Re: Fassungslos ich sein! -Teil2

Jun 23, 2024 Last reply: 2 years ago 89 Replies

Ich habe nicht aufgepaßt, obwohl ich zu Hause war. Die senkrechte Steckdosenleiste in der Ecke zwischen Ober- und Unterschrank schließt nicht etwa oben ab mit der Blindblende unten sondern andersherum. Wenn irgendwas auf der Ablage davor steht, kommt man an die Dosen nicht mehr dran.

Auch die waagerechte auf der anderen Seite. Nicht etwa oben, direkt unter dem Oberschrank sondern unten auf der Ablage. WTF.

Und bei Trockenbau ist bzw. wäre das dann in der Hohlwanddose? Wird bei diesen fetten Mantelleitungen doch ein wirklich übles Gestopfe, oder?

Hmmm. Wofür ist dann KNX gut?

Nö. Das geht natürlich auch. Was ich allerdings schon apart finde, ist einen Massivholzhängeschrank mit Sperrholzrücken so auf eine UP-Steckdose mit eingesteckten Eurostecker zu batzeln, daß Erstere davon eine Beule kriegt.

Aber der Volker baut das bleischwere Teil ja gerne wieder ab, schlitzt die frisch geweißelte Wand passend auf, legt 15cm Leerrohr, bohrt am Ende ein neues Dosenloch und spachtelt den ganzen Plunder wieder zu.

Im Garten Weber-grillen (Kohle natürlich!) und mit weißem Feinrippunterhemd Fußball auf 3m Diagonale glotzen kann ich im nächsten Leben ja immer noch.

Volker

Am 26.06.24 um 00:54 schrieb Wolfgang Allinger:

ok. Ich weiß nicht. In einer Camperlösung, vielleicht einzeln für jeden Auslass hätte ich mehr Vertrauen. Lilie heißt die Pumpe ...

Peter

Peter

Bei Trockenbau ist das dann in der (tiefen) Hohlwanddose, man mantelt das NYM so weit ab wie man es braucht und schiebt es dann so weit aus der Dose raus dass der Mantel nur noch einen halben Zentimeter in die Dose reinzeigt. Bei Mehrfachdosen kommt man links rein und geht rechts raus, das ist dann noch einfacher. Das geht auch in Luftdicht, m.E. viel besser mit den Dosen wo man mit einem Spezialwerkzeug genau zum Kabel passende Löcher reinschneidet als bei den vom Elektriker bevorzugten, wesentlich teureren Dosen mit der Gummimembran. Die sind bei mir "shoot on sight", sobald ich irgendwo bei gehe und diese Dosen finde fliegen die sofort raus.

Übles Gestopfe wird das nur wenn man vom Daisy-Chain abweicht und zusätzlich zum Daisy-Chain der Steckdosen noch mehr Wagos als die zwei für die nicht an der Steckdose hängenden Extraphasen hinter der Steckdose unterbringen muss. In einigen Zimmern muss sich der Elektriker-Azubi echt verkünstelt und der Meister weggeguckt haben, der hat in jeder Dose fünf Dreier-Wagos versenkt und ein kurzes Drahtstück zur Steckdose geführt. Das ist bei mir auch "Shoot on Sight". Ich bekomme jedes Mal die Krise weil ich ja weiß wer diese Kunstwerke bezahlt hat.

Klassikerfehler ist auch, bei den Adern die in den Steckdosen stecken zu wenig abgemantelt zu haben, bei den Jung LS 900 Steckdosen muss man nämlich ein gutes Stück mehr abmanteln damit die Klemme in der Dose richtig zupacken kann als man es bei den normalen Wagos machen muss.

KNX-Aktoren für die Hutschiene kosten pro Port nur ein viertel von dem, was ein Unterputz-Aktor kostet. Da kann man gerne mehr Kupfer in der Wand versenken. UP-Aktoren gibt's bei mir nur wo es sein muss (sind sechs im ganzen Haus plus die für die elektrischen Rolläden, die in der Daisy-Chain für die Weihnachtsbeleuchtungs-Steckdosen oben neben den Fenstern mit drin hängen).

Würde ich nochmal neu bauen, würde ich auch die elektrischen Rolläden mit einem eigenen NYM-J 5 in den Keller führen und dort mit Hutschienen-Aktoren arbeiten. Mit den Unterputz-Aktoren, Zu- und Abführung, KNX-Leitung, Fensterkontakten, und der Leitung zu Motor ist das ein unerträgliches Gewürge in der Elektronikdose.

