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Sep 26, 2011 102 Replies

Es ist und bleibt "Fracking", das ist der uebliche Ausdruck. Wenn sie sich intensiv mit einem Profi aus dem Oel- und Gasbereich unterhalten haetten dann wuessten sie das. Und das haette ein guter Reporter fuer so eine Story getan.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg schrieb:

Scheint wohl mehr eine Frage der persönlichen Vorliebe zu sein, wenn man

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folgt.

Steht 'fracking' vielleicht in der Bibel, weil du so darauf bestehst? Das gilt nicht für uns Ungläubige.

Gruß Willi

Im allgemeinen gilt in der englischen Sprache zumindest in USA (und um die ging es in dem Artikel) der Webster als Masstab der Dinge. Das sollten auch auslaendische Journalisten wissen wenn sie fremdlaendische Ausdruecke in den Mund nehmen, oder sie sollten es lassen eh sie sich blamieren:

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Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

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"New words and slang"?

Mit Einträgen wie

Fraculator (noun) : Fraction calculator. Similar to construction project calculators, except these feature people and cookie keys. (If you have 3 people, and two cookies, how many pieces of what size do you get if the cookie is divided equally?

Submitted by: Jenn Allen from Idaho on Nov. 21, 2005 00:54

Ein Eintrag, der immerhin seit 5 Jahren Bestand hat, im Gegensatz zu den Einträgen zu "frack", die erst seit einem Jahr existieren? Teilweise mit Quellenangabe "Anonymous"?

Das ist der Maßstab der Dinge? Das ist ja nicht einmal Wikipedia-Niveau. Irgendetwas, was man sich auch gedruckt herauszugeben traute, kannst Du da nicht angeben?

David Kastrup

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Oh Mann, vermutlich wirst Du auch Regierungsdokumente nicht gelten lassen. Dann gehe das ingenieurmaessig an, naemlich logisch: Man will logischerweise dass der Kurzausdruck dem langen Ausdruck "Hydraulic Fracturing" so aehnlich wie moeglich klingt. Fracing klingt ausgesprochen wie "racing", passt also ueberhaupt nicht. Leuchtet es nun ein?

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

gUnther nanonüm wrote on Thu, 11-09-29 13:53:

Glotze? Dann ganz bestimmt nicht.

Ohne Glotze zu leben? Ja, damit hast du ohne jeden Zweifel vollkommen recht.

David Kastrup wrote on Thu, 11-09-29 18:34:

"Der Webster" ist ein von einem anerkannten Verlag gedruckt herausgegebenes Wörterbuch und meines Wissens, das stimme ich Jörg zu, für den amerikanischen Dialekt tatsächlich der Standard.

Du hast aber übersehen, daß er hier die Webversion von "new words and slang" zitiert hat. Gleicher Verlag, kein Buch.

David Kastrup

Und Du meinst im Ernst wenn Du dort den "Submit" Knopf klickst bleibt alles locker flockig von jeder moeglichen Zensur durch Verlagsmitarbeiter verschont?

Einer der ach so geschmaehten Oil-Executives demonstrierte die Gefaehrlichkeit einer modernen Fracking-Fluessigkeit etwas spektakulaerer, indem er sich ein Glas davon aus dem Container einschenken liess und es austrank:

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Aber selbst wenn es chemisch unbedenklich bliebe, die Bedenken die ich habe sind u.a. geologischer Natur. Bodensenkungen, Erdbeben usw. Heute weiss man darueber noch nicht viel. Wenn man es weiss koennte es in manchen Gegenden zu spaet sein.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 29.09.2011 15:13, schrieb Axel Berger:

Ich wäre dafür, dass sich alle Befürworter nur noch von dem Grundwasser rund um die Bohrstellen ernähren dürfen- dann wäre eine kleine Sicherheit gegeben.

Am 30.09.2011 00:46, schrieb Joerg:

Und wenn keiner mehr hin guckt, dann wird die "modernen Fracking-Fluessigkeit" durch den letzten Dreck ersetzt.

Na, irgendein Theoretiker wird schon bescheinigen, dass da "nie" etwas passieren wird.

David Kastrup wrote on Thu, 11-09-29 23:47:

Stimmt, mit dieser Version hat Jörg angefangen und das habe ich in der Tat übersehen, sorry.

Kann das sein, daß jemand das Prinzip nicht verstanden hat? Du kannst ruhig hingucken. Die moderne Fracking-Flüssigkeit ist dafür _gedacht_, den letzten Dreck aus dem Boden zu lösen. Das Zeug, bei dem Du heilfroh wärest, wenn es ungelöst an Ort und Stelle bliebe.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Politiker auf die Idee kommen, Atommüllagerstätten per Fracking zu sanieren.

