Zeilentrafo (DST) ansteuern - Fragen

May 10, 2011 38 Replies

Ähm. Nein.

Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik gilt auch auf großen Skalen.

Alle diese Maschinen funktionieren, ohne den zweiten Hauptsatz zu verletzen.

Die Frage ist berechtigt. Aber die Physik kann die Frage nicht beantworten, weil aus ihrer Sicht nichts außerhalb unseres Universums existiert. "Außerhalb" schließt dabei die Zeitdimension ein. Vor dem Urknall ist auch außerhalb.

Nach der aktuellen Theorie ist die Raumzeit erst mit dem Urknall entstanden. Vorher gab es nichts. Nicht mal leeren Raum.

Deswegen ergibt diese Behauptung unter physikalischem Blickwinkel auch keinen Sinn.

XL

Bist Du sicher, daß es nur *einen* Urknall gibt? Was, wenn wir in einem Prozeß sind, in dem ständig irgendwo Masse in Energie und zurück umgewandelt wird?

Grüße, H.

Aber nur für statische Felder. Jetzt finde mal auf grossen Skalen ein statisches Gravitationsfeld. Das gibts nicht, da wirken die Gezeitenkräfte und die Corioliskraft.

Das ist aber auch nicht besonders rational. Wenn man an Erhaltungssätze glaubt, dann kann nichts aus Nichts werden und nichts im Nichts verschwinden. Aber egal, ich will ja nicht diskutieren, sondern experimentieren.

Axel Schwenke schrieb:

Man sollte die Physik auch nicht überfordern. Sie kann nur bewerten, was sich beobachten läßt. Ein zweites Universum außerhalb unseres Universums ist genausowenig evaluierbar wie eine Zeit vor dem Urknall. Man kann höchstens darüber spekulieren, wie das Weltall beschaffen sein müßte, wenn es einen Zeitpunkt vor dem Urknall gäbe. Die Physik ist aber keine spekulative Wissenschaft. Also kann sie zwar beobachten, daß sich das Weltall mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreitet, aber wie das mit dem Paradigma zusammengeht, nach dem die Lichtgeschwindigkeit die höchste aller möglichen Geschwindigkeiten ist, das muß die Physik wohl oder übel den Menschen überlassen, die ihre Gedanken entfesseln und frei bewegen können. Also: Auf kleinen Skalen ist die Physik ganz super, wenn es zum Beispiel um den Abstand Bremen-Hamburg geht, und wie schnell ein Bremer in Hamburg ist, wenn er mit dem Fahrrad fährt, das rechnen dir die Physiker gnadenlos aus. Aber der große Wurf mit dem Universum, das lassen wir besser mal.

Holger

Alzheimer ist ganz toll. Man lernt ständig neue Leute kennen.

Dieser Einwand ergibt keinen Sinn.

Im zweiten Hauptsatz gehts nicht um irgendwelche Felder, sondern um Entropie. Volkstümlich ausgedrückt: Energie fließt nur in einer Richtung (von einem Zustand niedrigerer zu höherer Entropie). Und daß man aus einem solchen Ernergiefluß niemals 100% abzweigen kann.

Die Erhaltungssätze gelten für abgeschlossene physikalische Systeme. Das größte dieser Systeme nennen wir Universum. Es ergibt keinen Sinn, Erhaltungssätze auf Zustände "ohne Universum" und "mit Universum" anzuwenden, schlicht weil es kein abgeschlossenes System gibt.

Man kann natürlich spekulieren, daß unser Universum seinerseits in ein größeres System eingebettet ist. Und wenn in diesem die Erhaltungs- sätze gelten, dann würde die für unser Universum benötigte Energie halt von irgendwo anders aus diesem System kommen.

Aber da ein solches System definitionsgemäß nicht beobachtbar ist (genau das bedeutet "außerhalb des Universums"), ist jede solche Spekulation müßig. Manche Leute finden es hilfreich, ein solches System anzunehmen und nennen es "Gott" oder "Schöpfer". Das erklärt zwar nix, aber wenn sie sich damit besser fühlen...

Dann wäre es hilfreich, einen Plan zu haben. Z.B. könnte man den (wie ich gelesen habe, recht simplen) Versuchsaufbau erstmal dahingehend verbessern, daß man ihn besser von der Umgebung isoliert. Es steht ca. 100 : 0 daß der beobachtete Effekt lediglich aus schlechter Isolierung stammt, also eine konventionelle Quelle anzapft.

XL

Moin!

Es könnte einen Grund haben, warum allen noch so motovierten Verfechtern von Theorieren über "freie Energie" und ähnliches ganz plötzlich die Zeit ausgeht, wenn es darum geht, ein System mit minimierter Reibung zu einem System weiterzuentwickeln, das tatsächlich Energie abgibt. :-)

Gruß, Michael.

Oder bereits aus Temperaturschwankungen:

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-- Ich jedenfalls benutze Linux, weil ich bequem und geizig bin ;-) Für teures Geld in meinen Möglichkeiten beschnitten zu werden und viel weniger komfortabel arbeiten zu müssen ist mir zu doof. Falk Willberg in de.sci.electronics

Das ist tats=E4chlich ein Problem. Zeitaufwand f=FCr die Hochspannungserzeugung ein oder 2 freie Nachmittage. Konstruktion, Aufbau und Erprobung und Teileauswahl und Einkauf inklusive. Dokumentation gibts nicht, keine Zeit. Finanzieller Aufwand inclusive Steckernetzteil ca. 20 Euro. Daraus erkl=E4rt sich der abenteuerliche Aufbau. Aber es funktioniert. Ich betrachte es allerdings nur als Vorversuch zu Erprobungszecken.

