(Wieder-)Einstieg ins Elektronikbasteln: Analoges Oszi oder PC-Lösung?

Mar 29, 2009 50 Replies

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Warum glaubst du wohl, da=DF Wolfgang darauf angewiesen ist?

MfG Rupert

Dazu mag ich mich hier jetzt nicht äußern. Ich habe jedenfalls von den simplen EInsteigerprojekten bis hin zu aufwendigen Reparaturen und Umbauten von vornehmlich Funkgeräten lange Jahre nie ein Oszilloskop vermißt, und bei der beruflichen Fehlersuche an Funkanlagen auch oft nur der Bequemlichkeit wegen benutzt, das NF-mV-Meßgerät hätte es meist auch getan.

Als Hobbybastler habe ich oft überlegt, ob ein Oszilloskop sinnvoll wäre, aber irgendwie waren dann immer andere Anschaffungen wichtiger.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

So eine USB-PC-Lösung würde ich nur als Zweitgerät empfehlen, z.B. als mobile Lösung oder zur Datenaufzeichnung. Für den Anfang und als Grundausstattung würde ich ein analoges Oszilloskop empfehlen. Wenn das zusätzlich einen Speicher hat, ist das durchaus von Vorteil. Vor allem, weil man dann auch gleich sieht, was man mit einem Digitalspeicheroszilloskop alles falsch machen kann.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass ein gebrauchtes Oszilloskope heute so billig zu haben ist, dass es wirklich schon zur Grundausstattung einer Bastlerwerkstatt gehören sollte, gleich nach dem Labornetzteil und dem Multimeter. Man sollte allerdings auch wissen, was man damit macht...

Gruß

Stefan DF9BI

Hallo!

"Ralph A. Schmid, dk5ras" wrote

  1. Wenn man alles richtig macht, braucht man zur Fehlersuche kein Instrument. Ich kann das nicht.
  2. Lerneffekt: Ich finde, lesen kann man regalmeterweise aber am meisten lernt man dann doch wenn man es einmal gebaut hat und auch untersucht. Beispiel NE555, kann man einfach nach App-Note aufbauen und es tut was es soll. Oder man kann sich mit dem Oszi alle Pins mal anschauen, sich kurz wundern und dann verstehen. --> Nötig wäre das Oszi hier nicht, aber sehr interessant.

alsdenn, Jens

Ich ja auch nicht; aber man bekommt dann schon den Riecher, wie es auch mal "ohne" geht. Multimeter, das Wissen um das Verhalten von in Serie geschalteten Kondensatoren, ein NF-Verstärker mit hochohmigem Eingang...damit kam ich ganz gut klar.

Das in jedem Fall, aber an sich ist der NE555 auch aus dem Datenblatt ganz gut verständlich :)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/
*Thomas Blankschein* wrote on Sun, 09-03-29 21:29:

Na und? Das ist ein Dreißigstel Feld auf dem Analogschirm (typisch

8x10), mehr erkennst Du sowieso nie.

Eben deshalb ist ein digital-analoges Oszi empfehlenwert. Da kann man auf Verdacht mit der gleichen Hardware und auf Knopfdruck so, oder so hinschauen.

Das war nicht nur "ein Afrikaner", sondern einer der ganz großen Läuferhelden aller Zeiten: Abebe Bikila ist einer der zwei Sportler, die den Marathon zweimal gewinnen konnten. Zum ersten Lauf ist er von vorne herein ohne Schuhe angetreten, obwohl er normalerweise mit Schuhen lief. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass seine Schuhe so ausgelaufen waren, dass sie unbrauchbar waren und ihm das Risiko von Blasen und Druckstellen mit neuen Schuhen zu groß war.

Der Vergleich war mit mit Bedacht so gewählt. Sowohl bei der Elektronik ohne Oszi als auch beim Joggen ohne Schuhe kann man je nach genaueren Umständen durchaus weit kommen. Im deutschen Winter, oder bei Arbeiten, wo es auf Frequenzen und Phasen ankommt hat man jedoch schlechte Karten.

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Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895 Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211 Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

So man denn ein bezahlbares erhaschen kann. Bei den EBay Bids geht das manchmal am Ende wie ein Feuerwerk im Minutentakt rasant rauf. IIRC hatten auch Philips/Fluke ganz gute Kombigeraete. Ich wuerde allerdings dabei erstmal nach Hameg schauen.

Wer Platz und nicht viel Geld hat: Tek 7000er Mainframe besorgen, plus Einschub 7D20. Der ist zwar lahm, aber fuer die ueblichen uC Messungen langt es.

