Schaltungsprüfung

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Hallo zusammen!

Ich hätte eine große Bitte:

Ich habe mir eine Endstufe für eine Motorzündung gebaut. Scheint
soweit auch zu funktionieren, siehe
http://www.nur-solutions.de/tmp/funke.jpg

Ich habe die Schaltung 15 Minuten im Dauerbetrieb bei 4000 Funken/min
betrieben, gab keine Probleme.

Nun möchte ich das Ganze vergießen. Aber vielleicht kann sich vorher noch
jemand die Schaltung ansehen:
http://www.nur-solutions.de/tmp/splan.jpg


Falls ich vorm Vergießen noch was ändern sollte, würde ich mich über
jeden Rat freuen.

Und noch eine Frage: Kann ich als Kontrollanzeige parallel zur Zünsdpule
einfach eine LED mit Vorwiderstand anschließen?

Ganz vielen Dank für Eure Mühen!

Viele Grüße, Rolf



Re: Schaltungsprüfung
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Die heftigen Funken sehen so aus, als bei dein Ding bei abgefallenem
Zuendstecker die Leitung und die Zuendspule schaedigt.

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Im Auto begrenzt man die Spannung am Transi auf 400V, was dann durch
das Windungsverhaeltnis der Zuendspule auch die Sekundaerspannung
begrenzt, wodurch der Zuendfunke besser wird.
Ausserdem nutzt man den Transi selbst als Begrenzer, was eine starke
Z-Diode einspart. Gibt's alles schon in einer Kiste:
www.fairchildsemi.com ISL9V3040, www.st.com STGB20
www.irf.com IRGS14B40.

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Parallel zur Zuendspule ? Egal ob primaer oder sekundaer,
was willst du kontrollieren ? Den Funken ? Also die LED
blitzt nur beim Funken ? Dann aber x mal heller als normal,
damit man es auch sieht ? Woher sollten die 200mA kommen ?
Egal ob primaer oder sekundaer, den Vorwiderstand moechte
ich sehen, und fuer den Funken bleibt zumindest sekundaer
keine Energie mehr uebrig.

Am Gate koennte man darueber nachdenken, aber 200mA schaffen
die BC5x7 auch nicht.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
We've slightly trimmed the long signature. Click to see the full one.
Re: Schaltungsprüfung
Hallo MaWin!

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Das wird stimmen. Ich könnte mir auch vorstellen, das dann die Funken
durch die Isolation der Spule und/oder Leitungen schlagen.

Aber ich brauche eine möglichst hohe Spannung, da ein sehr fettes Gemisch
(Lambda 0.7-0.8) gezündet werden muss. Die Zündung ist für einen Dragster.

Wenn Du magst, schau mal hier:
http://www.markvanderkwaak.com/events/2003/drachten3/dr3_060.jpg
(Ich bin der in der Mitte, mit den Händen in der Seite. Das Teil fährt übrigens
mit einer
selbstgebauten Einspritzung! Nun will ich die Zündung auch mit in meine
Einspritz-
steuerung integrieren. Denn an der jetzigen Zündung kann ich keinerlei
Zündwinkel-
kurven einstellen. Ist zwar eine "Rennzündung", aber für Saugermotoren. Und wir
fahren
mit Aufladung. Das passt nicht zusammen, wie wir an den Reparaturen sehen
können! ;-))

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Besser? Wie muss ich mir das vorstellen? Durch die geringere Funkenspannung
mehr Strom, da die gespeicherte Energie die Gleiche ist? Und durch den
höheren Strom ein heisserer Funke? Oder längere Brenndauer des Funkens?

Ich habe noch ein paar 200V Zener, werde ich gleich mal probieren. Ob
man was am Funkenbild erkennen kann?


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Ja, habe ich gesehen. Insbesondere hatte mir der VB027 von ST gefallen.
Habe auch schon Rutronik angebettelt, aber für Einzelstückzahlen habe
ich niemanden gefunden.


