LED-Leuchte

Jun 08, 2008 57 Replies

Möchte mir eine LED-Leuchte mit einem schönen kontinuierlichen Lichtspektrum bauen. RGB ist mir zu wenig. Die weißen LEDs haben - wie Leuchtstofflampen - ein ziemlich übles Farbspektrum. Außerdem möchte ich einen guten Wirkungsgrad haben.



Gedacht habe ich an 7 einfarbige LEDs, die möglichst gleichmäßig über das gesamte sichtbare Spektrum leuchten. Also je eine LED für 380 nm,



447 nm, 513 nm, 580 nm, 647 nm, 713 nm und 780 nm. (Das sichtbare Spektrum könnte man auch etwas "großzügiger" mit 400...700nm definieren.)

Egal, wo ich suche - im Bereich von 530...630 gibt's immer die größten Lücken, während zu den Rändern des sichtbaren Spektrums hin die Abstände immer kleiner werden. Weder die großen Lücken in der Mitte des sichtbaren Spektrums noch die kleinen Abstände an den Rändern sind sonderlich hilfreich.



Stelle ich mich nur zu blöd an? Oder gibt es wirklich niemanden, der LEDs in der gewünschten Farbverteilung im Programm hat? Zusätzliche Eigenschaften wären: superhell, hoher Wirkungsgrad, alle im gleichen Gehäuse.


Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Viel Spass beim Abgleich der einzelnen LED Stroeme...

Uwe Bonnes bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt --------- Tel. 06151 162516 -------- Fax. 06151 164321 ----------

Wirst Du Dir dann auch noch zus=E4tzliche Z=E4pfchen in Dein Auge einbauen lassen? Da hat der Mensch leider nur drei verschiedene... Gruss Harald

mit Kunststofflinse im Auge kannst du auch 380nm sehen, die 880nm oder

950nm IR sind auch (für manche) sichtbar. Die Zäpfchen sind ziemlich breitbandig.

Waldemar

Waldemar Krzok schrieb:

Die 880nm kann ich wohl noch sehen. Aber es waren auch 500mW ;-)

OK, nicht nachmachen.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Hast Du für Deinen Zweck schon mal die warmweißen LEDs evaluaiert? Z.B. solche hier:

formatting link

Gruß Frederik Suhr

Henry Kiefer schrieb:

rein nach der Empfindlichkeitskurve kann man auch 1064nm des NdYAG-Lasers sehen, aber das ist erst recht nicht nachzumachen. Die

880nm Dioden sehe ich schon bei

Waldemar Krzok schrieb:

Nur so am Rande und ob es wirklich stimmt weiß ich auch nicht: Bei Atombombenversuchen sollen die Leute ihre Knochen gesehen haben. Allerdings könnte es auch einfach die enorme Helligkeit gewesen sein. Das geht ja ansatzweise sogar mit ner Taschenlampe.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Das ist aber nur egal, wenn Du Dir das Licht direkt ansiehst. Wenn Du Dir aber beleuchtete Gegenstände anschaust, dann kann es schon ein Unterschied sein, ob mit drei schmalbandigen RGBs oder einem kontinuierlichen Spektrum beleuchtet wurde.

Matthias

Ja, aber trifft das nicht auch auf normale LEDs zu? Mir ist auch aufgefallen, das sog. UV-LEDs. die ihr Mamium m.W. bei 380nm haben. F=FCrs menschliche Auge wie blau aussehen und nicht violett, wie man eigentlich annehmen sollte. Gruss Harald

Harald Wilhelms schrieb:

Hm. Ich kenne blau und auch violett leuchtende LEDs. UV-LEDs kann man doch nicht sehen?

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Frederik Suhr schrieb:

Na ja - würde gerne auch noch je nach Anlass mit unterschiedlichen Farben arbeiten. Warmweiß ist halt nur warmweiß und sonst nichts. Mit Filtern zu arbeiten, finde ich auch nicht grade den großen Hit.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Die typischen "Geldscheinpr=FCfer-LEDs" haben ein Maximum bei etwa 380nm, sind aber gen=FCgend breitbandig, um sie nuoch mit blossem Auge zu sehen. (Auch ohne Kunststofflinse) :-) Allerdings sehen sie f=FCr mich blau aus und nicht violett. Gruss Harald

Harald Wilhelms schrieb:

Das scheint nicht an der Breitbandigkeit zu liegen. Der auf 397 nm verdoppelte Laser in meinem letzten Experiment sah auch nur blau und fast überhaupt nicht violett aus. Die ganz kurzen Wellenlängen scheinen zumindest bei mir schon deutlich jenseits des zweiten Empfindlichkeitsmaximums der roten Zapfen zu.

