Röhrenmonitor macht "bizzelndes" Gerä usch. Brauche Hilfe!

Aug 11, 2010 12 Replies

Hallo,



es geht um einen 21" Röhren-Monitor. Das Gerät hat bisher gute Dienste geleistet und ich möchte es nur sehr ungern durch einen LCD ersetzen.



Vor etwa einer Woche hat das Gerät angefangen dezent ein "bizzelndes" Geräusch von sich zu geben. Wenige Tage später war es nicht mehr möglich, das Bild schmal genug zu stellen. Die horizontale Ablenkung ist viel zu stark und das Bild dementsprechend knapp einen Zentimeter breiter als der Monitor über sein OSD einstellen lässt! Mittlerweile wird auch das Geräusch so laut, dass es schon lästig wird.



Soweit ich das bei geschlossenem Gehäuse "erhören" kann kommt das Geräusch von der Bildrohrplatte. Es ändert seine "Tonlage" mit der Auflösung, bzw. der Frequenz.



Was könnte das sein? Meine laienhafte Meinung ist, dass es nichts großes sein kann, da das Bild noch schön ist (halt etwas zu breit). Eventuell ein Kondensator trocken? Oder gar nur eine kalte Lötstelle?



Wer kann mir da etwas auf die Sprünge helfen?



Und nicht zuletzt: Was muss ich an Sicherheitsregeln beachten, wenn ich das Ding aufmache? Vom Zeilentrafo lasse ich natürlich die Finger. Kann man die Bildrohrplatte zur genaueren Betrachtung abziehen, oder sind die fest mit der Röhre verbunden? Kann ich gefahrlos einen Testbetrieb mit offener Haube machen, um das Geräusch besser orten zu können?



Danke vielmals im Voraus für jeden Tipp!



Genaue Daten vom Typenschild besorge ich noch und liefere die später noch nach.



Gruß



Manuel



XPost nach de.rec.tv.technik, F'up nach de.sci.electronics. Lese beide Gruppen, also F'up ggf. ignorieren.


Also frueher in der Zeit wo ich als Kid Fernseher reparierte war dann die Hochspannung etwas eingebrochen. Es britzelte, zischte und fauchte meist. Der Grund war so gut wie immer der Worst Case (sollen heissen der teuerste), der Zeilentrafo. Ganz selten mal eine schlappe PL500 oder PL509, aber Roehren wirst Du ausser der CRT in Deinem Monitor nicht mehr haben :-)

Bitte nicht mehr tun, dann wissen die Leute in der abgeschossenen Gruppe nicht wer schon geantwortet hat in der anderen die sie nicht abbonniert haben.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Bild zu groß und bizzelndes Geräusch heißt normalerweise: Anodenspannung zu gering/eingebrochen. Also entweder wird zu wenig erzeugt, oder es ist eine zusätzliche Belastung dran.

Bei geschlossenem Gerät ist eine genaue Ortung imho sehr schwierig.

Es gibt zuviele Möglichkeiten, um jetzt so ins Blaue zu spekulieren. Wenn man nicht Roulette spielen will (ok, auch da kann man gewinnen), sollte man den Fehler durch Messen eingrenzen.

Es sind eigentlich nur die davon wegführenden, dick isolierten Kabel und deren Zielpunkte gefährlich. Sowie der Netzteil-Bereich bei noch einsteckendem Netzkabel.

Kann man abziehen, muß man aber auf die Röhrensockel-Pins achten. Sitzt meist fest, also *vorsichtig* durch leichtes Hin- und Herbewegen lockern und abziehen. Vorher natürlich sicherstellen, daß sie nicht doch noch irgendwo angeschraubt ist. Aber wozu? Die Diagnose kann man schon ohne Abziehen der Platine durchführen. Ein hochohmiges Voltmeter mit großem Spannungsbereich ist z.B. für die G2-Spannung nötig.

Gefahrlos ist da nix :-). Man kann aber mit genügender Erfahrung das Risiko gering halten. Immer eine Hand in der Tasche lassen und nicht barfuß auffem Boden stehen.

Grüße, H.

PS Ich hatte mal einen mit bizzelndem Geräusch, bei dem schon der gründliche Einsatz eines Staubsaugers Abhilfe schaffte. Da war das Bild aber noch nicht eingebrochen.

Heinz Schmitz schrieb:

=2E.. oder mit Hei=DFkleber an der R=F6hre angeklebt.