David Kastrup

"David Kastrup" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@fencepost.gnu.org...

Hi, Du scheinst auch ein paar Wissenslücken zu haben. Interessant ist dabei, daß die Menge des geförderten Wassers erheblich größer ist als die des "Fracing-Fluids". Oft etliche Tankwagen mehr. Wie das bloß kommt, wo doch "da unten" keine Grundwasserschicht betroffen sein soll. Und daß es sich beim Erdgas um ein Produkt von Biomasse in Sedimenten handelt, das in diesem eingeschlossen ist...wie fein aufgelöst ist denn die geologische Karte? Kann jede meterbreite Verwerfung, jeder winzige Bodenriß darin gefunden werden? Die ganze Sache stinkt. Es wird erstmal gebohrt, dann gefördert und dabei gehofft, daß das verdiente Geld ausreicht, alle lauten Mäuler zu stopfen. Etwaige Schäden kann dann der Staat "irgendwann später" reparieren. Weshalb wir alle nur hoffen können, daß die Fracingverseuche im Trinkwassereinzugsgebiet von NewYork möglichst bald zu katastrophalen Nebenwirkungen führt.

mfg, gUnther

Das kann in USA mit einer sofortigen Stillegung der ganzen Firma enden. Weiss ich aus Beispielen, da ich lange im Bereich Medizinelektronik gearbeitet habe. Einen grossen Konkurrenten von uns hat die FDA mal vorlaeufig dichtgemacht. Die Jungs kommen oft unangemeldet.

Oder Gutachter, so wie in Staufen :-(

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ja und? Hier in Dortmund hat die PCB-Entsorgungsfirma Envio Recycling ihren Dreck auf Gelände und Mitarbeiter verteilt. Irgendwann flog es auf, gepflegte Insolvenz, die Geschäftsführer haben ihre Schäfchen im trockenen und können in Ruhe nach einem neuen Job suchen, und Sanierung von Arbeitern und Gelände bleibt Stadt und Staat überlassen.

"Gesellschaft mit beschränkter Haftung".

trifft es ganz gut, man kann sich natürlich auch in "seriöseren" Quellen über die Faktenlage informieren, die Polemik scheint mir aber angemessen.

David Kastrup

Am 30.09.2011 16:20, schrieb David Kastrup:

Ich habe mit Jörgs Antwort gerechnet und tatsächlich auch sofort an Envio gedacht...

Aber das ist bestimmt nur ein Ausnahmefall...

Nun sehen wir doch mal in einem Link nach der wenigstens versucht die ganze Story aufzudecken:

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Zitat "Die Messstation des Landesamts für Umwelt- und Naturschutz (LANUV) in unmittelbarer Hafennähe hatte bereits in den Jahren

2006/erhöhte PCB-Werte aufgezeichnet."

und dann

Zitat "Mittlerweile ist publik geworden, dass im September 2008 beim städtischen Umweltamt in Dortmund ein anonymer Brief mit dem Betreff: "Illegale Aktivitäten der Firma Envio, Kanalstraße 25" einging. Der Brief schilderte detailliert strafrechtlich relevante Regelverletzungen."

Ich denke mal das beantwortet so einiges, nicht wahr?

Die Grundproblem liegt dann hier, Zitat: "Arnsberg habe 'einen Ermessensspielraum milde genutzt', Fahrlässigkeiten und Sorgfaltspflichtverstöße einer Überwachungsbehörde seien 'nicht strafbar' "

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

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Thema verfehlt. Es ging darum, daß Verantwortungslosigkeit auch dann ein einträgliches Geschäftsmodell darstellt, wenn das letztendliche Auffliegen miteingerechnet wird. Daß auch die Trägheit der behördlichen Aufsicht mitgenutzt wurde, rechtfertigt das doch in keiner Weise.

"Der Angeklagte ist unschuldig, weil er kein Geheimnis aus seiner Absicht gemacht hat, den Mord zu begehen." -- so oder ähnlich argumentierst Du ständig. Günstige Umstände für eine Straftat sind keine Entschuldigung.

David Kastrup

Hallo David,

David Kastrup schrieb:

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Da hast Du jetzt das Thema verfehlt. Daß hier mit Verantwortungslosigkeit ein Geschäft gemacht werden konnte, liegt doch genau daran, daß die Behörden sogar recht deutliche Hinweise schlicht ignoriert haben. Denn ein Geschäft wird sowas nur, wenn man es eine gewisse zeitlang betreiben kann. Deshalb sind die, die es betreiben natürlich nicht unschuldig, aber das hat ja auch niemand behauptet, das ist nur Dein Strohmann. Und der Vergleich mit dem Mord hinkt insofern, als sich da nämlich jeder, der davon erfährt und nichts unternimmt, strafbar macht.

Gruß Martin

Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

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