Gruß, Jürgen

GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Harald Wilhelms schrieb:

Das scheint nicht an der Breitbandigkeit zu liegen. Der auf 397 nm verdoppelte Laser in meinem letzten Experiment sah auch nur blau und fast überhaupt nicht violett aus. Die ganz kurzen Wellenlängen scheinen zumindest bei mir schon deutlich jenseits des zweiten Empfindlichkeitsmaximums der roten Zapfen zu liegen.

Gruß, Jürgen

GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get
*Harald Wilhelms* wrote on Sun, 08-06-08 15:53:

Bei fast monochromatischem Licht und hinreichend schmalbandig reflektierenden Objekten hilft auch das breitestbandige (nein, "bandig" kann man im Deutschen nicht steigern!) Zäpfchen nicht mehr viel.

Hallo,

Christoph Müller schrieb:

dann lass' doch den Unsinn und nehme eine ordentliche Halogenlampe, die notfalls mit einem Filter noch etwas in der Farbtemperatur aufgepeppt ist. Das dürfte in Sachen Wirkungsgrad bei kontinuierlichem Spektrum noch mit die effizienteste Lösung sein.

Nix für ungut.

Da ist der Knackpunkt. Einige Wellenlängen haben einen schlechten Wirkungsgrad.

Marcel

Marcel Müller schrieb:

die muss aber relativ oft gewechselt werden und man kommt schlecht dran (nur mit langer Leiter bei etwas "blöden Untergrund" -> Kirchenbänke).

Mit den Farben sollte eher "live" etwas gespielt werden können. Filter sind da doch ziemlich starre Angelegenheiten. Oder man baut komplizierte Mechanik rein. So viel Geld hat niemand.

Am Halogenlicht werde ich die hoffentlich bald gefundene Lösung in der Tat auch messen.

Kein Problem.

Insgesamt sollte der Wirkungsgrad mit Einzelfarben aber trotzdem deutlich besser ausfallen, als mit Leuchtschichten, wie sie z.B. die weißen LEDs verwenden. Ist aber zugegebenermaßen nur eine Vermutung.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Christoph Müller schrieb:

Hallo,

bekanntlich sind die Farben der LED auch vom Werkstoff abhängig, warum sollten die LED Hersteller extra für Dich neue LED Halbleiter entwickeln damit Du das gesamte sichtbare Spektrum möglichst gleichmässig füllen kannst?

Bye

"Christoph Müller" schrieb im Newsbeitrag news:484cceb3$0$6615$ snipped-for-privacy@newsspool2.arcor-online.net... ..

Hi, für meinen kleinen Bruder (Arschiteckt) hab ich was ähnliches gefrickelt, eine ganze Menge Stecksockel für LEDs mit Beinchen, immer so 4 oder 8 in Reihe, mit Stromquelle 25mA, da stellt er sich aus nem Sack verschiedener LEDs seine Lieblingsfarbe zusammen, tauscht gelegentlich die durchgebrannten und ist ansonsten zufrieden damit. Sehr nett fand er auch das recht dünne Niedervolt-Stromkabel, welches sich in seiner selbstgebauten Designerlampe gut verstecken ließ. Die eigentliche "Lichtquelle" ist aber dafür eher im Format einer mittleren Sonnenblume...;-) fürs Leselicht hat er eine 3W-Luxeon am Schwanenhals, mit Lupenoptik, gekriegt. Die zielt genau auf die Leseposition und verschleudert ihr Licht ansonsten in den dunklen Teppich...wie Vakuumlaser, er meint, es sähe ein bißchen aus wie Geistererscheinungen, man sieht weder Lichtquelle noch Boden, und da seine Luft extrem sauber gefiltert ist, auch keinen Staub.

mfg, gUnther

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required