DAB+: fast zu schön, um wahr zu sein

Jun 20, 2019 Last reply: vor 7 Jahren 1455 Replies

Am 21.09.19 um 12:40 schrieb Gerrit Heitsch:

Dieses Vergnügen hatte ich neulich, frag nicht, wie oft ich mit dem Scheibenwischer geblinkt habe. Dagegen war das Fahren auf der falschen Seite harmlos...

Oder auch nicht... ich habe ein paar USB-Mäuse (optisch) die ich für den sagenhaften Preis von 1 Pfund in GB bei Poundland erstanden habe.

Die melden sich _alle_ mit der VID 0000, funktionieren aber trotzdem problemlos mit Linux.

Gerrit

Am 21.09.19 um 02:58 schrieb Sieghard Schicktanz:

Was irgendein Verein gerne hätte, kratzt den findigen Chinesen auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten wenig.

Wenn du Glück hast, klaut er VID+PID bei einem halbwegs kompatiblen Markengerät, wenn du Pech hast, setzt er Fantasiewerte ein. Das funktioniert unter Windows dann nur noch mit beigefügten Spezial-Treibern, Linux erkennt zumindest standardisierte Hardware (HID, Mass Storage) auch bei falscher VID/PID.

Hergen

Am 21.09.19 um 17:44 schrieb Hergen Lehmann:

Das muß die Schuld von Linux sein, wenn Windows sowas nicht erkennt!

Hanno

Ich nehme für meine Experimente immer IDs von untergegangenen Firmen wie Digital Equipment oder Sun Microsystems ;)

/ralph

Mit einem Rechtsklick. Wenn ich das unbedingt wissen muss.

Bei solchen USB Sticks waere ich vorsichtig.

Und sie tun das offenbar.

Es ist sehr sinnvoll, eine Anzeige "Blauer Jeep Cherokee mit 4l Motor und Allradantrieb" anstatt VIN N6174839299 zu haben.

Die Quelle ist der USB Stick, sie ist also in jedem Fall vorhanden.

Ueber lsusb bekommt man leider nur wenige und meist zu kryptische Angaben. Aber egal, das ist jetzt nicht lebenwichtig, nur etwas unangenehm.

Hast Du schonmal von "if it ain't broken do not fix it" gehoert? Gerade in meinen Hauptfachbereichen (Med-Tech und Aerospace) ist das Erhalten dokumentierter und geschulter Verfahren sehr wichtig. Leute vom Fach wissen, warum.

Ich benutze die Einrastung fast nie. Im Uebrigen hatte ich kein Problem damit, das Auto meiner Mutter zu fahren, das den Blinkerhebel rechts hatte. War das vom Hersteller eine weise Design-Entscheidung? Nein.

[...]

Die Linux-Architekten sollten dort mitmischen.

Nummern helfen mir nichts. Warum wird denn so eine Liste bei "sudo update" und "sudo upgrade" nicht miterneuert? Im uebrigen sind alle meine USB-Geraetchen mehr als fuenf Jahre alt.

An meinem Labortisch steckt schon eine Ecke mehr dran und das sind meist Messgeraeteschnittstellen.

Hatte ich geschrieben. U.a. SA44B Spectrum Analyzer, TG44A HF-Generator, Prologix GPIB-USB Adapter, Labjack U3 Messkopf, und noch ein halbes Dutzend an Kleinkram.

Genau _das_ ist der Knackpunkt. Heute sind ueber 99% der Bevoelkerung GUI gewohnt. Selbst die Einarbeitung in das fuer mich voellig neue "Wisch- und Tatz-System" eines Android Foenchens letztes Jahr lief in einigen Stunden ueber die Buehne. Denn das ist alles sehr intuitiv. Das Auswendiglernen vieler Dutzend Text-Commands mitsamt 10-20 Qualifiers _pro_ Text-Command mag Leuten wie Dir einfach erscheinen, weil Du das seit Ewigkeiten kennst. Anderen Leuten aber nicht.

Vor 40 Jahren war das anders, da gab es praktisch nur DOS, habe auch ich mit gelebt. Das ist sehr lange her. Das ging nur mit Handbuechern und etlichen Spickzetteln, besonders, wenn man man laengere Zeit nicht dran war.

Es wird so gut wie keine angeschlossenes Geraet im Klartext angezeigt. Siehe mein lsusb Log.

Das hat nichts mit Rhetorik zu tun, sondern damit, dass ich per lsusb _angefragt_ habe.

Nun ist es aber so, dass fuer die meisten dieser Geraete ueberhaupt kein Treiber installiert war, da ich auf diesem Dual-Boot Rechner Windows 7 frisch installiert habe. Dennoch werden die im Klartext angezeigt.

