(Wieder-)Einstieg ins Elektronikbasteln: Analoges Oszi oder PC-Lösung?

Mar 29, 2009 50 Replies

Hallo,



als Teenager habe ich recht viel Elektronik gebastelt sowie Ausbildung und Studium in ähnlicher Richtung absolviert. Seitdem (ca. 10 Jahre) habe ich damit aber nichts mehr zu tun gehabt, ich verdiene meine Brötchen als Softwareentwickler. Getreu dem Motto "Vadder will es noch mal wissen" würde ich gerne wieder in der Freizeit den Lötkolben schwingen, sowohl im analogen Bereich als auch mit Mikrocontrollern (für mich neu). Zur Grundausstattung gehört natürlich ein vernünftiges Oszilloskop. Erfahrungen habe ich damals mit den klassischen Hameg-Teilen sowie mit Tektronix-Speicheroszis gesammelt. Was kauft man heute als Hobbybastler ohne extreme HF-Ambitionen? Ein gebrauchtes altes Hameg? Oder besser einen USB-Messadapter mit USB-Interface für meinen Laptop? Bei den PC-Lösungen im Reicheltkatalog hat mich die geringe Auflösung von teilweise nur 8 Bit etwas irritiert.



Danke und viele Grüße Thomas


"Thomas Blankschein" schrieb im Newsbeitrag news:49cfda36$0$31867$ snipped-for-privacy@newsspool3.arcor-online.net...

Siehe de.sci.electronics FAQ:

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F.27. Oszilloskop eBay 180341098362 ist so verkehrt nicht (digital fuer langsame Signale, analog fuer direktmessung)

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Am besten erstmal garnix. Es ist ziemlich selten, daß man ein Oszi tatsächlich braucht. Und wenn, dann ist der vorhandene sowieso meist zu "klein".

Also ist die beste Lösung: Abwarten, bis man das erste Mal tatsächlich einen braucht. Dann gucken, was genau er tatsächlich können muß. Dann einen kaufen, der die Anforderungen erfüllt. Oder (viel häufiger) über den Preis eines ausreichenden Teils so erschrocken sein, daß man es besser doch irgendwo leiht...

Irgendwas gebrauchtes von Hameg, Tek, HP usw...

Zu schlecht, zu schlechtes Preis/Leistungsverhaeltnis.

Die 8Bit sind nicht das Problem. Alles andere ist das Problem. Also vor allem Abtastrate, Trigerfaehigkeit, Pixel nur an/aus. Selbst wenn du unbedingt was digitales willst wuerde ich mir immer eine Standalone-Loesung holen. Einfach weil der PC schon fuer anderes gebraucht wird. Meine Oszis sind jetzt so 30Jahre alt. Glaubst du das du ein PC-Oszi in 30Jahren noch nutzen kannst? (Betriebssystem, PC-Hardware)

Olaf

Thomas Blankschein schrieb:

Mit Platz --> Tek 7603/7623/7633/..7104[:-)] Ohne Platz --> Hameg

Blos' nicht!

Alter Logic-Analyzer mit 25/50/100 MHz Sampling ist noch ganz nützlich

Butzo

Hallo!

"Heiko Nocon" wrote

Ah ja und statt einem Multimeter kann man ja auch unterschiedlich große Glühbirnen verwenden. Ist doch nicht dein Ersnt oder? Ein billiges

10 oder 20 MHz 2-Kanal-Oszi erschlägt doch 90% aller Bastlerprobleme. Oder hast du jetzt Spektrumanalyser mit Oszi verwechselt?

alsdenn, Jens

Das hast du aber nett gesagt. :-) Ein Tek 465 braucht auch nicht mehr Platz als ein Hameg und man sieht sie relativ oft.

Hm...ich hab zwar einen 7D01/DF1 aber da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher. Muesste schon sehr billig sein. (also maximal 100Euro mit PODS!) Sonst wuerde ich lieber ein neues Intronix kaufen. Das ist zwar PC-basiert, aber da ueberwiegen ausnahmsweise mal die Vorteile.

Olaf

Thomas Blankschein schrieb:

Jemand muß das ja machen ;-)

Meine Erfahrung: Microcontroller machen Spaß und sind recht unkompliziert. Sobald aber "seltsame" Dinge passieren, ist man schnell wieder "analog"[0]. Meine Low-Cost-Lösung (eigentlich bin ich SW-Entwickler, aber wie das Leben so spielt...): Einfaches DSO und ein gutes, gebrauchtes Analoges. Als DSO nutze ich ein Welec W2022A und das analoge Scope ist ein TEK-464 aus den siebzigern.

Die (nicht unerheblichen) Probleme mit dem W2022A werden hier

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beschrieben, dafür ist das Ding billig. Für rein digitale Sachen verwende ich es regelmäßig.

Wenn man mal das Gras wachsen hören will, oder nur kurz testen will, ob der Oszillator schwingt, nehme ich das olle Tektronix.

Hier mal ein Photo von einem 60MHz Rechtecksignal:

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(Das Chaos links dürfte der beta-Firmware geschuldet sein).

Nicht verkehrt, s.o.

8 Bit sind 256 Schritte. Das reicht immer. Zum Messen einer Gleichspannung tut es auch ein Marken-Multimeter der Marken "Obi", "Praktiker" oder "Bauhaus"...

