Bei SSDs und SD-Karten gibt es zahlreiche Namen, die ich nicht einordnen kann.
"Marken" wie Verbatim und Intenso nehme ich nur, wenn es für den Zweck billig sein soll und das Angebot auch wirklich günstig ausfällt. Zahlreiche Händler bieten Billigware zum hohen Preis. Sonst kenne und bevorzuge ich Sandisk oder bekannte große Namen wie Toshiba oder Samsung.
Aber was ist mit dem Rest? Kingston ist iirc auch ein Qualitätsanbieter, aber ich bin mir nicht sicher. Hat jemand eine kurze Aufzählung oder Rangfolge, was vertrauenswürdige Anbieter sind, bei denen man guten Gewissens zugreifen kann?
Danke Axel
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M
Marcel Mueller
Am 21.12.25 um 14:48 schrieb Axel Berger:
Es gibt eine Hand voll Flash-Hersteller, im Consumerbereich AFAIK nur 3. Aber sein "Bapperl" auf die SSD kleben, kann halt jeder.
Samsung stellt selber Chips her, und war zumindest in der Vergengenheit Technologierführer. Die anderen Großen sind Micron (verkauft als Crucial) und Hynix (Toshiba). Alle anderen kleben AFAIK nur Labels.
Kingston stellt selbst überhaupt keine Chips her. Sie sind letztlich NoName. Allerdings ist Kingston für seine vorbildliche Qualitätskontrolle bekannt, wodurch sie auch großzügige Garantien auf ihre Produkte gewähren können. Es gibt aber wie bei allen NoNames keine Garantie dafür, dass man morgen unter demselben Produktnamen dasselbe Produkt bekommt. Sie garantieren nur die zugesicherten Eigenschaften.
Ich kann alle, die ich bisher genannt habe, empfehlen. Für den Hausgebrauch sind die allemal gut. Von den absoluten Billigheimern wie Intenso lasse ich die Finger. Da weiß man nie, ob man etwas Gescheites bekommt. Kann klappen, muss nicht. Von WD (haben SanDisk gekauft) halte ich persönlich nicht mehr viel. Aber da gibt es auch andere Meinungen.
Mein Tip wäre:
Datenblatt lesen. Das steht vor allem TBW drin. Das sollte halbwegs zum avisierten Einsatzszenario passen. Steht es nicht drin? => nicht nehmen.
5 Jahre Garantie gewähren nur die Hersteller, die sich ihrer Sache sicher sind. Der Primus Samsung hat das allerdings nicht nötig. Deren Produkte sind erfahrungsgemäß trotzdem sehr gut.
Marcel
R
Ralf Kiefer
Ergänzend zu allem von Marcel: jeder Hersteller (oder was aussieht, wie ein Hersteller) hat mehrere Produktlinien im Angebot, die sich im Preis und ggf. in technischen Daten unterscheiden. Bei SATA-SSDs ist das eher nicht mehr die Geschwindgkeit, denn die wird durch SATA III limitiert (<0,6GB/sec). Bei SD-Karten und insbesondere M.2-SSDs ist das ein Kriterium, denn speziell bei M.2-SSDs spielt's eine Rolle, aus welcher Generation der SSD-Controller stammt und somit, ob das Teil nur 3GB/sec schafft oder >8GB/sec, d.h. PCIe 3.0, 4.0 oder 5.0 kann.
Was ich bei den technischen Angaben leider nicht einwandfrei einordnen kann, ist der Hinweis auf die Flash-Technik. SLC ist klar die bessere Technik im Vergleich zu TLC und was sich in diesem Bereich als Begriffe etabliert hat, gibt's nur nicht mehr. Vielleicht noch als Cache bzw. Schreibpuffer. Das ist ein Kriterium. Nur findet nicht mal das unbedingt Eingang in die landläufigen technischen Datenblätter.
