PLCC auf Lochraster

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Hallo,

ich bastle eigentlich viel mit Lochraster. Schon weil ich mir den Aufwand mit
dem Ätzen nicht antun will und für ein Einzelstück der Aufwand, ein Layout zu
erstellen und professionell fertigen zu lassen, einfach zu hoch ist.

Jetzt habe ich aber erstmals mit PLCC zu tun und irgendwie harmoniert das
Ergebnis nicht mit meinem Qualitätsempfinden. Klar ist es letztlich das
wichtigste, dass das Resultat funktioniert, aber geht das mit PLCC-Sockeln auch
in "schön".

Hauptproblem ist, dass bei den PLCC-Sockeln die Pins rund um den Chip in zwei
Reihen angeordnet sind. Man muss also zwangsläufig mit einigen Drähten von innen
nach außen verfahren. Schwierig vor allem dann, wenn man einen Draht von innen
bereits befestigt hat, außen aber doch nochmal mit dem Lötkolben hinmuss...

Optimal wäre gewesen, auf einen SMD-Sockel Drähte zu löten und den dann mit dem
Lochraster zu verbinden. Meine Versuche sind aber daran gescheitert, dass sich
die Drähtchen vom SMD-Sockel immer wieder ablöten, wenn man sie am anderen Ende
auf die Platine löten will.

Wie sind so eure Tricks bei solchen Problemen?

Gruß

Manuel

Re: PLCC auf Lochraster
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Ich weiss nicht welche PLCC Du hast aber auf die ganz dekadente geht das
z.B. so:

http://www.digikey.com/product-detail/en/8100-SMT3/438-1031-ND/569738

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com /

Re: PLCC auf Lochraster

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Dafür bekommst du in China einen 10-er Pack, mit Versand (aber ohne Zoll und
MwSt). Suche mal bei Ebai, da habe ich mal solche Platinchen gesehen.
Ansonsten benutze ich für solche Zwecke Lochrasterplatinen mit 1.27mm
Raster. Nicht ganz billig, aber der Rest der Schaltung geht da sehr gut rauf
(habe bei Farnell, glaube ich, gekauft). Mit Kynar(r) dann verbinden und gut
isses. Muss ich zugeben, dass ich auch ICs in 0.625mm Raster darauf löte.
Jedes 2 Bein in die Luft und per Drätchen aus der Schirmung auf den nächsten
Pin bringen. Als Serie nicht so geeiget, aber zum Quick-And-Dirty-Aufbau
reicht es allermal.

Waldemar

--
My jsme Borgové. Sklopte ¨títy a vzdejte se. Odpor je marný.

Re: PLCC auf Lochraster
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Klar, war nur als Beispiel gedacht, in China kriegst Du alles billiger.
Oft haelt es dann sogar :-)


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Mit TSSOP mache ich das auch schonmal. Dead-Bug mag ich nicht so weil
die Orientierung und Beschriftungen dann weg sind. Also Eisstil
absaegen, aufkleben, IC da draufkleben. Massepins runter auf die
Kaschierflaeche, andere auf 2.54 Raster und was nicht draufpasst als
Bruecke rueber zum naechsten Pad. Der entscheidende Vorteil: Jemand muss
sich opfern und das Eis am Stil essen ... <fingerschnipp>

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com /

Re: PLCC auf Lochraster
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Die gibt's auch ohne Eis zu kaufen :-) Kann man schöne Sachen mit bauen:


http://www.youtube.com/watch?v=Hbxwuf93vfg


--
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more:
We've slightly trimmed the long signature. Click to see the full one.
Re: PLCC auf Lochraster
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Mit Eis schmeckt es aber besser :-)

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com /

Platine mit 1,27mm Raster (was: PLCC auf Lochraster)
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Scheint mir eine interessante Lösung zu sein.

Eine Frage an die Profis: Ich würde diese Platine verwenden:

http://www.reichelt.de/?ARTICLE34%777

Meine vorsichtige Hoffnung ist nun, dass ich darauf auf der "Vorderseite" diese
PLCC-SMD-Fassung sauber positioniert mit etwas Epoxy festklebe:

http://www.reichelt.de/?ARTICLE18%828

und dann von hinten durch die Platine durch kontaktiere. Also erst etwas
zusätzliches Flussmittel aufbringen und dann soviel Zinn zugeben, bis der Sockel
auf der anderen Seite angeschlossen ist.

