Zulassung Elektronik für die Luftfahrt?

May 10, 2005 85 Replies

Joerg,

Wo sind die Berichte? Ist in den USA ja alles online, also?

Thomas Borchert

Joerg,

Wer ist "wir"? Wo ist der Bericht? Das ist ein klassiches Beispiel für "anecdotal evidence". Mehr gibt's nicht, soweit ich weiß.

Thomas Borchert

Joerg,

Das ist so nicht richtig. Die FAA verbietet keine Cellphones im Flug. Das verbietet die FCC.

Thomas Borchert

Joerg,

Schlupfloch wofür? Wo erkennst Du denn die Gefahr? Das ist harmlos und kein Problem, also gibt es auch keine gesetzliche Regelung für ein Nicht-Problem. Dieser Paragraph ist VORBILDLICHE Gesetzgebung! Wenn's nur bei uns in all den Fällen genau so wäre. Statt dessen jede Menge Lösungen auf der Suche nach einem Problem.

Na und? Wo sind die Unfälle, die das gefährlich machen?

Thomas Borchert

So nach und nach werden auch bei Airlines sogenannte Electronic Flightbags Class 2 eingeführt, diese bestehen meist aus Notebooklösungen. Als Class 2 wird das Gerät während aller Flugphasen benutzt, also auch während Start und Landung. Die Anbindung von Displays an das Notebook kann dabei mittels WLAN erfolgen. Diese Lösungen können auch in ältere Flugzeugtypen nachgerüstet werden, müssen allerdings natürlich jeweils zugelassen werden.

Nichtsdestotrotz zeigt es imo dass EMV nicht das riesen Problem ist, obwohl es bekannte und dokumentierte EMV Probleme gibt: ein Handy kann bei einer 737 classic die Vibration Indication beeinflussen, Com2 auf

120.00 MHz kann den EFIS Symbol Generator und Flight Control Computer beeinflussen, die Benutzung der HF-Frequenzen 11.133, 22.434, 22.683 und 22.766 mit bestimmten HF-Funkgeräte-Typen ist verboten etc.

Grüsse, Sven-Hajo

Hallo Thomas,

Nun ja, als ich zum Beispiel das erste Mal die Firma hier in CA besuchte, bei der ich spaeter anfing, kam ich erst nach Mitternacht im Hotel an. Ein Truck hatte eine Achse "verloren". Die Vorderachse...

Einige Tage spaeter kippte weit vor mir ein selbstgebauter Anhaenger um. Als ich an der Stelle ankam, sah ich, dass er nicht einfach bei einem Maneuver umgekippt war, sondern die gesamte linke Radaufhaengung abgebrochen war. Die Schweissnaehte an der anderen Seite sahen eher wie "hingebrutzelt" aus.

Vor einem Jahr wurde es einmal ganz knapp. Ich musste ein riskantes Ausweichmaneuver hinlegen, weil ein einzelnes Rad vor mir auftauchte. Es rollte mit 65 Meilen pro Stunde und hopste dann ueber die Mittelplanke in den Gegenverkehr auf der Autobahn. Auf der rechten Spur sah man einen Eigenbauanhaenger mit einem Oldtimer darauf mit spruehenden Funken auf der Radnabe herumschleudern. Er hatte sich wohl danach vom Zugfahrzeug geloest.

Und so weiter.

Gruesse, Joerg

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Hallo Thomas,

Wahrscheinlich gibt es die irgendwo. Bevor NTSB aber den offiziellen Bericht herausgibt, kann es dauern. Es war in den Nachrichten.

Wahrscheinlich koennte in solchen Faellen oft weitergeflogen werden. Doch im Gegensatz zu Privatflugzeugen, wo der Pilot trotz teilweise ausgefallenem NAV/COM nach eigenem Gusto weiterfliegen kann, geht das bei Airlines nicht unbedingt. Die muessen sich an Richtlinien halten, auch die der eigenen Fluggesellschaft.

Wenn aber zum Beispiel der Transponder gestoert wird, kann das unangenehm werden. Er dient u.a. dazu, das Flugzeug vom Boden aus ohne Sichtkontakt zu identifizieren.

Gruesse, Joerg

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Hallo Sven-Hajo,

Und wenn es auf 121.5MHz (Notruffrequenz) nur noch fiept, wuerde ich jeden Flug erstmal abbrechen.

Gruesse, Joerg

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Hi!

Wenns ein LKW gewesen wäre, hätt ich gesagt, der hats offensichlich noch übern Teich bis nach Deutschland geschafft - in den Kasseler Bergen sah ich neulich einen mit deutlicher Schieflage, und wo einst ein Rad gewesen sein mag, klaffte auf einer Seite bloß ein großes Loch. Kein Reifen, keine Felge, keine Radaufhängung, nix. Zum Glück wars ne Doppelachse.

Nicht unweit von dieser Stelle tauchte auch mal ein Anhängerstützrad samt Kurbel vor mir auf, ich hab mich schon immer gefragt, wie die Dinger eigentlich halten.

