ich hab' da mal 'ne Frage zu Netzschaltern: Ich möchte für ein Gerät der Schutzklasse II folgenden Schalter zum Schalten von 230VAC verwenden:
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Was mach' ich mit dem Gehäuse des Schalters?
Die anderen Metallteile des Gerätes, die von außen erreichbar sind, sind bei mir weit genug von der bösen Netzspannung entfernt. Kann man sich auf den Schalterhersteller verlassen, dass die Anschlüsse innerhalb des Schalters gut genug gegenüber dem Gehäuse des Schalters isoliert sind?
Gruß Andreas
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J
Joerg
Normalerweise ja. Sie geben neben dem 250VAC Rating auch Dielectric "Intensity" mit 2000VAC an. Wobei die Wortwahl auf einen asiatischen Hersteller schliessen laesst und je nachdem, wo das herkommt, wuerde ich vor dem Design-In erstmal einen dieser Schalter zerlegen.
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
G
Gerd Kluger
Am 22.07.2013 17:41, schrieb Andreas Fecht:
Ja, der Schalter ist mit IP67 ausgewiesen.
Gruß Gerd
C
Christian Müller
Andreas Fecht schrieb:
Ein Gerät, was du noch erbaust oder eines, was schon vorhanden ist du modifizieren willst?
Nix, es ist ja kein Schutzleiter vorhanden. Da das Gehäuse des Geräts aus Kunststoff besteht, brauchst du nicht einmal Isolierhülsen zu verwenden.
Das "drauf Verlassen" ist recht zweischneidig. Klar kann dir der Hersteller eine Bescheinigung ausstellen, dass sich der Schalter an alle gültigen Vorschriften hält. Wenn du dein (modifiziertes oder erbautes) Gerät in Verkehr bringst, wird sich eine zu Schaden kommende Person aber erstmal an dich wenden.
Da du dein Gerät vor Inbetriebnahme sowieso nach BGV-A3 prüfst (und damit der Schalter direkt durchfällt, wenns ein Fake ist), sehe ich das Gefährdungspotential so klein an, dass du - nachdem du nach
6 Monaten eine Wiederholungsprüfung gemacht hast - das Intervall auf 24 Monate hochsetzen kannst. Vorausgesetzt natürlich, dass keine anderen Indikatoren für kurzes Intervall sprechen (zB rauher Umgang) und/oder das Gerät innerhalb des Intervalls keine Instandsetzung erfordert.
Gruß Christian
A
Andreas Fecht
Gerd Kluger schrieb:
Wieso kann man das daraus schließen?
Gruß Andreas
D
Dieter Wiedmann
Am 22.07.2013 20:42, schrieb Andreas Fecht:
Kann man nicht, aber zumindest sagt die Schutzart, dass sich die Isolation nicht so leicht durch Dreck/Wasser beeinflussen lässt.
Gruß Dieter
A
Andreas Fecht
Joerg schrieb:
Hab ich gemacht, ich glaub das sieht ganz gut aus:
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Die Kunststoffhülse des Leuchtrings geht ~8mm tief von vorne rein. Dahinter ist eine 2. Hülse, die am Ende des Gehäuses wieder raus kommt. Dazwischen ist zwar ein Schlitz, das nächste spannungsführende Teil ist jedoch ~8mm von dem Schlitz entfernt.
Die kritischste Stelle ist wohl außen am Schalter:
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Da sind es vom Gehäuse bis zum nächsten Anschluss ~5mm Luft/Kriechstrecke. Es geht aber 2 Mal um die Ecke bis nach innen.
Man könnte den Schlitz zusätzlich noch zukleben dann sind's ~10mm. Was für'n Kleber nimmt man denn dafür?
Gruß Andreas
A
Andreas Fecht
Dieter Wiedmann schrieb:
IP67 betrifft doch aber nur die Außenseite. Hinter der Frontplatte gilt das doch nicht mehr, oder?
Gruß Andreas
D
Dieter Wiedmann
Am 22.07.2013 21:31, schrieb Andreas Fecht:
Für gewöhnlich kommt der Dreck von aussen.
Gruß Dieter
D
Dieter Wiedmann
Am 22.07.2013 21:29, schrieb Andreas Fecht:
Ist dennoch arg wenig, reicht aber wenn das Gehäuse ausreichend dicht ist.
Einen mit geringer Wasseraufnahme, z.B. die gängigen Heißkleber.
Gruß Dieter
J
Joerg
Das sieht recht ordentlich aus.
Wollte ich gerade sagen, da ist doch nochmal Plastikisolierung fuer weitere 5mm, bis man am Metall ankommt.
Den Schlitz sehe ich nicht, aber zukleben taete ich nichts. Das kann am Ende die Zulassung des Schalters kosten. Z.B. wenn er dann im Fall einer Kontaktueberlast nicht nach innen abblasen kann und seinen Tastproempel mit Karacho nach vorn rausschiesst.
Fuer Medizingeraete sollte man den Schalter nicht gerade nehmen.
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
W
Wolfgang Martens
Im Datenblatt stehen keine Zulassungen, aber im Bild hier sieht man links neben dem CE einen Aufdruck:
Den Hersteller nach verstärkte oder doppelte Isolierung/Zulassung fragen.
mfG Wolfgang Martens
G
gUnther nanonüm
"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net...
Hi, irgendwie finde ich den Schalter garnicht. Nur das "Gehäuse". Wie das innen aussieht, wissen wir das?
Normalerweise gibts diese Bauform auch komplett in Plastik. Automotive etwa...in Stahl ist das eher was für HiFi-Modder. Oder Leute, die die "Kühlung" brauchen für den Kontakt. Warum nicht einen Schalter suchen, der nur eine Deckelkappe aus Blech trägt und darunter komplett isoliert ist? Erleichtert auch die Montage und spart Gewicht. Insbesondere bei Vibrationen zählt das, dazu das Problem der Befestigung mit Schraubring und Federring, je nach "Armaturenbrett", damit sowas hält, muß das Panel schon dick genug sein. Alu ist dabei heikel wegen StainlessSteel, das kann sich vertragen, muß aber nicht.
mfg,
gUnther
G
Gerd Kluger
Am 22.07.2013 21:26, schrieb Dieter Wiedmann:
Schutz vor Dreck/Wasser ist nur *ein* Aspekt. IP6x bietet vollständigen Schutz gegen Berührung. Und mit IP67 kann er sogar zeitweise komplett unter Wasser getaucht werden. Ich weiß nicht, was Andreas vor hat, ich glaube aber, er macht sich zu viele Sorgen.
Gruß Gerd
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