Gruß, Ralf
B
Bernd Mayer
Hallo
Am 21.12.25 um 18:33 schrieb Marcel Mueller:
laut wikipedia,
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sandisk (Western Digital) offenbar auch ein Hersteller von Solid-State-Drives .
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Deren Produkte verwende ich auch gerne.
Ich habe mich bei Anschaffungen auch daran orientiert, welche Firmen NAND-Flash-Speicherchips selbst herstellen.
Bernd Mayer
M
Michael Landenberger
"Axel Berger" schrieb am 21.12.2025 um 14:48:42:
Von SanDisk lasse ich inzwischen die Finger:
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Ich bin immer gut gefahren mit Herstellern, die ihre eigenen Chips verbauen, also Samsung, Micron/Crucial und Toshiba/Hynix. Von den Herstellern, die Fremdchips verbauen, habe ich mit Kingston die besten Erfahrungen gemacht. Auch meine G.Skill-RAM-Riegel laufen seit Jahren einwandfrei, und das obwohl G.Skill zu den Billigheimern gehört. Allerdings sind zumindest bei meinen RAM-Riegeln die Chips von Samsung.
Gruß
Michael
V
Volker Bartheld
Bei SD/SDXC/uSDXC verwende ich seit vielen Jahren die SanDisk Extreme. Die haben sich inzwischen bei A2, C10, V30, U3 eingependelt und werden mit 190 MB/s beworben. Realistisch lassen sich damit die 100-150MBit/s eines jeden verlustarmen 4K-Codecs bequem darstellen, also z. B. XAVC-L von Sony PXW-X70 und PXW-Y90.
Keine Notwendigkeit zur massiv teureren und in einigen Belangen nicht zwingend besseren "Pro" zu greifen.
Wer meint, in 6K-Raw oder Ultra-SloMo aufnehmen zu müssen, hat natürlich andere Ansprüche, verwendet aber i. d. R. keine landläufigen Medien.
An den PCs werkeln SSDs von Samsung. Nach vielen 840, 850 EVO, 860 EVO, 860 PRO in Kapazitäten von 128GB bis 1TB hatte ich bislang keinerlei Ausfälle, einzig das älteste Exemplar fing irgendwann bei der Übertragung großer Dateien zu schwächeln an, wo die Rate in den Keller ging. Trotz TRIM, Secure Erase und Schießmichtot [1]. Läuft aber am DVR/RasPi/LibreElec/KODI bis heute. Eine alte
256GB Samsung SM841N @work hat inzwischen 11 Jahre und unglaublich viele TBW auf dem Buckel, läuft immer noch. Auch wenn ich sie in eine Produktivumgebung aus Sicherheitsgründen nicht mehr einsetzen werde.
Weil externe SSDs von SanDisk die Grätsche machen, wegen Fehlern, die bei fixfertig gebundelten, externen SSDs durchaus auch die Firmware *), den Controller und/oder Steckverbindungen betreffen können, lässt Du von Hersteller generell die Finger?
Das kann man schon so machen, nur wirds dann für Dich recht eng, überhaupt irgendwelche vertrauenswürdigen Speichermedien oder generell ein Konsumprodukt zu finden.
Diese SD-Karte von Kingston war Scheiße:
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hat mich etliche Fotos gekostet.
Von mehreren Kingston DataTraveler USB-Sticks ähnlich (und einschließlich):
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genau 100% die Grätsche gemacht, zwei davon sogar noch innerhalb der Gewährleistungsfrist.
Ich verwende zwischenzeitlich die Transcend JetFlash...
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in unterschiedlichsten Darreichungsformen, bislang noch keine Defekte, auch wenn es im Netz durchaus konträre Stimmen gibt, die nienienieniewieder Transcend kaufen würden.
Und nun?
Volker
*) "Mit einer Neuformatierung kann man die SSD wieder nutzbar machen – bis der Fehler wieder auftritt."