Gruß, Falk [0]Die Artefakte, die ein Versuchsaufbau aus ATmega32, 12MHz Clock und USB, AD9851 und ein 20MHz Oszillator produzieren sind Lehrbuch-verdächtig.

An Enfield Diesel seems to do an even better job than a Harley at converting fuel into noise without much unwanted speed!

Heiko Nocon schrieb:

So ein Schmarren! Ein Oszi ist so ziemlich das Wichtigste für einen Elektroniker.

Wenn du das nicht erkennst scheinst du keiner zu sein. Und es bestätigt meine Einschätzung über dich.

Ich bevorzuge voll analoge Geräte für den 0815 Alltag. Z.B. Hameg 512. Natürlich ist digital mit Speicher etc. auch ein Leckerbissen und kann sehr hilfreich sein.

Für einen normalen Elektroniker reicht jeder 2 kanalige OSZI mit 25 Mhz oder mehr. Viele Raffinissen sind zwar schön, werden aber vom Hobbibastler selten gebraucht,

Und wenn, dann kann man sich immer noch nach einem weiteren Gerät umschauen oder mal ausleihen. Sofern man jemand kennt oder z.B. Zugang zu einem Labor hat. (wie ich )

für den täglichen bzw. hobbymäßigen Normalbedarf ist Ausleihen sicher nicht sinnvoll.

Jens Frohberg schrieb:

Heiko hat recht oft eine große Klappe. Und nix dahinter. Sorry - aber so stufe ich den ein. Bestätigt gerade mal wieder durch diese neue Äusserung.

Sprach der Automechaniker: Wozu einen Ringschlüssel? Eine Rohrzange passt immer!

Hallo!

"Jens Fittig" wrote

Hmmm, mal nicht gleich mit großen Kalibern schiessen.

Mich wunderte es nur das er paar Threads drunter bei den AVR Fusebits jemanden rät sich das Reset-Signal beim programmieren anzuschauen und dann das jetzt. Macht sich ohne Oszi oder LA irgendwie schlecht. Und für genau solche Fälle reicht eigentlich jedes alte Oszi auch wenn es im letzten Jahrtausend kalibriert wurde oder sonstwie schon nen leichten Hau wech hat. Na mal schauen was er dazu meint...

alsdenn, Jens

Jens Fittig schrieb:

Hihi, Fittig, alias Wolfgang Gerber, trifft seinesgleichen!

Ciao...Bert

--

Jens Frohberg schrieb:

Das passiert mir ganz einfach wenn ich bei gewissen Leuten so was immer wieder erlebe.

Typisch eben für manche Leute

Ack

Wie mein derzeitiger privater Oszi. Leicht verdrehtes Bild und bestimmt 10 % in der H-Ablenkung "geschrumpft". Erstaunlicherweise reicht selbst diese bestimt >25Jahre alte Krücke für unheimlich viele Sachen vollständig aus.

Der hochmoderne Digitale im Labor in der Firma ist natürlich schon etwas besser. Und nutze ich auch gelegentlich. Speziell wenn ich Screendumps über den Printer benötige. Aber trotzdem ziehe ich für sehr viele Messungen auch in der Firma einen uralten ausgelutschen Hameg 512er vor.

Die analog-digital-Geschichte ist in der Tat Gold wert. Eine xy-Darstellung sollte ebenfalls auf dem Wunschzettel stehen. Ich arbeite gerne mit dem HM1507. Das hat ein paar MHz Bandbreite mehr und ist im Digitalteil vorbildlich rauscharm. Einziges Problem: Man muss einige Zeit lauern, bevor man ein Exemplar auf dem Gebrauchtmarkt bekommt.

Zur Notwendigkeit eines Oszi stimme ich den diversen anderen Kommentaren zu: Elektronik ohne Oszi ist wie Jogging ohne Schuhe. Es erhöht die sportliche Herausforderung...

------

Olaf Kaluza schrieb:

Bekennender TEKkie :-)

Stimmt!

Ja, so ca. Preis.

Kannte ich bisher nicht, sieht aber gut aus.

Butzo

Wenn das Budget begrenzt ist und dieser EBay Fang nicht gelingt, rate ich erstmal zu einem einfachen analogen Scope. Rein digitale koennen jemanden, der anfaengt oder nach sehr langer Zeit wieder anfaengt, durch Alias-Effekte und dergleichen leicht auf die falsche Faehrte schicken.

Wobei ein Afrikaner so mal eine Olympia-Medaille gewann. Mitten beim Rennen schmiss er seine Schuhe weg, die stoerten ihn.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Thomas Blankscheinschrieb: "

" ohne extreme HF-Ambitionen" heißt hier sicher analog

Gröhl, Fachleute im Dummlall unter sich .-)

Saludos Wolfgang

Meine 7 Sinne: Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Lötzinn. Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt ! ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger

Ich habe 10 Jahre mit NF und HF gebastelt, ohne jemals ein Oszilloskop wirklich zu brauchen. Ab und an wäre es vielleicht hilfreich gewesen, aber nun ja...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Ebenso Schmarrn. Mit bissl Hirn und Verstand kommt man gar nicht erst in die Verlegenheit, das unbedingt zu brauchen.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

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