DAB+: fast zu schön, um wahr zu sein

Jun 20, 2019 Last reply: vor 7 Jahren 1455 Replies

Peter Thoms schrieb:

Yupp, so weit war ich. SWF1 kommt dort vor. SWF3 hat ja eine eigenartige Geschichte hinter sich. Zuerst gab es nur eine Stunde pro Tag bei SWF1 dafür (Erinnerung allerdings diffus), technisch nötig wurde der Sender IIRC wegen des Verkehrsfunks.

Rupert Haselbeck schrieb:

Die schweizerische kaum, da sie von der amerikanischen, äh, stark inspiriert wurde. Hoffentlich strengt Trump da keine Urheberrechtsklage an. Meine augenblickliche Verfassung ist durch organische Hydroxylverbindungen etwas getrübt und so kann ich die Frage nicht wirklich beantworten.

Joerg schrieb:

Mir wär, als jammerst du über Probleme, Fachpersonal zu finden. Die strukturelle Arbeitslosenquote müsste bei euch um die 5% liegen. Die momentane Arbeitslosenquote liegt darunter, da mit Trumpschem Strohfeuergeld unterqualifizierte angestellt werden. Irgendwann kommt man immer auf dem Boden der Tatsachen an.

Der Massenmarkt besteht nicht aus Diplomanden, die eine Präsentation zusammennageln müssen. Das sind Heerscharen an wenig qualifizierten Leuten (keine Lehre dort), die an eintägigen Kursen das Ausfüllen von Formularen am Bildschirm oder dergleichen lernen müssen. Anschliessend hire or fire. Und da hat sich gezeigt, dass man MS Produkte auf Minimalniveau durchaus vergleichbar einfach vermitteln kann (sagen Ausbildner, die ich kenne).

Jenu, Hochschulabsolventen sollten in der Lage sein, sich zu informieren. Word ist, wie der Name vermuten lässt, ein Wortmalprogramm. Ist Textverarbeitung nötig, sollte man diverses von Latex bis Framemaker zumindest mal angeschaut haben. Und ja, gerade die jüngste Generation scheint gerne repetitiven Stumpfsinn zu machen, und rühmt sich dann, dass sie sich mit Kopfhörermusik gut konzentrieren können.

Volker Bartheld schrieb:

Ja, hätte mich auch interessiert, was unsere Sportwissenschafts-Diplomandin an Rohdaten zusammengekriegt hat. Da wurden 20 Probanden mit je 16 Bewegungs-MRI untersucht. (Zwischendurch ist der PC vom Gerät verreckt, aber kaum ursächlich damit.)

Falk Dµebbert schrieb:

Das ist _ein_ Angriffsvektor. Unsere IT hat das auch versucht, natürlich via externe teure Firma. Obwohl statistisch völlig klar war, was rauskommen muss.

Ich hab dann nachgefragt, warum man da a) viel Geld verballert um b) Gemeinwissen als neue sensationelle Erkenntnis zu präsentieren. Und da c) Abdichten dieses Vektors doch gar nichts nützt, wenn sich das Verwaltungsgebäude ausserhalb des überwachten Perimeters befindet. Ich hätte da zwei Hackerinnen getarnt als spanisch schnatternde Diplomandinnen über Mittag reingeschickt (kein Problem am Wachpersonal vorbei, weiteres Leck). Die hätten dann in den Doktoranden- büros offene Sitzungen übernehmen können oder noch trivialer heutige Klein- PCs oder Laptops einfach mitnehmen können.

Du weisst schon, mit wem du da diskutierst...

Nun ja, da gibt es intelligente und weniger intellente von die da. Putzig fand ich:

"Dear Bombach, I am contacting you in regards to your inheritance of your deceased relative Alexander Rolf, Please see attached information and get back to me. I look forward to hearing from you soon. Regards, Martin Geletey External Auditor, OSFI Canada."

oder wie oute ich mich als Chinese...

Unsicherheit durch mehr Sicherheit, erklär das mal einem Damager.

