Netzfilter

Feb 07, 2026 Last reply: 5 months ago 24 Replies

Hallo Ralf,

Du schriebst am Sat, 7 Feb 2026 23:23:32 +0100:

Das macht man auch heute noch so - Filter sind relevant für die EMV, in beiden Richtungen, und da unterscheiden sich die Vorgaben für Industrie und Privatbereich "ein kleines bischen". Außerfem unterscheidet sich auch die (in den Vorschriften angenommene) Toleranz gegen Funktionsstörungen und Ausfälle in den beiden Bereichen

...

Dafür gehen halt die Steckdosenkontakte kaputt. (Die heutigen "CE"- ["Chinese Engenering"] Steckdosenkontakte sind thermisch anfällig und verlieren ihre Feerspannung, wenn sie heiß werden.

Hoffentlich in einen für (Ringkern-) Trafos geeigneten und nicht einen mit "Nullspannungsschlter zum schonenden Einschalten" (der Kaffemaschine oder so).

Kann gut sein, dass du mit der DC-Verteilung dann mehr EMV im Haus hast als mit den Steckernetzteilen und ihren kurzen, ausgemessenen Kabeln. Üblicherweise wird die Paarung "Netzteil, Kabel, Gerät" in der Messkammer bewertet.

Außerdem haben die meisten Geräte ihren Gnd nach außen geführt und es gibt keine galv. Trennung, was das Störpotential weiter erhöht wenn mehrere davon verbunden werden (bei der FB ist Gnd auch auf dem Schirm der Netzwerk-Dosen).

Jan

Mich interessiert's im Haushaltsbereich allerdings genauso, ob ein Gerät Übles ins 230V-Netz absondert. Nun gut, dann ist's im Industrieumfeld halt ein bißchen pingeliger :-)

Es geht eher um den Funken beim Einstecken, IMHO.

Das Teil ist nicht in der Lage den Nulldurchgang zu erkennen.

Gruß, Ralf

Die Kleingeräte, die irgendwas zwischen 2,8V (Akkuladegerät) und 19V (ein TFT) bekommen, sind alle ziemlich nahe an meinem Ringkerntrafo-basierten Netzteil.

Da habe ich drauf geachtet. Z.B. an den relevanten Stellen bzgl. Twisted-Pair-Kabel nehme ich ungeschirmtes. Das hatte sich schon zu Zeiten bewährt, als ich noch >4km Kabellänge zur Vermittlungsstelle hatte und Fritzboxen aufgrund naher Blitzeinschläge verlor. Soll heißen, daß ich alle vernetzten Geräte diesbezüglich nachgemessen hatte.

BTW Twisted Pair hat eine galvanische Trennung mit min. 1000V, eine Verbesserung z.B. im Vergleich zu Cheapernet (10Base2), das nur 500V und üblicherweise eine sanfte Erdung hat, d.h. der hier notwendige Schirm ist mit 1MOhm mit PE jedes angeschlossenen Geräts verbunden.

Hersteller von Switches und Hubs haben bei diesem Punkt teils widersprechende Philosophien. Es gibt welche, die das Kleingerät mit einer zweipolig angeschlossenen Wandwarze speisen und GND davon mit dem Schirm verbinden, GND in der Wandwarze aber keine Verbindung zu PE hat. D.h. alle mit geschirmtem Twisted-Pair-Kabel angeschlossenen Geräte definieren gemeinsam das Schirmpotential. Auch nicht toll. Letztendlich ist beidseitig angeschlossene Schirmung bei solchen Kabeln Fluch und Segen zugleich. Im privaten, überschauberen Haushalt kann man üblicherweise auf geschirmte Twisted-Pair-Kabel verzichten, IMHO. Außer man braucht > Cat.5e, oder so ...

Gruß, Ralf

Die Grenzen der Störaussendung sind im Haushaltsbereich einiges niedriger (ich glaube 20dB) als für Industriegeräte.

Die Störfestigkeit dagegen ist im Industriebereich einiges höher.

Es ist also selten eine gute Idee, Industrie-Netzteile (die auch also solches benannt sind) im Privatumfeld zu verwenden.

Jan

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