Zigbee - Erfahrungen und Austausch

Dec 20, 2025 Last reply: 6 months ago 45 Replies

Hallo,



habt ihr einen Tipp, wo man am besten Hilfe zu Zigbee bekommt?



Ich suche konkret Infos, ob und wie man einen Funkdimmer mit einem UP-Taster plus Sender verbinden kann.



Mein erster Versuch war mit Shelly (i4 und 10-V-Dimmer). Erfahrungen: Enttäuschend. Man braucht ein starkes WLAN in der Nähe, um sie direkt ins Netz einzubinden. Die direkte Verknüpfung zweier Komponenten per WLAN ist extrem zäh bis überhaupt nicht machbar. Außerdem bietet der Dimmer mir bisher keine echte Dimmbarkeit: ich kann bisher nur über langen Tastendruck einer einzigen voreingestellten Schrittweite hochdimmen, ich kann über doppelten Tastendruck in dieser Schrittweite runter dimmen. Aber ich kann nicht das gewohnte: durch fortlaufenden Tastendruck stufenlos rauf- und runterdimmen.



Bevor ich mich also mit Zigbee versuche wüsste ich gerne, worauf ich mich einlasse. Der erste 10-V-Dimmer "L1(WZ)" fängt schon damit an, dass er einen Zigbee Hub erwartet. Außerdem will er den Taster direkt am Eingang - und ich will's direkt per Funksender steuern, nicht per Handy-App, nicht mit Alexa.


IoT-Geräte arbeiten generell nicht so. Das heiußt aber lange nicht, Du bräuchtest irgendwelche externen Server, Clouds oder proprietäres Zeug wie Alexa. Du mußt allerdings einen eigenen Server dafür aufsetzen und einen Hub für Zigbee.

Der einfachste Weg dahin dürfte die eigene proprietäre Hardware von Home Assistant sein.

Kommt drauf an auf welche Aspekte.

Direkt oder über z.B. Home Assistant?

Es gibt viele Communities zu diversen Automatisierungsplattformen, ich kenne aber nix zu "nur" Zigbee.

Ja.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das jemand ohne eine Automatisierungsplattform wie Home Assistant oder Google Home oder zumindest Zigbee2mqtt macht.

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Dort sitzen auch die Leute, die sich mit dem Protokoll auskennen.

/ralph

Dabei will ich überhaupt kein Smart Home. Ich brauche nur einen Funktaster und einen 10 V Funkdimmer, für einen einzigen Raum.

Ob ein Home Assistant Server überhaupt in Funkreichweite wäre, das kann beliebig bezweifelt werden.

Direkt. Die Shellys machen dauernd Ärger, weil die WLAN Basis zu weit weg ist.

Und die direkte Verbindung scheint nicht wirklich zu funktionieren - bestenfalls werden die Geräte gefunden, lassen sich aber nicht verbinden.

Der Weihnachtsmann kommt in der Nacht zum Donnerstag.

Es ist an Dir, den frei zu positionieren, wohin immer Du willst. Ein Raspberry ist kleiner als übliche Router.

Aber wenn Du es unbedingt mundgerecht in kleinen Häppchen haben willst, wie mir meine Oma das Brot als Dreijährigem schnitt, dann könnte das hier Deine Vorstellungen treffen:

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Shellys können ohne Router selbst Server spielen. Zigbee ist generell sehr viel schwächer als WLAN und viel empfindlicher in schwierigem Umfeld. Der Vorteil ist die Fähigkeit, längere Zeit mit Batterien auszukommen.

Shellys kann man umflashen. Ich weiß allerdings nicht, was da schon alles an Alternativen entwickelt wurde.

Überaus freundlich - nur unbrauchbar, weil ich einen 10V-Dimmer benötige.

Ich lande vielleicht bei homematic IP, HmIP-WUA

Der lässt sich mit den bestehenden Schalter-Abdeckungen kombinieren. Angeblich sollte man die Geräte mit einander direkt koppeln können - aber das habe ich auch erst mit einer CCU2 geschafft. Nur fehlt mir die Erfahrung mit deren Dimmern.