A
Axel Berger
Danke allen Ratgebern. Das hilft weiter. Ich hätte dazuschreiben sollen, daß es mir auf Geschwindigkeit nicht sehr ankommt. Der Vorteil der SSD als Systempartition sind vor allem die schnellen Zugriffe ohne Kopfbewegung.
Mir ist nur die Zuverlässigkeit und Datensicherheit wichtig, auch die Lebensdauer.
Das ist es, was ich hören wollte.
Danke Axel
H
Helmut Schellong
Axel Berger wrote on 21.12.2025 14:48:
Taiyo Yuden, Sony, TDK; Sandisk, Transcend
A
Axel Berger
Na ja, das ist etwas widersprüchlich. Meines Wissens hat eine SSD wie jede andere Platte auch kein Dateisystem sondern nur Sektoren. Es könnte also schlechtes Wear Leveling und Ausfall besonders häufig geschriebener Sektoren sein. Dann aber müßen die innen verbauten Platten auch anderswo auffallen.
Demnach scheint es wohl eher der USB zu irgendwas Umsetzer und dessen Cache zu sein, den Sandisk hier wohl extern zukauft.
Reine Medien wie nackte Platten und SD-Karten werde ich also weiter bevorzugt dort kaufen. Mein Problem bei Euren obigen Nachrichten sind die Handelnamen von Samsung und Toshiba, die ich mir vermutlich auf Dauer doch nicht merken kann.
K
Kai-Martin Knaak
Hier das gleiche Bild. Zu den Samsungs hat mich vor vielen Jahren einer der ersten echten Dauertests in der c't gebracht. Da liefen sie mit deutlichem Abstand länger als die Konkurrenz bis zum Datenverlust.
In der Anschaffung sind die Samsungs immer ein Stück teurer pro GB. Aber wenn man bei einem PC jeden Euro einzeln umdrehen möchte/muss sind Speicher oder Prozessor die geeigneteren Einspar-Kandidaten. Bei diesen Komponenten muss man im Falle eines Ausfalls nicht das ganze OS neu aufsetzen und/oder Backups einspielen.
---<)kaimartin(>---
K
Kai-Martin Knaak
Samsung verkauft seine SSDs unter dem Namen "Samsung :-)
---<)kaimartin(>---
M
Marcel Mueller
Am 21.12.25 um 22:25 schrieb Ralf Kiefer:
Nicht wirklich. Es gibt nur sehr wenige Anwendungsfälle, wo ausschließlich das Lesen riesiger Datenmengen gefragt ist. Beim Schreiben großer Datenmengen brechen die sowieso grob auf USB2 Tempo ein.
TLC ist auch so gut wie tot. QLC ist State of the Art.
Das ist üblich.
Man kann guten Gewissens davon ausgehen, dass obiges auf alle SSDs zutrifft, die man gewillt zu bezahlen ist. Das große Mirakulum ist die Größe des SLC-Cache. Angeblich verwenden manche jede freie Flash-Zelle. Dadurch kann man bis zu ein viertel der Kapazität in schnell darauf schreiben. Spätestens dann brechen sie ein. Auf einer gut gefüllten SSD kann der Cache aber auch nur wenige GB groß sein.
Marcel
V
Volker Bartheld
Weil wir gerade darüber reden: Die zwei Samsung M378A1K43CB2-CRC DDR4 8GB auf dem MB des einen PC sind auch seit 6 Jahren komplett unauffällig. Ziemlich krass, dass der (=ein) Riegel dzt. fast 55€ kosten soll.
Die 4x2GB DDR3-Samsung im anderen PC, die ich neulich verschenkt habe, ließen mich bislang auch nie im Stich. Habe sie nur durch 4x Crucial CT51264BD160B 4GB DDR3 1600 MHz CL11 ersetzt (alle vier für zusammen 64€), weil ich Speichervollaufrüstung wollte.
