Es müssen LEDs für Signalzwecke und LEDs für Beleuchtungszwecke unterschieden werden.
Es müssen LEDs für Signalzwecke und LEDs für Beleuchtungszwecke unterschieden werden.
Am 22.05.24 um 16:25 schrieb Manuel Reimer:
Für weißes Licht sogar sehr wahrscheinlich - zusammengesetzt aus Rot, Grün und Blau, denke ich mal? ;)
Am 22.05.24 um 19:46 schrieb Helmut Schellong:
Das sag' mal dem Hersteller meines "Giga Cube" ;) (das weiße Türmchen):
Für LED aus Lampen funktioniert das i.d.R. nicht, da nur selten einzelne LED mit ca. 3 V Flußspannung verbaut werden, sondern eher 2-5 LED in Reihe auf einem Die. Bei 18 V/LED helfen auch die LED-Tester mit 9 V Batterie nicht. Da ist der Ansatz mit einem einstellbaren Netzgerät nicht verkehrt. Dafür braucht es auch keine integrierte Strombegrenzung; ein Vorwiderstand von 1k tut es auch.
Der Widerstand hat ggü. einer Strombegrenzung in Netzteil den Vorteil, daß er den Strom in jedem Falle begrenzt, auch wenn im Netzteil der Ausgangskondensator noch eine für die LED schädliche Ladungsmenge enthält.
Grob ist das gar nicht, sondern höchst präzise - zumindest mit meinem Teil: 10uA,100uA,1mA und 10mA vorwählbar. Und falls die Teile nicht gealtert sind, dann sind die erstaunlich hell für ein bischen Strom
sagen wir mal das ist grob und klingt mir eher wie bescheidene Fensterbank statt Gerätepark
Eigentlich macht kaum noch ein Hersteller so weiß, von RGB-Dioden, die missbraucht werden abgesehen.
In der Regel ist da eine blaue / violette / ultraviolette LED und ein lumineszierender Farbstoff im "Glas" davor.
Falk D.
Hartmut Kraus schrieb:
Für billig nur aus blau und gelb. Hat man von den ersten Leuchtstofflampen gelernt.
Nicht nur für billig. So richtig der Knaller sind moderne rote und grüne LEDs helligkeitsmäßig auch nicht gerade und wenn man RGB-Farbmischung betreibt [1], kannst den Farbwiedergabeindex ziemlich vergessen: Wehe, Du trägst da Bekleidung in abweichlerischer Farbe. Frag nicht, woher ich das weiß. Hat mit Ekeltriksern und Haustechnik zu tun.
Volker
[1] Exemplarisch:
Unabhängig von der unterschiedlichen Effizienz der Farben - auch, wenn man die Ströme passend einstellt, bekommt man aus den RGB-LEDs, die ich kenne (PLCC4 von verschiedenen Markenherstellern, aber untere Preisklasse, sowie die gängigen WS2812 und SK6812) nur schmutziges Weiß heraus - das sieht nicht schön aus, und für Beleuchtungszwecke will ich sowas bestimmt nicht haben.
Nicht ohne Grund gibt es die SK6812 als 4-Kanal-Version, die neben RGB auch noch eine "echte" weiße LED pro Pixel haben.
Bei denen gilt aber das übliche: Aufpassen bei der Auswahl, ich habe hier welche, die als kaltweiß beworben wurden und extrem sind.
cu Michael
Hinzu kommt, daß R und G und B unterschiedliches Ansprechverhalten haben. Also muß man bei Lineardimmung schon jede Menge Hirnschmalz investieren, damit der Kram mit reduzierter Helligkeit nicht farbstichig wird. Und das 3-Kanal-PWM- Modul welches der Ekeltrickser eingebaut hat, scheint sequentiell erst R dann G dann B anzusteuern (vielleicht, um das Netzteil weniger stark zu belasten), was bei Augenbewegungen sehr deutliche und - seit DLP-Projektoren aus der Mode gekommen sind - auch irritierene Regenbogeneffekte erzeugt.
Kannst drehen und wenden, wie Du willst: RGB-LEDs für alles außer Effektlicht ist Scheiße. WW ("tunable white") lasse ich mir irgendwie noch eingehen, RGBWW abseits von Theater, Film und Fernsehen reine Ressourcenverschwendung.
Volker
Es gibt gerade für kleine Veranstaltungstechniker einen Grund für RGBWW: Man braucht nur einen Lampentyp und kann die PAR64-Kannen weglassen. Wenn das Lager nur 9m² hat, ist das Gold wert.
Falk D.
Was an "RGBWW abseits von Theater, Film und Fernsehen reine Ressourcenverschwendung" war unklar bzw. nicht auf Bühnentechnik abstrahierbar? Gleich kommt noch jemand und sagt, er bräuchte das auch dringend für Fashionfotografie. Oder seine Kunden im Puff wären bei Rotlicht immer so spendabel. Und ja, auch für die Gemüse- und Fleischtheke vom Supermarkt kann ich mir Spezialstrahler vorstellen.
