So, nach ungefähr 20 Lötstellen ist es so weit, ich glaube ich habe meine Lötspitze ruiniert. Der Hitzeübertrag an der Spitze ist ziemlich miserabel, Lötzinn schmilzt nur noch weiter oben an der Spitze. Jetzt habe ich gesehen, dass es garkeine Dauerlötspitze sondern eine vernickelte ist, wie kann ich die wieder in Schuss kriegen? Habe bereits versucht mit feuchten Lumpen zu reinigen, geht aber nicht wirklich viel weg. Ich habe gelesen, man soll die Spitze neu verlöten? wie macht man das, einfach Löt drauf? Bleibt bei mir irgendwie nicht dran an der Spitze.
Hier gibts ein Bild der Katastrophe:
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Wie verhindere ich, dass eine Lötspitze so schnell so böse endet?
Thomas, jetzt ohne funktionierende Lötspitze.
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MaWin
Thomas Müller schrieb im Beitrag ...
Vernickelte Spitzen SIND Dauerloetspitzen. Der erste Millimeter sieht gut aus :-) Etwas mehr verzinnen waere angemessen. NIEMALS die Spitze mit hart kratzenden Gegenstaenden reinigen, NIEMALS mit der Spitze irgendwo reinstochern und biegen, NIEMALS Loetkolben mit Spitze auf Boden fallen lassen (verbiegt und damit reisst die Nickelschicht) maximal mit Holz den Kram abkratzen, aber der nasse Lappen / nasse Schwamm reicht eigentlich. Etwas merkwuerdige dunkle Punkte auf dem Teil, wo sie wieder dicker wird.
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T
Thomas =?ISO-8859-15?Q?M=FClle
Wie funktioniert das mit dem Verzinnen? Bei mir haftet das Zinn nicht wirklich am heißen Kolben, sondern verflüchtigt sich in alle Richtungen.
Thomas
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Michael Eggert
Hi!
Mein Beileid.
Wenn der Lumpen, obwohl feucht, an der Stelle braun wird, solltest Du doch lieber einen geeigneten Schwamm nehmen. "Geeignet" bedeutet, daß er zB zur Lötkolbenreinigung verkauft wird. Habe allerdings auch schonmal was bei Rossmann oder Schlecker oder so bekommen, sollte bloß auf keinen Fall so ein Plastikzeug sein wie man es gelb/grün in der Küche findet.
Das setzt ja voraus, daß die Spitze noch Lot annimmt.
Eben.
Beim Löten immer schön am feuchten Schwamm abwischen (mache ich so nach vielleicht jeder 5. bis 10. Lötstelle, also 1-2mal pro Minute), den Lötkolben nie stundenlang ungenutzt laufen lassen, und vor allem NICHT ZU HEISS!
Okay, ich glaube wir kommen der Sache auf die Spur. Der Schwamm an meinem Billiglötkolbenständer wird nämlich sehr wohl ein bißchen braun, wenn ich mit dem Lötkolben das Löt daran abwische.
Wie lange kann ich einen Tip260 Ersa Lötkolben laufen lassen, bis er zu heiß wird?
Thomas
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MaWin
Thomas Müller schrieb im Beitrag ...
Bei einer NEUEN Loetspitze, die man das erste Mal heiss macht, und schon vorher mit Flussmittel bestrichen hat (waehrend des Aufheizens also schon das Loetzinn dranhaelt), geht es recht einfach. Die meisten haben dann schon etwas mehr verzinnt als du und damit eine perfekte Loetspitze. War die Spitze dann mal heiss, bildet sich eine Oxidschicht auf der Nickelschicht (das 'Anlaufen', siehst du an deiner Spitze), und diese Oxidschicht verhindert, das Loetzinn an der Spitze haften bleibt. (siehe FAQ, da steht ja auch was von Oxid beim Loeten) Das normale Flussmittel des Loetzinns ist nicht besonders aggressiv und schafft es nicht so leicht, diesen oxidierten Nickel wieder sauber zu bekommen, wie beim Kupfer der Leiterplatte. Vermutlich geht es mit Salzsaeure ruck-zuck, aber dann ist deine Schutzschicht runter, also auch keine Loesung. Du solltest (z.B. mit Holz bei heisser Loetsitze) mal den schwarzen Rand (ehemaliges Flussmittel) der Loetspitze abkratzen und gleich danach mit Loetzinn etwas mehr verzinnen, so die doppelten bis dreifachen Bereich wie bisher. Dann ist deine Loetspitze in Ordnung. Damit das Loetzinn beim Verzinnen nicht staendig runtertropft, kann man das alles in einem kleinen Behaelter machen, der nicht waereleitend = waermeabfuehrend ist, ich sag mal ein 4mm tiefes
4mm Loch in Holz sollte gehen. Diesem 'Loetbad' muss man aber immer Flussmittel (also vorscihtig mehr Loetzinn) zufuehren, wenn es nicht mehr qualmt, loette es nicht (hast du schon beim letzten Thread erfahren).
Also: Alles in Allem ist Alles mit deiner Loetspitze in Ordnung, die verzinnte Spitze, der schwarze Rand, das angelaufene Teil. Nur ein bischen kurz verzinnt. Das gibt sich auch nicht von alleine, weil der schwarze Rand das verhindert. Wenn du ihn jedesmal nach dem Aufheizen vor dem Beginn einer Loeterei wegkratzt mit Holz, wird allerdings auch diese Loetspitze sich langsam immer weiter nach oben verzinnen.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
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Michael Eggert
Hi!