Bei denen gabs 1x einen Freeze, war wohl gammeliger Kontakt, denn nach A&E funktionierten die Riegel wieder, MemTest86 ohne Beanstandungen. Ja, ich hätte lieber ECC-RAM, aber wir wollen ja so Vieles und kriegen nur so wenig.
Volker
G
Gerrit Heitsch
ECC-RAM (DDR4) hab ich hier, Kingston mit Micron-Chips. Keine Kühlkörper, Betrieb mit 1.2V, seit 2018 problemlos.
Wegen Aufrüstung hatte ich nach einem Board plus 64 GB DDR5 ECC geschaut. Aktuell läge das Board plus RAM bei knapp 2000 Euro. Und dann fehlen noch CPU, Gehäuse und Netzteil als Minimum.
Die AI-Blase wird platzen, Frage ist nur wann und mit welchen Kollateralschäden.
Gerrit
V
Volker Bartheld
Ich wüsste nicht, dass ein Asus P7P55D ECC unterstützt. Und ein Asus Prime B365M-K wohl auch nicht. Ein bussifein funktionsfähiges MB mit 3GHz i7 und 16GB RAM wegzutun, bin ich zu faul und auch zu geizig.
Örgs. Nein, nein Danke.
"Platzen" - also im Sinne von "bleibt nur Luft und ein bisserl unbrauchbarer Sabber übrig" wie bei Seifenblasen - wird die AI-Blase wohl nicht. Das pegelt sich auf einem halbwegs normalen Maß ein, wie bei jedem Tool. Der Katzenjammer ist mancherorts dann natürlich groß, denn wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das meist auch nicht.
Volker
G
Gerrit Heitsch
Mein Asus Prime X370 Pro hingegen tut das. Habe ich damals extra deswegen rausgesucht. Hat auch sonst so alles was man braucht incl. echtem COM port (auf Steckerleiste).
Boards mit solcher Vollausstattung sind leider kaum noch zu bekommen.
Aktuell sind wir noch in der Anfixphase. Aber das wird nicht zu halten sein. Irgendwo habe ich gelesen, daß aktuell jeder Mensch auf der Welt pro Monat 35 Euro für KI hinlegen müsste, damit das kostendeckend wird. Das ist wohl nicht zu erwarten.
Nachdem KI mit allem was das Netz zu bieten hatte trainiert wurde erwarte ich eher kostenlosen Zugang.
Gerrit
F
Frank Schletz
Hm, darauf würde ich nicht warten wollen. Wenn ich den einen Rechner von mir mal durch was "aktuelles" ersetze, werde ich bei einem Board mit DDR4 (ECC) bleiben. Da scheinen die Preise noch ok zu sein. Und verfügbar ist das alles auch noch.
Und das bleibt hoffentlich noch so 5-10 Jahre so. Obwohl ... *nachschau* Der alte Rechner hat jetzt sein 11tes Jahr hinter sich. Der hat noch DDR3 und dient nun als Fallback und Sicherungsrechner.
Vor 5 Jahren wurde er mir zu langsam. Der aktuelle hat DDR4 (ECC) und langt mir eigentlich. Naja, wenn mehrere VMs laufen, dann ist er schon eher gemütlich.
Auch wenn die VMs selber auf SSDs sind.
Hm, mal die nächsten 2 Jahre überlegen, ob ich nicht doch "was aktuelleres, jedoch altes" zusammenbaue.
Frank
G
Gerrit Heitsch
Könnten da vielleicht mehr CPU cores helfen oder bist du schon auf dem Maximum?
Gerrit
A
Arno Welzel
Gerrit Heitsch, 2025-12-23 11:11:
Ich habe hier vor etwas über 2 Jahren ein neues Mainboard samt CPU und
128 GB ECC-Speicher verbaut. Damals noch *deutlich* unter 2000 EUR möglich und das wird wohl noch wenigstens weitere 5-8 Jahre ausreichen. Die Hardware davor war auch gut 10 Jahre alt, als sie abgelöst wurde.
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