Helmut Schellong schrieb:

Stimmiges Aussehen mehrzeiliger Formeln ist über Jahrzehnte gewachsene Setzkunst. Das kann kein Microsoft und schon gar keiner, der in einem einwöchigem Kurs auf "desktop publisher" getrimmt wurde.

Kannst ja mal von einer "dekorativen" Formel den ps-output vom LaTeX anschauen. Von Auge hätte man geraten, es brauche zwei Fonts, einen für die normalen Buchstaben und einen kleineren für die Indices. Allerdings muss das Summenzeichen vor und das über dem Bruchsstrich etwas unterschiedlich gross sein, damit es gleich gross aussieht etc. Und dann noch die Indices der Indices und so weiter. Und schon hat man ein dutzend Fonts zusammen, die, wie gesagt wie nur zwei aussehen.

Ich fürchte, ihr diskutiert nicht ganz auf der gleichen Wellenlänge :-]

Bei meiner letzten Literaturübersicht und dem damit verbundenen Vortrag und Memo, ich glaube es war zum Thema innermotorischer bildgebender Treibstoffnachweis mit Fluoreszenzmethoden, habe ich etwa 300 Publikationen konsultiert. Allein die Erfassung deren bibliometrischen Daten hätte wohl niemand von Hand gemacht. Etwa 200 habe ich dann zitiert, auch das macht man nicht von Hand, insbesondere, wie du schon andeutetest, das Format eventuell noch geändert werden muss. Es gibt da gute Latex-geeignete Tools. OK, da unser Institut im wichtigen Moment kein, sonst aber zuviel Geld hat, habe ich mir EndNote gekrallt und die lieben Mitarbeiter können mit dem Wörd-Plug-In jetzt glücklich werden.

Am 02.08.19 um 21:21 schrieb Rolf Bombach:

Ich werde gerufen, wenn das Kind ganz TIEF in den vergifteten Brunnen gefallen ist. Meist überwiegt da Management-seitig der gute Wille, oder wie man das nennt, wenn man weiß, dass man was ausgefressen hat.

Falk D.

Hans-Peter Diettrich schrieb:

Katastrophales Kerning bis zu gewagten vertikalen Abständen, da wird nichts ausgelassen. Was Ligaturen sind, weiss heute eh keiner mehr. Lesen kommt aus der Mode. Ein Absatz Inhalt lässt sich ja gut in einem 20-minütigen Youtube-Clip unterbringen.

Der desktop pöblischer ist ein umgeschulter Strassenbahnschaffner. Die Aufgabe dieser Funktion ist es, die vernünftigen Fonts aus einem vernünftigen Seitenerstellungsprogramm durch was hipperes zu ersetzen, um den graphischen Gesamtausdruck des Flyers zu pimpen. Seitenweise Text in blasser Sans-Serif-Schrift oder so.

Für kritische Vertragsstellen empfehlen sich Fussnoten in Enron Enigma 3pt in hellblau. Aber auch diesen Witz wird heute kaum mehr jemand kapieren.

Jahrhunderte Erfahrung gehen da den Gully runter. Dass man das dann kaum lesen kann und daher auch nicht lesen tut, gehört wohl zum Wunsch des Erstellers angesichts des grenzdebilen Inhalts. Vor einigen Jahren war da wohl der intellektuelle Tiefpunkt beim ETHZ- Jahresbericht erreicht, etwa die letzte Stufe vor dem Comic.

Das wusste ich nicht.

Strukturelle Unterqualifikation bedeutet, dass Bildungssystem nicht adaequat sind, um Ingenieure, Techniker und dergleichen auf einen gescheiten Bildungsstand zu bringen. Das ist schlicht nicht der Fall in den USA. Eher das Gegenteil.

Handwerk ist allerdings ein anderes Thema. Da gab und gibt es hier strukturelle Probleme. Zu wenig strukturierte Lehrlingsausbildung.

Was die Arbeitslosenquote angeht, haben wir spaetestens seit der Steuerreform Vollbeschaeftigung. D.h. es gibt nicht genug arbeitswillige und arbeitsfaehige Leute mehr. Das ist nicht strukturell, sondern hat etwas mit der (endlichen) Einwohnerzahl in Tateinheit mit einer voll brummenden Wirtschaft zu tun.