Heiß ist ne Frage der Einstellung, sofern man denn was einstellen kann, durch "laufen lassen" wird er auch nicht heißer.
Wenn er zu lange heiß herumliegt, verzundert halt das Lötzinn auf der Spitze und der Dreck brennt sich ein... Und je heißer er (eingestellt) ist, desto schneller gehts.
"Stundenlang" war durchaus als Größenordnung gemeint, wo man ihn besser ausschalten sollte. Darf man natürlich auch schon nach ner halben Stunde machen. Hängt halt von der Temperatur ab, von der Spitze, vom Lötkolbenständer (staut sich die Hitze, oder wird sie eher abgeleitet?),...
Gruß, Michael.
O
Oliver Wache
Thomas Müller schrieb:
Du hast ihn aber nass gemacht?
CU, Oliver
T
Thomas =?ISO-8859-15?Q?M=FClle
Klar, richtig nass.
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J
Johann H. Addicks
Thomas Müller meinte am 15.02.04 zum Thema "Loetspitze ruiniert":
womit?
Katastrophe? Die sieht doch vergleichsweise gut aus.
Das ist eine Eine Spitze auf Ersa-TIP260 oder ählich. Ich vermute jedoch, dass Du mit einer Meissel-Spitze für Deinen Nutzungszweck besser bedient wärest. Schreib doch mal, was Du lötest. Vielleicht liege ich ja richtig mit meiner Vermutung.
-jha- id 0x8fce1185 at the usual places.
BILD lügt
R
Rainer Knaepper
Moin MaWin,
was ich an dieser Gruppe immer wieder gut finde, ist, daß hier, im Gegensatz zu manchen anderen, auch (vermeintliche) Anfängerprobleme immer wieder geduldig und kompetent behandelt werden.
Ach ja: mit einem angefeuchteten Stapel Küchenkrepp kann man so eine verzunderte Spitze auch ganz gut blankrubbeln.
Rainer
Ausserdem kann ich mit so einem starken Netzteil schlecht angeben da
es in höheren Lagen kaum noch Auswirkungen auf die Gesamtleistung
des PCs hat ! (Florian Barghorn in de.comp.hardware.graphik)
H
Henning Paul
Er sprach eher von Scheuerschwämmen, glaube ich. Bei Lötstationen ist ja immer so ein "Silikonschwamm" dabei.
Gruß Henning
P
Patric Mrawek
...
[...]
Was ist denn eigentlich von den Loetspitzenreinigern - wie es sie z.B. von Edsyn gibt - zu halten? Ich benutze sowas und bin mit dem Ergebnis recht zufrieden. Allerdings koennte ich mir auch vorstellen, dass eine solche Behandlung auf Dauer der Spitze schadet. Hat damit jemand Erfahrung?
Patric
M
Martin Lenz
Henning Paul schrieb:
Nein, üblicherweise ist es ein Zelluloseschwamm - die üblichen "Wettex" u.ä. Schwammtücher sind auch ein Zellulosezeug (kochfest) uns eignen sich auch. Die ERSA Schwämmchen haben sogar eine Seite, die exakt wie ein "Wettex" aussieht. Aber immer schön feucht halten.
Martin
M
Michael Eggert
Hi!
Genau das meinte ich. Im Gegensatz zum aufgeschäumten gelben Plasik, wie man ihn mit grüner Scheuerseite in der Küche findet - der dürfte schmelzen und ziemlich stinken.
Gruß, Michael.
O
Oliver Reinhold
Thomas M=FCller meinte:
chen
Das ist jetzt auch wieder nicht gut. Dadurch k=FChlt die L=F6tspitze be= im Abwischen zu stark ab und mu=DF jedes mal wieder aufgeheizt werden. Die besten Erfahrungen hab ich mit original Weller Schw=E4mmen gemacht.=
Die haben oben eine Art Filzschicht und ein Loch in der Mitte das eine ordendliche Abstreifkante bietet.
Gru=DF Oliver=20
I
Ingo Kniest
heiß
Ich hatte auch mal 2 solche Dinger: die sind (so kommts mir jedenfalls vor) ungeregelt. Eine "verträgliche" Temperatur stellt sich nur ein, wenn man einige Lötstellen am Stück damit macht.
Laß den Kolben mal so 15 Min laufen, schalte das Licht aus und schaue mal, ob du ihn dunkelrot glühen siehst... War bei meinen beiden der Fall.
Deshalb würde ich ihn mögl. gar nicht oder nur kurz im "Leerlauf" betreiben.
R
Robert Rottmerhusen
Jo. Geht ganz gut. Aber bei guten Lötspitzen brauch man sowas normal nicht :-)
Dürfte höchtens Deinem Geldbeutel schaden, bleifrei sollte es ja sein.
Grüsse Robert
A
Albrecht Ihlenfeld
Habe ich's hier ueberlesen oder hat's wirklich noch keiner geschrieben? Die Spitzen werden so reaktiviert:
Um die *kalte* Spitze etwas Loetdraht (mit Flussmittel-Seele) wickeln, aufheizen, fertig.
Gruss, Albrecht
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