UL/CSA 24V

May 25, 2020 7 Replies
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Hallo Leute,



kennt sich hier jemand mit UL/CSA aus?



Stimmt das, dass man Geräte, die z.B. mit 24V betrieben werden, ohne viel Papierkram in die USA/Kanada exportieren kann?



D.h. man braucht sich um den ganzen UL-Zirkus nicht zu kümmern?



Kan man so was machen wie die hier und gut ist?



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Gruß Andreas


Empfehlenswertes Buch:

"Zertifizierung nach den Vorschriften von UL und CSA: Zulassungen für den nordamerikanischen Markt - ein Leitfaden" 3. Auflage

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Ich habe mal für einen deutschen Hersteller von Sensoren gearbeitet der nur Produkte =<24V baute. Einige von denen mit Stückzahlen waren "UL listed". Was laufende Kosten, Bürokratie, regelmässigen Besuch eines mehr oder weniger gut aufgelegten Auditors bedeutete. Wurden in überschaubaren Mengen in USA verkauft.

Umgekehrt: wenn die Dinger nur CE-Papperl hatten, wurden sie auch in USA verkauft. Besonders wenn nichts gleichwertiges in USA angeboten wird oder deutsches Produkt vertrauenserregender ist, kauft der US-Kunde trotzdem.

Die Argumentation für UL lief ungefähr drauf raus, daß ahnungslose Einkäufer von Großkunden ISO9000, UL usw. haben wollen, unabhängig davon ob es einen technisch stichhaltigen Grund wie z.B. bei Netzspannungsgeräten gibt.

MfG JRD

Das PDF weist richtiger Weise darauf hin, dass nicht nur die Spannung, sondern auch die Leistung eine Rolle spielt. Das hängt mit der in USA vorherrschenden Holzbauweise der Häuser zusammen, bei der das Brandrisiko höher ist, während das Stromschlag-Risiko wg. 115 V niedriger ist, als bei uns.

Details müsstest du dann aber selbst raussuchen.

UL ist übrigens nur eine der Prüfstellen. Es gibt z.B. noch FM, aber auch CSA kann für den US-Markt prüfen.

Inzwischen weniger, weil ich mehr mehr Industrial und Aerospace mache, kaum noch Medizintechnik.

Aehm, noe :-)

Doch, man sollte sich kuemmern. Beispiel:

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Zitat "1.1 This standard applies to battery operated appliances. This standard applies to appliances incorporating detachable, integral and separable battery packs. The maximum rated voltage for appliances and battery packs is 75 V d.c."

Wenn jemand etwa ein Geraet mit Li-Ion Akku entwickelt und die Akkus haben kein UL 2054 Baepperle, kann es im Fall eines Feuers oder wenn einen der Konkurent verpfeift Aerger geben.

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Da waere ich vorsichtig. Was viele machen ist, sich an eines der grossen Testhaeuser zu wenden und die noetigen Pruefungen dort machen zu lassen. Bei gut akkreditierten Haeusern geht es auch kontinentuebergreifend. Man sagt denen, welche Laender man gern haette und bittet um ein Paket-Angebot. Leider kostet das mindestens fuenfstellig, aber man hat nachher ein Papier in der Hand und nicht nur ein Self-Cert.

Plus die Kosten der oft vierteljährlichen Fertigungsauditierungen, die jeder dieser Prüfstellen selbst machen will, statt sich auf eine ISO-9000-Zertifizierung zu stützen. Bringt ja alles Geld.

Für kleine Unternehmen sind das Marktzugangshürden.

Es handelt sich bei uns nur um Industriesensoren (Temperatur, Füllstand, Durchfluss...), die alle mit 24VDC betrieben werden. Akkus sind da keine drin.

Passt doch dann oder?

Gruß Andreas

[...]

Das sind im Prinzip Bauteile, die in eine Anlage eingebaut werden. Da vermute ich lockere Regelung. Zumindest solange diese Sensoren nicht in einem Gastank oder so sitzen.

Ja, sind es definitiv und vermutlich oft auch so beabsichtigt. Da muss ein Produkt in der Serie genug Profit abwerfen, dass die paar zigtausend pro Jahr wieder reinkommen. In meinen Faellen ist es meist ohne Fertigungs-Audits gegangen, d.h. es war nur der Anfangsbatzen an Geld noetig. In der Medizintechnik war das natuerlich anders.

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