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Nein, die LED soll an sein, wenn die Spule "geladen" wird. Einfach
nur als Kontrolle, ob der IGBT schaltet. Ist auch nur beim Durchdrehen
von Hand/Starter von Interesse. Dann sollte auch die Leuchtdauer
(Schließwinkel) lang genug sein, das die LED mit 30 mA hell genug ist.

(Ich habe keine konstante Schließzeit. Ist auch nicht nötig, den
Aufwand in den AVR zu stecken. Der Motor muss nur 400 Meter
unter Vollgas laufen. Und vielleicht 10 Sekunden im Standgas. Da
hält sich die Erwärmung der Spule in akzeptablen Grenzen)


Ganz vielen Dank für Deine Antwort. Und ich würde mich freuen,
wenn Du mir das "mit dem besseren Funken" noch erklärst!

Viele Grüße, Rolf



Re: Schaltungsprüfung
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Wenn der Funke brennt, ist die Primaerspannung eh gering.
Es geht also nur um die Momente, wo er nicht brennt.
Da die hoehere Spannung laengere Funkenwege ermoeglicht,
gehe ich davon aus, das die Begrenzung den Funken gleich-
maessiger an der Zuendkerze haelt und damit definiertere
Bedingungen schafft,
denn der (abklingende) Strom ist (zwangsweise, Spule)
immer derselbe, es ist nur die Frage, wo er fliesst
(eher primaer oder eher sekundaer).

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Nun, du brauchst eine (1200V) Sperrdiode, damit die LED beim
Hochlaufen der Spannung nicht durchbricht, und, weil du nicht
weisst ob die LED oder Diode besseres Rueckstromverhalten hat,
wuerde ich parallel! zur LED einen hochohmigen (10k) Widerstand
legen, also:

       +-LED-+
+12V --+-10k-+-|>|-330R-+-- IGBT Collektor
       +---Zuendspule---+

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Na, aber die Zuverlaessigkeit des IGBT ? Fuer 24A ist der nicht
unbedingt auf Dauer ausgelegt. Ich dachte, das wegen dem AVR alles
notwendige unternommen wurde, damit der IGBT korrekt bedient wird,
also Entprellung, Backfire-Verhinderung und eben definiert kurzer
immer gleicher aber ausreichender Schliesswinkel, eventuell sogar
mit Korrektur je nach gemessener Akkuspannung.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
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Re: Schaltungsprüfung
Hallo MaWin!

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Hört sich technisch korrekt an, ich werde es mal versuchen.

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Danke für den Rat, genau die Informationen fehlen mir. Denn meine
E-Kenntnisse sind eher gering. Von Beruf bin ich Maschinenbauer
und habe mein spärliches Wissen nur aus Büchern und endloses
"Lochraster-Basteln".  Aber es macht mir trotzdem riesig Spaß!

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Ja, laut Datenblatt 22A Dauerstrom, 44A gepulst. Habe gedacht,
das meine Anwendung durch die Toleranzen abgedeckt sind. Wäre
natürlich ärgerlich, wenn der IGBT genau am Start kaputt geht...
Doch den BUP213 nehmen?

Zur Schließzeit: Ich benutze die Original-Hallgeberscheibe.
Kann man ein wenig hier
http://www.nur-solutions.de/tmp/aufbau1.jpg
und hier
http://www.nur-solutions.de/tmp/aufbau2.jpgsehen.
Ich habe mir die Scheibe an einen kleinen E-Motor gebaut, um
alles "trocken" zu Testen.

(Dein Schaltungstipp, den Du mir zur Lichtschranke CNY37 gegeben
hast, funktioniert bestens, siehe hier
http://www.nur-solutions.de/tmp/oszi.jpg
Sind die Pulse an den beiden Geberschranken. Danke dafür!)

Die Geberscheibe  hat nur zwei Fenster, eines für jeden Zylinder.
Fenstergröße ist 28°.  Am Anfang des Fensters schalte ich stumpf
die Spule ein.

Beim Erreichen des Ende des Fensters errechne ich die Drehzahl und
starte ich den Timer für die Zündvorverstellung mit Werten aus
der Zündwinkel-Tabelle. Beim Timer-Interrupt wird die Spule
abgeschaltet und der Funke erzeugt.

