FI und Einspeisung

May 13, 2024 Last reply: 2 years ago 46 Replies

Bitte helft mir einmal beim klaren Denken.



Ich möchte meiner Außensteckdose einen eigenen FI geben und an den dann auch das Laborzimmer hängen, damit, wenn ich ihn dort auslöse, der Rest der Wohnung unbehelligt bleibt. Wenn jetzt an diesen Kreis das Balkonkraftwerk kommt, gibt es dann bei aktiver Einspeisung ein realistisches Fehlerstromszenario, das vom FI nicht erkannt würde?



Danke Axel



Am 13.05.2024 um 11:07 schrieb Axel Berger:

Wenn Du netzseitig vor dem FI einspeist nicht.

Ein FI/LS kostet unter 40 Euro, warum kein eigener für das Labor?

Grüße Marc

Gewinnt man durch den zusäzlichen FI (RCD) wirlklich was? Ich könnte mir vorstellen, dass der vorgeschaltete (Haupt-) FI aufgrund diverser Ableitkondensatoren in seinen Stromkreisen schneller und empfindlicher reagiert und somit der zusätzliche FI das Wettrennen um das Auslösen verliert.

Axel Berger schrieb:

Ich würde halt zwei FIs zusätzlich verbauen und damit die Außensteckdose und das Labor unabhängig voneinander und vom Rest der Wohnung machen. Da der FI (heutzutage eigentlich ja RCD...) lediglich die Summe der ihn durchfließenden Ströme bewertet, ist ihm das Balkonkraftwerk insoweit ziemlich egal. Auch wenn dort ein Erdschluss oder dergleichen auftreten sollte, wird er auslösen. Gleichstrom (Fehler des Wechselrichters...) erkennt ein RCD Typ A allerdings nicht

MfG Rupert

Andreas Bockelmann schrieb:

Man wird natürlich nicht mehrere RCDs _hintereinander_ verbauen. Das wäre in der Tat eher sinnlos

MfG Rupert

Völlig richtig, deshalb will und werde ich ja nachrüsten. Aber der Kasten für die Unterverteilung kostet Geld, der Platz, wo er hinpaßt noch mehr, und irgendwann ist auch der neue, größere voll.

Bei mir ist keiner vorgeschaltet, die sind parallel. Alles andere wäre ja auch sinnlos, aus eben dem von Dir genannten Grund.

Alles richtig. Aber im Prinzip kann mich der Strom aus dem Wechselrichter umbringen, ohne daß dafür irgendwas durch den FI fließen muß. Mir fällt dafür zwar kein ralistisches Szenario ein, aber ich wollte sichergehen, nichts übersehen zu haben.

Der Strom aus dem Wechselrichter kann dich in der Tat umbringen. Deshalb wird ja auch großer Wert auf die sofortige (binnen 200 Millisekunden) Abschaltung des Wechselrichters bei Ausfall des Netzes gelegt. Wenn der RCD abschaltet, so muss der Wechselrichter das auch tun. Wegen der Gefahr bei einer zu langsamen oder überhaupt nicht erfolgenden Abschaltung, gibt es ja die noch immer andauernde Debatte um die Frage der Zulässigkeit des Anschlusses eines Balkonkraftwerks ans Hausnetz per Schuko-_Stecker_

MfG Rupert

Es gibt FI/LS, auch RCBO genannt, es gibt sie für einen Außenleiter sogar in 1TE.

...und Vorsicht bei einer eventuellen Kaskadierung von RCD, dass die kaskadierten RCD im Fehlerstromfall alle auslösen ist eine realistisches Szenario, Kaskadierung funktioniert mit selektiven RCD (Typ S). Nur ein deutlich anderer Nennauslösestrom hilft nur in manchen Fällen.

Es gab bereits in den 1980er Jahren Steckdosenleisten mit FI+LS, die selbstverständlich in beliebige Steckdosen eingesteckt wurden. Also _hinter_ dem Haupt-FI.

Sie lösen zuerst aus - ja, weil sie 10mA Empfindlichkeit haben.

Das einzige das mir einfiele wäre die Sorge das Balkonkraftwerk würde nicht automatisch abschalten wenn der FI die Zuleitung unterbricht. Das wäre dann der Fall der Doppelten Einspeisung wobei nur eine weg fiele - und die andere dich dann "Britzeln" könne.

Aber dein Balkonkraftwerk soll ja nicht im Inselmodus laufen (wenn man diese wahl überhaupt hätte) oder?

Ich kenne die Vorschriften da nicht, gehe aber davon aus das es abschalten MUSS wenn die Steckdose an der es hängt keine Spannung mehr führt. Und zu deiner Sicherheit kannst du dann ja dort den Stecker (oder "Die Kupplung"?) Ziehen. Oder man schließt es fest an (wenn das erlaubt ist) und setzt einen Wartungsschalter dazwischen zum Trennen.

Ich hab keinen Balkon, daher auch kein solches Kraftwerk. ;)

Bye/ /Kay

Ja natürlich, alles richtig und alles bekannt. Das war aber nicht meine Frage. Gibt es ein *Fehler*stromszenario, das der FI möglicheise nicht erkennt? Soweit ich es übersehe, nein, aber ich wollte sichergehen, nichts übersehen zu haben. Das sind halt so die, natürlich völlig unberechtigten, Zweifel an der eigenen Fehlerfreiheit, die manche glücklichen Menschen nicht teilen.

Der Bemessungsfehlerstrom ist nicht das allein entscheidende Auslösekriterium. Von größerer Bedeutung ist die Auslöseverzögerung, welche bei Billigzeugs nicht so wirklich feststeht. Außerdem gibts natürlich keinen "Haupt"-FI...

MfG Rupert

Deine Aussage ist falsch. Es gibt einen Haupt-FI - gewöhnlich, wenn dieser der erste nach dem Zähler ist und nach ihm weitere FI folgen. Jemand anderes schrieb das sogar oben: "(Haupt-) FI".

Desweiteren hat hier im Thread bereits jemand anderes geschrieben, daß bei größerem Unterschied des Nenn-Auslösestroms derjenige mit dem kleineren Strom zuerst auslöst. Ob es da eine Garantie gibt, weiß ich nicht - werde ich auch nicht recherchieren.

Gibt es denn wirklich überhaupt kein Thema, von dem du etwas Ahnung hättest?!

Nein

Das war nur Helmut Schellong. Darauf kann man natürlich nichts geben

MfG Rupert

Doch, das habe ich schon Elektriker des Handwerks sagen hören. Natürlich nennt meine Haupt-Aussage keine offizielle Bezeichnung, sondern Haupt-FI kann im Deutschen grundsätzlich gesagt werden - und jeder versteht das.

Nein, das war Andreas Bockelmann heute 12:57 :

|Gewinnt man durch den zusäzlichen FI (RCD) wirlklich was? |Ich könnte mir vorstellen, dass der vorgeschaltete (Haupt-) FI aufgrund diverser Ableitkondensatoren |in seinen Stromkreisen schneller und empfindlicher reagiert und somit der zusätzliche FI |das Wettrennen um das Auslösen verliert.

Die Haupt-Aussage ist die gleich neben dem Zähler?

/ralph

Ja, das ist ein absichtliches Wortspiel von mir.

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