Geht das, oder kann ich das direkt wieder vergessen? Anders geht es auf jedem
Fall nicht, da die Sockel, die Reichelt liefert, unmöglich von der
"Bestückungsseite" handgelötet werden können. Es sei denn man schneidet etwas
von dem Plastik weg, das da im Weg ist.

Verdrahten würde ich dann mit lackisoliertem Draht. Dank passendem Raster wird
die Situation nicht auftreten, dass mir der Draht im Weg ist.

Welche SMD-Gehäuse kann ich ohne Probleme auf einer 1,27mm Platine unterbringen?
Gehen da folgende Widerstände ohne Probleme:

http://www.reichelt.de/?ARTICLE89%427

Oder brauche ich da eine andere Größe? Bedenken habe ich vor allem, dass das
zusätzliche Lötauge auf der Platine, das ich mit dem Widerstand dann ja
überbrücken müsste, mir den Widerstand kurzschließt. Laut Datenblatt ist der
"isolierte Zwischenraum" im Widerstand gerademal einen zehntel Millimeter größer
als das Lötauge. Geht es einfacher, wenn ich den Widerstand minimal versetzt
aufbringe und ignoriere, dass das überbrückte Lötauge dann möglicherweise mit
einem Widerstands-Anschluss verbunden wird?

Gruß

Manuel

Re: Platine mit 1,27mm Raster (was: PLCC auf Lochraster)
Am Wed, 15 Aug 2012 12:57:50 +0200 schrieb Manuel Reimer:

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Bist Du sicher, daß DU mit dem Löltkolben da dran kommst?

Ich würde eher versuchen eine Adapterplatine von bedrahtetem PLCC-Sockel
auf Lochraster zu bekommen. Ggf. auch bei Reichelt, sonst Bürklin oder
Watterott.

Marc


Re: Platine mit 1,27mm Raster
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Wo "dran"? Auf die Rückseite?

Weil ich da nicht sicher bin, frage ich doch nach. Die Bohrungen sind sehr
klein. Das kann sich wahlweise positiv oder negativ auswirken. Entweder das Zinn
fließt nicht ordentlich durch oder es wird gar durch Kapillarwirkung
reingesaugt.

Wegen des Verdrahtens an sich habe ich da weniger Bedenken. Ich habe schon
fummeligeres hinbekommen.

Im Zweifelsfall probiere ich das aber einfach aus. Die Platine gibt es bei
Reichelt auch kleiner. Wohl lieber erstmal die bestellen, für den Fall, dass
sie
für den geplanten Zweck nicht taugt.

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Bisher habe ich nichts anständiges gefunden. Wenn die Adapterplatine wieder auf
zwei Reihen adaptiert, dann kann ich auch gleich bedrahtete PLCC-Sockel direkt
ins Lochraster löten.

Gruß

Manuel

Re: Platine mit 1,27mm Raster
Am Wed, 15 Aug 2012 21:53:34 +0200 schrieb Manuel Reimer:

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Dann verstehe ich nicht mehr was Du ereichen willst. Ein paar Drähte auf
die innere Reihe beim bedrahteten Sockel löten ist "nicht schön", aber
den ganzen SMD-Sockel ausschließlich mit Drähten anpinnen ist "schön"?
Der tiefere, ästhetische Sinn des ganzen bleibt mir verschlossen.

Ich hatte es so verstanden, daß  Du den SMD-Sockel direkt auf die Platine
löten wolltest ... und dann müßtest Du von innen im Sockel löten, durczh
die Öffungen im Plastikkörper, an die man ggf. mit einem Löteisen
schlecht ramkommt.

Marc

Re: Platine mit 1,27mm Raster
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Nein, ist es natürlich nicht.

Ich glaube mein Problem ist schlicht, dass ich zu fette Drähte verwendet habe
(0,6mm mit Isolation). Bei weniger kniffligen Layouts mag ich das eigentlich
gerne, wenn die Drähte etwas stabiler sind, aber in diesem Fall werde ich wohl
auf etwas dünneres umsteigen müssen.

Ich hoffe meine Rolle Kynar wird bald geliefert. Wenn es damit halbwegs
ansehnlich wird, dann stelle ich mal ein Bild online.

Gruß

Manuel

Re: Platine mit 1,27mm Raster
Am Fri, 17 Aug 2012 17:26:55 +0200 schrieb Manuel Reimer:

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Sowas mache ich eigentlich mit 0,25er Lackdraht. Ist bei höheren
Frequenzen und/oder Gefahr durch Übersprechen aber eventuell
problematisch - hatte bisher aber keine ernsten Schwierigkeiten.

