckt. Kitzlig wird es bei Bestrahlungsgeräten, "Laserschwertern" o.Ä. bei dem der Patient echt Schaden nehmen kann..

Gruß, Holm

Nee, dafür bitte kein I2C (Inter IC Bus), dafür ist er nicht gemacht, sondern die Komponenten eines Fernsehgerätes an einem Bus steuern zu können. Benutze CAN Bus (Car Area Network) oder gleich LAN. Bei niedrigen Transferraten ist auch RS485 Dein Freund.

Gruß,

Holm

Hallo Marte,

Du schriebst am Sun, 20 Oct 2019 22:30:35 +0200:

Können manche ICs inzwischen.

Das wären dann 7,5m - schon knapp für Axels Fußbodenmessungen. Aber darum ging's mir eigentlich nur am Rand, ich wollte nur mal so nebenbei darauf hinweisen, daß der I2C-"Bus" nicht so freizügig adressierbar ist, weil er nur eine, wie man sie nennen könnte, "funktionale" Adressierung bietet, d.h. die "Adressen" sind nicht so direkt den Teilnehmern, sondern deren Funktionen zugeordnet.

Hallo Ralph,

Du schriebst am Sun, 20 Oct 2019 22:47:10 +0200 (CEST):

Kann man - aber dann kann man auch gleich ein vernünftige Datenverbindung bauen. Vielleicht sogar so, daß ein paar Sensoren an jedem Knoten zusammengefasst und gesammelt übermittelt werden, dann wird auch der "Kostenoverhead" etwas kleiner.

Sonst kostet die "Netzwerkanschaltung" ein zig-faches des Sensorchens. Wobei das allerdings zum Standard zu werden droht - der ganz normale, alltägliche Wahnsinn halt...

Hi Holm,

Das ist ein weit verbreiteter Unsinn. Wenn die Diagnose aufgrund eines fehlerhaften Gerätes falsch gestellt wird, kann das durchaus tödlich sein. Denk mal an ein simples Blutzuckertestgerät. Dann wirds Dir ganz schnell klar.

Marte

Hi Horst-d.

Wie soll I²C ohne Pullups gehen?

Marte

Am 21.10.19 um 22:26 schrieb Marte Schwarz:

Klare Fall von denkste. Hatte mich zuvor intensiv mit dem PCF-8574 beschäftigt um den I²C zu symmetrieren und das ohne Pullups und Abschlußwiderstand. Die Ausgänge gäben das her, aber letztlich dann doch beim RS-422/485 gelandet. Man muß das Rad ja nicht zweimal erfinden. Und man sollte bei der lieben Gewohnheit bleiben, eine Sache mit einem Käffchen zu beschließen. Dann kommen solche und ähnliche Sockenschüsse nicht vor.

Du hast siegessicher eines der Geräte herausgeriffen bei denen der Patient Schaden nehmen kann, also das was ich oben explizit ausgenommen hatte.

Ein defekter Wehenschreiber stellt einfach die Arbeit ein, der schreibt normalerweise keine falschen Wehen...

Gruß, Holm

...

Warum versuchst Du Sowas nicht drahtlos zu lösen, es gibt da IMHO fertige Module wie dieses Node-MCU Zeuch mit Netzwerkprotokollen die auch in der Lage sein sollten die Daten eines Sensors der gerade nicht in Reichweite ist, weiter zu reichen.

Ich habe zur Heizdatenerfassung/Regelung mal Sowas vor, mir wäre der Aufwand nachträglich Strippen zu ziehen zu hoch.

Gruß,

Holm

Zum RS485 gibt es auch noch einen Trick: die Busleitung als (elektrischer) Ring führen. Dann braucht es keine Abschlusswiderstände um Reflektionen zu dämpfen/schlucken (aka Impedanzsprünge), da es keine Impedanzänderungen gibt.

Mit anderen Worten, die ausgesendete Welle wetzt in beide Richtungen und nach der halben Ringlaufzeit trifft sie ihren eigene Zwillingsschwester und findet schon die passende Spannung auf der Ltg. wieder und es gibt keine Reflektionen, somit gibt es keine Ende und demzufolge auch keinen Busabschluss (Termination).

Hat man seinerzeit beim P-Bus (nun P-NET mit IEC...) in DK gemacht.

formatting link
Der P-Bus als Ring wurde damals (übrinx mit FORTH) zuerst für Fischerei- Trawler benutzt, inzwischen wohl als P-NET in der gesamten DK Industrie.

So kann man theoretisch bis zu 256 Teilnehmer am Bus hängen haben und nicht nur die 32 lt. RS485 Specs (wg. der Treiberleistung) Dh. die Begrenzung liegt nur noch in der Adresse (8bit) und nicht mehr an der Treiberleistung. Irgendwann wurde das dann bei P-NET auf 125 Teilnehmer begrenzt. Grund hab ich vergessen.

Kein Gefummel mit Abschlusswiderständen, dafür halt eben doppelte Kupferlänge samt Notbetrieb.

Wird der Ring irgendwo unterbrochen, gibt es Reflektionen, aber der Bus funzt dann immer noch (etwas). Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie sie das festgestellt haben, aber sie gingen dann mit der Baudrate runter für einen eingeschränkten Betrieb, bis der Bordelektriker den Adernbruch geflickt hat. Beim klassischen RS485 ist der Bus dann (teilweise) tot.

Mit der Wandlung von P-Bus zu P-NET kamen noch etliche Verfeinerungen (Token...) dazu. Die Übertragungsrate und vor allem der Durchsatz wurde durch ein ausgefuchstes Protokoll sehr gesteigert.

