Ich habe hier in meinem Zimmer sehr schlechten UKW-Empfang und keinen Zugriff auf eine Außenantenne. Kann man eine einfache kleine Zimmerantenne mit Verstärker oder ähnliches bauen?
Gruß Thomas
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J
Joerg
Hallo Thomas,
Das wichtigste ist, sie ans Fenster zu bringen. Oder eine fuer Fensteraussenmontage besorgen, das hatte ich mal in meiner Huette gemacht.
Regards, Joerg
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L
Lars Mueller
Verstärker ist in der Regel Unsinn. Mach oder kauf eine Wurfantenne (Dipol aus Litze an einem Stück Koaxialkabel) oder kaufe so etwas, falls du das nicht schon hast und experimentiere mit der Aufhängung. Vielleicht bekommst du die Antenne auch vor das Fenster. Wie ist die bisherige Antenne beschaffen? Welcher Art sind die Empfangsprobleme? Wirklich zu wenig Signal oder zu viele Störungen? Störungen durch andere Sender vielleicht?
Gruß Lars
T
Thomas Stegemann
Wird schwierig, da der Receiver genau an der gegenüberliegenden Wand steht und ein Umstellen nicht möglich ist.
Einfache Wurfantenne, d.h. ca 1,5m zweiadrige Litze (leider keine 240 Ohm Antennenleitung, konnte ich leider nicht bekommen), die ich unter die Schreibtischplatte geheftet habe. Der Receiver ist ein schöner alter Technics SA-5360. Er hat, soweit ich mich errinere einen Eingang für eine 75 Ohm Antenne und auch einen für 240 Ohm.
Einfach zu wenig Signal.
Nein, keine Störungen.
Gruß Thomas
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L
Lars Mueller
Uh, oh. Ich finde keine Daten zu dem Gerät, aber auf dem Bild sieht es schon ziemlich alt aus. Da kommen mir Zweifel, ob der wirklich so empfinglich ist, wie heutige Geräte. Also schlage ich nochmals vor, sich eine Dipol-Wurfantenne zu basteln. Das ist das billigste und unauffälligste, was man sich ins Zimmer hängen kann. Die sollte zumindest ein wenig mehr Pegel bringen, als irgend welche nicht angepaßte Konstruktionen.
v Innenleiter v Litze v Litze |--------------0,75m--------------
-----------075m------------| | | | | |
M
MaWin
Thomas Stegemann schrieb im Beitrag ...
Bestell dir doch einen Kabelanschluss.
-- Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage:
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de.sci.electronics FAQ:
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Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
G
Gernot Zander
Ich habe mir mal eine HB9CV gebaut für den Zweck, aus Messing- Stäben auf einen großen Regalboden geklebt. Die Maße habe ich aber nicht mehr - google mal danach.
mfg. GErnot
(Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Treffen sich zwei Token im Ring. (Stephan Engelke)
T
Thomas Stegemann
Ja, Baujahr zwischen 1976 und 1980. Klingt aber sehr gut. Mit Hybridverstärker (STK0182) bringt der immerhin gemessene 2*60 Watt Sinus.
Eigentlich schon. Er hat auch eine Feldstärkeanzeige. Dort kommt er mit der jetzigen nur dauerhaft auf 1 von 5 und das beim stärksten Sender. Jedoch schwankt der Pegel stark wenn man z.B. mit dem Bein nahe an die Antenne kommt.
Muss es denn unbedingt in Fensternähe sein?
Ja, sehr gut.
Würdest du mir also einen Verstärker empfehlen? Den sollte man dann wohl nicht selbst bauen, oder?
Gruß Thomas
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T
Thomas Stegemann
Gibts bei uns nicht außerdem ists teuer und lohnt wegen Radio nicht. Wir haben auch eine Antenne auf dem Dachboden extra für UKW. Die bringst auch wohl aber es gibt keine Leitung von dort in mein Zimmer und eins ziehen kann man wohl vergessen, da mein Zimmer im EG liegt.
Gruß Thomas
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R
Robert Hoffmann
Hast du die Zwillingslitze aufgerissen?
Ich würde auf einer Länge so ca. 72cm die Zwillingslitze aufreißen und auseinander ziehen und nach 1-2 cm (Mechanische Gründe) nicht aufgerissener Leitung eine 75Ohm Koaxleitung dranhängen. Dann bekommst du einen leicht schielenden lambda/2-Dipol mit Koaxspeisung. Ein schöne Symmetrierung mit lambda/4-Stub wird zu groß für deine Anwendung. Der Fußpunktwiderstand ist so bei ca. 60Ohm macht so ca.