Und auf einer Autobahn im tiefen Bayern zerlegte sich mal ein Reifen am LKW wenige Meter vor mir auf der rechten Spur und flog in Fetzen quer über die Bahn. Zum Glück konnte ich gerade noch per Slalom ausweichen, nur den Opel hinter mir hats leider erwischt - mein Auspuff hatte ihm wohl die Sicht versperrt.

Das ganze passierte auf maximal 50000 Autobahnkilometern. Also: Auch Gesetzgebung und TÜV bewahren einen nicht vor solchen Überraschungen.

Gruß, Michael.

In article , Michael Eggert writes: |> Das ganze passierte auf maximal 50000 Autobahnkilometern. Also: Auch |> Gesetzgebung und TÜV bewahren einen nicht vor solchen Überraschungen.

Und wo der TÜV dann so gar nicht mehr kann, ist, wenn die Jungs aus Zeitgründen oder Faulheit "vergessen", ihren Anhänger zu enteisen.

Wer mal eine LKW-Kolonne überholt hat, wobei sich von einem der LKW eine zwar nicht besonders dicke, aber dank Geschwindigkeit doch hinreichend durchschlagende Eisplatte löst, weiß, was ich meine.

Das macht dann richtig Spaß...

Rainer

Rainer Buchty spoke thusly:

Das läßt sich noch steigern: Man nehme einen nichtenteisten LKW und biege damit innerorts ab, während ein Fahrradfahrer nebenher fährt. Die Fliehkraft ist ein häßlich' Ding...

Tschüs,

Sebastian

http://www.baumaschinen-modelle.net Neu: Schwerlast-FAQ

Also wenn ich in mechanische oder elektromechanische Geräte der Luftfahrt schaue, auch solche im Cockpit, da wird mir ganz anders. Etwa bei diesen kombinierten Zeiger/Rollziffer/Flag/sonstnochwas-Anzeigen. Da sind dutzende von merkwürdigsten Zahnrädern, Achsen, Roll- bändern, Hebelchen usw. drin, da kann ich mir gar nicht vorstellen, wie so was dauerhaft und zuverlässig sein sollte. Aber zulässig ist wohl wichtiger als zuverlässig ;-] Ich erinnere mich noch mit Magendrehen an eine nah- östliche Airline, dort konnte ich durch die nicht vorhandene Cockpit-Tür sehen, wie etwa auf jedem zweiten dieser Einmachgläser der berüchtigte orange Kleber drüber war. Immerhin hatten die beim Start schon die Demokratie eingeführt, los ging es erst, als mehr grüne als rote Lämpchen an waren (zweifels- frei waren _mehrere_ Generatoren resp Generatorabgänge defekt).

mfg Rolf Bombach

Was können wir daraus lernen? Bei dem Wetter lässt man das Fahrrad stehen ;-)

Lutz

Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke

Oder den Status Deines ELT's prüfen und ggfs. danach handeln. ELT's sind zwar uneingeschränkt nützlich, aber in Deutschland nicht vorgeschrieben.

Dirk

Joerg,

Du scherzt? Du scherzt!

Thomas Borchert

Hallo Thomas,

Nein. Hier ist einer der traurigsten Faelle, der ein Leben gekostet hat:

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Wenn Du Statistik zu dem Thema sehen moechtest:

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Die erwaehnten Kursabweichungen durch EMI koennen zum Beispiel riskant werden, wenn daraufhin die Treibstoffreserve nicht mehr reicht.

Gruesse, Joerg

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Hallo Thomas,

Siehe FAA Advisory Circular 91.21-1A:

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Gruesse, Joerg

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Joerg,

Häh? Zitat: "... Electromagnetic interference radiating from the carrier's massive island of electronic equipment disrupted the Harrier's electronic controls..." Das ist wohl kaum das, wovon wir hier sprechen. Kirche im Dorf lassen, und so...

Auch genau das, was ich meine. Keine NTSB-Berichte, sondern ASRS-Berichte. Das nennt man "anecdotal evidence". Und es ist kein Nachweis, keine Reproduzierbarkeit.

Thomas Borchert

Joerg,

Kenn ich. Da steht "should", nicht "shall". Mit "shall" meint die FAA "muss unbedingt", mit "should" nicht. Ergo: kein Verbot.

Thomas Borchert

Joerg schrieb:

Jörg, die Hinweise helfen auch nicht weiter. Mir sind keine Fälle bekannt, in denen definitiv Schläpptops, Unterhaltungselektronik die Bordelektronik gestört hat. All diese Berichte, haben "Gerüchtecharakter". Denn, hakt man mal nach, wird einem bedeutet, das man genaues nicht weiß. Der damalige Grund, für das Cellphone Verbot in Flugzeugen durch die FCC sollen Befüchtungen um ihr Cellphone Netz gewesen sein.

mfg horst-dieter

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