Ich hätte in solchen Fällen vermutlich den eurostecker abgeschnitten und zwei Wagoverbinder hinter den Schrank gestopft.

Grüße Marc

Dunkel der Sinn Deiner Worte sein :? Peter werter :o

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Das sind 2 Paar verschiedene Schuhe:

  1. (graue) Grundplatte zur Montage von Wago Klemmen auf irgendeinen Untergrund
  2. (orange) Halteplatte für Montage Wago Klemmen auf 35mm T-Schienen

Beides hat garnienix mit UP-Dosen zu tun.

Hebelklemmen sind nicht dabei, extra kaufen :p

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Marc Haber schrieb am Wed, 26 Jun 2024 20:51:03 +0200:

In diesem Internet fand ich Bilder von eingegipsten Steckdosenleisten (mit beleuchtetem Schalter!) und einem in eine Steckdose eingestecktes Eurokabel, das nach einem kurzen Bogen unter Putz verschwand.

Unterschrift: "Kann man schon machen, aber dann isses halt Kacke!"

Eines Tages werde ich auch mal vor sowas stehen, ich bin mir sehr sicher...

MfG

Frank

Wolfgang Allinger schrieb:

...

Da steht "*geeignet* zur Montage auf Tragschiene". Auf den Produktbildern des Herstellers sieht man zumindestens auch die Verwendung in einer (Aufputz-)Dose.

Guido

Ja. Facebooks "Pfusch am Bau GmbH" ist voll mit solchen Dingern.

Selbstverständlich.

Grüße Marc

Viel besser sind eingegipste Schraubklemmen. Nicht im hier diskutierten Haus, aber anderswo. Auch das kann man so machen, ist genauso Kacke. Aber wenn die Verzweiflung groß ist...

... parkt der X6m vorm Kindergarten auf dem Gehweg ... und der Ekeltrickser geht innovative Wege.

Volker

Nur der Vollständigkeit halber: Nennt man landläufig auch "Lüsterklemmen". Also der Kram, wo das Kupfer drunter wegfließt und dann irgendwann signifikante Heizleistung einsetzt. Da isses eh gut, wenn sich solcherlei Klemme brandgeschützt und gut gekühlt im Elektrikergips befindet, damit sich die Wand nicht zu sehr erwärmt. ;-)

Volker

Ja, habe ich so erlebt, unter meinen Augen. War der vom Vermieter beauftragte Elektriker. Habe mich nicht eingemischt.

Grüße Marc

Marc Haber schrieb am Thu, 27 Jun 2024 10:55:24 +0200:

Ich sach mal so, wenn der Gips spannungslos aushärten kann, ist das Ganze letztlich gut gekapselt und auch isoliert, da gibt es Schlimmeres, auch wenn es eigentlich Kacke ist...

Der Kenner genießt und schweigt. Und kennt den Auszugstermin.

MfG

Frank

Chefmäßig! Diese UP-Dosen mit Deckel machen ja auch so unangenehme Resonanzen im Energieklanglack.

Ist später die Wand mal warm geworden? So bin ich auf den Ekelpfusch aufmerksam geworden. $KUNDIN beklagte die funzelige Lampe, die irgendwie auch mit einem

100W-Halogenleuchtmittel nicht so recht in die Gänge kommen wollte. Ich habe dann die Spannung unter Belastung gemessen, waren eher so 100+x Volt, also von 230V deutlichst entfernt. Wärmebildkamera schaffte dann Klarheit. Man gönnt sich ja sonst auch alles.

Volker

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Damals wusste ich noch nicht so viel über Elektrik.

Grüße Marc

--

---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402

Am 25.06.24 um 07:45 schrieb Peter Thoms:

Es gibt auch so Leckage-Detektoren von syr oder Grohe (wahrschenlich sogar baugleich).

Vielleicht kann man jemand berichten, ob so Zeugs funktioniert oder funktionieren kann.

Die messen wohl wirklich den Durchfluss und bemerken auch dauerhaften minimalen Fluss.

Am 26.06.24 um 22:31 schrieb Wolfgang Allinger:

Hallo,

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Die Pumpe dicht an die Entnahmestelle legen und die Zuleitung zur Pumpe drucklos betreiben. Die Pumpen sind für Camper gedacht :).

