Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Hallo NG!

Nach nun 3 Jahren heiterer Bastelarbeit ist meine Lötstation von uns
geschieden, also muss schnellst möglich eine neue her.

Bei einem größeren Online-Auktionshaus wird relativ günstig (100 Euro) eine
ERSA RDS 80 beworben.
Mit 80 Watt Leistung bzw. 290W Anheizleistung (ob PMPO sei dahin gestellt)
eigentlich ein ganz verlockendes Angebot.

Allerdings erinntern die Bedienelemente/Display sehr stark an meine alte
Lötstation (LS 50, wird von C***** und E** verhökert), was das Vertrauen in
die Station etwas schmälert.

Jetzt ist die Frage ob ich wieder ein Gerät mit ähnlicher Elektronik, oder
doch etwas altbewährtes (evtl. ERSA Analog 60) kaufe.

Gibt es noch weitere (nicht allzu teuere) Alternativen?

Viele Grüße

Chris
--
http://www.hobbyelektronik.org
Achtung: Die E-Mail-Adresse im From: ist ungültig
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Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
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Die Kiste kommt zwar inzwischen wohl aus China,
aber schau dir mal die verfuegbaren Loetspitzen an:
http://www.dobbertin-elektronik.de/tools/ersa-rds80.htm
Die PowerWell Hohlkehle alleine ist es wert, die Loetstation
an Stelle einer NoName zu nehmen.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
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Mich würd das Teil ja auch interessieren.
Nur nachdem ich ein Foto der Elektronik der ELV-Station von Chris
bekommen habe und es so aussieht als ob die RDS80 bis auf den Kolben
identisch ist, habe ich gewisse Zweifel.
Die ELV ist billig ohne Ende gebaut, ein Plastikklecks-IC, ein TL084 und
ein 4051, wobei ein Teil des 084 ELV-üblich als (mieserabler) ADC
missbraucht wird.Zudem überhaupt keine Schutzbeschaltung am
Sensoreingang, was wohl zum Tod der ELV führte (Kontaktproblem des
Steckers führte wohl zu dem Ableben des 084 durch eingekoppelten Müll
wegen loser Thermoelement-Masseverbindung).

Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit der Anlage?

Eventuell besorg ich mir auch nur einen Ersatzlötkolben (Tech Tool) und
bau mir die Elektronik dazu selber, sollte recht machbar sein (der
Sensor dürft n Thermoelement sein, wohl K oder J) in einfacher
Lineartechnik, eventuell auch mit einem kleinen Controller.
Kalibrierung des Sensors sollte schon machbar sein (Eiswasser und
größeres Zinnbad), dann passt die Anzeige auch auf +-5K genau (mehr
brauchts nicht).
24V 100VA Trafos liegen eh noch viel zu viele rum.

Gruß, Robert

Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Meine LS 50 ist jetzt seit ca. 8 Jahren im Einsatz und läuft einwandfrei.
Vor allem die 3 einstellbaren Temperaturen finde ich genial.
Nutzungshäufigkeit schwankt von täglich mehrere Stunden bis ein paar Wochen
mal gar nicht - wie halt Zeit für Basteleien ist.

Sebastian


Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Ich hab auch so eine im Einsatz und hatte mir die gekauft, als die gerade
neu im ELV-Katalog war. Mußte dann aber ein halbes Jahr warten, bis die
endlich lieferbar war. Könnte hinkommen mit den 8 Jahren.
Aber 'ne echte ELSA ist doch schöner, wenn man ehrlich ist... :-)

Gruß
Henning

Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
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ERSA. Ist aber vorbei. Ist aufgekauft. Heisst heute KURTZ.
Und verkauft nicht mehr selbst hergestelltes, sondern eben
eingekauftes. Damit ist der Ruf vorbei. Und die Firma nichts
besonderes mehr. Also tot, muss nun in Konkurrenz zu Chinaramsch
treten, denn wenn China drin ist, erwartet man (zu Recht) auch
China-Preise.
Immerhin bauen sie NOCH ihre eigenen Loetkolben und Loetspitzen,
aber die Steuerung kommt offenkundig nicht mehr von ERSA.
Ob die von ELKV kommt oder aus China spielt da nicht so die Rolle,
auf jeden Fall kein ERSA mehr und damit kein Markenartikelbonus.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
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Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Huups, hatte ich an andere untergegangene Qualitätsmarke gedacht. :-)

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Hatte mit dem Standard-30W-Kolben (Namen vergessen) damals löten gelernt (so
mit 11), danach aber wegen Taschengeldknappheit nur noch Billigramsch
gekauft. Hier im HW-Labor im Institut haben sie noch die Analogstationen
und da ist das doch schon ein anderes Lötgefühl. Und das Kabel ist so schön
flexibel. :-)

Schade drum.