=2E.. an die du bei den meisten Monitoren nicht rankommst, wenn du die=20 Platine nicht aus ihrem Blechmantel befreist. Dazu mu=DF sie nicht selten= =20 abgezogen werden.

Guido

Hm? Der Bereich einer Bildröhre wird durch die Heizung heiss. Ich kenne da eher Silikon als Sicherung.

Gerrit

n

ht

ne

Das helle d=FCrfte tats=E4chlich eine Art Silikon gewesen sein (war von d= er=20 Konsistenz aber anders als das mir bekannte Sanit=E4r-Silikon, fester=20 eben), ich habe auch schon dunklen Klebstoff gehabt, der dahin=20 gekleckert worden war.

Guido

Gut, also aufmachen.

Mit der Gefahr durch Netzspannung kann ich umgehen. Die Risken sind mir bekannt und ich habe damit schon öfter zu tun gehabt. Dazu kommt beim Schaltnetzteil die Gefahr durch die *sehr* hohe Gleichspannung, aber wenn man vorsichtig ist...

Viel mehr Gedanken habe ich mir wegen der *Hoch*spannung gemacht, die für die Röhre verwendet wird. Beim Testbetrieb werde ich aber einen Meter vom Gerät weggehen.

Lose Lötstellen sind bei solchen Geräten wohl nicht unüblich. Beim großen 16:9-Röhren-TV meines Vaters wurde auch mal für knappe 100 EUR repariert und Fehlerursache laut Rechnung war auch nur eine kalte Lötstelle.

Sobald ich heute den "Ersatz-Monitor" angeschlossen habe, kommt das Teil in meine Werkstatt und ich mache mich auf die Suche nach offensichtlich kaputten Lötstellen. Da das Gerät schon recht lange mit dem Fehler betrieben wurde, gehe ich davon aus, dass die Stelle doch deutlich sichtbar sein sollte...

Um nochmal kurz von der Gefahr zu reden: Ich kann also die Lötstellen der Platine bedenkenlos nachlöten, da bei ausgestecktem Gerät dort nach sagen wir einer Stunde Wartezeit keine gefährlichen Spannungen mehr liegen? Lötkolben ist zwar geerdet (wegen ESD) aber auf einen Knall beim ersten Kontakt habe ich keine Lust ;-)

Sorry, aber ich habe keine Ahnung von was du schreibst ;-) Ich habe ein Billig-Multimeter, das ich selber nach einem teuren geeicht habe. Passt so in etwa. Bis jetzt hat es immer gereicht. Hochspannung schafft das aber nicht.

Der Tipp macht immer mal wieder die Runde, aber auch mit einer Hand kann hohe Spannung sehr weh tun!

Ich dachte, dass eine Spannung (Ablenkung?) zu hoch geworden ist. Wenn ein zu breites Bild aber einen Einbruch bedeutet, dann habe ich wieder Hoffnung, dass es mit Nachlöten getan sein könnte. Ich melde mich wieder...

Gruß

Manuel

"Alle Macht geht vom Volk aus - aber wo geht sie hin?" - Bertolt Brecht Alle wollen zurück zur Natur - aber keiner zu Fuß Beiträge mit *X-No-Html Header* kann ich weder lesen, noch beantworten!

Mit einem Stück Gartenschlauch - ein Ende am Ohr, das andere zum Gerät hin - kannste ziemlich genau die Geräuschquelle lokalisieren.

Du wirst sicher nicht jedesmal eine Stunde warten wollen? Nach dem Ausschalten sind alle Spannungen ziemlich schnell abgebaut, da die Zufuhr der Energie abgeschaltet wird, nicht ihr Verbrauch. Bei der Bildröhre kann aber die Kathoden-Heizung schon aus sein, ehe die Anoden-Spannung voll weg ist, oder Spannung kann aus dem Dieelektrikum der Röhrenwand nachkommen. Vergiß nur nie, den Netzstecker zu ziehen.

Schaltplan besorgen :-).

Die Dinger sind meist höchstens für 500 Volt. Über Netzspannung hinaus würde ich sowas aber garnicht verwenden wollen.

Ja. Der Tipp soll wohl auch nur verhindern, daß Strom von einer Hand zur anderen quer über Dein Herz fließt - da isser besonders vom Übel.

Bei gleichem Ablenkstrom wird ein lahmer Strahl weiter ausgelenkt als ein kräftiger.

