Russischer Transistor

Oct 22, 2003 37 Replies

Hallo! Ich habe in der Kramkiste meines Vaters einen alten wohl russischen Transistor gefunden. Er trägt die Aufschrift "MP21D 2 74" in kyrillisch. Was haben die "2" und die "74" zu bedeuten und um was für einen Transistor handelt es sich? Er war scheinbar noch nicht eingelötet.



Gruß Thomas


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Die 74 sieht ganz stark nach dem Baujahr aus.

Es ist ein MP21D :-)

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Germanium-PNP kleiner Leistung für NF. I_c_max wenige hundert mA, U_ce_max einige

10V. Das "D" steht üblicherweise für die Spannungsfestigkeit.

XL

Das ist halt der Unterschied: Unix ist ein Betriebssystem mit Tradition, die anderen sind einfach von sich aus unlogisch. -- Anselm Lingnau

Axel Schwenke schrieb:

Simmt.

150mW, 300mA, 30V, Ucb=50V. Reststrom 50uA bei 50V.

Das "D" steht üblicherweise für die Spannungsfestigkeit. Hier außerdem Stromverstärkung, 60...200.

MfG hjs

Gibt es für die Dinger noch Datenblätter?

Gruß Thomas

Hans-Jürgen Schneider schrieb:

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Nun, 2 74 ist eigentlich nicht so schwer zu raten, oder? 2. Monat (oder vielleicht auch 2. Woche) 1974 produziert, also ein Uropa unter den Transistoren. :-)

Germanium-Kleinleistungs-NF-Transistor, noch nach altem sowjetischen Bezeichnungsschlüssel (später hießen die dann GT...). Unübliche Anschlußfolge (nicht E-B-C), mußt Du ausklingeln.

Der Transistor ist so alt, daß er in der Datenbank von

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nicht drin ist (die ansonsten recht gut ist für alte sowjetische Halbleiter).

J"org Wunsch Unix support engineer joerg_wunsch@interface-systems.de http://www.interface-systems.de/~j/

Thomas Stegemann schrieb:

Deutscher Handwerker schmeißt nichts weg.

MfG hjs

Ich habe noch eine alte Datenbank auf Mikrofilm - aber für solch "einen" Transistor (mit Hut oder?) ist der Aufwand zu groß. da liegt in meiner Transistorwühlkiste auch noch einiges rum.

Tschüß Steffen

Thomas Stegemann schrieb:

ch.

Das k=F6nnte gut das Herstellungsdatum sein. Das ist ein PNP - Transistor= ,=20 mehr wei=DF ich auch nicht. Im Steuerteil f=FCr den Motor der DDR.Recorde= r=20 Sonnet, Anett, oder auch im R160 (mal auf ebay ansehen) steckt gleich=20 zweimal ein MP21G ...

GG

Ja, und ganz in schwarz mit weißer Aufschrift!

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Hast du eins?

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Hihi. Die (Glas-)Gugel meint, das wäre ein Vergleichstyp zum GC301. Könnte etwa hinkommen. Später habe ich an dieser Stelle (in neueren Geräten) meist einen SF016 oder sowas gesehen.

XL

Das ist halt der Unterschied: Unix ist ein Betriebssystem mit Tradition, die anderen sind einfach von sich aus unlogisch. -- Anselm Lingnau

was bitte ist ein SF016? Gab es einen SF216?

GG

Guido Grohmann schrieb:

Si - pnp

600 mW Ic 600 mA Ucb -75 V Uce -45 V

bevorzugt für HF, Schalter, Breitband

ja, ist aber npn

200 mW Ic 100 mA Ucb 40 V Uce 20 V

Viele Grüße Thilo

Thomas Stegemann schrieb:

Dazu gab es eine ausführliche Beschreibung (6 Seiten) in der rfe (DDR)

1971 Heft 20 bis 22.

Bei Bedarf PM an mich.

Viele Grüße Thilo

Wow, ich bin begeistert, wie schnell auf diesen Betreff hier Antworten kamen. In der letzten Vorlesung hat uns ein Senior-Gasthörer auch diverse russische Transistoren aus seiner Kramkiste geschenkt.. Ich habe hier einen schwarzen (Hutform) mit folgender Aufschrift am Rand: "?422A VIII 63" davor befindet sich ein Logo: ein großes "R" mit einem Schweif ähnlich dem des "@"

Was kann man daraus ersehen?

Vielen Dank & Freundliche Grüße,

-- Benjamin 'Krycek' Lippert ICQ#: 26584993 More ways to contact me:

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Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für den unleserlichen Zeichensatz (Unicode) - sch**ss OE! Das erste Zeichen der Aufschrift sollte ein großes PI darstellen.

Danke,

-- Benjamin 'Krycek' Lippert ICQ#: 26584993 More ways to contact me:

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Benjamin Lippert schrieb:

... also ein P422 - der Rest dürfte auch hier der Herstellungszeitraum sein. Lt. rfe 16/1967 wurde damals die Herstellung einiger P-Typen eingestellt. Das dürfte damit wirklich ein Exemplar für die Vitrine sein.

Nach dem sowjetischen Schlüssel ist das ein Germanium-Mittelfrequenz- bzw. HF-Transistor kleiner Verlustleistung; pnp; diffusionslegiert; bevorzugt für Unterhaltungselektronik, Meßtechnik und Impulsbetrieb - mehr gibt meine Datenblattsammlung dazu nicht her.

Thilo

pnp-Pendant zum SF126?

J"org Wunsch Unix support engineer joerg_wunsch@interface-systems.de http://www.interface-systems.de/~j/

Das war praktisch der Komplementär zum SF126, oder?

Das ist kein griechisch, sondern kyrillisch. Also ein großes P.

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