Michael Wieser schrieb:
Die hatten recht.
Genau so ist es.
Gruß Dieter
Michael Wieser schrieb:
Die hatten recht.
Genau so ist es.
Gruß Dieter
"Dieter Wiedmann" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@news.arcor-ip.de...
Inzwischen. Früher, als die Dinger neu waren, waren sie doch so toll, viel besser als jeder andere Kondensator, die eierlegende Wollmilchsau fuer alles zu gebrauchen ohne Einschraenkungen.
Dass die doch nicht so toll waren, mussten die Hersteller hinterher einraeumen.
Mir ist auch mal eine ganze Computerplatine beim Anlegen der Versorgungsspannung (duerften 5V/20A gewesen sein) explodiert, weil die Tantals darauf schon etwas aelter waren.
MaWin schrieb:
[Tantalelkos]
Lange her.
Die Salesdroiden vor allem, ist aber alles s.o.
Das betraf vor allem die Tantals der ersten Generation.
Gruß Dieter
Jorgen Lund-Nielsen schrieb:
Hmm, kann das einer erklären? Chemie... Dieter vielleicht? ;)
Dieter Wiedmann schrieb:
aaaber es steht halt kein dicker Warnhinweis in jedem Datenblatt, es besteht also ein gewisses Risiko, daß ein Neuling nicht weiß, daß viele Tantals empfindlich gegen Surge sind.
Es steht aber auch nicht in jedem MLCC-Datenblatt, daß man die Dinger nicht biegen soll, oder daß BaTiO3 piezoelektrisch sind (hatten wir hier doch auch unlängst).
So wenig wie in den Datenblättern der meisten Al-Elkos steht, was man mit denen nicht machen darf.
Bleiben eigentlich nur noch reichlich überdimensionierte bedrahtete PP-Kondensatoren für gußeiserne Elektronik?
Oliver
"Oliver Betz" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@z1.oliverbetz.de...
Ja, die halten wenigsten laenger als die paar Jahre, die moderne Jubelelektronik so uebersteht.
Fuer solide Elektronik achte ich drauf, nur Folienkondensatoren zu verwenden, durchgaengig, kein Elko (also nichts mit vielen uF), kein Keramik. Dazu wird schon mal ein ganz anderes Schaltungsprinzip gewaehlt, damit man Elkos verbannen kann, und einfach weiss, dass die Baugruppe auch in 50 Jahren noch funktionierten kann.
Heiko Lechner schrieb:
[schwitzende Tantals]Leider nicht, ist mir selbst auch noch nicht untergekommen.
Gruß Dieter
MaWin schrieb:
Für militärische Zulassung sind Elkos sowieso verpönt, Ausnahme sind.......
Sp
oi
le
r...Tantalelkos (Tataaa!).
Gruß Dieter
Tja, manche Leute glauben den Sales Droiden eben alles. Andererseits bringt das Leuten wie mir aber auch Auftraege.
Das war's ja gerade. Die Nachteile der Tantals waren den Herstellern entweder teilweise nicht bewusst oder man hat sie bewusst verschwiegen.
In einer Produktion hatte das wegspritzende Tantalzeug einem Techniker das Oberhemd zerloechert. Zum Glueck trug wer eine Brille. Das Hemd war jedenfalls hin.
Der Sachsenwerk im Labor ist ueber 50 und hat noch die ersten Elkos drin. Sein australischer Kollege Astor hier im Buero auch. Unsere Hammond ist noch nicht ganz 50, aber ich denke die wird in zwei Jahren ebenfalls mit den ersten Elkos feiern. Und dass, obwohl ein Schlaumeier den dicken Siebelko neben die Gleichrichterroehre gepflanzt hat .
Der Kenwood hat's auch bis rund 30 geschafft, aber dann zerfrass es die Platinen. War bei einer Fete zu Stundentenzeiten mal Salz und Cola reingekippt. Ergo konnten die Leute damals schon in vier Kontinenten gescheite Elkos bauen.
Aehm, etwas Lesestoff:
Nur nachdem die Rosinen rausgepickt wurden. Das ist keine Kunst:
Joerg schrieb:
Das wäre eigentlich kein wirklicher Grund, unter anderem Namen gibts das gleiche (Al-Polymer-Elko) auch von Nichicon (z.b. CF) und Chemicon (z.b. PXA). Der Preis ist allerdings, leider, relativ einheitlich, und zwar ziemlich hoch, dir vermutlich zu hoch für die meisten Anwendungen. Aber für 82µ 20V, 2A Ripple in max. 8mm Bauhöhe/10*10mm Footprint gibts dann doch recht wenige andere Möglichkeiten, noch dazu mechanisch unempfindlich und langlebig. Die HS-Con von Sanyo wären etwas sehr schönes, wenn der Preis (ich hab zum Test mal 2 47/35V (1A Rms, 6*8mm) für je ca. 3 Euro gekauft) nicht so hoch wäre und es schon Erfahrungen gäbe.
Gruss, Robert
"MaWin" schrieb:
Auf 50 Jahre lege ich nicht aus, so lange halten die Maschinen kaum, in die die Geräte eingebaut werden.