Axel Berger schrieb:

Das Journal schreibt ja das Format vor. Da muss man idR auch gar nicht nachschauen, sondern wählt das Journal in der Literaturdatenbank an, die das normalerweise auch kennt. Et voilà.

Wer Elfenbeinturm erwähnt, hat die Diskussion eh verloren. Mir entsteht eher der Eindruck, als wärt ihr eine eingeschworene Sekte im stillen Kämmerlein ohne Kontakt zur realen Welt. Wie kommst du auf die Idee, alle andern wären keine Ingenieure?

Kleiner Hinweis auf unseren (in verschiedener Hinsicht) letzten Doktoranden:

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Da wird persönlich an Schiffsdieseln rumgeschraubt. Jahrelang. Gibt vielleicht Ölfüsse, aber keine Elfenbeintürme. Und ja, die Literaturdatenbank, die man da braucht, sprengt deine Vorstellungskraft.

Dies ist in dieser Allgemeinheit definitiv falsch.

Ach wirklich? facepalm.

Uhu schrieb:

Die Geranien?

Du hast recht. Keine, die ich mir bisher angesehen habe, fand ich ergonomisch und bedienbar. Ich bin immer noch bei einer uralten Universaldatenbank auf dem emulierten Atari. Da muß ich halt, trotz TeX,alle Ausgabeformate selbst stricken, aber eben jedes nur genau einmal.

Das Problem: Ich rate Studenten immer zur Datenbank, kann aber keine aus eigenerr Anschauung benennen oder empfehlen.

Doch, oder zumindest Openoffice und die geben sich in der Regel nicht viel. Es ist allerdings ein abgekupfertes und reingebasteltes TeX-Modul.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

OH ohha :) Gute Besserung. Hausmittel existieren, u.a. auch mit dem wieder anfangen, mit dem man aufgehört hat. Hicks...

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Der Trend geht schon eher zu

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eigentlich nur noch zu Studienzwecken selbst.

Hmmm. Nigeria-Scam reloaded? Die gute alte invoice.pdf.exe-Nummer

besser, je "amtlicher" die Geschichte aussieht, gerne auch als e-Mail von Finanzamt oder Bank getarnt.

Und wenn man sich diese indischen Support-Center-Geschichten mit Teamviewer

Gesamtkonzept zweifeln.

ein Minimum an Sensibilisierung da ist (ist sie nicht), dann geht das bestenfalls zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.

Ciao, Volker

Hübsch. Wie teuer sind eigentlich schön gemachte blisterpackungen in ein- oder niedrig zweistelliger Stückzahl? Irgendein Blurb über Signalverbesserung, Optimierung, Tastaturprellen und dann an geeigneten Orten "verlieren".

Da die wenigsten Hipster der Web-2.0-Ära überhaupt noch USB-Geräte benutzen, sondern lieber auf ihren Tablets und Schlaufernsprechern herumrutschen, würde sich ein GPS/UMTS-Spoofer wie

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Diese SDR-Chipsätze sind inzwischen Schüttgut.

Da die meisten Jünglinge wohl daheim ihr WLAN anhaben, es aber außerhalb Reichweite niemals ausschalten, ihr Smartphone aber immer brav die Suchnachrichten (Stichworte: Beacon, SSID, Probe Request) rausfeuert, sich ohne jegliche Vorwarnung auch mit einem ungesicherten Drahtlosnetzwerk desselben Namens verbindet und evtl. bei der WhatsApp/...-Kommunikation gegenüber 3/4G bevorzugt, scheint mir das der lohnenswertere Angriffsvektor zu sein.

Das geht im Vorbeigehen in den Öffis. Vielleicht kann man dabei sogar einen (schlechten) Paßworthash abgreifen, solls ja auch schon gegeben haben.

Mehr (ich habe leider den Link auf die diesbezügliche DefCon-Demo nicht mehr, daher bei Bedarf bitte selber suchen):

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