Nasse Kabel und Steckdosen noch brauchbar?

Mar 01, 2006 33 Replies

Hallo zusammen,



ich hab ein praktisches Problem, auf Grund eines Wasserschadens sind ein Verlängerungskabel und eine Mehrfachsteckdose naß geworden, jetzt liegen sie seit ein paar Wochen im Trockenen und sehen optisch für mich ok aus. Die Frage die ich mir nun stelle ist, ob und wann ich sie wieder benutzen kann oder ob ich sie vorsichtshalber lieber entsorgen soll?!



Falls jetzt die Frage nach FI kommt, der ist nicht vorhanden!



Wenn ich sie wieder verwende und sie funktionieren sollten, kann es dann noch zu einem schleichenden Defekt kommen oder dadurch ein angeschlossenes Gerät beschädigt werden?



Danke schonmal!


Gruß, Tom Achtung! Bitte _nur_ in der Newsgroup antworten, da alle eMails automatisch und damit von mir ungelesen gelöscht werden!

Tom M. schrieb:

n=20

ch=20

r=20

Dem eigentlichen Kabel ist Wasser, auch Schmutzwasser, eher Schnurz,=20 abwischen und gut ist's. Mehrfachsteckdose: Wenn nur =E4u=DFerlich nass, kein Problem. Sollte=20 mittlerweile komplett trocken sein. Zur Not bei 50 =B0C in den Umluft-Bac= kofen Wenn =FCberflutet, nur dann kein Prob, solange das Wasser nicht=20 verschmutzt war. Komplett mit Schmutzwasser geflutete Verteiler besser entsorgen.

Macht nix.

n=20

Nein. Der Strom wird durch Wasserr=E4nder nicht beeint=E4chtigt.

--=20 Thomas

Hab ich schon vermutet, unsicherer bin ich aber bei den Steckern, die sind nicht eingeschweißt sondern sehen mir zusammengeschraubt aus, also aus zwei Plastikhälften. Das VDE-Siegel ist aber vorhanden.

Also ich hab kein Wasser drinn schwappen gehört und auch drumm herum und darunter war der Teppich naß, ob was reingetropft ist, kann ich nicht beurteilen, jedoch hat die Steckdosenleiste eine Art Gummischutz an den Einstecklöchern. Das Wasser war aber schmutzig.

Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Das ich einen Schlag bekomme? Falls das Gerät nach dem Einschalten läuft und es nicht die Sicherung durchhaut, ist dann absolut kein Folgeschaden mehr zu befürchten? Ich meine daß etwas anfängt zu brennen oder sowas.

Danke für die schnelle Antwort!

Gruß, Tom Achtung! Bitte _nur_ in der Newsgroup antworten, da alle eMails automatisch und damit von mir ungelesen gelöscht werden!

Tom M. schrieb:

Ja. Weil das Wasser schmutzig war, besser alles entsorgen.

--=20 Thomas

Wenn du Stecker und Kupplung öffnen kannst, würde ich das machen. Mal reingucken, wenn alles noch wie neu aussieht sollten die noch ok sein. Wenn die aber korrodiert sind, dann würde ich das Kabel lieber entsorgen (oder zumindest Stecker/Kupplung ersetzen).

Das werden eher so Plastik-Dinger sein, die als Kindersicherung dienen. Wirklich gegen Wasser schützen die nicht. Wenn da Wasser reingelaufen sein kann, würde ich die Steckdosenleiste lieber entsorgen, denn wenn da was korrodiert ist kann das zu höheren Übergangswiderständen führen, erhöhte Übergangswiderstände dann wiederum zu Erwärmung und im schlimmsten Fall zu nem Brand. Das wäre es mir nicht wert, denn die Dinger kosten ja nicht wirklich die Welt.

Siehe oben, wenn die Feuchtigkeit zu Korrosion geführt hat, kann das gerade wenn du größere Verbraucher (Heizlüfter, Staubsauger etc.) anschließt durch Übergangswiderstände an der Steckdose schon zu Erwärmung und im schlimmsten Fall zu nem Brand führen.

mfg. Markus

Stimmt schon, war zwar kein Billigteil vom Grabbeltisch, aber teuer halt auch nicht. Also lass ich das mit der Steckdosenleiste lieber sein, soll ich das Verlängerungskabel auch lieber nicht mehr verwenden, oder wird das so schnell wieder trocken, daß keine Korrosion in nennenswertem Ausmaß zu erwarten ist?

Gruß, Tom Achtung! Bitte _nur_ in der Newsgroup antworten, da alle eMails automatisch und damit von mir ungelesen gelöscht werden!

"Tom M." schrieb im Newsbeitrag news:du4ufi$c6k$03$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Hast du die Sachen sauber bekommen, z.B. mit destilliertem Wasser abgespuelt ? Sie sind trocken, so trocken das kein Wasser mehr erkennbar ist ? Die Mehrfachsteckdose kann dann kein Wasser mehr enthalten, das spritzt sonst raus, und wenn sie innen sauber ist, seh ich kein Problem, die normalen Werkstoffe rosten nicht so. Das Kabel kann weit innendrinn immer noch feucht sein. Und eventuell ist auch noch die Isolierung dort defekt mit Rissen. Dann kann beim Einstecken dort Strom fliessen, das knistert, Dampf bilden sich und die Sicherung fliegt raus. Das kann ein Schauspiel sein, sollte aber ungefaehrlich sein, denn du haeltst das Kabel ja nicht in der Hand. Ausserdem ist die Wahrscheinlichkeit dafuer sehr gering.