Warum kann das die Linux-Gemeinde nicht? Geld muss reichlich vorhanden sein, denn da wo ich nachgesehen habe, nahmen sie Privatspenden nur noch fuer seltsame eher politische Unterfangen entgegen wie etwa "Diversity Programs".

<seufz>

Ich hatte das Log von lsusb hier im Thread gepostet. Schon vergessen?

?

Am 23.09.2019 um 22:27 schrieb Joerg:

Der Signalhund hat nur eine serielle Schnittstelle, das ist jeweils eines der FTDI-Geräte. Davon sind ja reichlich aufgeführt.

Dito, da ist AFAIR ein Prolific-Chip drin. Der identifiziert sich natürlich auch nur als serielle Schnittstelle.

Labjack U3 Messkopf,

vid 0x0cd5 pid 0x0003

Bernd

Aehnlich viele haben mir explizit dazu geraten.

Versetze Dich mal in die Situation eines Linux-Anfaengers. Man hat einige Rechner. Manche sind ersetzbar, manche wie bei mir der Durabook aber nicht. Wegen Alleinstellungsmerkmalen, wie das in Deutsch so schoen heisst.

Nun habe ich reihenweise Live-Systeme probiert. Fettere Distros fuehrten dabei zu hoher Prozessorlast, ging also nicht. Etliche inclusive Mint (Tessa?) hatten erhebliche Probleme mit der Hardware. Lubuntu war eine der wenigen Distros, wo im Live-System so gut wie alles auf Anhieb lief _und_ die Prozessorgrundlast nicht hoeher als mit Windows 7 war. Eher sogar einen Tacken niedriger.

Also Lubuntu installiert. Nach der Installation brach etliches weg, und dann hiess es reparieren. Was sich fuer einen Anfaenger muehsam gestaltet.

Ok, aber jetzt wieder wechseln? Da fange ich ja fast von vorn an und wenn ich daran denke, wie zaeh die Samba- und die Netzwerkdrucker-Installationen waren, mag ich lieber nicht.

Ich hatte viele Live-Systeme probiert. Wenn der Prozessorluefter bei OS-Leerlauf fast die ganze Zeit durchlaeuft und warme Luft rauspustet, ist das nunmal kein gutes Zeichen.

Den weite ich erstmal, indem ich versuche, diese und jene Software sowie USB-Hardware zum Laufen zu bringen.

Es scheint ja auch so zu sein, dass man vieles fuer andere Distros gedachte nachladen kann. Z.B. bekommt PCManFM einiges hier im Netztwerk nicht gebacken, Nautilus hingegen schon (heisst jetzt "Files"). Das musste ich aber erstmal rausfinden.

Festplattenvolumen habe ich auf allen Rechnern fast ohne Ende. Auch kann man heutzutage guenstig fettere Platten besorgen und zusaetzlich installieren. Langfristig wird das eh auf 128GB SSD oder so hinauslaufen. Doch ich habe bei den Live-Systemen erhebliche Unterschiede in der CPU-Last gesehen und da hat sich Lubuntu recht gut benommen.

Laut Internet bin ich bei weitem nicht der einzige mit Grafik-, Drucker- und Samba-Problemen. Das geht dort quer durch alle moeglichen Distros. Einiges davon wie Messgeraete-Support ist unloesbar, daher Dual-Boot.

Moin :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Fragt sich nur, welcher. Doch es ist egal, da sich herausgestellt hat, dass es von Signalhound zwar ein Linux-API, aber ausser einigen elementaren Beispielen keine Software gibt.

Den hatter nich gefunden.

Am 23.09.2019 um 22:18 schrieb Joerg:

Schon mal was von "Wartung" gehört?

Hallo Joerg,

Du schriebst am Mon, 23 Sep 2019 13:13:44 -0700:

Das Risiko ist die Kollision mit anderen Produkten, außerdem gibt's dann keine Berechtigung fürs Logo, und natürlich keinen Eintrag ins Verzeichnis. Manche hält das aber nicht davon ab, trotzdem solche "Fakes" zu verkaufen.

Schon, aber ersteres mußt Du selber schreiben, letzteres steht auf der Plakette. Und, BTW, sogar da könnte sich Deine Klartextbezeichnung ändern, z.B. nach 'ner Umlackierung...

Nein, ist sie nicht. Du kannst das auch selber mal nachschauen, es gibt ein Programm namens "usbview", das einem solche Nebensächlichkeiten - vollgrafisch und mäuseklickbedienbar - für alle Geräte am Rechner mit allen Details anzeigt. Das gibt es _auch_ für Windows.

lsusb kann schon mehr anzeigen, viel mehr - probier' mal die diversen Optionen durch, die die Hilfe (lsusb --help) angibt. Aber beschwer' Dich dann nicht wieder, daß Du von dem Umfang erschlagen wirst.