Das Ende des Fensters kommt bei 50° vor OT.
Bei 35° Zündvorverstellung bei maximaler Drehzahl komme
ich so auf einen Schließwinkel von 43°. Bei kleinerer Drehzahl
ist der natürlich größer. Aber niedrige Drehzahl gibt es eh
nicht. Nur ein paar Sekunden am Start.

Sicher nicht sehr einfallsreich, aber ich hoffe, ausreichend.

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Akku wird vor jedem Start geladen, Lichtmaschine haben wir
nicht. Ich denke, das ist konstant genug.

Also Mawin, nochmal  Danke für Deine Zeit!

Viele Grüße, Rolf



Re: Schaltungsprüfung
Hallo Ralf!

Erstmal Danke für's lesen!

Ralf Haboldt wrote:
[...]
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Klinngt richtig. Ich habe mal irgenwo gelesen, das in Umspann-
werken die Schaltfunken auch mit Druckluft "ausgeblasen" werden.
Und das bei 300kV. Dann soll sowas wohl auch im Brennraum
möglich sein.


[...]
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Gute Idee. Da wäre ich wohl nicht von selber drauf gekommen.
Werde es beherzigen!

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Leider habe ich kein Signal bei Kolben auf OT. Die Bezugsmarke
kommt weit vor OT, damit ich noch Zeit zum Rechnen habe. Und
natürlich für die erforderliche Zündfrühverstellung

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Ist bei uns nicht so dynamisch. ;-) Wir schieben an den Start, der
Motor wird angelassen und läuft vielleicht 10 sec im Stand.
Dann wird der Reifen warmradiert bei Vollgas. Dann an die
Startampel. Dort wird bei gezogener Kupplung Vollgas gegeben
und auf grün gewartet. Der Motor dreht dann bis auf den Begrenzer
und pendelt dann dort um die Begrenzerdrehzahl.(Hört sich schlimm an!).
Beim Start die Kupplung los und ab gehts. Geschaltet wird auch
bei Vollgas, ohne Kupplung, per Preßluftzylinder am Getriebe und
Magnetventil.Es wird nur kurz die Zündung wegenommen, durch
den Puls, der das Magnetventil öffnet.

Also ich glaube, auf die Notzündung kann ich verzichten. Aber
der Tipp für/gegen die Spikes ist super! Danke nochmal!

Viele Grüße, Rolf



Re: Schaltungsprüfung
Hallo Dieter!


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In den "Dragsterkreisen" erzählt man sich was anderes.
Was natürlich nicht heißt, das dass technisch fundiert ist! ;-)

Was ich in Literatur gefunden habe ist, das sich magere Gemsiche
schlecht entzünden lassen. Aber "schlecht entzünden" heißt natürlich
noch lange nicht "hohe Durchschlagspannung". Ist mir schon klar...

Ich habe gedacht: "Viel hilft viel" Und schaden wird's doch wohl
eher nicht. Denn die Zündspannung wird eh durch dieFunken-
strecke begrenzt.

Danke für's lesen!

Viele Grüße, Rolf







Re: Schaltungsprüfung
Hallo Olaf,

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Ja, den IGBT muss ich auf einen Kühlkörper schrauben.

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Die MUR406 soll die negativen Spitzen abfangen, weil, das kann
der IGBT nicht leiden. Und da der Trans. 1200V verträgt, habe ich
die Zenerdioden weggelassen.

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Ja, weiß ich. Aber bei Bosch gibt's nur was Neues, wenn man exakt
die Teilenummer weiß. Zumindest ist das bei unserem örtlichen Bosch-
Dienst so. Kataloge blättern ist nicht.

Und die Schrotthändler hier haben einfach keine Lust, mir alle Zündspulen
oder Endstufen dafür zu zeigen. Und allein darf ich nicht in deren Kisten
wühlen....

Danke, und viele Grüße, Rolf



Re: Schaltungsprüfung
Hallo Olaf!



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Super Tipp! 1.000x Danke dafür!

Ist sicher besser, als alles, was ich bauen werde...

Viele Grüße, und nochmals Danke, Rolf.



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