Nein, das ist kein Problem. Denn _wenn_ das tatsächlich funktionierte, würde derjenige ein gefeierter Mann sein. Also kann er ja vorher, dank der hervorragend ausgearbeiteten und schlüssig und anerkannt bewiesenen Theorie, seinen Arbeitsplatz kündigen und hat täglich mindestens 10h Zeit dafür. Aber da schon seit Jahrhunderten nach dem Perpetuum mobile gesucht wird, sollte man sich nicht der Illusion hingeben, das wäre an einem verregneten Bastelnachmittag erledigt, schliesslich gäbe es ja Theorien über "freie Energie" und man müsste "nur" noch den Versuchsaufbau auf der Küchenspüle zusammenstecken. Die Aussichten dass es funktioniert sind ebenso hoch wie diejenigen, daß es bereits einen Kosmos-Baukasten dazu gibt.

Bernd

Es ist auch nur ein Spassprojekt. Ehrlich gesagt, bezweifle ich, dass das funktioniert. Wenn der Herr Turtur dieselben Experimente gemacht hat, wie ich, dann muss er wissen, dass ohne Ionenwind nichts nennenswert und messbar reproduzierbar und stundenlang rotiert. In seinen Votr=E4gen und Videos stellt er das aber v=F6llig anders dar, entweder ist es ein Spassvogel oder ein abgefeimter Schwindler.

Das wesentliche Projekt, und das ist ernsthaft und das funktioniert, ist die Konstruktion eines einstellbaren, strombegrenzten potentialfreien und billigen und zuverl=E4ssigen Hochspannungsnetzteils und das ist mir gelungen, bzw. zumindest hab ich rausgefunden, wie das geht.

;-)

Falls es noch niemand gemerkt hat:

Die Hochspannung ist vollst=E4ndig isoliert von der Niederspannung. Die Anodenkappe ist an Erde angeschlossen und es liefert negative Spannung. Man kann es nat=FCrlich problemlos umpolen. Und es ist von 0-20 kV stufenlos einstellbar. Jetzt muss noch ein =B5A Meter als Spannungsanzeiger an den Fokuswiderstand, dann hab ich ein Netzteil, das bei Phywe 2000 Euro kostet.

Bernd Laengerich schrieb:

[Perpetuum Mobile]

Das nenn ich mal eine gute Geschäftsidee.

Gruß Dieter

Peter Heckert schrieb:

Scheinriese! Siehe Michael Ende.

Gruß Dieter

Sei vorsichtig. Die Zeilentrafos die mir so untergekommen sind hatten an der Seite wo Du jetzt die HV abnimmst verflixt wenig Abstand fuer 20kV. HV Belastung kann kumulativ wirken, d.h. es geht etliche Stunden gut, dann hoert man ein leises brodelndes Zischeln, es faengt an zu mueffeln ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Ich hab auf den freien Schenkel eine gut isolierte Primärwicklung angebracht. Die inneren Primärwicklungen sind nach wie vor mit dem Fusspunkt der Hochspannungswicklung verbunden, werden aber ansonsten nicht benutzt. D.h. der gesamte Trafo -inklusive Kern- befindet sich in dieser Konfiguration auf einem Potential von minus 20kV und die Anodenkappe ist geerdet. Der Trafo merkt davon nichts, denn die Spannungsdifferenzen an den Wicklungen sind ganz genauso, wie der Konstrukteur des Trafos das ursprünglich mal geplant hat ;-)

Gefährlich ist es eh nicht. Bei einem Überschlag auf die Primärwicklung bricht die Hochspannung zusammen, dh. im Fehlerfall erfolgt eine sicherheitsgerichtete Reaktion. Evtl. geht der Transistor kaputt ;-) Es ist ja keine sicherheitsrelevante Isolation.

Kommt auf die Definition von "gut" an :-)

Ich sehe schon das kleine Sankt-Elms Feuer um das rausguckende Kerngewinde taenzeln. Bei Ozongeruch am besten ausschalten und gut lueften ;-)

Gefaehrlich wohl nicht, kann man ja eine Sicherung reinmachen. Es koennte allerdings anfangen zu mueffeln. Frueher bei den Basteleien mit dicken Senderoehren sah das anders aus. Da gab es schonmal einen gepfefferten Knall, in der unteren Etage ging das Licht aus und wo vorher der Keramikkondensator war gab es nur noch einen Klumpen gruenliches Glas.

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Ich hab das schon bei totaler Dunkelheit auf Leuchterscheinungen untersucht. Ein paar gibt es nat=FCrlich, aber an anderen, unkritischen Stellen. Ich werd mir noch Mylar Folie (150 kV/mm) besorgen, damit erreiche ich mehr Durchschlagsfestigkeit als erforderlich. Man kann den Trafo auch in eine PET Flasche reinsetzen. Die l=E4dt sich von innen auf das gleiche Potential auf, dann spr=FCht nichts mehr.

Bitte nicht im Hochspannungszweig. Ein Physiklehrer unserer Schule hat mal demonstriert, wie harmlos Hochspannung mit wenig Strom dahinter ist, indem er einen Bandgenerator an eine Glühbirne angeschlossen hat.

Dummerweise war die wohl schon vorher durchgebrannt, und ist deswegen eindrucksvoll explodiert.

David Kastrup

Nein, natuerlich in die Versorgung des Oszillators. Bei Gleichspannung haelt eine Sicherung nicht viel aus.

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