Logik realisieren

Nov 16, 2006 26 Replies

Hallo!



Ich frage mich gerade, wie man professionell aber mit Heimmitteln ein kleine Logikschaltung realisiere, die 8 Signale verkn=FCpft und 4 Signale (mit Latch abh=E4ngig von den 8 Inputs) output erzeugt. Keine besonderen Anforderungen an Geschwindigkeit.



Diskret k=F6nnte man das mit ca. 10 Logikschaltkreisen (mehrfach UND, ODER, LATCH) aufbauen. Das geht, erscheint mir aber zu unelegant, aber ein Anlass mich mit programmierbarer Logik zu beschaftigen. Leider habe ich davon praktisch keine Ahnung. Kann mir da mal jemand Tipps geben?



Gru=DF Thomas



Thomas Thiele schrieb:

Ist f=FCr kleine St=FCckzahl sicherlich die einfachste L=F6sung.

Professionell macht man das dann entweder mit einem Pal oder GAL. Die passende Entwurfs- Software findet man dann auf den Webseiten der Hersteller. Heutzutage l=F6st man solche Probleme eher mit einem uP. Den Einstieg auf diesem Gebiet macht man am besten mit den DSE-FAQ (Link gibts bei MaWin) Hier in der NG wird bei Fragen zu uPs regelm=E4ssig ein Glaubenskrieg ausgel=F6st, welches denn nun wohl der Beste der uPs ist... :-) Gruss Harald

Harald Wilhelms schrieb:

Da h=E4tten micht jetzt mal konkrete Vorschl=E4ge interessiert.

uP h=E4tten zwar in der konkreten Anwendung auch einen gewissen Charme. Aber die unflexible "Billigl=F6sung" finde ich noch eleganter. Mit uPs kenn ich mich ein bissel aus. Zumindest w=E4re ich selbstst=E4ndig in der Lage mich einen neunen Typ einzuarbeiten. Ich bin halt nur nicht der Hardware-Freak, leider. Software - kein Thema...;-)

Hi Thomas,

Thomas Thiele schrieb:

Nimm halt ein "poor mans GAL", ein kleines EPROM. Die 8 Eing=E4nge gibst Du auf die A0 bis A7-Adressen, D0 bis D3 w=E4ren dann z.B. die Ausg=E4nge. Damit kannst Du jedes beliebige Muster abbilden.

Einziger Haken: Du brauchst einen Eprom-Programmer.

vg, Wolfgang

--=20 From-address is Spam trap Use: wolfgang (dot) mahringer (at) sbg (dot) at

Hallo,

"Thomas Thiele" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@e3g2000cwe.googlegroups.com...

Ich würde das mit einem kleinen 16V8 (egal ob GAL oder PALCE) realisieren. Ein µC scheint mir hier eher oversized zu sein. zumindest wird der Code darin wohl umfangreicher als in einem SPLD.

Gruß Ingo

Hallo,

"Wolfgang Mahringer" schrieb im Newsbeitrag news:2E_6h.15$ snipped-for-privacy@news.salzburg-online.at... Hi Thomas,

Thomas Thiele schrieb:

Im Prinzip richtig aber....

und die Funktion "Latch", die er gewünscht hat? Nimmt man die Adressen am Eprom weg sind auch die Eingänge nicht mehr so wie sie waren. Um ein Programmiergerät in irgendeiner Form kommt er nur beim Aufbau ohne SPLD, µC oder Eprom herum.

Gruß Ingo

Ingo Liebe schrieb:

Nicht wenn ich an die Ausg=E4nge noch ein 4-fach-Latch schalte.

Ich zieh mir erstmal die Beschreibungen zum 16V8 rein.

Hallo,

"Thomas Thiele" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@m7g2000cwm.googlegroups.com... Ingo Liebe schrieb:

Naja, der Schaltungsaufwand und der Platzbedarf ist dann doch geringfügig höher als ein 16V8 im 20 poligen Gehäuse. Wenn man es ernst meint, nimmt man kein DIL sondern PLCC. Dann wird es noch geräumiger auf dem Print...

Och, ich mag die Dinger. Habe mir gleich bei einer passenden Gelegenheit eine größere Anzahl zugelegt. Sowohl in DIL als auch im PLCC Gehäuse. Das erspart oftmals die Logikgräber, die sich so ergeben ;-)

Gruß Ingo

Ingo Liebe schrieb:

e=2E

In SOT gibts die nicht? PLCC l=F6tet sich nicht so doll.

