LAN-Kabel trennen

Apr 17, 2008 43 Replies

Hallo an alle Leser,



für eine sicherheitsrelevante Anwendung soll es möglich sein, eine 10Mbit CAT5-Leitung physisch zu trennen, sprich die benötigten 4 Adern 1,2,3 und 6 sollen per Steuersignal elektrisch getrennt werden können.



Kann man das mit Koaxial(HF)-Relais bewerkstelligen, oder würden es auch kleine ungeschirmte Meder-Reed-Relais tun (2 doppelKontakter für jedes Adernpaar oder 4 einzelne für jede Ader separat)? Gibt es dafür evtl. schon fertige "LAN-Trenner / Umschalter" zu kaufen?



Bin für alle Anregungen im Voraus dankbar, Gruß Thomas


Auf der Platine die Impedanzen der Leiterbahnen achten, ein beliebiges geeignetes (muß auch quasi ohne Last niederohmig schalten können, darauf muß man explizit achten, Stichwort minimaler Schaltstrom/Spannung!!), Relais mit möglichst kurzen Anschlüssen und möglichst kurzen Kontakten nehmen, dann klappt das auch noch mit 100 MBit/sec. Für 10 MBit/sec tut es wahrscheinlich ein kammgeführtes Relaismonster wie diese Siemens/Schrack-Dinger für Stecksockel :-)

Ralph. http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/

Am Thu, 17 Apr 2008 16:08:59 +0200 schrieb Thomas Rieger:

Funktionieren wird das bei 10 Mbit bestimmt auch mit den Meder Relais, aber welcher Zweck soll überhaupt erreicht werden?

Falls es um Potentailunterschiede geht wäre eher der Einsatz von Lichtwellenleitern zu empfehlen, und wenn es nur auf einem Teilstück ist.

Lutz

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Ich dachte so etwas löst man in der Sicherungsschicht. Gab es da nicht irgendwelche Vorkehrungen im ARP Protokoll, welches unterschiedliche Netze einrichten kann. Profi-Router kriegen dann die o.g. Anforderungen sicherlich locker hin... und wenn man sein embedded Linux modifizieren muss. Aber wenn es hier natürlich um Potentialtrennung geht, das schafft ARP dann nicht.

Wenn du volle 100 Mbit/s brauchst, dann musst du schon auf einiges achten. Ich bin aber schwer begeistert, wie robust die Modulation auf Ethernet ist (ich muss mir unbedingt mal anschauen, wie das geht). Denn ich habe letztens keine RJ45-Dose zur Hand gehabt und dann habe ich einfach eine Lüsterklemme an die Wand genagelt und daran ein wunderbar ungeschirmtes Signalkabel angeschlossen. Mal abgesehen von der EMV: Das lief ohne Übertragungsfehler (in der Anwendungsschicht) und fast mit der Geschwindigkeit meiner vollgeschirmten Verbindungen. Also wenn du was baust, dann wird es wahrscheinlich funktionieren. Es kann nur sein, dass es nicht optimal ist.

Grüße!

Wenn mit Sicherheit eine Abhoersicherheit gemeint ist, tut es auch ein Hub/Switch, dem man in Aus-Zeiten einfach den Strom wegnimmt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Hallo Joerg,

Wenn das gemeint wäre, würde eine blosse Unterbrechung der Signaladern nicht reichen und wenn man einen Hub einschleifen würde, wäre dessen Stromversorgung dann sofort die nächste Grossbaustelle.

Siegfried

http://www.schmidt.ath.cx

Grossbaustelle? Bei meinen ist das meist ein simples DC Kabel, welches von einem Steckernetzteil kommt. Da tut es ein simples Relais oder ein FET. Ich mache es manchmal mit einem X10 Steckermodul, dann ist die Sache in Minuten gegessen.

Wenn elektrische Sicherheit gemeint ist, reichen ja vielleicht Uebertrager mit besserer Isolation.

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Hallo Thomas,

CAT5 (also 100 MBit) wird schwierig, aber wenns CAT3 reicht (also nie mehr als 10 MBit gehen müssen) und die maximallänge auch nicht erreicht werden muss, dann sehe ich da kein Problem, dann nehm ein einigermaßen kleines Relais mit 4 Schaltkontakten und gut ists.

Was verstehst Du unter trennen? Nur so, dass kene daten mehr durchgehen oder Blitzschutz oder...