Nein.

Ich wuerd also mal kontrollieren, ob Stecker und Buchen sauber sind, auch innendrin, und es dann einfach benutzen.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Das ist per Ferndiagnose schwer zu beurteilen. Grundsätzlich kann das auch korrodieren. Wie ich schon schrieb, wenn man Stecker/Kupplung aufschrauben kann mal gucken, wie die Klemmstellen aussehen, wenn es vergossen ist, kann da ja schonmal kein Wasser hinein gelangt sein. Bei der Kupplung ist halt die Frage ob da Wasser in die "Löcher" reingelaufen ist und wie Korrosionsempfindlich die Kontakte sind. Beim Stecker kann man ja relativ leicht erkennen, in welchem Zustand die Stifte und Schutzleiterkontakte sind. Wenn die Kupplung längere Zeit im Wasser gelegen hat ist das was anderes, als wenn das Kabel, Öffnung der Kupplung nach unten, an der Wand hing oder nur auf dem nassen Teppichboden gelegen hat. Bei der Leitung selbst hab ich eigentlich wenig bedenken, die sollte das überlebt haben.

mfg. Markus

Dann würde es ja wieder nass, eventuell viel nasser als es zuvor gewesen ist. Dreck war für mich auch keiner drann zu sehen.

Wo du gerade Aqua dest. ins Spiel bringst, greift das nicht auch Metall an? Irgendwo hatte ich mal gelesen das es teils aggresiv sein kann, weil es sich die Ionen zurückholen will, kann aber auch quatsch gewesen sein, ich kanns nicht beurteilen.

Die war von außen nicht erkennbar nass geworden. Ich hatte nur halt Sorge, daß es in die Steckdosenleist reingetropft sein könnte. Auch hab ich außen drann kein Schmutz entdeckt.

Klingt nachvollziehbar.

Obendrein will ich sie auch nicht mit vollen 3600 Watt belasten, daß äußerste wären die ca. 2200 Watt vom Staubsauger, meist nur etwa 350 Watt vom Luftentfeuchter.

Gruß, Tom Achtung! Bitte _nur_ in der Newsgroup antworten, da alle eMails automatisch und damit von mir ungelesen gelöscht werden!

Ein Staubsauger mit 2200W? Was ist denn das fuer ein Monster?

Gerrit

Mangels freier Ionen kann Aqua dest. so gut wie gar nichts angreifen. Aufgrund der Autoprotolyse ist reines Wasser eine L=F6sung einer schwachen S=E4ure (H3O+) und einer schwachen Lauge (OH-) und sowas nennt der Chemiker "Pufferl=F6sung". Bei Aqua dest. liegt der PH-Wert ziemlich genau bei 7. Chemisch gesehen ist Aqua dest. so ziemlich das langweiligste was es gibt.

Nun ist es aber so, dass sich Oberfl=E4chen immer Schmutz oder andere Ionenlieferanten befinden und die machen aus Aqua dest. Schmutzwasser, mit einem von 7 unterschiedlichen PH-Wert und den dadurch verursachten Korrosionsproblemen. Merke: Nicht das Wasser hat eine korrosive Wirkung, sondern die im Wasser befindlichen Ionen.

Was nun Dein Problem angeht. Wasser in den Leitungen ist so lange kein Problem, solange die Isolierung der Litzen keine Risse hat durch die eine Verbindung zwischen den Litzen zustande kommen k=F6nnte. L=E4ngerfristig w=E4re wohl mit Korrosion der Litzen zu rechnen. Solange kein Wasser in das Kabel eingedrungen ist ist es kein Problem. Was Stecker und Steckdosen angeht, w=FCrde ich das Teil komplett in seine Einzelteile zerlegen und alles mit Ausnahme des Kabels gr=FCndlich in dest. Wasser waschen. Den groben Schmutz kann man _vorher_ getrost mit normalem Leitungswasser abwaschen. Anschliessend trocken f=F6nen und f=FCr ein paar Stunden bis Tage zusammen mit einem S=E4ckchen Silica-Gel in eine luftdichte Kiste, z.B. eine Keksdose packen. Evtl dem Kabel neue Aderendh=FClsen verpassen und wieder zusammenbauen.

Beim Zusammenbau unbedingt darauf achten, dass die Litze des Schutzleiters am l=E4ngsten ist (falls Du die Kabelenden neu konfektionierst). Dadurch wird sichergestellt das bei einem evtl. versagen der Zugentlastung der Schutzleiter als letztes getrennt wird und so in einem Falle eines Kurzschlusses seine Funktion aufrecht erh=E4lt.