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nicht darauf ein, wie man heller und dunkler dimmen kann - schon bedauerlich, wenn die Kernfunktion eines Dimmers nicht erklärt wird.

Meine bisherigen Homematic-Komponenten funktionieren nach dem Anlernen unmittelbar mit einander. Aber das sind bisher nur UP-Taster, teils mit Batterie, teils am Netz, für einen Empfänger in der Lampe. Der Dimmer hier braucht auch scheinbar permanenten Kontakt zu der neueren CCU3.

Das will man aber nur für Notfälle. Im Regelbetrieb würde ich den Accesspoint vom ESP32 nicht wollen. YMMV.

Das kann man so pauschal nicht sagen. Aber oft läuft es darauf raus. Typischerweise ist es auch viel viel langsamer.

ACK!

/ralph

Das sehe ich ganz genauso. Die Idee Shellys isoliert zu betreiben ist zwar interessant, aber sehr weit vom "intended use" weg. Die Dinger sind dafür gedacht, entweder mit der Cloud oder mit einer internen zentralen Instanz zu sprechen und dazu mit einem Infrastruktur-WLAN verbunden zu sein.

Das ist ja für die Anwendung von Zigbee unwichtig. Was ich an Zigbee chamant finde ist, dass es sich so gut repeaten lässt und jedes Zigbee-Gerät gleichzeitig auch als Repeater arbeitet.

Ich hab's auf der Liste stehen; meine Idee ist, Präsenz- und Bewegungsmelder mit Zigbee anzbinden.

Grüße Marc

Ein Problem dabei ist, dass man das gar nicht bei allen Geräten wünscht, weil man manche Geräte abschalten möchte, und sich dann die Zigbee-Topologie ändert.

Aber im großen und ganzen ist Zigbee schon OK. Billig und bei genug Netzabdeckung gut.

Ich weiß nicht, ob ich es neu anfangen würde, jetzt wo Matter/Thread langsam einsetzbar werden.

Bis jetzt hat Ikea gute Zigbee-Geräte gehabt, die steigen auf Matter/Thread um, keine Ahnung wie weit die neuen Geräte noch rückwärtskompatibel zu Zigbee sein werden.

/ralph

Bisher war hier nur die Rede von einer einzelnen, isolierten Stand-Alone-Anwendung. Daß Du ein Serversystem bereits installiert hast und betreibst, hast Du konsequent verschwiegen.

Die Möglichkeiten und Optionen von Homematic kenne ich nicht und überlasse das Antworten ab jetzt anderen. Wenn Du Dich für ein System einmal entschieden hast, solltest Du imho sinnvollerwise darin bleiben.

Natürlich. Bisher sprach Martin nur von einer völlig isolierten Stand-Alone-Lösung. Das macht alles Serverbasierte unnötig aufwendig. Ich habe mich mit dem Shelly-API nicht befaßt, aber falls es sich von einem ESP aus direkt ansprechen läßt, ware das die Lösung mit dem geringsten Hardwareaufwand und dem wenigsten, das rumsteht und die Hausfrau stören könnte.

Die batteriebetriebenen nicht. Andere gibt es hier nur, weil die handelsüblichen WLAN-Schaltsteckdosen mich ausnahmslos in eine Cloud zwingen wollen. Wo immer es geht, ziehe ich das stärkere und stabilere WLAN vor.

Ich betreibe es auch nicht. Ich hatte einmal die CCU2 angeschafft und eingeschaltet. weil die versprochene direkte Kopplung der Homematic-Geräte nicht funktioniere. Seit mehr als fünf Jahren sind diese HM-Komponeten im täglichen Einsatz, ohne seither die CCU gesehen zu haben.

HM bietet nur den WUA als Dimmer - und der will eine CCU3 für ca. 200 €, der reicht die CCU2 nicht.