Gruß
Henning



Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
So,

nun habt Ihr es geschafft mich voellig zu verunsichern!!!
;o)

Henning Paul wrote:

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Vor einem Jahr war es bei mir nun soweit, ich kaufte mir eine
Loetstation...bei eBay. Da Mengen ueber Mengen im Angebot waren und
eigentlich jede als die "genialste Station der Welt" beworben wurde,
kaufte ich mir letztlich eine zu ca 30 Euro. Pustekuchen! Schlechter
habe ich selbst als 10jaehriger nicht geloetet! -

Am allerschlimmsten fuer mich sind also auch diese "zunderfreien"
Loetspitzen. Hat man es vielleicht einmal mit viel Aufwand geschaft,
dass sie an irgend einer Stelle auch einmal Zinn annimmt, ist diese
Stelle auch bald schon wieder oxidiert - Kurz: Elektronikbasteln ist
fuer mich zu einer neuen Art von Tortur avanciert... (Gibt es denn bzgl.
zunderfreier Spitzen wenigstens gute Tips?)

Vielleicht hat jemand _den_ultimativen_ Tip fuer mich? Da ich auch
einmal an alten Roehrenschaltungen herumklecksen muss, sowie auch
schonmal Ag-Lot (nein, nicht das zum Hartloeten) einsetze, sollte dieser
Tip auch ein wenig mehr Dampf besitzen. Es ist abe nicht Bedingung.


Danke im voraus,
Gruss, Ingolf

PS: gute und einfache Cu Spitzen scheinen ja inzwischen ausgestorben zu
sein... habe auch schon 10mm² NYM ausgeschlachtet, um Nachschub zu
erhalten...

:-(

--
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und durch MOC.nuS ersetzen, aber spiegelschriftlich***

Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Ich hab keine Ahnung, was Du falsch machst, aber ich habe mit
Dauerlötspitzen keinerlei Probleme. Selbst meine Billig-ELV lötet noch wie
am ersten Tag. Und Lötzinn nehmen sie auch vervorragend auf.

Gruß
Henning

Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Gilt das fuer Dich auch bei SnPb 60:40 sowie auch fuer bleifreies?

Gruss, Ingolf


--
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Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Ich habe Sn60Pb38Cu2 im Einsatz.

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Das ist grundsätzlich ekelig, wird bei mir immer schnottig und matt.

Gruß
Henning

Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
Hallo Henning,


Henning Paul wrote:

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bei Segor sagte man mir: "Decke Dich gut mit dem alten Loetzinn ein,
bald wird es nur noch bleifreies am Handel zu kaufen geben..."

Gruss, ingolf


--
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Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Hallo, Dauerspitzen

1. nur VOR dem Löten am nassen Schwamm reinigen, Flußmittel und Zinn
schützen die Spitze vorher.
2. NIE den unausrottbaren Salmiakstein verwenden, Der ist für Klempner. :-))
3. NUR Elektroniklot mit Kolophonium-Flußmittel, kein "Radiolot" mit
Harzinnereien verwenden.
4. NIE Lötwasser verwenden, es ist säurehaltig - nur zum Dachrinnenlöten.
:-O
5. NIE Lötfett, es ist säurehaltig, verwenden - sonst freut sich der
Lötspitzenlieferant.
6. NIE Kunststoff (PVC) schmelzen oder durchbohren. Es entsteht Säure die in
Nullkommanix die Spitze auflöst.
7. IMMER die Spitze gut benetzt halten - notfalls nach dem Löten nochmal ein
bißchen verzinnen.
8. NIE die Spitze mechanisch beschädigen - ein Kratzer - das war's dann.
9. "Taube" Spitzen vorsichtig mit einer Weichmetallkante am, besten Kupfer,
freischaben und sofort verzinnen.
10. KEINE Dauertemperatur über 370 °C einstellen. Höhere DAUER-Temparatur
zerstört Dauerspitzen zuverlässig.

Reicht das? ;-)))

Gruß von Hartmut



Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
Hartmut Feller schrieb:

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http://de.wikipedia.org/wiki/Kolophonium


Gruß Dieter

Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Ja, danke!
:o)

BTW,
ich hatte mich bereits schon damit beschaeftigt (seit einem Jahr) und
den einen oder anderen Tip schon an anderer Stelle lesen duerfen und
selbst in der Summe angewandt...
...nach den bisher hier gefundenen Aussagen sollte also jede
Billigspitze ohne Probleme funktionieren.

