Transistor fuer Zuendspule

Apr 08, 2012 36 Replies

Einige dieser heute ueblichen Stabzuendmodule verwenden aber schon noch die konventionelle Technik, speichern die Energie also in der Spule. Von Beru gibt es da ein interessantes Dokument das deutlich ueber das uebliche Marketinggeblubber hinausgeht:

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Micha

"Marte Schwarz" schrieb im Newsbeitrag news:jlvo6o$4p6$ snipped-for-privacy@news2.open-news-network.org...

Es ist gecshickter, die Z-Diode über CB zu legen, weil man dann keine Zigwattgrosse Z-Diode braucht, sondern der Transistor die Verlustleistung trägt.

Unsinn. Diese CDI Zündung (oft Thyristorzündung genannt) gibt es schon lange, sie halt halt andere Anwendungsbereiche, meist im Motorrad. Sie ist nicht moderner, sondern manchmal hat eine Mathode Vorteile, manchmal die andere.

Meist geht die Primärspannung hoch bis auf 400V, bevor sie begrenzt wird. Aber egal wie viel, die primäre Begrenzung ist notwendig, denn wenn mal KEIN Zünfunke fliegt, steigt sonst die Sekundärspannung auf Werte, bei denen die Isolation der Zündspule oder des Zünkabels durchschlägt und diese schädigt.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.reocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Lies 'Die hohe Schule der Elektronik' von Horowitz/Hill bevor du fragst. Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.

Das nennt man CDI und ich wohl aus der Mode gekommen. Verwendet man wohl nur noch bei Mofas oder Rasenmaehern weil der Kondensator da direkt aus der Lichtmaschine geladen wird. Leider habe ich mir den Link nicht gemerkt, aber ich bin letztens an einer Internetseite vorbeigekommen wo ueber die veraltete CDI-Technik voll abgelaestert wurde weil die so schlecht und veraltet sei.

Bei hohen Drehzahlen braucht man aber die Batterie nicht mehr wirklich. Wichtiger aber, ich will nichts an den vorhandenen Zuendspulen aendern.

Olaf

Das ist mir auch sofort eingeleuchtet. Wie kommt es aber das man das frueher nicht so gemacht hat? Also in den klassichen Schaltungen die ich so aus den 80ern kenne war es eben mit 1-2 dicken Z-Dioden. Deswegen hatte ich erst bedenken weil ich annahm das die Dioden vielleicht nicht schnell genug sind wenn sie nicht im Transistor integriert sind.

Yep! Wenn die Zuendung funktioniert wird die Diode garnicht gebraucht. Ich kann hier auf dem Oszi schoen sehen wie gross die Funkenstrecke meines Testaufbaus ist. Erst wenn man sozusagen den Kerzenstecker abzieht muss die Diode arbeiten.

Olaf

Hallo Horst,

Das ist doch auch schon wieder veraltet. Den Kondensator brauchts nur, wenn man das Ganze mit Thyriatoren zündet, weil der von alleine nicht abschalten täte, also muss man das mit einem Kondensator machen, der dann den Strom eben irgendwann zu null werden lässt und damit den Thyristor wieder zur Sperren freigibt. Im Zeitalter von IGBTs mit ausreichender Spannungsfestigkeit geht das auch direkt vom großen Speicherkondensator weg.

Marte

Hallo Olaf,

Kann man natürlich auch machen. Das Kürzel CDI kenn ich jetzt nicht, klingt aber nach Thyriatorzündung, wo eben ein Condensator Discharged wird. Das brauchts auch nicht mehr. Der Vorteil einer Kondensatorzündung gerade auch bei höheren Drehzahlen ist aber der, dass der Zündwinkel eben unterschiedliche Ladezeiten auf die Spulen gibt und damit entweder sinnlos Strom durch die Spule geht oder eben irgendwann nur noch wenig Zeit zur vollständigen Aufladung zur Verfügung steht. Mit einer Kondensatorentladung pro Zündung ist der Energieeinsatz pro Zündfunke unabhängig von Drehzahl und wenn mans richtig macht auch unabhängig von der Batteriespannung, was sich beim schweren Kaltstart mit nicht mehr ganz neuer Batterie durchaus rentiert.

Sag ich doch. Kondensatoren entladen ist Stand der Thyristoren, quasi Prä-IGBT-Zeitalter.

Geht auch ohne Änderung der Zündspule.

Marte

Marte Schwarz schrieb:

ein Schaltnetzteil und bunkert 500 V in einen Kondensator und schaltet diesen für

Spannung hoch. Vorteil, die Spule wird weniger warm und die Zündung liefert auch

Will man nicht und man ist auch davon wieder weggekommen. In dieser Schaltung wirkt die Spule als Flusswandler, also als Spannungstransformator. Der Funke schliesst dann die Sekundärspannung kurz. Er ist dementsprechend stark, aber auch kurz. Noch kürzer ;-): Fehlanpassung.