Ob der HM Dimmer dann überhaupt ohne CCU arbeiten kann, das ist mir noch unklar.

Shellys wollte ich ohnehin mal ausprobieren, da bot sich der Versuch an. Ergebnis ist eben enttäuschend, da die z.B. nicht ein kontinuierliches Taster-Gedrückt zu verstehen scheinen, abgesehen von der unbefriedigenden Erfahrung, sie direkt über WLAN anzusprechen.

Bei Eltako verstehe ich deren Konzept noch weniger, was wie womit zusammenarbeitet.

Und dann gibt es noch ein paar proprietäre Lösungen, die so aussehen, als würden sie nur mit dem Set im Schalter oder mit einer Funk-Fernbedienung funktionieren - wo das Bedienkonzept die Integration mit der bisherigen Jung Schalterserie erfordert.

Im OP schriebst du "Mein erster Versuch war mit Shelly (i4 und

10-V-Dimmer)".

Der Shelly i4 ist ein "Schalteradapter" der Shelly Plus 0-10V Dimmer hingegen ist eine Dimm-Controller, auch wenn da immer mal nur Dimmer steht. Aus dem Waschzettel des Shelly Plus 0-10V Dimmer:

"...Installationsanleitung Shelly Plus 0-10V Dimmer (das Gerät) ist ein intelligenter 0-10V Dimm-Controller. ⚠ACHTUNG! Das Gerät ist nicht für die direkte Steuerung von LED-Leuchten vorgesehen..."

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Bedeutet das, dass du bereits einen anderen, bisher nicht genannten

0-10V Dimmer (zum direkten Anschluss von Leuchtmitteln) hast, den du mit einem Shelly/Zigbee/was auch immer ansteuern möchtest? Was ist das genau?

Was willst du im Endeffekt dimmen? 12V LED? 230V? ...? Leistung?

Konkret habe ich den "Shelly Dimmer 0/1-10V PM Gen3"

Sprich: einen Funkempfänger mit einer 10V-Schnittstelle als Ausgang.

Nein, ich habe LED-Leuchten mit eingebautem LED-Netzteil, die über einen

10-V-Eingang dimmbar sind. Deswegen brauche ich eben einen sog. 10-V-Dimmer, weil die Leuchten eben nicht direkt über einen Dimmer am 230-V-Eingang dimmbar sind.

Verbraucher mit einem 10-V-Steuereingang - speziell hier dimmbare LED-Leuchten.

Das "Plus" ist übrigens der Vorgänger, Plus kennzeichnete die Generation 2. Gen 3 hat bessere Prozessoren, mehr Speicher, ein paar neue Features und wohl auch Bluetooth - aber über BT habe ich die Teile auch nicht erreicht. Gen 4 bietet auch Zigbee und Matter.

Gen3 ist bei 10 V die aktuelle Version. Mit Gen4 gibt es keinen

10-V-Dimmer.

Am 21.12.2025 um 14:21 schrieb Martin Τrautmann: ...

Genau, im Shelly Laufzettel besser als Dimm-Controller bezeichnet. ...

Ok, da weiß ich nun Bescheid, du brauchst ein Gerät mit 0-10V Ausgang, der deine LED Leuchten mit 0-10V Eingang steuert, in meiner "Bezeichnungs-Welt" sind das Leuchten mit eingebautem 0-10V Dimmer die mit 0-10V gesteuert werden. Ich schau mal ob ich eventuell etwas finde.

Danke - aber beachte, dass die LED-Leuchten mit deren LED-Treibern schon existieren. Ich brauche nur einen Sender am Taster, einen Empfänger mit

1-10 V Ausgang.

Bisher verbaut waren SIENNA SM1L und SIENNA AMD 10V (SM1L-ST01-H02 und AMD10V-ST01-H01).

Interessant - ich bemerke gerade erst, dass es nicht 0-10V sind (die wohl aktiv treiben), sondern 1-10V (also wohl resistiv).

Schönen Gruß Martin

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