Hallo Joerg,

Du schriebst am Mon, 23 Sep 2019 13:27:18 -0700:

Jenu, bezahlst Du ihnen die Mitgliedschaft?

Frag' das halt die Paket-Maintainer. Ansprechpartner gibt's hier ja.

Das muß nicht heißen, daß die alle in den Listen stehen - es könnte sein, daß Du der einzige bisher bist, der das eine oder andere davon hat. Dein Signal-Hund könnte ein Kandidat sein, oder ähnliches.

...

Eben, also recht spezielle Geräte.

Nee, hatteste _nicht_ geschrieben, nur von zweien nachher erwähnt. Waren die auch wirklich _alle_ angeschlossen, wie Du die _gepostete_ Liste erstellt hast? Wenn Du nicht auch die Hubs da mitgezählt hast, dann kann das soviel nicht sein, da hängen grade mal 7 Geräte dran, also genau 1 + 1/2 Dutzend. Davon sind schonmal 3 serielle Adapter, die können in allen möglichen Geräten stecken (Bernd hat ja ein paar genannt). Das eMPIA-Ding könnte 'ne Kamera sein, eine andere ist mit Namen gelistet. Dann gibt's noch'ne Maus o.ä. und ein Teil von Holtek, mglw. 'ne/die Tastatur. War der Signal-Hund wohl garnicht angeschlossen, seine Kennung taucht jedenfalls nicht auf. BTW, daß Windows da mehr Daten liefert, liegt wohl an seiner unersättlichen Neugier, die durchaus auch mal ein Gerät "abschießen" kann: es - bzw. wohl die Treiber, die es wohl jeweils reihum aufruft, um ein neues Gerät zu identifizieren - ist nicht mit dem zufrieden, was die Geräte liefern, sondern puhlt noch weiter dran 'rum, um mehr 'rauszufinden. Wie gesagt, das kann durchaus auch mal bei einem Gerät zu Problemen führen. Linux vermeidet die lieber, aber Windows schert sich darum halt nicht. Du wirst die Windows-Art sicher bevorzugen. Wenigstens solange, bis die Dir mal ein Gerät unbenutzbar macht, was dann halt an einer "unglücklichen" Kombination von installierten Treibern liegt. Kennt man ja. Da muß man halt mal ein paar Stunden mit Treiber-De- und -Reinstallation verbringen, um eine funktionierende Kombination zu finden, bei der man dann halt auf das eine oder ander Teil verzichten muß...

[...]

Wo soll die Info denn sonst herkommen, wenn ich ein Device an einen Laptop anstoepsele und der zeigt es mit Namen an, hat aber keine Internetverbindung?

Gerade auf dem Linux-Rechner installiert und probiert.

Unable to init server: Could not connect: Connection refused

(usbview:1823): Gtk-WARNING **: 15:57:27.518: cannot open display:

Das hatte ich schon und die einzige "Bereicherung" ist verbose. Der Hauptpunkt bei fast jedem Device ist dann:

Couldn't open device, some information will be missing

Geld scheint aus Unternehmensspenden und dergleichen satt vorhanden zu sein. Also ich mich erkundigte, wurden Spenden nur noch fuer Nebenprogramme eher politischer Art angenommen (die ich nicht unterstuetzen moechte).

Nun ja, wenn da welche mitlesen ...

Es sind auch viele Kameras dabei, die in Millionenstueckzahlen liefen.

Webcams jedoch nicht und auch die werden nicht erkannt. Keine.

Ja, alle. U.a. weil die im Windows Boot benutzt werden, stecken die immer drin.

Beide _sind_ angeschlossen. Immer.

In den letzten gut 20 Jahren, wo ich Windows benutze, hat es mir noch kein angeschlossenes Geraet "abgeschossen".

Am 24.09.2019 um 22:59 schrieb Sieghard Schicktanz:

Doch das kann sein, der meldet sich nur mit FTDI, weil da so ein unmodifizierter USB-UART-Chip drin verbaut ist, 0x0403:0x6001 oder

0x0403:0x6010 sollte der Hund laut der allwissenden Müllhalde melden. Gerät ist wohl zu billig und zu wenig Stückzahlen als daß man da eine eigene VID nehmen wollte. Erkennung dann per Treiber der irgendwas an passende USB-Devices sendet und die Rückmeldung auswertet, mit dem Nachteil daß davon andere Geräte gestört werden könnten. Ich habe so ein Ding nicht, möchte aber wetten daß auch Windows ohne Softwareinstallation nichts anderes als ein "unbekanntes Gerät" oder ein USB-UART bei installiertem FTDI-Treiber vermeldet.

AFAIR prokelt Windows immer noch an seriellen Schnittstellen (auch über USB) herum um daran Mäuse etc. zu erkennen.

Bernd

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