Synthetischer Siebkondensator ?

Apr 19, 2023 Last reply: 3 years ago 65 Replies

Hi Carla,

Dann ist das ein Problem der Vorverstärkerstufe. Die Polarität von Eingangskondensatoren ist zunächst darauf ausgelegt, dass das Eingangssignal ohne Gleichspannung ankommt. Sonst kannst Du im nächsten Schritt komen, dass Eingangsseitig auch 1 kV Gleichspannung anliegen könnte ;-)

Es gibt tatsächlich Gerätschaften, mit denen man diese Verbindungen auch durchklingeln kann.

Marte

Der Koppelkondensator ist doch dafuer da dieses Problem zu loesen, man wuerde ihn einsparen wenn man sowieso noch einen von draussen dranschalten muss.

Wenn ich 5V Betriebsspannung habe dann wird die Wechselspannung am Ausgang ganz gleich welcher Verstaerkerstufe nicht um 0V herum schwanken.

Sowas hat man den hier in Frage kommenden Leistungen nichtmal bei Roehrenschaltungen. Aber auf den Kondensatoren auf der Platine steht 100V, die waeren bei korrekter Polung durchaus geeignet um sie an die Verstaerkerroehre fuers Kondensatormikrophon anzuschliessen, oder an den Transistor der mit 8V laeuft.

Mal ausprobieren mit welcher Polaritaet man die Kondensatoren die an den Eingaengen angeschlossen sind aufladen kann.

Hi Carla,

Nein. Der PCM1802 liefert am Eingang eine DC-Spannung, die soll von der Quelle, die ohne DC kommen sollte abgeblockt. Daher auch die Richtung der Elkos. Du brauchst Dich aber nicht zu sorgen, dass eine ggfs. auftretende inverse Gleichspannung den Elko gleich umbringt. Das dauert, weil so gut wie kein Strom fließen wird. Und wenn Du am Eingang eben mehr als die halbe VDD anlegst, dann musst Du entweder einen zweiten Elko gegenpolig in Reihe setzen, oder die zwei Elkos tauschen/drehen.

Aber sicher doch, wenn die Ausgangsstufe nicht DC-frei ist, dann ist das ein Designfehler. Dafür gibt es Hochpässe, die die DC abblocken. Die gibt es nicht nur eingangsseitig.

Ich weiß nicht, was Du damit erreichen magst. Ich klinke mich hier dann aus. Blödsinn machen kann ich anderswo auch

Marte

Was hat die Maximalspannung denn mit dem Kondesatortyp zu tun?

Der Kondensator laesst Strom durch wenn er falsch gepolt ist. Ich habe das gerade mal getestet mit einem digitalmultimeter. Allerdings faellt der Strom (und damit die angzeigte Spannung) auf Null egal ob ich es zwischen Eingang und 5V oder Eingang und Ground lege. Moeglicherweise ist der Kondensator doch nicht gepolt, oder ich muss es mal mit einer hoeheren Spannung als 5 ausprobieren.

Hallo Carla,

Das ist so nur sehr bedingt richtig, wie Du ja selbst herausgefunden hast.

Vereinfacht ausgedrückt: Das Dielektrikum wird beim Aluelko durch Stromfluss gebildet. Je höher dabei die angelegte Spannung war, desto dicker wird die Schicht wachsen. Dieser Vorgang ist prinzipiell umkehrbar. Wird also die Spannung in Gegenrichtung angelegt, wird sich diese Aluoxidschicht wieder langsam abbauen. Die Geschwindigkeit ist erheblich von der angelegten Spannung abhängig. Bei einem 100 V Akku wird bei 5 V Spannung, die falsch herum aufgebracht wird, ein sehr geringer Leckstrom entstehen, der entsprechend lange braucht, bis das Dielektrikum abgebaut ist. Dabei wird die Kapazität wachsen und die Spannungsfestigkeit abnehmen. Im Gegenzug wird der Leckstrom zunehmen. Wenn das kein 24/7 Betrieb ist, dann kann das Jahrelang ohne Stress funktionieren.

Und, hast Du schon mal durchgeklingelt, ob der Widerstand drin ist? Ansosnten läßt der sich sicher hineinpatchen.

Marte

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