Aber für ein über 20 Jahre altes Gerät wurde ich unlängst um eine Betriebsanleitung gebeten, nachdem es jetzt in einer anderen Anlage eingebaut wurde. Die Al-Elkos (Netzteil) und Tantals (bedrahtet) scheinen darin noch zu funktionieren. Das dürfte aber das letzte Exemplar aus der Serie sein (erstaunlich, daß die die Mechanik so lange hielt).
"Modernere", über 15 Jahre alte Geräte, ebenfalls mit (bedrahteten) Al-Elkos, SMD-Ta und MLCC, laufen auch noch.
Die Nutzfahrzeugelektronik mit SMD-Tantals und Al-Elkos hat auch niedrige Ausfallraten.
=> ich mag Tantals und Al-Elkos. Man muß halt nett zu ihnen sein.
Servus
Oliver
Bei solchen Ripple Anforderungen gehe ich meist gleich auf Keramik-SMT. Z.B. gibt es 22uF/25V in 1812 fuer unter $0.40c/Stueck:
Kommt auf den Markt an. Ich hatte z.B. letztens an einem Design fuer die Luftfahrt mitgearbeitet. Da sind 30 Jahre nichts, das muss laenger halten. In Puerto Rico wird noch regelmaessig Fracht und manchmal auch Passagiere mit der DC-3 geflogen. Der aelteste Flieger hier unten am Runway ist rund 60 Jahre alt, sieht aus wie aus dem Ei gepellt. Es ist auch nicht unbedingt ein Problem, hier einen Wright Cyclone Sternmotor als Ersatz zu besorgen. Damit ist Charles Lindbergh 1927 ueber den Ozean geflogen. Das Boellern dieser Dinger ist schon ein Genuss.
Joerg schrieb:
Ich klinke mich mal in diesen Thread ein mit einer Frage die zumindest ungefähr zum Thema paßt. Ein im Betrieb befindliches Serverboard hat nun einige schwangere Elkos. Ein Ersatzboard (gebraucht) liegt bereit. Ich würde nun gerne vor dem Tausch alle Elkos ersetzen und gleich noch einen Keramik-SMD parallel zu jedem Elko löten. Sind da 1µ/50V ausreichend, oder soll ich mit der Kapazität höher gehen? Die werden >
1µ halt gleich richtig teuer (32 statt 8ct; Kemet C1210 von Bürklin).Vielen Dank im Voraus
Frank
Warum denn 50V? Wieviel Spannung liegt dort an?
Im Prinzip kann man nicht zuviel Kapazitaet haben. Aufpassen muss man aber bei linearen Low Dropout Reglern (LDO, kommen in Computern selten bis nie vor) und Schaltregler-Designs von Anfaengern mit wackeliger Loop Stabilitaet (kommt leider vor).
Joerg schrieb:
Kostet in 1210 nur 8 ct. Der 16V in 1206 kostet das Doppelte ;-) Und alles Im Prinzip kann man nicht zuviel Kapazitaet haben.
Gibt es einen Faustwert? x% von der Nennkapazität des Elko, oder ähnlich?
MfG
Frank
Hallo Oliver.
So sehe ich das auch. Tantals sind etwas empfindlich, und es gibt unterschiedliche Sorten (z.B. gesinterte und epitaktisch aufgebaute). Die epitaktischen sind deutlich besser, wenn es um hohe Ripple Str=F6me geht.
Aber Tantals sind eben halt sehr schnell bei hoher Kapazit=E4t und daher gut geeignet, Spikes auf Versorgungsspannungen glattzuziehen. In gewissem Sinne sch=FCtzen sie sich damit auch teilweise selber.
Was sie absolut nicht m=F6gen, ist eine verkehrte Polarit=E4t.
Ich habe meine ersten schlechten Erfahrungen mit Tantals in den 70ern gemacht. Darum war ich selber auch immer skeptisch, und habe immer jede Menge Klimmz=FCge gemacht, um sie zu meiden. Allerdings war ich so um 2000 herum gezwungen, ein paar misslungene Designs mit Tantals zu entst=F6ren. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, aber die Ger=E4te laufen bis heute........ Die Tantals heute sind eben besser und zuverl=E4ssiger als die Tantals aus den 70ern.
Ein =E4hnliches Problem wie im Eingangsposting hatte ich aber mit keramischen Through-hole Kondensatoren. 50V Typen in einer Mosfet Schaltung mit 12V. Daneben Tantals, ein paar 30V Transistoren, die 15V Mosfet ICs. Was mittendrin einen Kurzschluss machte war ein "robuster" 100nF Keramikkondensator. Und immer an der gleichen Stelle. Mechanische Verspannungen waren es nicht, weil eine Supressordiode dr=FCber das Problem beseitigte. Im Oszilloskop war auch kein Schwingen zu sehen. Ich weiss bis heute nicht was es war.....Es war einer von mehreren Kondensatoren zwischen der 12V Versorgung und GND, so wie man sie aus Vorsichtsgr=FCnden gerne dicht am IC =FCber die Versorgungsspannung legt. Warum die anderen nie betroffen waren.....*achselzuck*.
Mit freundlichem Gru=DF: Bernd Wiebus alias dl1eic
Frank Scheffski schrieb:
Das bringt dir so keine nennenswerte Minderbelastung des Elkos, kannst du dir also sparen. Wers nicht glaubt nehme eine Thermographiekamera und probiere es aus, BTDT. Besorg dir also ordentliche Elkos, und gut ists.
Gruß Dieter
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