Jun 20, 2019 Last reply: vor 7 Jahren 1455 Replies
J
Joerg
Deshalb liefert man dazu auch nicht *.doc, sondern *.pdf. Man speichert als PDF ab, sieht sich an, ob das akzeptabel ist, und liefert das dann an die Druckerei.
Fuer Publishing haben unsere Marketing-Leute frueher Software wie PageMaker und FrameMaker benutzt. LaTeX kannt dort niemand. Wir haben denen unsere technischen Inhalt in *.doc geschickt und die haben das nahtlos integriert.
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Am 22.08.2021 um 10:26 schrieb Eric Bruecklmeier: Mit einer echten 24-Poliger...
H
Hartmut Kraus
Ich vermute, Helmut geht's nicht um "irgendeinen" Text, sondern um Quelltext. ;)
J
Joerg
Doch, auch das kann man. Z.B. per Logging, sehen wie die Leute mit Macros umgehen. Ob sie die Wieder-Abschaltung vergessen, und so weiter. Das kann das System dann von selbst, etwa mit einer Warnung "Wollen Sie das wirklich?" und das geht als Meldung mit an die IT.
Stichwort Empowerment. Wenn man alle Benutzer pauschal wie Kinder behandelt, bekommt man auch nicht viel raus aus den Leuten. Micro-management has never been the path to success.
Das waere aehnlich wie allen Leuten das Autofahren zu verbieten. Weil es zu viele gibt, die dabei zu unkonzentriert, tolpatschig, unsicher oder was immer sind. Alle ueber einen Kamm.
Wenn man nur solche Leute als Angestellte hat, sollte man die Firma dichtmachen.
Und kann ein ganzes Projekt ad absurdum fuehren. Wie willst Du in *.txt Schaltbildextrakte, Scope Plots, Messkurven und so weiter integrieren? Ein komplexes IC Design wird ohne so etwas schwierig bis unmoeglich.
Bei mir nicht.
Macros pauschal freizugeben ist wie ein Auto nur mit eingelegtem Gang ohne gezogene Handbremse am Hang zu parken. Irgendwo muss der Faktor Mensch hinzukommen, muss man den Leuten beibringen, wie man sicher arbeitet.
G
Gerrit Heitsch
Ja, in der Theorie... Es gibt aber überraschend viele Leute die das nicht können, ja gar nicht wissen, das es geht.
Meine Diplomarbeit habe ich in FrameMaker geschrieben. Die Dateien habe ich noch... Ebenso das .ps was ich damals an den Drucker geschickt habe. Damit könnte ich sie jederzeit wieder drucken und sie käme genauso aus dem Drucker wie damals. Versuch das mal mit .doc
Gerrit
A
Axel Berger
Nachdem Du es mindestens siebenmal übersehen wolltest für Dich jetzt ein achtes: Es ist einfacher und ergonomischer in der Eingabe. Deshalb wird die in Word und Konsorten durchaus vorhandene Möglichkeit von fast niemandem genutzt.
Ja. Genau das sage ich immer, Dir jetzt zum neunten Mal. Es macht nur mehr Arbeit.
J
Joerg
Genauso koennte ein Mitarbeiter einen Firmenwagen durchs Foyer rammen. Also alle Firmenwagen verbieten? Und niemand darf ueberhaupt mehr auf den Firmenparkplatz, auch nicht mit dem Privatauto?
_Alle_ meine Kunden weisen nicht ab.
Im Gegenteil.
Sobald fuer etwas zusaetzliche Infarstruktur aufgebaut werden muss, sinkt die Flexibilitaet drastisch. Beispiel IC Design. Da schickt man den Design Spec an ein halbes Dutzend IC Schmieden und bei jeder gibt es ein wenig hin und her ueber die Details. Besonders, wenn man verschiedene Prozesse/Foundries dabei im Auge hat.
In oder ueber eine Cloud moechte man solche Sachen ganz gewiss nicht laufen haben.
G
Gerrit Heitsch
Da gibt es sowas wie Datenschutz, du darfst deine User nicht so einfach bei der Arbeit beobachten.
Man hat nicht nur solche Leute, aber man hat eine Menge solcher Leute. In so einem Falle hört man oft 'Aber ich wollte doch nur kurz...' vom fraglichen User. Nur ist dann der Schaden schon passiert.
Nein, es wird nur etwas schwerer. Man kann durchaus die Plots als Bilder rumschicken und im .txt schreiben wo sie hingehören. Oder das ganze als Archiv... Ja, das ist nicht so schön wie in einem .doc (welches am Ende erstellt wird), aber es geht. Dafür ist es sicher.
Nochmal: Sicherheit ist unbequem und .doc ist unsicher.
Schulung kostet... und wird deshalb gerne vermieden. Und selbst wenn eine Schulung passiert gibt es Leute die sie ignorieren.