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Hm, Kynar ist ein anderer Kunststoff als Isolierung, PVDF statt PUR. Aber
auch wie CuL, also lackiert und nicht wie Litze gemantelt?

Das PUR-lackierte Zeug lötet sich schon manchmal störrisch, je älter
desto intensiver. Da interessiert mich wirklich der Unterschied bei der
Verarbeitung...

Marc


Re: Platine mit 1,27mm Raster
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Ich denke doch, dass das Zeug gemantelt ist. Hoffe ich zumindest. Bei
Lackisoliertem habe ich immer ein ungutes Gefühl, irgendwo doch einen Kurzen zu
haben.

Wenn es garnicht anders geht, weil definitiv zu eng, dann habe ich auch schon
lackisolierten Draht verwendet, aber in diesem Fall geht es dann doch deutlich
weniger knapp zu. Mit gemanteltem Draht sollte ich also klarkommen können.

Gruß

Manuel

Re: Platine mit 1,27mm Raster
Hi Manuel,

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Ich hatet da noch nie Probleme. Die Lackisolierung ist
Widerstandsfähiger als man vermuten würde. Selbst in Hinblick auf
Isolationsfestigkeit ist das Zeugs nicht ohne.
Isolationsfehler hatte ich aber schon zu hauf mit PVC-ummantelten
Drähten, weil da beim Löten die ganze Isolierung weich wurde und dann
druckstellen cm weit von der Lötstelle weg durchbrachen. Mit Lackdraht
ist mir so was nie mehr passiert. Wenn man dann bewusst mit zwei
unterschiedlich warmen Kolben arbeitet, kann man viele Fehler vermeiden.

Marte

Re: Platine mit 1,27mm Raster

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Ack. Wenn ich bedenke, wie viel Zeit ich mit PVC-ummantelter Litze
verschwendet habe... 0,2er bis 0,3er Lackdraht und fertig.

Auf diese Weise (und mit Hilfe dieser NG) habe ich schon vor mittlerweile
über 11 Jahren einen MP3-Player gefädelt bekommen:
http://www.oocities.org/hennichodernich/fump.html

Gruß
Henning

Re: Platine mit 1,27mm Raster (was: PLCC auf Lochraster)

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Habe nicht gemacht, aber ich würde es versuchen mit SMD-Lötpaste vorsichtig
auf die Lötpins. Ansonsten geht es mit dem Durchlöten wohl.
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Ich benutze Kynar (r), aber mit Lackdraht geht es auch.

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Ich benutze normalerweise 0603. Man muß etwas zielen, aber es geht.

Waldemar

--
My jsme Borgové. Sklopte ¨títy a vzdejte se. Odpor je marný.

Re: Platine mit 1,27mm Raster
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Nen Versuch ist es auf jedem Fall wert.

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Guter Vorschlag. Das habe ich mir gerade direkt mal bestellt. Vielleicht kann
ich damit auch meinen ersten Versuch retten, denn dort habe ich doch recht fette
Drähte verwendet. Mal sehen wie sich das Kynar so macht.

Gruß

Manuel

Re: PLCC auf Lochraster
Manuel Reimer schrieb:

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Ich nehme eigentlich immer Fassungen, damit paDF%t alles. Aber es geht20%
auch so: Jedes Beinchen gerade biegen und dann auf die LF6%taugen lF6%ten=
2E%20
Das geht zumindest auf der Lotseite ganz prima, aber auch auf der20%
BestFC%ckungsseite sollte die LE4%nge so eben hinkommen.

GrFC%DFe, Holger

Re: PLCC auf Lochraster
Hallo,

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geht mit Lochraster ohne Cu.
Punktraster geht auch, aber da muss man die Drähtchen links und rechts
davon immer etwas zur Seite schieben, bevor man außen lötet.

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Nimm dünnere Drähtchen, verzinne vorher auf der Seite, die an die
Platine soll, dann geht es nachher schneller.


Marcel

Re: PLCC auf Lochraster
Hi Marcel,

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Zwei Lötkolben sind bei Lochraster pflicht: Einer mit 400 °C, damit der
Lack schnell und sauber wegschmilzt und einen den man so bei 300 °C
lassen kann für die verzinnten Enden, die ohne ein weiteres Schmilzen
der Isolierung irgendwo dran müssen. Damit klappen bei mir eigentlich
die wildesten Drahtverhaue auf Lochraster und Dead Buck (meine
bevorzugte Methode).

Marte

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