Lebensdauer Elkos

Jun 10, 2026 Last reply: 1 month ago 42 Replies

Hallo zusammen!



Bei einem dauerhaft laufenden Mainboard muss ich einen geplatzten Elko tauschen.



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Angaben zur Energieeffizienz Lebensdauer 5000 - 10000 h



Heißt das, dass der wahrscheinlich nach 10000 Stunden (also etwas mehr als ein Jahr Dauerbetrieb wieder im Eimer ist?


Bei der aufgedruckten Temperatur. Ich nehme mal an, der bekommt etwas Luftzug ab und wird nicht so heiss.

Gerrit

Heiß nicht, ich denke max. lauwarm.

Wie wirkt sich das auf die Lebensdauer aus?

Ja, bei 105°C.

Für einen normalen (nicht fest-polymer-Elko) wie diesen kannst Du pro 10°C weniger in erster Näherung mit einer Verdopplung der Lebensdauer rechnen:

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Macht bei 65°C also Faktor 2^4 = 16, also 9 - 18 Jahre.

Achtung: das gilt nur, wenn der maximale im Datenblatt erlaubte Ripplestrom nicht überschritten wird.

cu Michael

Am 10.06.26 um 22:01 schrieb Marco Moock:

Extrem. Willkürlich der erste nicht KI-geschwurbelte Suchtreffer:

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Firefox > Settings > Search > Search Shortcuts > Add > Search Engine Name: "DuckDuckGo (No AI)", URL: "
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" Fertig. Thank me later.

Volker

Is getzt *Later* ? Dann auch von mir vielen Dank

Wenn nicht, *ignore* :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 10.06.26 um 21:13 schrieb Marco Moock:

Checke auch gleich seine Nachbarn.

In der Regel ist alles, was du selber kaufst, besser als der China-Plunder ab Werk.

Ich habe schon öfter einfach 20 Jahre alte Ausschlacht-Elkos aus der Grabbelkiste eingelötet, weil ich keine Lust hatte, auf irgendeine Bestellung zu warten. Die haben immer länger gehalten als das Original.

Die größte Kunst ist die Lötarbeit. Diese Multilayerplatinen mit dicken Masseflächen zu erhitzen, ist gar nicht so ohne.

Marcel

Wenn ein Heißluftföhn verfügbar ist, empfiehlt sich ein großflächiges Vorheizen von unten.

---<)kaimartin(>---

Von diesem Typ ist nur einer verbaut.

Das ist hier kein Problem. Ich habe die mit dem Lötkolben immer problemlos rausbekommen. Neues Lötzinn drauf und dann geht das eigentlich problemlos.

Marco Moock wrote: [Lötarbeit von Multilayerplatinen]

Müssen die alten Elkos unbedingt ausgelötet werden? Meine ehem. Kollegen haben sie abgezwickt und an die Stümpfe von deren Anschlussdrähten die neuen Elkos angelötet.

Am 12.06.26 um 20:22 schrieb Chr. Maercker:

Gute Idee, wenn man weiß, wie man einen plan anliegenden Elko abzwickt. Es gibt auch Leute, die sie abreißen und dann an die Stummel anlöten. Die Gefahr, dabei die Platine zu beschädigen ist aber erheblich. Und die zusätzlichen Millimeter geben nur störende parasitäre Induktivität.

Marcel

Marco Moock wrote on 10.06.2026 22:01:

Der Hersteller meint die Umgebungstemperatur, die ihn erhitzt.

Der könnte nach 10000 h bei 105°C ausgelaugt sein.

Marcel Mueller wrote on 12.06.2026 21:38:

Die Wirkung wird vernachlässigbar sein. Solche Elkos können viele MHz nicht verarbeiten, trotz ESR.

Was ich auf Mainboards gesehen habe, sind i.a. stehende Elkos. In CPU-Nähe werden die ja recht heiß und gingen jahrelang regelmäßig kaputt. Abgezwickt wurde ca. 1mm über der Platine, etwas mühsam ist das Beseitigen der verbleibenden Reste zwischen den Anschlüssen.

Das will ich meinen. Und auch da könnten Reste vom Elko hängenbleiben, die dann weggefummelt werden müssen.

Was zum Schutz der Platine am ehesten in Kauf zu nehmen wäre.

Am 12.06.26 um 20:22 schrieb Chr. Maercker:

Kann man machen, ist meines Erachtens Pfusch und hier nicht notwendig. Die werden ausgelötet und gut ist.

Am 13.06.26 um 00:41 schrieb Helmut Schellong:

Jein. Der ESR von Elkos /sinkt/ mit der Frequenz. Es tragen bei höheren Frequenzen nur noch die Teile der Kapazität bei, die direkt an der Oberfläche und nahe der Anschlüsse liegen. Aber irgendwann kommt natürlich ESL ins Spiel, und dann geht die Impedanz hoch. Und da zählt zuweilen jeder Millimeter.

Marcel

Am 13.06.26 um 00:32 schrieb Helmut Schellong:

Nein, die *Innentemperatur.* Ob er nun von außen erhitzt wird oder von innen durch ESR + Ripplestrom ist egal. Es ist in Schaltnetzteilen nicht unüblich, dass die Innentemperatur unter Last 20-30°C über der Umgebungstemperatur liegt. Nur deswegen verwendet man überhaupt die 105°C-Typen. Der Rest der Elektronik wäre da üblicherweise längst im Jenseits.

Das ist schon die Mercedes-Klasse. In der Holzklasse sind es eher

1000h @ 105°C oder 2000h @ 85°C, oder auch mal das Doppelte. So Zeug wird üblicherweise verbaut.

Beim Tausch ist auch ESR ein wichtiger Punkt. Wenn man gegen Elkos mit sehr niedrigem ESR tauscht, tut es auch mal ein 85°C-Typ. Das habe ich schon oft gemacht, weil leichter verfügbar oder gar in der Grabbelkiste, und das hält i.d.R. trotzdem länger als das Original. Das liegt aber zum guten Teil daran, dass der billigste China-Böller verbaut war.

Marcel

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hat Impedanzkurven - Figure 8 ist ein 270uF Elko. Ab ca. 9MHz ist der bereits induktiv, da sollten ein paar nH extra keine Rolle spielen.

cu Michael

Das passt gut zu meinen Erfahrungen.

Hmm. Ich habe das tatsächlich nie durchgerechnet. Aber einen halben Zentimeter mehr sieht man auf dem Oszi sofort beim "Klingeln" der Schaltnetzteile. Grob geschätzt: 10nH hat man schnell zusammen. Und das tut bei 10 MHz schon erheblich weh.

Marcel

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