Also im Winter nicht basteln :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Hallo!

"Ralph A. Schmid, dk5ras" wrote

Der Vergleich mit den Joggingschuhen passt schon ganz gut. Ich bin noch nie eine längere Strecke ohne Schuhe gerannt, mit dagegen schon.

Vielleicht das Los der Spät(er)geborenen? Ich mein, mit 19 habe ich bei meiner Ausbildungsfirma nach lange lange betteln und ner Flasche Hochprozentigen ein altes Oszi mit Schrottschein geschenkt bekommen. Ich konnte den Ausbilder davon überzeugen das die mir geschenkten Geräte eine gutes Gnadenbrot bekommen. Wäre ich eher geboren, also vielleicht 1970 statt 1980 wäre es vielleicht noch unbezahlbar gewesen.

Ich empfinde dies als Glücksfall da die Fehlersuche schneller geht. Genauso sind Simulationsprogramme toll und ersparen jede Menge Arbeit. Nach dem Gleichnis der Zwerge auf den Schultern von Giganten bin ich der nutznießende Zwerge. Viele Giganten tun das als neumodischen Kram ab, ich kann damit aber gut leben. :-)

alsdenn, Jens

Jens Frohberg schrieb

Du mußt bedenken,

auf "Frequenzbasis" kennt man oder ahnt man schon die "Spikes". Sie liegen in der "Durchlaßkurve" :-).

Das hat also nix mit denken wie ein Oszi zu tun, obwohl es den Eindruck hinterlassen könnte.

Peter

Waere auch gegangen. Man konnte abgerittene Scopes der etwas weniger noblen Marken wie Telequipment fuer einen Appel und ein Ei bekommen. Habe ich gemacht, sogar ein Zweikanal-Scope, restauriert und das laeuft heute noch.

Diese SPICE-Simulanten, als nee, woll ... ;-)

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Also ich besitze beides. Das 7D20 ist ein schoenes Stueck Hardware das man gerne bedient! Aber es ist zum einen langsam und zum anderen schon eine moerdergrosse Kombination. Wegen dem 7D20 allein wuerde ich mir keinen 7000er auf den Tisch stellen. Da wuerde dann doch zu etwas moderneren von Hameg raten.

Cool sind aber die Geraeusche aus dem 7D20 beim einschalten. Da klappern die Relais am rauschen Bach....

Olaf

Ich hab das 7D01 zuhause und das Intronix auf der Arbeit. Letzeres ist wirklich gut. Ich wuerde mal sagen das reicht fuer fast alles aus. Selbst wenn ich ein niegelnagelneues Tek der allerhoechsten Preisklasse haette, das Intronix haette ich immer noch zusaetzlich. Einfach weil es so klein ist. Ich habe mir zum Beispiel eine Europakarte gebaut wo ich das Intronix direct drauf habe. So kann ich die Steckkarte einfach in eines unserer Messgeraete stecken und so problemlos aus 2m Entfernung alle Bussignal am Laptop bewundern.

Und im direkten Vergleich zum 7D01 ist es sowieso besser. Weniger wegen der Geschwindigkeit die man oftmals garnicht braucht, sondern wegen I2C, RS232, SPI.

Olaf

Ist schon klar. Aber mit den 7000er Scope bekommt man ein recht schnelles analoges Geraet und der 7D20 ist entweder wie bei meinem schon dabei oder man kann den fuer wenig Geld zukaufen.

Jetzt haette ich gern so wie Du noch einen 7L13, oder wenigstens 7L12, aber die meisten haben einen Blattschuss im ersten Mischer abbekommen und mir ist es bis heute nicht gelungen rauszufinden, ob man den mit akzeptablem Aufwand und Ergebnis selbst auswechseln kann gegen was marktuebliches von Mini-Circuits.

... und die vielen Laempchen.

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Moinsen! Na, das ist mal wieder ein Spaß hier...

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Mag Wolfgang sein, wie er ist (und wie wir alle wissen...), aber an dieser Stelle möchte ich ihm einmal beipflichten.