Wolfgang Draxinger

--=20

:> Obendrein will ich sie auch nicht mit vollen 3600 Watt belasten, daß :> äußerste wären die ca. 2200 Watt vom Staubsauger, meist nur etwa 350 :> Watt vom Luftentfeuchter.

: Ein Staubsauger mit 2200W? Was ist denn das fuer ein Monster? Das ist heutzutage eher Standard. Kauf mal einen aktuellen Staubsauger mit weniger als 500W Leistungsaufnahme.

"Peter Heitzer" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@news.dfncis.de...

Kein Problem, die haben alle unter 500 Watt, nur steht PMPO-maessig massig mehr drauf, eben 2200 so das man sich Sorgen um die Sicherung machen muesste. Aber die Leistungsaufnahme gilt nur, wenn beim Motor die Welle blockert, was beim Staubsauger eher selten vorkommt. Die Saugleistung, also das was der Motor nicht an Waerme verpulvert sondern wirklich den Dreck reinholt, wird hingegen immer geringer mit den Jahren. Vergleiche einen Supermarkt-Staubsauger mit einem (350 Watt :-) Vorwerk von vor 20 Jahren.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Vorwerk duerfte immer noch welche im Programm haben...

Meiner ist zwar schon etwas aelter, kommt aber mit 250W aus (Laut Typenschild), vielleicht nochmal 100W fuer die Rotationsbuerste, aber von 2,2 KW sind wir weit entfernt. Sauber wirds damit auch...

Was macht ein aktueller Staubsauger mit der Differenz?

Gerrit

Gerrit Heitsch schrieb:

Der Luftdurchsatz ist schon größer. Leider führt das auch dazu, dass das die Düse das Reinigungsgut auch sehr gut festhält. Ein nicht unwesentlicher Anteil der Leistung wird zu Raumheizzwecken abgezweigt :-(

Thomas

Gerrit Heitsch schrieb:

Eingebaute Heizwiderst=E4nde? SCNR Harald

Eine Rotationsbuerste darf schon sein, dann kommt man mit weniger Saugleistung aus. Einen Staubsauger ohne hab ich vor Jahren mal probiert. Muss ich mir nicht wirklich antun...

Gerrit

Gerrit Heitsch schrieb:

[Staubsauger]

Heimlich rückspeisen, an deinem Zähler vorbei! Was glaubst du weshalb die die Dinger so billig verkaufen, verdient wird dann am Strom.

CNR, Dieter

Hallo Tom

Schau rein. Wenn die Kontakte ok sind, verwenden.

Sind die Kontakte nicht ok, sieh zu, das Du den Gammel darauf loswirst.

Wirst du ihn los, ok, verwenden!

Wenn nicht, Tonne.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, das ein Wasserschaden (mit Kanalbr=FChe) bei Verl=E4ngerungsleitungen, wenn anschliessend schnell und gut getrocknet wird, bei solchen "einfachen" Ger=E4ten kaum Einfluss hat.

Wenn Du im unklaren bist, teste es mit geeigneten Methoden (Isolationspr=FCfung) aus. Dann ein "Belastungstest". In kontrollierter Umgebung mal 20 Minuten ein paar KW dr=FCberschicken, und schauen, ob die Stecker heiss werden. Sehe aber zu, das dabei aber nicht die Leitung aufgewickelt ist.....

Ich gehe davon aus, das eine qualitativ hochwertige Steckerverbindung mit Eintauchen in Abwasser und schnellem Trocknen immer noch besser ist, als so mancher m=FCll nach dreimaligem rein- und rausstecken. :-)

Die Leitung selber: Mitte der 90er jahre habe ich einige Wochen in der Fertigung eines hiesigen Herstellers von Niederspannungsleitungen ( Wenn ich sie wieder verwende und sie funktionieren sollten, kann es dann

Eher nicht. Die geschilderten Probleme beziehen sich auf gammelige Kontakte. Dadurch sinkt Dir am ende der Leitung beim Verbraucher die Spannung weg. Das ist aber selbst bei Gr=F6=DFenordnungen, wo der Stecker schon anf=E4ngt zu gl=FChen, f=FCr den verbraucher eher unkritisch. Wenn nicht, ist da ein Konstruktionsfehler. Aber sowas kommt ja auch vor...... Die Isolation sollte nach Abtrocknen und eventuell reinigen eben ok sein.....wenn nicht, Tonne (s.o.).

Mit freundlichem Gru=DF: Bernd Wiebus alias dl1eic

formatting link

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression. Jeder echte Wettbewerb ist ruin=F6s. Darum beruht jede funktionierende Wirtschaft auf Schiebung. Ich will keine besseren Politiker! Ich will ein besseres Volk!

*Tom M.* wrote on Wed, 06-03-01 21:03:

Das läßt sich mit einem handelsüblichen FI-Zwischenstecker sehr leicht beheben. Und ich würde diese Geräte erst einmal längere Zeit nur über diesen betreiben. Wenn es damit geht, dann sind sie auch benutzbar, wenn nicht, oder nur manchmal, oder nur eine zeitlang, dann müssen sie ganz zerlegt und komplett gereinigt werden.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required