Li-Ion-Akku nach längerem Nichtg ebrauch wieder laden - aber wie?

Oct 06, 2004 12 Replies

Hallo!



Ich habe hier ein Akkupack (14,8 V, 4000 mAh) von Fujitsu-Siemens für einen Laptop, der längere Zeit (mehrere Monate) nicht benutzt wurde und daher jetzt leider so weit tiefentladen ist, daß der Computer ihn nicht mehr laden möchte.



Ich habe den Akkupack aufgemacht und darin 8 Zellen gefunden. Je 2 Zellen sind parallel geschaltet, vier solcher 2er-Blöcke hintereinander.



Der battery pack controller ist ein bq2060.



Die Blöcke haben jetzt folgende Spannungen:



0,00 V
0,07 V
1,0 V
0,5 V


Bevor ich den Akku endgültig entsorgen muß, würde ich gerne einen Rettungsversuch unternehmen. Dazu würde ich gerne die einzelnen



2er-Blöcke mit Gleichstrom auf ca. 3 V aufladen (jeden Block einzeln und für sich), in der Hoffnung, daß der Ladecontroller im Computer dann den Rest von alleine wieder schafft.

Mit welchem (Gleich-) Strom sollte man auf die tiefentladenen Zellen losgehen, um ein möglichst schonendes Anladen zu ermöglichen? Daß einmal tiefentladene LiIon-Zellen einen bleibenden Schaden haben (können), ist mir bewußt. Oder sollte man mit einem modulierten Strom (Impulse?) die Zellen laden?



Insbesondere will ich auch unerwünschte Nebeneffekte wie Explosion oder Brand vermeiden. Daß LiIon-Zellen kritisch in ihrer Handhabung sind, ist mir bewußt, deswegen frage ich die Experten hier.


CU Peter


Am 6 Oct 2004 05:09:59 -0700 hat Peter Weiss geschrieben:

Sieht sehr schlecht aus, normal sagt man tot. Wenn du es trotzdem probiersen willst, dann würde ich sagen Bevor ich den Akku endgültig entsorgen muß, würde ich gerne einen

Impulse halte ich für weniger zielführend.

Martin

Peter Weiss schrieb:

Wenig! Sehr wenig! Die Volumenänderung der Elektroden ist in diesem Bereich enorm, deshalb muss man dem Prozess Zeit lassen. Ich empfehle dir C/100 zu verwenden.

Sie werden einiges an aktiver Masse (und damit Kapazität) verloren haben.

Nein.

Gruß Dieter

Hau sie in die Tonne. Selbst wenn du eine gute Zelle nur einmal relativ kurz unter 2.5V bringst hat sie bereits deutlich spuerbar an Kapazitaet verloren. Deine Zellen megatod!

Olaf

D.i.e.s.S. (K.)

Hallo!

Ich habe jetzt mal die vier 2er-Blöcke durchprobiert: nur einer nimmt freudig Strom auf, die drei übrigen gammeln bei 0,5 bis 1,5 mA Stromaufnahme herum, wenn ich sie über 100 Ohm an 4,0 V anschließe. Auch ein direktes Anschließen an 4,0 V ändert nicht viel an der Stromaufnahme, der Innenwiderstand der Zellen muß enorm hoch sein.

Nunja, ich werde jetzt mal einen Block ein paar Stunden an den 4,0 V hängen lassen, mal sehen, ob sich da was ändert. Ich rechne aber nicht mehr damit, daß man die Akkus nochmal zum Leben erwecken kann.

Gibt es in Deutschland mittlerweile einzelne (nackte) LiIon-Zellen (Format 18650) zu kaufen, oder idealerweise gleich zusammengeschweißt zu Akkupacks? In Amiland kriegt man sie ja inzwischen an einigen Stellen.

CU Peter

Peter Weiss schrieb:

An (private) Endkunden traut man sich in .de bisher wohl nur mit LiPo-Akkus, einzelne LiIon-Zellen gibts nur mit Gewerbeschein (egal welches) z.B. bei Rutronik.

Da gibts einige Anbieter, die füllen dir dein Leergehäuse wieder auf, Google wird dich mit Angeboten überschwemmen.

Gruß Dieter

"Dieter Wiedmann" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@t-online.de...

Aha !

-- Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage:

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de.sci.electronics FAQ:
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Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hallo!

Ok, vielen Dank für den Tip! Da werde ich mal nachhaken.

Hm, muß ich nochmal das Orakel befragen, evtl. mit anderen Stichwörtern. Bisher habe ich da nur Ergebnisse außerhalb Europas bekommen.

CU Peter

Dieter Wiedmann schrieb:

überteuert.

Ansonsten gibt's 18650 auch einzeln bei den Modellbauern (MAMO, Rinninsland, Bichler, Hopf, Lindinger) für ca. 10EUR/Stück, sind halt Hochstromzellen...

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

Oliver Betz schrieb:

[...]

Nachtrag: möglicherweise nicht mehr lange, weil sie nicht mehr beliefert werden.

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

Am Thu, 07 Oct 2004 19:31:45 +0200 hat Oliver Betz geschrieben:

Interessant wären LiIons oder LiPoly, die

Sowas gibt es zwar, ist aber sehr selten. Es koennte sogar sein das sie ausgestorben sind. Auch Lithiumzellen werden ja sehr oft parallel geschaltet und da nimmt man dann mittlerweile gleich so eine ovale Zelle.

Olaf

D.i.e.s.S. (K.)

Am Fri, 8 Oct 2004 15:57:15 GMT hat Olaf Kaluza geschrieben:

In den original Li-Batterien sind 2 parallele Mignons verbaut. Eine ovale Zelle müßte wegen dem Batteriefach den Querschnitt einer "8" oder wenigstens eines "B" haben.

Martin

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