Wenn ich mir das richtig überlege, würde man bei einem Coax-Ring auch keine Abschlüsse mehr brauchen. Vielleicht mals was für unsere HFritzen hier :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Ich verstehe bisher zugegeben nur sehr wenig davon, aber ich meine, im Raspian des PI sei der Apache enthalten und vorinstalliert.

Meine erste Idee war, die Raumthermostaten nicht durch passive Sensoren sondern durch Rasberries mit Tochscreen als Bedienelemente zu erstzen. In der Summe der Stromaufnahmen bin ich dann aber schnell bei einem zusätzlichen Kühlschrank. Also soll es nur den einen zentralen PI geben. Irgendwie muß ich mit dem Reden, am besten über bereits mehrfach vorhandene und leicht zugängliche Geräte. Die Vernetzung ist für vieles andere bereits vorhanden und läuft, bietet sich also für den geringsten Aufwand an.

Ich mag drahtlos nicht, zumindest nicht bei ortsfesten Dingen. Vor allem liegen die Leerrohre von der Zentrale zu den Raumthermostaten schon da. Man weiß bloß nie, wie. Die Verputzer kloppen die gern flach, wo sie stören.

Gerade gehabt. Ich kam nicht durch. Zum Glück ist ein erfahrenener Elektriker als mein lieber Nachbar greifbar, wenn meine Fähigkeiten an ihr Ende kommen. (In dem Fall ging's nur um eine zusätzliche Einzelader.)

Und wenn er es je nach genauer Version nicht is, dann ist er trivial installiert:

apt update ; apt install apache2

oder so ähnlich.

formatting link
/ralph

Da bin ich mir nicht so sicher und abgesehen davon wäre mir Apache zu mächtig - ich würde (wenn es denn http sein muß) nginx nehmen.

Auch das dürfte wohlbegründet sein. Aber den Apache kenne ich schon und habe (wenig und oberflächliche) Erfahrung damit. Das macht ihn für mich einfacher.

Ich muß bei allen solchen Entwürfen Rücksicht auf meine eigenen sehr begrenzten Fähigkeiten nehmen.

Hi Horst-d,

Die Ausgänge vom Portextender vielleicht, aber sicher icht die I²C Leitungen.

Ist wohl auch zielführender, als I²C ohne Pullups betreiben zu wollen.

Marte

Hi Holm,

Wo hattest Du das ausgenommen?

Wenn der keine Wehen schreibt, schicken viele Kliniken die Frauen wieder heim. Das kann ziemlich ätzend sein. Ich weiss, wovon ich schreibe, wenngleich nur als "Beobachter".

Marte

Hi Wolfgang Allinger,

Nicht wirklich. Da gibt es dann zwar keine Impedanzsprünge aber eine schöne umlaufende Welle... Da braucht es dann keine Reflektion, um die wieder an den Anfang zu bekommen. Super Idee :-(

Deshalb läuft die Welle einfach endlos im Kreis und hofft, endlich seine Energie irgendwo abgeben zu dürfen. Ich mag das nicht wirklich glauben.

Das kannst Du mit ganz niedrigen Frequenzen machen, aber sicher nie bei Frequenzen, deren Wellenlängen in den Bereich der Ausdehnung kommt. Bei langsamen Frequenzen, bei denen Du davon ausgehen darfst, dass die Amplituden über die gesamte Ausdehnung einigermaßen konstant ist, brauchst Du keine Terminierung, egal welche Topologie Du verwendest.

Marte

Nunja, es reicht ja nichtmal zur korrekten Umsetzung von Umlauten - weit kanns also nicht her sein...

Die P-NET Leuts sind rel. erfolgreich. Scheint also kein Problem zu sein.

s.u. sogar Wikipedia glaubt es :)

Ich halte es mit Felix Wankel, der sagte: Ich bin ein mathematisches Rindvieh.

Und ebenso bin ich auch ein HF-Rindvieh :)

Deinen letzten Absatz hab ich nicht verstanden.

Wikipedia: P-NET Schicht 1 (Physical Layer) Die physikalische Ebene des P-NET basiert auf dem RS-485-Standard von Electronic Industries Association. Nur die Verkabelung und der Leitungsabschluss unterscheiden sich davon. Anstelle der notwendigen Abschlusswiderstände wird die geschirmte zweiadrige Leitung zu einem physikalischen Ring geschlossen.

Dadurch ist die Nutzung von bis zu 125 Busmodulen mit maximal 32 Mastermodulen je P-NET-Segment möglich. Die Datenübertragungsrate beträgt konstante 76,8 kbit/s und erfolgt im NRZ-Verfahren (No Return to Zero).

---8x---

Ich empfinde seriell, asynchron 76,8 kBaud schon flott für einen Fieldbus, und das bei 1km Buslänge...

Wenn Axel dann in seiner Hütte alles mit DoppelPärchen (Telefon DA oder gar UTP) verkabelt (hat ja wohl Stern-Verrohrung) und dann an den Sternspitzen die DA brückt und in der Zentrale alles so auflegt, das alle Arme elektrisch einen Ring ergeben, dann hat er ein flottes (im msec) Netz für Abfrage seiner Sensoren und Heizungssteuerung. msec sind überflott für Heizung, er könnte mit der Baudrate weit runtergehen, macht sogar bitbanging an portbits... möglich.

Diese Kabel sind recht dünn und gehen sicher auch durch seine befürchteten 'Quetchstellen'

Bei der Schicht 1 ist es dann völlig Banane, welches Pärchen (in einem physikalischen Stern, elektrischen Ring) du angräbst, brauchst nur die richtige Polung zu beachten, keine Fummelei mit Ra...

Unterm Strich garantiert besser, als der von ihm angedachte I2C.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required