Gerrit
G
Gerrit Heitsch
Das Problem ist das Risikobewusstsein. Die Risiken durch ein Auto sind real und fühlbar. Die Risiken durch Macros sind ziemlich abstrakt und deshalb für viele Leute nicht relevant. Jedenfalls bis der Schaden passiert ist. Und selbst dann kapieren es viele nicht!
Sharepoint ist... nunja... nett gesagt... suboptimal und schnarchlahm.
Gerrit
H
Hartmut Kraus
Ich vermute, das lief da genauso, aber erst mal war das Netz lahmgelegt:
formatting link
formatting link
Letztlich war's auch nur ein Mailanhang ...
A
Axel Berger
Ja natürlich. Genau das sage ich immer wieder und sch> Joerg wrote:
Ich kenne Word und open Office in der Tat nur oberflächlich aber es ist das häufigste und weitestverbreitete, das mir von anderen vorgesetzt wird, und da sehe ich am Ergebnis, wie die arbeiten. Die vorhandenen Möglichkeiten nutzt keiner.
G
Gerrit Heitsch
Weil man einfach loslegen kann und sich durchwursteln... Es gibt also keinen Anreiz es 'richtig' zu machen. Von alleine macht es keiner weil man sich dafür Zeit nehmen müsste.
Gerrit
J
Joerg
Die muessen aber ziemlich blind sein. Bei OpenOffice hat man in der Kopfzeile ein nicht zu uebersehendes klickbares PDF-Symbol.
Das gab es zu meiner Zeit noch nicht. Ich habe sie mit IBM EasyWriter geschrieben.
Geht. Ich habe schonmal 20 Jahre alte Dokumente ausdrucken muessen, kein Problem.
H
Hartmut Kraus
Das beißt sich irgendwie mit berechtigten Sicherheitsinteressen, oder ...
Eben.
J
Joerg
In den USA ist das ein wenig anders. Es werden auch keine Details erfasst, sondern Sicherheitsverhalten. So wie ein Fuhrunternehmen erfasssen kann, ob deren Fahrer den Sicherheitsgurt anlegen.
Da kann man Macros generell sperren, aber *.doc und *.xls durchlassen.
So wuerde ich nicht arbeiten wollen.
Wenn man keine Macros benutzt oder sie sperrt, ist *.doc sicher.
Wir nennen das penny-wise and pound-foolish. Statt der "teuren" Schulung nimmt man Ineffizienz in Kauf, die am Ende weit mehr kostet. Vor allem, weil einige Konkurrenten schlauer sind.
M
Marte Schwarz
Hi Hanno,
Ich hab das nie gebraucht, weil in einer LaTeX-IDE geschrieben. Ich brauch kein WYSIWYG. "Scientific Word" wird zumindest in den Paketen von Mint nicht gefunden :-( Wenn ich es aber richtig gelesen hatte, ist das nicht wirklich WYSIWYG.
Marte
G
Gerrit Heitsch
Ohne neu formatieren zu müssen weil der jetzt konfigurierte Drucker abweicht? Damals war noch Word 6 und Word 95 in Gebrauch, dort reichte ein anderer Drucker um die Formatierung zu zerhacken.
Gerrit
J
Joerg
Da ist kein Widerspruch.
Eben.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass Amerikaner in der Richtung sonderlich anders waeren. Oder doch? Hier beherrschen die Leute das Thema "Heading" meist. Sie nehmen entweder den Standardvorschlag oder passen sich das an und dann geht das durch das ganze Dokument.
H
Hanno Foest
Am 13.07.19 um 20:07 schrieb Joerg:
Dann müßtest du eigentlich .tex lieben, denn da schreibt man "plain old text" mit seinem Lieblingseditor. .doc ist alles andere als "plain old text"...
Hanno
G
Gerrit Heitsch
Ja, aber typischerweise hast du in einer Firma eine Menge Macros am Laufen. Frag mal in der Buchhaltung. Und schon geht das generell sperren nicht mehr.
Ich hingegen nicht mit .doc von dem ich nicht 100% sicher weiss, daß es keine bösen Daten enthält und das kann ich nur sein, wenn ich es nicht aus der Hand gebe. Ich schreibe immer noch alle Dokumentation als .txt. Wenn dann einer unbedingt eine 'schöne' Doku haben will wird sie am Ende in Word formatiert. Richtig gut benutzbar ist sie dann aber nicht mehr.
Bis der nächste Buffer-Overflow im Parser gefunden wird... Aber wie verhinderst du, daß ein User die Macros wieder einschaltet?
Gerrit
H
Hanno Foest
Am 13.07.19 um 21:17 schrieb Joerg:
Das stimmt zwar, aber nachdem der Laden erfahren mußte, was so passieren kann, wenn man sich Microsoft eingetreten hat, will er vermutlich lieber ähnliche Vorkommnisse in der Zukunft komplett vermeiden, anstatt alternative Infektionsvektoren auszuprobieren.
Hanno
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