Powerbank als USV für Raspi?

Jun 11, 2026 Last reply: vor 1 Monat 9 Replies

Hallo



Meine Neue Powerbank aus dem anderen Thread (die das Handy nicht voll lädt) hat ebenso wie die alte aufgeblähte USB-C, USB-A und Mini USB.



Jetzt kam mir der Gedanke ob die wohl als Pufferspeicher gegen Stromausfälle für einen Raspberry Pi dienen könnte.



Eine normale USV wird auch konstant an Netzspannung betrieben und der Akku geladen gehalten. Theoretisch und Allgemein gesehen gäbe es da keinen Unterschied wenn man eine Powerbank an ein Ladegerät hängt und ihren Ausgang in einen Raspi steckt.



Ob, wo und wie es Unterschiede im Detail gibt ist hier meine Frage.



Hat das schon jemand Probiert und wie funktioniert es?


Bye/ /Kay


Am 12.06.2026 um 01:06 schrieb Kay Martinen:

Die aufgeblähte möchtest Du aber nicht verwenden?

Ja, CT hat das vor vielen Jahren mal gemacht. Du benötigst eine Powerbank die gleichzeitig geladen werden kann ein angeschlossen Gerät weiter mit Spannung versorgt. Das machen nicht alle. Und man braucht noch ein paar Bauteile um die Ausgangsspannung zu puffern, wenn der Strom ausfällt. Da haben die Powerbanks wohl kurze Aussetzer.

Und zusätzlich sollte der Raspi auch noch mitbekommen dass die Netzspannung weg ist, damit er sich runterfahren kann, wenn der Ausfall zu lange dauert.

Alles in allem, geht zwar, aber nicht ohne ein wenig bastelei.

Am 12.06.2026 Fr. um 01:06 schrieb Kay Martinen:

Betreibe ich schon ein paar Jahre so mit 3x Raspi. Wobei meine 'Powerbank' ein Eigenbau ist.

5V Netzteil -> 1x 2S Lademodul für 2x 18650 in Reihe -> StepDown auf 5,1V -> Raspi. Ich schalte nicht um von Netz/ Akkubetrieb, diese Kombi bleibt so immer aktiv.

Jürgen

Am 12.06.26 um 08:05 schrieb Thorsten Böttcher:

Nein, damit würde ich ja absichtlich einen Künftigen Defekt einbauen.

Das läßt sich ja einfach prüfen. Zusammen stecken und sehen ob der Raspi (oder was anderes) an geht.

??? Willst du sagen das die kurz den Ausgang abschalten wenn sie nicht mehr weiter geladen werden vom Ladegerät? Dann wäre das im Grunde witzlos weil es ja eben darum geht den Akku der Powerbank als Puffer zu nutzen.

Ich habe noch nicht ausprobiert/nachgerechnet wie lang ein rpi4 an einer

10000mAh Powerbank überleben könnte. Ich nahm erst mal an das er daran Stunden laufen könnte. Und so lange ausfälle hatten wir hier lange nicht. Das muß dem Rpi m.E. dann auch nicht unbedingt signalisiert werden. Und wenn es doch länger dauert, stürzt er halt ab.

So lange er nicht so wenig strom zieht das die Powerbank deswegen von sich aus abschaltet!

Der Plan war ja eben das ganze ohne Bastelei zu realisieren. Denn dann könnte man auch gleich eine dieser Rpi-USV herbei "basteln".

Bye/ /Kay

Weil der Wirkungsgrad nicht ideal ist, kannst Du auf dern 5-V-Ebene mit der Hälfte rechnen. Das sind dann 25 Wh. Bei 5 W wären es 5 h. Der RPi kommt aber mit 5 W sicher nicht mehr aus. Wenn die software es zuläßt spricht vieles für einen 2 oder 3.

Am 12.06.2026 um 11:48 schrieb Kay Martinen:

Gut.

Ja. Wenn man Geräte nutzt die man schon hat, ist das ein einfacher Weg. Wenn man sich dafür extra was kauft, dann ist es natürlich gut wenn man das vorher weiß.

Genau so ist es. Es gibt einen kurzen Einbruch der Spannung. Lang und tief genug, dass der Raspi abstürzt/neu startet. Vielleicht gibts ja auch welche, die das nicht machen.

Nur ist eine eine Powerbank nicht als USV vorgesehen. Eine passende zu finden, dürfte nicht ohne längere Suche gehen.

Wenn das für Dich ok ist. Je nachdem was man damit macht möchte man vielleicht nicht dass er einfach so abstürzt, sondern ihn lieber sauber runter fahren.

Wenn "dann stürzt er halt ab" eine Option ist, kann man sich die Powerbank auch sparen. Ich wollte das auch mal machen, aber die Stromausfälle hier sind so selten, dass ich das nie umgesetzt habe.

Die Basteil hat AFAIK aus einem Kondensator und einer Spule an den

5V-Pins des Raspi bestanden. Der Kondensator als Puffer wenn die Spannung kurz weg ist, und die Spule als Strombegrenzung wenn der Raspi mit leerem Kondensator an Spannung gelegt wird. Ein komplette USV selber bauen dürfte aufwendiger werden.

RPi 4 war gemeint.

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Pi 4 braucht in der Praxis ungefähr genauso viel wie Pi 1 (bei vergleichbaren Aufgaben). Hab's gemessen. Allerdings sind beim Pi 4 die Lastspitzen deutlich größer. Mehr als 5W dürften es aber trotzdem eher nicht werden. In Spitze habe ich ca. 5,5W, aber mit USB-Netzteil. Idle braucht der Pi 4 incl. USB-Netzteil etwa 3W und damit etwas weniger als die alten Pi 1. Irgendwann (bei Pi3 glaube ich) wurde von Längsregler für die 3,3V auf Schaltregler umgebaut. Das spart einiges.

Marcel

Die ganz alten kenne ich nicht und gemessen habe ich auch nicht. RPi 3 und 4 stecken hier in wäremabführenden Metallgehäusen und der 3 kommt mir spürbar kühler vor. Beide mit Home Assistant, der 4 allerdings mit der aktuellen Bloatversion, die auf dem 3 nicht mehr läuft.

Den 3-er kann ich nicht so einfach messen, der hängt im anderen Haus. Gut möglich, das er sparsamer ist.

Beim 4-er habe ich am Anfang auch Panik geschoben, weil es überall hieß, dass die so heiß werden. Aber in der Praxis wird er nur gut handwarm. Wenn man ihn nicht in eine geschlossenes Plastikgehäuse einkuschelt, ist das alles nicht so schlimm.

Marcel

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