Am 12.07.19 um 15:53 schrieb Joerg:
Ich zitiere meinen Lieblingsschlusssatz eines Kapitels aus der Werkstattanleitung für einen Bremach: "Federn vorher mit Schraubspannern sichern."
Falk D.
Am 12.07.19 um 15:53 schrieb Joerg:
Ich zitiere meinen Lieblingsschlusssatz eines Kapitels aus der Werkstattanleitung für einen Bremach: "Federn vorher mit Schraubspannern sichern."
Falk D.
Dito mit Word. Es gibt "Heading 1", "Heading 2" und so weiter. Jede kann im Stil konfiguriert werden, ist dann konsistent und wird im TOC entsprechend eingeordnet.
Dito mit Word. "Heading 1" ist "Heading 1", immer.
Mir scheint, Du kennst Word gar nicht richtig und hast in der Hinsicht Vorurteile.
Natuerlich werden die benutzt.
Ich weiss nicht, wo Du da eine Aufwand siehst. Das Schreiben von Dokumenten laeuft bei mir und anderen Ingenieuren fluessig. Natuerlich zuckerbaeckern wir nicht viel. Ob ein Absatz nun 10mm eingerueckt ist oder 10.02mm, ist egal.
Soviele brauchen normalerweise nur Elfenbeintuermer. In dem Bereich streite ich den Sinn von LaTeX wie gesagt nicht ab, aber im Ingenieurbereich braucht man das wirklich nicht. Man faehrt ja auch nicht mit dem Fuenftonner zur Baeckerei.
Wie gesagt, im Engineering und auch in Publikationen in diesem Bereich ist das nicht wichtig.
Wenn man das braucht, nimmt man eine Citation Management Software, die mit den ueblichen Textverarbeitungen harmoniert.
Am 12.07.19 um 16:37 schrieb Joerg:
Mails mit *.xls, *.xlsx *.doc und *.docx kommen z.B. bei Maersk und einigen anderen mittlerweile zurück.
Falk D.
Am 12.07.19 um 17:17 schrieb Gerhard Hoffmann:
Aus welchem Jahrhundert stammt diese Aussage?
FalkD
Geschmackssache. Ich brauche es nicht, mag "plain old text",
Ja, sorry, ich meinte auch Suedosten. Im Suedwesten ist es im Sommer meist rappeltrocken.
Ganz schlimm ist es in der Karibik. Einem Kollegen brach schon morgens beim Fruehstueck in Puerto Rico der Schweiss aus und er wurde arg blass. "Ich halte das nicht laenger aus hier!".
Phoenix, Arizona, kann noch haerter sein. Da wo sie bei 40-45C sagen "Aber es ist nur eine trockene Hitze, nicht so schlimm".
Die Schweiz liegt ja auch nicht in der Sahara :-)
Dann muessen diese Firmen mit etwas weniger Effizienz leben. Waere bei meinen Kunden undenkbar.
Nachdem deren IT über längere Zeit wegen Trojaner lahmgelegt war ist das mit 'weniger Effizienz' eher fraglich.
Man öffnet niemals .doc(x) oder .xls(x) von ausserhalb. Und wenn doch, dann nur mit abgeschalteten Macros. Formulare kann man auch per PDF verschicken.
Gerrit
Am 13.07.19 um 19:00 schrieb Rolf Bombach:
Naja, die einzige Werbung, die ich gut fand, war mal eine für die Bahn selber. Hab' ich einmal irgendwo gesehen, nie wieder. (Glaube, an einer Brücke, aber fragt mich heute nicht mehr, wo.) Ein Stau - 3 Spuren, und alle dichtestmöglich aufeinander aufgefahren. Drunter stand: "Der Ansatz ist im Prinzip richtig. Jetzt bitte alle gleichzeitig 200km/h fahren."
Klar. Anstatt das pauschal per IT Dekret zu blockieren, sollte man in einem Unternehmen erstmal gescheites defensives Verhalten schulen und nicht einfach das Kind mit dem Badewasser ausschuetten. Leider ist letzteres aber besonders bei sehr paranoiden IT Leuten gaengig.
Wenn man in Teams ueber die Welt verteilt gemeinsam einen Module Spec oder einen IC Design Spec erstellt, ist *.doc das gaengige Format. PDF ist dafuer ungeeignet. Diese Arbeitsweise ist fuer mich taeglich Brot.
Am 13.07.19 um 20:05 schrieb Falk Dµebbert:
Die Aussage ist 4 Jahre alt. Und der Verlag ist Marktführer auf dem Sektor Recht.
Gerhard
Am 13.07.19 um 19:58 schrieb Rolf Bombach:
Und wo führt der hin?
Weil sie leider gelernt haben, daß man gewissen Usern korrekten Umgang hundertmal erklären kann, aber die trotzdem auf alles klicken was nicht bei drei auf dem Baum ist.
.doc(x) ist gefährlich, kann man nicht abstreiten, ist so. Ein Format welches ausführbaren Code mitbringen kann kann nichts anderes sein. Kannst du benutzen, aber wenn das schiefgeht und die IT es zu dir als Verursacher zurückführen kann gibts in einer korrekt geführten Firma ein
1:1 mit dem Chef vom Chef und das wird dann ein Gespräch von dem Typ welches man nicht haben will.Man kann so eine Spec auch anders schreiben, notfalls als reinen .txt und EINER macht am Ende daraus dann ein schönes Dokument.
.doc ist nur deshalb gängig weils für den User bequem ist und er oft nicht weiss was seine Handlungen an Konsequenzen haben kann. Sicherheit ist immer unbequem.