Peter

Ich campe eigentlich nicht, sondern versuche gut im eigenen Haus zu wohnen :] Trotz heftigester und oft erfolgreicher Bemühungen der PYer und Schlitzaugen, nur Murks abzuliefern :o

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Vielen Dank dass Du es trotzdem getan hast.

Eher "das ist im Rahmen der Toleranzen". "Mittlere Art und Güte" hat die Schuldrechtsreform nicht überlebt, wenn ich mich richtig erinnere.

Der Estrich in einem unserer Bäder war auch "innerhalb der Toleranzen", aber leider dennoch so schief dass der Fliesenleger stundenlang mit Ausgleichsmasse herumgemacht hat. Auf unsere kosten natürlich. Man muss bei sowas also unbedingt darauf achten, das Dinge wie "inklusive Ausgleichsarbeiten, dass das Endergebnis für direkte Verlegung des Fußbodens geeignet ist" in der Leistungsbeschreibung stehen.

Wenn ich bei allen Gewerken auf diesem Niveau gearbeitet hätte, wären wir bis heute nicht eingezogen.

Dummerweise haben solche Leute meist auch ein Steckenpferd. So hat unser Gutachter in der Baubeschreibung im Wesentlichen auf dem Schallschutz herumgeritten, was dazu geführt hat, dass man zwar nicht hört wenn eine Etage obendrüber jemand das WC spült, aber die Schubladen der MALM-Kommode aus dem Schlafzimmer bis ins Wohnzimmer zu hören sind, und dass die die Treppe im (identischen) Nachbarhaus herunterpolternden Teenager für uns lauter sind als wir selbst in unserem eigenen Treppenhaus.

Während des Baus hat er die unsachgemäß ausgeführte Kellerdichtung genauso identifiziert und moniert (gab Preisnachlass, da nicht mehr ohen Abriss zu beheben) wie die für die geringe Neigung der Dachgauben unzureichende Dichtung des Unterdachs (wurde nachgebessert).

Aber in Heizung und Elektrik musste ich mich selbst reinnerden, das hat er einfach so abgenickt.

Aber ja, dass Architekt und Bauleiter auf der Gehaltsliste des Generalunternehmers standen war einer der Kardinalfehler die wir beim Abschluss unseres Bauvertrags gemacht haben.

Ein Bekannter spricht von seinen Handwerken bis heute von der Dachpflaume, der Elektropflaume, der GWS-Pflaume, der Bodenpflaume und der Geländerpflaume, und auch wir haben genau einen Handwerker den wir ohne Bedenken weiterempfehlen können und das war der Klimabauer. Der (zweite) Fliesenleger ist auch super, hat aber so viel zu tun, dass wir ihn wegen "wir können frühestens in vier Monaten" nicht weiterempfehlen können.

Ja, besonders bei Generalunternehmern kommen halt üblicherweise die Firmen, die dieser kennt. Unser Haus ist ein Fertighaus von einem Lieferanten aus dem Siegerland, die Subunternehmer (Hausmontage, Bodenlegen, Sanitär, Heizung) kamen entweder von dort oder aus Sachsen zu uns nach Baden-Württemberg. Die Putzer waren die einzige vom GU beauftragten lokalen Handwerker, alle anderen Gewerke haben wir selbst lokal beauftragt. Und selbst da waren (Elektriker I, Fliesenleger I, Sanitär II) Pflaumen dabei. Am teuersten waren die durchgefliesten Duschen, die wir wegen "zu wenig Abflussleistung" und "zu wenig Gefälle" nach drei jahren beide wieder haben rausreißen lassen.

Sanitär III taugt und kommt schnell, aber dass eine Reparatur/ein Umbau am Kondensatablauf der Gebäudelüftung (alles Aufputz und zugänglich im Heizungskeller) über tausend Euro kosten muss hat mich dann doch etwas überrascht.

Das kam bei uns zum Glück nicht vor, wenn man Sächsisch als Deutsch ansieht waren das alles deutschsprachige Handwerker. Okay, bis auf die Estrichfirma (die mit den Toleranzen), das waren Türken und nur der Vorabeiter sprach deutsch. Die waren aber auch nur einen Tag da.

Grüße Marc

Wer hat denn § 243 I BGB abgeschafft?

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