19dB Rückflußdämpfung und eine leicht schielende Antenne durch die unsymmetrische Speisung. Das ist aber für die Anwendung als Radio-Empfangsantenne egal.
Aber auch der lambda/2-Dipol nützt nix, wenn du ihn nicht ausirchten kannst, oder der Dipol in die Nähe einer kräftigen Störquelle kommt, die den Eingangsverstärker blockt. Dafür kann übrigens schon ein nahegelegener 50Hz-Trafo sorgen, der dann die 50Hz in die Antenne kapazitiv einkoppelt und die, finden, sofern sie nicht ein Koppelko aufhält schon irgendwie in den Demodulator.
Robert
L
Lars Mueller
Das kommt auf die Beschaffenheit deiner Wände und deines Fensters an. Ist das fenster Metallbedampft, ist das extrem sch... für die Funkwellen und den Empfang. Sind die Wände aus Stahl und/oder sind es keine Außenwände, ist das auch extrem sch... für den Empfang! Am besten wäre bei Kunststoff oder Holzrahmen wirklich mal, die Drähte versuchsweise durch den Rahmen hindurch gehen zu lassen und die Antenne außen anzubreingen. Oder einfach mal Fenster auf und testweise raushalten.
Nur testweise und nur weil ich nicht weiß, was vom Frontend deines Receivers zu halten ist!
Wenn man's kann... Dürfte aber IMHO preismäßig nicht lohnen und Übung sollte man nebst Meßmöglichkeit bei Eigenentwicklungen oder nicht idiotensicheren Nachbauten auch haben. Also wenn du Meßmöglichkeiten hast und Berufs- oder Hobbymäßig schon einige ultrarauscharme Vorverstärker für diesen Bereich gebaut hast, bau dir selber etwas, das genau für deinen Anwendungsbereich paßt Also extrem rauscharm und abgestimmt auf deinen Lieblingssender. Wenn nicht, kauf was von der Stange. Bausätze der typischen Elektronikladenqualität würde ich auf keinen Fall nehmen!
Gruß Lars
B
Bernhard Holzmayer
Die Empfindlichkeit sollte bei UKW kein Problem sein, jedenfalls in den meisten Wohngebieten Deutschlands. Aber wenn Deine Feldstärkeanzeige das so sieht (1), dann ist Abhilfe erforderlich...
Was hast Du denn für Wände? - Falls Beton mit Stahlarmierung, dann ist das wie ein Faraday'scher Käfig, wo das Antennensignal nicht durchkommt. In diesem Fall ist das Fenster die einzige Chance. Auch ein Verstärker hilft dann nix.
Da rate ich davon ab. Ein typisches 12V-Steckernetzteil wird vermutlich soviel Störungen produzieren, dass nur ein super-guter Verstärker die in den Griff bekommt. Da ein vernünftig dimensionierter Antennenverstärker praktisch keinen Strom benötigt, kann man den stattdessen ohne Probleme aus einer 9V-Batterie betreiben (wahrscheinlich jahrelang...).
Nur, wenn Deine Antenne gut genug ist, dass Dein Feldstärkeanzeiger wenigstens muckt (2..3). Der Verstärker könnte das dann noch verbessern (4..5). Aber wenn die Antenne nix bringt, verstärkt der Verstärker nix und das ist dann z.B. 100 mal nix, also wieder nix...
Wenn Du NF-Verstärker bauen kannst, die nicht brummen, dann kannst Du UKW-Verstärker bauen, die funktionieren. Bei Kurzwelle ist das schwieriger, bei UKW um die 100MHz ist eigentlich nur wichtig, dass alles schön klein ist...
...oder z.B. aus Flachbandkabel einen Dipol 136cm lang auf eine Holzleiste, Enden verlötet, in der Mitte Flachbandkabel bis zu
240-Ohm-Eingang des alten Empfängers.
Es nützt die schönste Antenne wenig, wenn man einen schlechten Standort hat. Manchmal kann einen Schritt weiter der beste Empfang sein. Mit der Höhe der Antenne wird der Empfang oft besser.
Ein Verstärker kann nur das verstärken, was die Antenne liefert. Wenn da nur Störungen und Rauschen ankommen, wird das auch verstärkt. Ein Verstärker gleich an der Antenne kann jedoch auch sehr nützlich sein, wenn man ein langes Kabel vom Dach hat.
HTH Gerd
T
Thomas Stegemann
Danke sehr für diesen Tip, Robert! Genauso habe ich es nun gemacht und bekomme bei meinem Lieblingssender nun Feldstärken zwischen 3,5 und 4. Das reicht für sicheren, rauschfreien Stereoempfang aus. Ich konnte ihn einfach an die Seite meines parallel zu einer Außenwand stehenden Bettes heften.
Gruß Thomas
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