Die Funkenentladung will man aber möglichst lange und möglichst mit konstantem Strom, dafür ist eben der Sperrwandler ideal. Gibt bessere Zündung, weniger Abgas und die Kerze hält länger.

mfg Rolf Bombach

Am 10.04.2012 22:06, schrieb Marte Schwarz:

Capacitor Discharge Ignition, und man macht das klassischer Weise mit einen Thyristor.

Dolle Dinger. :-)

Gruß Dieter

Hi Rolf,

Kürzer lässt wieder auf Kondensatorentladung schließen, das will man dann doch in der Tat nicht. Mit einer hinreichend großen Streuinduktivität kann mna das aber fast ideal anpassen.

Danke. Das klingt logisch. Allerdings sind die Zündspulen AFAIR nicht so steif gekoppelt, dass sich daraus wirklich ein so harter Spannungswandler ergibt, oder?

Marte

Da Ding heisst *Thyristor*zündung. Soviel Zeit muss sein :]

Saludos Wolfgang

-- Wolfgang Allinger 15h00..21h00 MEZ: SKYPE:wolfgang.allinger Paraguay mailer: CrossPoint XP 3.20 (XP2) in WinXPprof DOSbox Meine 7 Sinne: reply Adresse gesetzt! Unsinn, Schwachsinn, Bloedsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Loetzinn.

Marte Schwarz wrote on Tue, 12-04-10 21:57:

Nein, dann fehlt die Strombegrenzung. Die Energie wird vom Kondensator in die Streuinduktivität, die deshalb nicht zu klein sein sollte, umgespeichert und bei guten Schaltungen übernimmt bei entladenem Kondensator eine Freilaufdiode. Für Details mit Zahlen siehe:

und

und für Ergebnisse auch:

Bei Deinem Vorschlag landet die Energie wegen des negativen Widerstandes des Lichtbogens in ohmschen Widerständen und nach Sättigung der Spule ganz im Nichts. Sinnvolle Funkendauern von deutlich über 0.5 msec würden unmöglich.

Rolf Bombach wrote on Tue, 12-04-10 22:25:

Deshalb arbeitet eine gute CDI auch genauso.

Dieter Wiedmann :

Mal eine Frage: D2 (400V Zener) und D1 (13V Zener) liegen ja quasi in Reihe. Sehe ich das richtig, das die erstmal so lange die Spannung begrenzen, bis der IGBT reagiert und durchgeschaltet hat?

M.

"Matthias Weingart" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@penthouse.boerde.de...

Die Spannung darf (und wird) nicht schneller steigen, als der IGBT zum Durchschalten braucht, denn die Dioden halten die Last nicht aus.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.reocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Lies 'Die hohe Schule der Elektronik' von Horowitz/Hill bevor du fragst. Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.

"MaWin" :

Dann hätte ich spontan der D2 (400V) in Reihe noch einen Widerstand spendiert (damit sie nicht so belastet wird, bzw. nicht abraucht, wenn der IGBT mal defekt sein sollte). Das war eigentlich der Hintergrund der Frage ("irgendwie fehlt da doch was?").

M.

Ja, D1 ist als Schutz fuer das Gate von T1 gedacht (haelt nur 20V aus).

Wegen der gegenueber D1 viel hoeheren Spannung faellt die Verlustleistung quasi komplett an D2 ab. So eine P6K-Diode darf 1ms lang mit 600W belastet werden (absolute maximum rating), kann also in dieser Zeit maximal 600mJ Energie absorbieren.

In der (mit 8A) geladenen Spule stecken aber nur ca. 130mJ Energie, einmalig koennte D2 die Energie also auch komplett aufnehmen. Passiert das regelmaessig wird sie natuerlich zu heiss. Aber bevor es da eng wird beginnt T1 zu leiten.

Micha

Hallo Axel,

Die sollte von der Streuinduktivität mit beigesteuert werden.

Zweckmäßigerweise hoffentlich schon.

nicht uninteressant. Wundern tut mich das trotzdem.

Na das wäre ja doch mal ein richtig spannendes Forschungsfeld für Physiker. Energie, die im Nichts verschwindet...

Das sehe ich jetzt noch nicht wirklich ein, warum dem so sein sollte. Ich schlage ja auch nicht vor, dass da ein Kondensator auf einen Schlag entladen werden soll. Wenn das in der Praxis aber offenbar nicht so gemacht wird... Wundert mich ein bischen, hab ich auch mal anderst gelesen, wird aber wohl seine Gründe haben.

Marte

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