Ich glaube ich muss nun verzweifeln. Denn das hiesse ja, dass ich nie
wieder - auch nicht mit teuren/guten Spitzen - Herr der Lage werden wuerde.

*heul*

Abr Danke allen fuer die Auskuenfte.

Gruss, ingolf

--
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Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
*Hartmut Feller* wrote on Mon, 06-02-06 11:53:
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Ich benutze das oft. Litzen lassen sich ohne fast garnicht vernünftig
löten und länger gelagerte Platinen schmiere ich mit dem Finger ganz
dünn ein. Und eine Lötspitze, die nicht recht benetzt ist, wird ganz
kurz ganz ins Fett gestippt.
Und meine letzte Dauerlötspitze habe ich weggeworfen, weil der Hals
hinter der eigentlichen Spitze weggerostet war - der beschichtete Teil
der Spitze selbst war wie neu.


Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Hallo,

Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Flussmittel

Lötwasser und Lötfett hinterlassen auf Isolierstoffen leitfähige und
hygroskopische Rückstände, die zu fehlerhafter Isolation, elektrischem
Schlag und Kurzschluss führen können. Auch daher sind diese Mittel in der
Elektrotechik/Elektronik nicht zu verwenden

Zitatende

Lötfette werden aus Ammonium- bzw. Zinkchlorid gemacht. Beides ätzende
Stoffe. Lötwasser häufig gar aus Salzsäure. Was immer Du für Lötfett und
Lötspitzen verwendest, Deine Erfahrungen stehen im Gegensatz zu den
gesicherten Erkenntnissen der übrigen (Elektronik-) Lötwelt. Entscheidend
ist aber, wie aus dem Zitat oben hervorgeht, die schädliche Wirkung auf die
Bauteile und Platinen. Ich selbst löte berufsmäßig seit einigen
Jahrzehnten - Lötfett habe ich noch nie benötigt. Dagegen habe ich mich mit
einer Serie von Schaltern deren Anschlußlitzen ein italienischer Lötkünstler
mit Lötfett gelötet hatte stundenlang herumgeärgert. Die Litzen waren nach
ca. 1 Jahr buchstäblich weggefault!
Gruß von Hartmut



Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
Hallo Hartmut,
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Wieder ein Grund mehr, Wikipedia als nicht zitatfähig einzustufen.

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Was auch immer der Knabe verwendet hatte... Ich hab meien Litzen immer
zuerst durch Lötfett gezogen und da fault noch lange nix. Mag einfach sein,
dass Lötfett und Lötfett nicht einheitlich zusammengesetzt ist. Das mit den
hygroskoischen Rückständen mach bei extrem hochohmigen Schaltungen
tatsächlich Stress machen. Ich hab meine selbstgemachten Platinen mit
Kolophonium-Spirituslösung eingestrichen. Die werden zwar ein wenig klebrig,
lassen sich aber perfekt löten und oxidieren nicht.
Kolophonium wurde ja auch schon so viel nachgesagt...

Marte




Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80

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Ich hatte mal eine Platine ohne Lötstoplack, wo jemand in geistiger Umnachtung
die Steckeranschlüsse mit Lötfett (und wahrscheinlich auch ungeregeltem
100W-Lötkolben) hingebrutzelt hatte. Ein ca. 3mm grosser Lotfettfleck hat
danach (so ca. 6 Monate) die Leiterbahnen, auf denen er "lag", einfach
weggefressen. Es war bloss noch türkises Gewusel da.

--
         Georg Acher, snipped-for-privacy@in.tum.de
         http://www.lrr.in.tum.de/~acher
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Re: Neue Lötstation - ERSA RDS 80
Hallo,


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Ich finde den Artikel sehr kompetent...

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Kolophonium ist nach wie vor ein perfektes Schutzmittel für Platinen. Fast
alle Flußmittel basieren darauf. Aber, wie so oft im Leben, die Qualität ist
entscheidend. Das beginnt mit dem richtigen Grundmaterial, der richtigen
Bearbeitung (Destillation) und endet noch nicht mit den Zusatzstoffen. In
"Radiolot" ist auch Baumharz - aber welches? Wer den Lötkolben dranhält
sieht, hört und riecht sofort den Unterschied, um von den Fließeigenschaften
ganz zu schweigen.
Agressives Lötfett oder gar Lötwasser ist nicht für die Elektronik, es ist
für Anwendungen außerhalb der Elektrotechnik gedacht.
Gruß von Hartmut



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