Ja. Aber... Vielleicht ist dein Elektronikhorizont auch nur beschränkt. Beim Umgang mit Funkgeräten habe ich mir immer einen Spektrumanalyzer und einen Meßsender gewünscht. Heute habe ich sie jederzeit, wenn ich sie brauche, kann ich mir jederzeit ausleihen, und das ist gut so. Beim Verstärkerbau habe ich mir früher immer gerne das alte NF-Millivoltmeter (R&S UVN BS12003) aus der 4ma geliehen, und jetzt habe ich es hier zuhause rumstehen, weil ich es zu Schade zum verschrotten fand. Geht noch, nur der Akku muß mal neu. Will das einer haben? Ich verschenke es an jemanden, der es braucht. PM genügt. Ich mach keinen Audiokram mehr.

Ich hingegen habe mir damals, als mein erstes gigantisches Bastelprojekt, ein Oszilloskop gebaut. Mit einer DG7-32, Frequenzgang war wahrscheinlich gro(no)ttenschlecht, das war 1973 oder -74 und ich musste für die Röhre von Radio-RIM viele lange Monate mein Taschengeld sparen, aber das war es Wert: Endlich nicht mehr blind zu sein! Zu sehen, was vorgeht im Zeitbereich! Folgerichtig studierte ich später 'Impuls- und Digitaltechnik' und noch vor wenigen Jahren zeigte ich den jungen Informatikern mit einem Oszilloskop am Paralleport, wie Kacke das Zeitverhalten ihrer Programme war.

Für Audiofreaks und Funker sind nur die Sinüsse, deren Amplituden und Frequenzen interessant. Mag ja sein, daß das für dich reicht. Aber die ganze Welt der Elektronik zu durch*schauen* braucht man ein Oszi. Unbedingt.

IdS: Liebe Kinder haut euch nicht, spuckt euch lieber ins Gesicht!

Meint Jens

P.S.: Das mit dem UVN war ernst gemeint!

Wobei viele Scopes bei voller Pulle nur noch 5-6 ENOBs (effective number of bits) liefern und das sieht man. Ich habe Glueck gehabt, in meinem sind richtig gute Analog Devices Wandler. Aber trotzdem hat das seine Grenzen.

Ausserdem sehen aeltere analoge Haudegen auch den kleinsten Hubbel auf dem Bildschirm eines analogen Scopes.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Sie haben Post, falls die 20 Mails noch nicht erreicht sind :-)

Zuendi

Der Kunde steht immer im Mittelpunkt - und damit im Weg. Die Partyband vom Niederrhein: http://www.stimmtso.net

Ja, so ist das wohl - ich bin Baujahr 1970 :-)

Dafür war der Lerneffekt "ohne" besser. Ich zeher heute noch von damals erlernten Improvisationskünsten. Zwar kann ich an sich beruflich jetzt aus dem Vollen schöpfen, Meßtechnik, Bauteile, alles da - aber minimalistisch macht es oft mehr Spaß.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Naja, mehr analog als digital, ansonsten nicht.

Ich auch. Spektrum wurde mit dem Breitbandempfänger begutachtet, und als Meßsender diente der LO besagten Empfängers. Ich war zum Schluß so weit, den Hubbegrenzer eines Senders korrekt einzustellen, rein nach Gehör mit dem Meßempfänger. Spätere Vegleiche am Meßplatz haben gezeigt - paßt, paar % unter dem Nennwert. Dazu muß man natürlich seinen Empfänger kennen, und zwar sehr genau, außerdem braucht man halt ein Ohr dafür. Empfängerabgleich war eh kein Thema, pipifax, da habe ich die Mitte auf paar hundert Hz immer getroffen, die ZF-Durchlaßkurve (bei den alten Möhren mit den vielen Spulenfiltern) meist auch schön symmetrisch hinbekommen. Klingt blöd, aber man hört das halt.

Aber ohne das Zeug damals habe ich mehr gelernt. Ich bin dadurch mehr der Gehörmensch bzw. das Ohrentier (groß genug sind sie ja :-) - wenn an einem Funksystem etwas nicht stimmt, dann kann ich das meist recht zielsicher rein durch Anhören der Signale erkennen, auch bei komplexeren Systeme, Gleichwellenfunk, usw. Da habe ich mal einen altgedienten Gleichwellenprofi von einem großen. bekannten Hersteller etwas erstaunt, daß ich als autodidakter (aus seiner Sicht) Jungspund quasi das Gleiche herausgehört habe wie er mit 30 Jahren Erfahrung + der "geerbten" Erfahrung des Lehrmeisters.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Moinsen!

Sebastian Zuendorf schrieb:

Tschä, sorry, ist schon weg. Waren aber nur 2 Mails, SOOO groß ist der Bedarf dann doch wohl nicht... Oder die anderen schlafen noch...

IdS, Jens 'Schrottwart' Carstens

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