Gerrit
Nachdem die Rechner von Maersk letztes Jahr gehackt wurden und und dort erst mal anderthalb Wochen gar nichts mehr lief, sieht man das dort jetzt wohl deutlich verkniffener.
Wenn eine der größten Reedereien der Welt nicht mehr weiss, welcher Container wo ist, und was drinnen ist, oder welches Schiff, dann dampft die Kacke im großen Stil.
Deine hocheffizienten Kunden können in dem Fall eine ziemliche Bremsspur ziehen.
Ich kenne den Besitzer einer Druckerei... LaTeX sagt dem wenig, aber was er gar nicht mag ist .doc. Typischerweise ist das Ergebnis nach dem Druck nämlich eher nicht das, was der Kunde bei sich selbst auf dem Monitor hatte und das führt zu Reklamationen.
Word ist eben kein Programm für Publishing. Es hat schon seinen Grund warum es 'Word' heisst und nicht 'Text' oder 'Book'.
Gerrit
Das laesst sich ganz einfach umschiffen, indem man "muendigeren" Empfaengern mehr freigibt als anderen. Was ich an IT Paranoia besonders schlimm finde ist, dass sie oft alle ueber einen Kamm scheren.
Egal, als Selbststaendiger habe ich damit keinen Aerger und wenn eine Firma eine allzu paranoide IT Abteilung hat, arbeite ich fuer die entweder nicht oder sie muessen mit laengerer Projektdauer und hoeheren Entwicklungskosten leben.
Wenn keine Macros drin sind oder deren Ausfuehrung blockiert ist?
Das ist Krampf. Keine Formatierung, keine gescheiten Tables, keine Schaltbildauszuege drin.
In gut 30 Jahren hatte ich mit *.doc keine Probleme. Ich verwende natuerlich nie Macros darin, meine Kunden auch nicht. Macros in Word Dokumenten sind im Engineering nicht ueblich.
Hast du 'ne Ahnung, von wegen nur bei sehr paranoiden IT - Leuten. ;) Hab' ich euch die Story noch nicht erzählt: Ich frage die Sprechstundenhilfe meines Hausarztes, ob sie einen Befund nicht einfach an eine Facharztpraxis mailen könnte. Tja, das war mal - vor dem Schwachsinn genannt "DSGVO". Aber sie könnte mir den Ausdruck ja mitgeben und ich ihn zu Hause wieder einscannen. Da hab' ich sie nicht gefragt, ob sie einen an der Klatsche hat, sowas fragt man Damen nicht. ;)
Das ist IT des 21. Jahrhunderts.
Das war der NotPetya Virus. Der kam nicht ueber Email Anhaenge rein und schon gar nicht *.doc, sonder ueber EternalBlue.
Sowas kann immer passieren, aber es ist ein leichtes, Macro-Ausfuehrung bei Word Files abzuschalten. In meinen Kreisen wird sowas eh nicht benutzt.
Es ist gar nicht so einfach rauszufinden welcher User wirklich verlässlich ist und welcher nicht. Besser wäre es Macros generell und für alle abzuschalten. Aber dann schreien wieder viele weil sie für Anwendung <X> doch wieder Macros brauchen.
Kannst du in einem .doc die Macros so abschalten, daß auch der größte DAU sie für dieses Dokument nicht wieder einschalten kann? Wenn nein => taugt nicht, denn dann reicht ein infizierter Rechner der an jedes geöffnete Dokument ein Macro anhängt und du hast ein Problem.
Man kann auch ein .txt formatieren. Das macht mehr Arbeit, ja, aber es ist eben sicher weil sich kein Virus/Trojaner einschleichen kann. Sicherheit macht Aufwand.
Ein infizierter Rechner kann dir aber durchaus welche einbauen und dann reicht ein User der bei sich das Macro freigibt und schon hat sich der Virus verbreitet.
Gerrit
>Joerg schrieb:
Das hat man doch schon mal versucht. Leider finden sich aber immer wieder Leute, welche hinreichend blauäugig sind, Mails mit Anhängen in Dateiformaten anzunehmen und zu versenden, welche recht gefährlich sind. Und es gibt leider auch heute noch genügend Leute, welche per Email erhaltene Dateien selbst in Formaten, die Makros und/oder andere aktive Inhalte ermöglichen, ohne weiteres in die jeweilige Anwendung laden. Zumindest auch Ingenieure sollten jedenfalls wissen, dass sowas keine gute Idee ist. Das hat schon mehr als ein Firmennetz erledigt oder, meist noch schlimmer, zu Datenabfluss nach aussen geführt.
Dazu brauchts keine Paranoia. Es ist schlicht und ergreifend nötig. Es gibt doch wohl kaum noch ein Unternehmen, welches Word- oder Excel-Dateien nicht abweisen würde. Und in der Regel wird man mit jemandem, der sowas annimmt oder verschickt, nicht zusammenarbeiten wollen...
ACK
Sharepoint (für MS-Anhänger) und eine Reihe weiterer Verfahren, gemeinsam - und dazu noch sicher - an einzelnen Dateien oder auch größeren Projekten zu arbeiten, sind seit ein paar Jährchen verfügbar. Das ist dann auch deutlich effektiver als Dateiaustausch per Mail, spätestens, wenn mehr als zwei Leute daran arbeiten sollen. Das dürfte dann übrigens bei Pastoren, bei Ingenieuren und auch bei Juristen völlig gleich zu beurteilen sein...
MfG Rupert
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