Hallo,
eine weniger wissenschaftliche, eher praktische Frage zum Fehler einer Schlagbohrmaschine: das Gerät ist von Metabo und hat viele Betriebsstunden problemlos absolviert. Das ist insbesondere kein CE (Chinese Engineering)-Produkt. Dieses Gerät hat ein Gehäuse aus Kunststoffteilen, gummierten Teilen (Griff) sowie Metallgehäuse rund um Motor, Getriebe und Schlagwerk. Aber dieses Gerät hat nur einen zweipoligen "Schuko"-Stecker ohne Schutzerde, was mich etwas erstaunt, und weswegen ich den Hersteller betonte.
Meine bisherige Annahme dazu war, daß solch ein Gerät selbstverständlich mit PE verbunden sei alleine um den Fall abzudecken, daß ich beim Bohren unabsichtlich eine spannungsführende Leitung treffe, um dadurch den Schutzschalter (Sicherung/FI) auszulösen.
Das auffällige Verhalten: vor ein paar Betriebsstunden fiel dem Besitzer mal auf, daß es etwas "bitzelt", wenn er ans Gehäuse faßt. Gemeint der Metallteil und nicht der gummierte Griff oder das Kunststoffende mit dem "Gasgriff". Erstmal nicht beachtet. Heilt von selbst, oder so :-) Dieser Tage "bastelten" wir gemeinsam, und ich berührte den Mann an der Maschine mit beidseitig deutlicher Wahrnehmung von Spannung.
Also erstmal Kabel angeschaut (optisch fehlerfrei), andere Steckdose probiert und Voltmeter geholt. Fakt: auf dem Metallgehäuseteil liegt Wechselspannung von rund 3V oder 60 bis 70V an je nach Richtung vom Stecker in der Steckdose gemessen gegen Schutzerde. Der Fehler wandert mit dem Wechsel der Steckdose mit, die Spannung ist selbstverständlich sofort weg, wenn das Gerät ausgesteckt wird. Die am Gehäuse anliegende Spannung schwankt deutlich je nach Drehzahl und Last des Motors. Bei drehendem Motor können sogar >80VAC anliegen oder auch nur <30VAC.
Was könnte die Ursache sein?
Die weitergehende Frage zielt natürlich auf die Wirtschaftlichkeit eines Reparaturversuchs: direkt entsorgen oder schrauben?
Gruß, Ralf