Mit einem CPLD, z.B. dem XC9536XL

Uwe Bonnes bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt --------- Tel. 06151 162516 -------- Fax. 06151 164321 ----------

Hallo Thomas,

Dann koenntest Du es doch auch mit einem uC machen. Ein Chip fuer circa $1, ein wenig programmieren, fertig. Bekommt man in DIL fuer einfaches Loeten. Es gibt welche mit integriertem Taktgenerator und internem (inzwischen sogar recht brauchbaren) Reset, da benoetigt man ausser dem uC eigentlich fast nichts an Bauteilen. Jetzt sagt wahrscheinlich jemand "Wenn man als Werkzeug einen Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus" :-)

Der uC Vorteil kaeme besonders dann zum Zuge, wenn Du spaeter gern noch hie und da eine Aenderung oder gar ein Delay haettest.

Wenn das ganze ohne grossartig geregelte Versorgung laufen soll, wuerde ich es mit CD4000 Logik zimmern.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Am Thu, 16 Nov 2006 16:27:54 +0100 schrieb Ingo Liebe :

Ich kenn die nur/noch als wahre Stromfresser - hat sich da was getan, daß sie mit normaler CMOS Logik mithalten können?

Martin

Hallo Martin,

Die besten hatte Anfang der 90er Intel, aber die haben aus mir schleierhaften Gruenden kurz vor dem Ziel das Handtuch geschmissen. Ich war damals heilfroh, dass ich ein grosses Design "zu Fuss" mit 74HC Chips gamacht hatte. Sonst haetten mir die Einkaeufer des Kunden spaeter den Hals herumgedreht.

Heute gibt es mehr, z.B. CoolRunner. Ist aber m.W. in vielen Faellen Single-Source und damit zumindest bei mir kaum einsatzfaehig.

Die ersten PALs/GALs waren wirklich jaemmerlich, absolute Spritschlucker. Habe nie eines in neuen Designs benutzt, lediglich mal welche "rausentwickelt".

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Aber der Strombedarf eines CMOS EPROMS und eines CMOS Latchs sind weitaus geringer als die eines Standard-GALs.

Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de HTML mails will be forwarded to /dev/null.

"Thomas Thiele" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@e3g2000cwe.googlegroups.com...

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Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

MaWin schrieb:

Danke. Schau ich mir mal an.

Hallo Thomas,

wie schon in den anderen Antworten zu lesen war, hast du verschiedene Möglichkeiten - programmierbare Logik (GAL, CPLD, EPROM) oder eine Software-Lösung mit Microcontroller.

Falls du in das Thema "programmierbare Logik" einsteigen möchtest, solltest du den Aufwand für eventuell notwendige Programmiergeräte und die Zukunftssicherheit einer solchen "Investition" nicht vergessen.

Wenn du nicht schon eine Möglichkeit zur Programmierung von GALs hast, würde ich davon abraten, hierein zu investieren - die Kapazität von GALs ist doch recht beschränkt und die Programmierung erfolgt mit recht aufwändiger Hardware.

Für die momentane Aufgabenstellung etwas überdimensioniert, aber dafür ausbaufähig wäre der Einsatz von CPLDs, z.B. von Lattice oder Xilinx. Geeignet wären z.B. XILINX XC9536XL (u.a. PLCC44). Diese lassen sich mit einem einfachen Parallelportadapter mit der vom Hersteller frei verfügbaren Software ('Webpack') programmieren, bei der Software ist alles dabei, was du für den Einstieg brauchst, auch ein Simulator. Die Logik-Entwicklung kann in ABEL, VHDL oder auf Schaltplanebene mit Gattern, Flipflops etc. erfolgen. Die Schaltung des Parallelportadapters ist von XILINX veröffentlicht (Parallel Cable III):

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Von Lattice gibt es eine ähnliche Umgebung, damit habe ich allerdings noch nicht gearbeitet.

Gruß Ernst

Hallo,

Martin Lenz schrieb:

use. Das

=DF

N=F6, das k=F6nnen die Dinger nicht. Aber das ist auch relativ. Wenn ich damit ein TTL Grab von X IC's ersetzen kann, kommt es mir auf die 50 mA eines 16V8 nicht wirklich an.=20

Gru=DF Ingo

Hallo Ingo,

So was aehnliches sagen die Leute hier an der Tankstelle auch oft :-)))

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Wolfgang Mahringer schrieb:

...und damit wirds dann ein "rich mans GAL". Gruss Harald PS: Wieviel kostet eigentlich der billigste EPROM-Programmierer?

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