Viel Glück, Grüße, H.

Besser die Hand verbrannt als das Herz.

David Kastrup

Heinz Schmitz wrote: > Mit einem Stück Gartenschlauch - ein Ende am Ohr, das andere zum > Gerät hin - kannste ziemlich genau die Geräuschquelle lokalisieren.

Der Tipp ist schonmal Gold wert, denn das wäre meine nächste Frage gewesen. Irgendwas isoliertes, abgewinkeltes werde ich auf den Schlauch bauen müssen, da ich die Hauptplatine nicht ausgebaut kriege. Zumindest nicht ohne zig Stecker zu ziehen. Mein Lager an diversem Krams ist aber ausreichend groß, dass ich einen 90°-Rohrwinkel aus Kunststoff eigentlich improvisieren können müsste.

Bildrohrplatte ist vermutlich nicht die Geräuschquelle. Zeilentrafo auch nicht. Das Geräusch kommt von der Bestückungsseite der Hauptplatine. Eine kalte Lötstelle sollte ja wohl eher auf der Lötseite brutzeln...? Weiter konnte ich, mangels ausreichender lokalisierbarkeit der Geräuschquelle, die Ursache noch nicht eingrenzen.

Soweit ich das überblicken konnte, konnte ich keine kalten Lötstellen auf der Hauptplatine finden. Ein Teil ist aber nach unten hin mit einer zweiten Platine, die komplett Kupferbeschichtet ist und auf Masse hängt, abgeschirmt. Sollte ich das Geräusch auf diesen Bereich eingrenzen können, dann muss diese aufgedoppelte Platine runter.

Versuch im dunklen Raum steht noch aus. Vielleicht hole ich das später noch nach. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Fehler weg ist, sobald das "brutzelnde" Teil getauscht ist. Schon weil bei genauerem betrachten das Bild ganz leicht ausgefranzt erscheint und eine leichte Störung im Bild ist, die von "Takt" auf das Geräusch aus dem Monitor passt.

Gut zu wissen. Sobald ich die Geräuschquelle weiter eingegrenzt habe, liefere ich mal ein Foto von der entsprechenden Stelle.

Den könnte ich zwar wohl im Ansatz und mit viel Mühe teilweise lesen, aber was die Schaltung im Detail tut, werde ich als Nicht-Elektroniker vermutlich in diesem Leben nicht mehr erfassen ;-)

Volle Zustimmung. Mir ist sowas fast mal passiert. Bei der Fehlersuche an einer Unterverteilung, die vor >30 Jahren gebaut wurde... Seitdem schalte ich bei jeder noch so kleinen Sache die ganze Anlage an der HV frei.

Danke. Melde mich aber auf jedem Fall nochmal.

Gruß

Manuel

Wieso nicht? Heute sind wir ständig Nicht-Irgendwasler. Früher blieb man das meist, weil die nötigen Informationen kaum verfügbar waren. Heute bekommt man das alles im Internet geboten. Fast alles :-).

Grüße, H.

Manuel Reimer schrieb:

Korkzapfen (schmales Stück) auf das Ende des Schlauches, dann seitlich ein Loch in den Schlauch bohren oder schneiden - fertig.

Felix

Mag sein, aber trotz der Infos sind mir manche Themen etwas zu abstrakt, um die ganz ohne Hilfe erfassen zu können.

Das Problem am Monitor konnte ich auf einen der Trafos im Schaltnetzteil eingrenzen. Die Lötstellen habe ich testhalber nachgelötet, aber das Geräusch kommt eindeutig aus den Windungen und wurde durch das Nachlöten auch nicht verändert --> Schrott...

Danke nochmal für die Tipps!

Einen anderen Monitor, den ich übergangsweise anschließen wollte, hat zwar offensichtlich eine Anodenspannung geliefert, aber das Bild ist trotzdem schwarz geblieben. Bevor ich den vor gut 5 Jahren eingelagert habe, war der sicher noch OK. Nur durch "Rumstehen" kaputt gegangen?

Sind wohl leider beide ein Fall für den Schrott. Besonders schade um den letzten, da es der erste Monitor war, den ich je angeschafft habe.

Gruß

Manuel

"Alle Macht geht vom Volk aus - aber wo geht sie hin?" - Bertolt Brecht Alle wollen zurück zur Natur - aber keiner zu Fuß Beiträge mit *X-No-Html Header* kann ich weder lesen, noch beantworten!

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required