Spannungsspitzen Netzteile / Steckdosenleiste

Jul 17, 2007 15 Replies

F'Up2: de.sci.electronics


Hallo Zusammen,



bei mir hat sich eine kurzfristige Erweiterung der vorhandenen Hardware ergeben und schon kam es zu einem seltsamen oder doch normalen(?) Zwischenfall:



Ich betreibe meinen PC an einer schaltbaren Steckdosenleiste. Wenn ich diese einschalte werden Monitor (Eizo S2111W) und PC (mit Standard 350W-NT) mit Spannung versorgt - schalten sich aber nicht ein.



Nun habe ich an diese Steckdosenleiste zusätzlich noch angeschlossen: Monitor (Iiyama E1900S) und PC (mit Standard 250W-NT) iMac 24" Core2Duo



Als ich eben die Steckdosenleiste anschalten wollte, flog der B16-Sicherungsautomat für das Zimmer heraus.



Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:


- Kommt es schon beim Einschalten der Steckdosenleiste, also dem puren mit Spannung versorgen der Geräte zu solchen Strömen, die den Automaten auslösen lassen oder ist der Fehler woanders zu suchen?



- Können die angeschlossenen Geräte davon Schaden nehmen?



Vielen Dank im voraus,



Aljoscha Fleischer


"Aljoscha Fleischer" schrieb im Newsbeitrag news:469d07f9$0$20999$ snipped-for-privacy@newsspool1.arcor-online.net...

Ja.

Alle diese modernen Geraete haben Schaltnetzteile die dauernd einen Elko mit gleichgerichteter Spannung aufgeladen halten. Das gibt beim Einschalten einen Stromstoss, der per NTC auf einen Wert begrenzt wird, bei der die Sicherung nicht ausloest. Pro Geraet. Schaltet man 5 gleichzeitig an 230V, wird's mehr.

Leider ist ein Schaltnetzteilaufbau mit getrennter Standby-Versorgung per Trafo unueblich.

Nein.

(Alles kann irgendwann kaputt gehen, aber eine "Spannungsspitze", also mehr Spannung als die 230V~ haben, ergibt sich nicht.)

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

MaWin schrieb:

Nur mal so am Rand. Ist der NTC heiß, begrenzt er keinen Einschaltsrom. Kann durchaus mal passieren, wenn Gerät kurz aus und dann wieder eingeschaltet wird.

mfg hdw

Aljoscha Fleischer schrieb:

Kommt darauf an, Röhrenmonitore ziehen beim Einschalten sehr viel Strom. Viele Hersteller haben mitlerweile die Monitore so ausgelegt, daß diese sich beim einstecken der Stromversorgung anschalten, dann bei fehlendem Signal in den Standby-Zustand wechseln. Somit hättest du quasi 2 Monitore, die sich gleichzeitig anschalten. Ich kenne die beiden Typen nicht, von daher kann ich nicht sagen ob das auf diese zutrifft.

IMHO nein...

Gruß Chris

Gitano schrieb:

Meinst Du damit mit Spannung versorgen? Weil einschalten tue ich sie ja eh hintereinander und meistens läuft nur ein Rechner + Monitor gleichzeitig. Es kam ja gestern zu der Auslösung des Sicherungsautomaten, als ich den Schalter an der Steckdosenleiste geschaltet habe - zu diesem Zeitpunkt wollte sich noch kein Gerät einschalten. Gibt es schaltbare Steckdosenleisten, die zeitversetzt Spannung an die einzelnen Steckdosen abgeben?

Viele Grüße, Aljoscha

MaWin schrieb:

D.h. in dem Moment des Anlegens der Betriebsspannung saugen sich alle Elkos schlagartig voll - oder versuchen es zumindestens - und das unabhängig davon, ob das Gerät tatsächlich eingeschaltet wird? Ist das u.a. der Grund für diese "blöden" Sensor-/ Tippschalter an den Geräten - ohne Spannungszufuhr könnte man ja dann nicht mehr einschalten.

Dann bin ich ja beruhigt.

Viele Grüße, Aljoscha

Christian Kirsch schrieb:

Sind beides TFT-Displays, die mit solchen schönen Sensor-/Tippschaltern ausgestattet sind. Da ich nicht permanent diesen Standby-Strom zahlen möchte, habe ich die Geräte an eine schaltbare Steckdosenleiste angeschlossen.

Mit welchem Meßgerät könnte ich eigentlich den Einschaltstrom so messen, dass auch nach dem Schaltvorgang der maximale Stromstoß angezeigt bleibt?

Viele Grüße, Aljoscha

Aljoscha Fleischer schrieb:

OK, vergiß alles was ich gesagt habe, die Röhrenmonitore sind es also nicht ;-) Bleibt nur noch das Netzteil als schuldiger, wie bereits in anderen Posts erwähnt...

Es gibt Multimeter, die Max und Min Werte aufnehmen können. Mit einem solchen könnte man das messen...

Gruß Chris

Gitano schrieb:

Verwundert Dich dieses Verhalten oder ist das mit den Elkos, die in den Netzteilen drinsitzen und sich schlagartig aufladen zu erklären? (Stromspitze)

Viele Grüße, Aljoscha Fleischer

Christian Kirsch :

Die normalen Multimeter sind normalerweise zu langsam, um die Stromspitze mitzukriegen. Ich würde da ne Strommesszange an nen Oszi anklemmen...

M.

Bitte auf mwnews2@pentax.boerde.de antworten.

"Gitano" schrieb im Newsbeitrag news:f7o3oq$cl8$ snipped-for-privacy@news.albasani.net... ..

Hi, das kann man so pauschal nicht sagen. Gelegentlich gehen Sicherungen auch bei Stößen kaputt, oder einfach an Alterung bei konstanter, aber hoher Belastung....z.B. wenn sich eijn Lichtbogen bildet und die Wärme die Sicherung schmelzen läßt. Konnte man gelegentlich selber probieren, einfach die Schmelzsicherungen nicht festschrauben, manchmal hatte man "Glück", und der Bakelitschaltkasten zündelte die Hütte an....

mfg, gUnther

Matthias Weingart schrieb:

Stimmt, daran hab ich nicht gedacht.

Gruß Chris

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