Volker
Schreib doch einfach, dass Du keine Ahnung von Veranstaltungstechnik und solcher für szenische Darstellung hast, und den Unterschied nicht kennst.
(Btw. sehen Philips und IKEA das mit der Verschwendung anders, denn die haben beide jeweils mehrere neue RGBWW angekündigt.)
Ich habe keine Ahnung von Veranstaltungstechnik und solcher für szenische Darstellung und kenne den Unterschied nicht. Eine gewisse andere Ahnung drängt sich mir aber hier auf, die ich nicht weiter detaillieren möchte.
Daß Hersteller ihre Kunden nicht an Ressourcenverschwendung hindern wollen, war noch nie ein Geheimnis.
Volker
RGBWW hat IMHO schon eine Berechtigung, gerade auch im Wohnbereich: WW für "normales" Licht, und RGB für Effekte, Benachrichtigung, etc.
RGB alleine ist einfach von der Farbwiedergabe her nicht gut genug, und WW alleine ermöglicht nicht die diversen Spielereien mit smarter Beleuchtung, die zwar niemand braucht, die aber Spaß machen.
RGBWW ermöglich halt beides (praktisch sinnvolles Dimmen, Steuerung) mit den im Grunde überflüssigen Spielereien in einem Leuchtmittel zu verbinden, ohne dass man für letztere was extra braucht. Die Farbspielerei geht quasi mit.
/ralph
Aber bitte, man kann doch die Kirche im Dorf lassen, die Ressourcenverschwendung von RGBWW ist jetzt nicht so riesig. Was man alleine schon an den durchaus erschwinglichen Kosten sieht:
/ralph
Wenn man das separiert, sehe ich überhaupt kein Problem. Also ein paar fette WW- Panels in der (Zwischen)Decke, WW-Linienbeleuchtung in den Fluren. Und am Fußboden lang, an der Türzarge, Galerienische dann eben der RGB-Spielkram. Ob wohl im smarten Home ja auch jeder KNX-Tastsensor, der was auf sich hält, situationsabhängig eine Million Farben darstellen kann.
Nehmen wir z. B.
Demgegenüber dieser WW-Streifen:
Da kann man nach Belieben hin- und herrechnen (was ich unglücklicherweise tun mußte, weil der Ekeltrickser dazu offenbar nicht in der Lage war), als Deckenbeleuchtung eines normalhohen Ganges würde ich jedenfalls nix unter
800lm/m einbauen, wenn sich das Leuchtmittel in einem U-Profil oder Panel befindet und obendrauf noch ein Diffusor ist.Und da muß man bei RGBW(W) schon ganz schön Material auffahren, will man nicht für den Luxus einer Puffbeleuchtung - z. B. falls Alexa eine neue E-Mail registriert hat - mit einem unter Normalbedingungen sackdunklen Korridor dastehen.
I. o. W.: Ressourcenverschwendung. YMMV.
Volker
Also alles doppelt ist für dich keine Verschwendung, einfach eine Glühbirne reindrehen, die beides abdeckt, schon? Der Logik kann ich nicht folgen.
/ralph
Wie und wann werden die avisierten 800lm denn erreicht? Und wie lange tut dieses Wunderwerkl so im Realbetrieb? Frage für einen Freund, der das Spec-PDF nicht finden konnte.
Das Ding hier:
Die hier für 13€ sind besser:
Jo mei. Wers zu brauchen glaubt. Bin ja nicht auf einer Mission und darf funzelige RGBW(W)-Lampen mit Fernbedienung auch weiterhin für Ressourcenverschwendung halten.
Volker
Kannst Du der Logik folgen, daß 20m RGBWW-Streifen im Flur als Antwort auf die Maßgabe der ASR A3.4 für die Helligkeit einer Flurbeleuchtung eine größere Ressourcenverschwendung bedeuten als 5m WW mit identischem Lichtstrom und noch ein Fitzelchen RGB zur Signalisierung, daß der Braten im smarten Ofen nun fertig wäre?
Wenn eine poplige RGBW-Birne von IKEA mit 800lm reicht (unklar, was "Useful luminous flux" bedeutet, nehmen wir mal wohlwollend an, das sei nur der Weißkanal), dann ist es ja fein.
Ich wüßte zwar nicht, wo _mir_ das Ding - außer zur Akzentbeleuchtung - reichen würde, aber wie dem auch sei. Bin ja wohl auch nicht so das Zielpublikum, d. h. der hippe Influencer, der sein virtuelles Date zum ersten Mal in der Kneipe trifft oder das Einzimmerwohnklosmartmädel, das zur Kleideranprobe ein magentafarbenes Ambiente benötigt.
Wer Spuren von Sarkasmus findet, darf sie behalten.
Volker
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