Seh zu, dass die Schleifen, die Du aufmachst nicht zu sehr miteinander koppeln. Also auf jeden Fall Paarweise bearbeiten und ggfs mit 2 Relais, die im Rechten Winkel stehen arbeiten.

Marte

David Pritzkau schrieb:

Wie soll denn eine Trennung von unterschiedlichen Netzen in ARP möglich sein? Was du wahrscheinlich meinst ist 802.1q - das ist aber etwas wöllig anderes als ein Hack im ARP.

Viele Grüße, Johannes

"Wer etwas kritisiert muss es noch lange nicht selber besser können. Es reicht zu wissen, daß andere es besser können und andere es auch besser machen um einen Vergleich zu bringen." - Wolfgang Gerber in de.sci.electronics

Hallo Joerg,

Und da drüber strahlt der Hub alles was über ihn läuft munter in die Luft oder verteilt es praktischerweise gleich durchs Stromnetz.

Wenn das sicher für die Verarbeitung von Verschlussachen sein sollte, dann ist schon das Relais ein Problem.

Siegfried

http://www.schmidt.ath.cx

Das wäre in der Tat praktisch! Wo gibt es Paper dazu?!

"Zuse, Zuse" sprach die Tante, als das Rechenzimmer brannte www.microsoft-hellhounds.de, www.bredobrothers.de

Klar, wenn Du das TEMPEST-sicher machen willst, ist erheblicher Aufwand auch an anderen Stellen notwendig. Wenn es nur darum geht, dass in einem anderen Sektor des LAN niemand durch simples Einstoepseln an die Daten kommt, reicht das aber.

Das muss natuerlich alles gut versteckt sitzen ;-)

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Beim KGB, und bei James Bond :-)

SCNR, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Hallo Thomas,

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Das führt z.B. dazu, dass bei der Stromversorgung auch induktive Kopplung nicht geht.

Siegfried

http://www.schmidt.ath.cx

Ja ich meinte so etwas mal gehört zu haben. Vielleicht ist das aber wirklich nur ein einmaliger Hack gewesen. Bestimmt sogar, wenn das niemand kennt. Es lief dann sicher so nach dem Motto ich führe einfach eine Liste der MAC-Adressen und teile die quasi in zwei Subnetze. Der Router antwortet im anderen Fall einfach nicht.

Es war jedenfalls eine Möglichkeit der Trennung in Subnetze unterhalb der IP-Schicht- so habe ich es zumindest in Erinnerung. Aber Erinnerungen können trügen und vielleicht habe ich da wirklich eine Hackerlösung aufgeschnappt.

Grüße!

David Pritzkau schrieb:

Naja, ARP wird nicht geroutet. Das bedeuted, jeder Rechner müsste wissen, welchen MAC-Adressen er jeweils antwortet auf ein ARP Request. Das wäre wohl möglich, aber es müssten eben wiegesagt *alle* Rechner jeweils eine vollständige Liste der MAC-Adressen der Hosts in "ihrem" Subnetz haben.

802.1q VLANs sind unterhalb von IP :-)

Viele Grüße, Johannes

"Wer etwas kritisiert muss es noch lange nicht selber besser können. Es reicht zu wissen, daß andere es besser können und andere es auch besser machen um einen Vergleich zu bringen." - Wolfgang Gerber in de.sci.electronics

Just my 2 Cents...

"Fiber to Desk", ist zwar im Normalfall unpraktisch, weil es die Hardwarekosten nach oben treibt, aber was Abstrahlung angeht ungeschlagen, und es gibt IMHO von Omron fertige Schaltmodule für Glasfaserleitungen.

Oder, wie zu Bundespost-Zeiten, kritische Leitungen in Stahlrohr verlegen, und mit Druckluft überwachen.

Herbst und Winter, die friedlichste Zeit am Bodensee... Fehler sind geistiges Eigentum des Autors, die Weiterverwendung ist untersagt. Patrick Rauter

Wird heute immernoch so gemacht...

Thomas Stegemann schrieb:

Solange die Druckluftgeneratoren noch funktionieren. Warte ab, bis die Ersten ausfallen und die Wiederbeschaffung wg. ja zu hohen Preises nicht schnell genug angeleiert wird, wirds lustig. In der Regel passiert sowas ja bei tagelangen Dauerregen. Es ist dann nicht schwer vorrauszusagen, das der dann folgende Volksaufschrei in zuverlässige Kabel gehen wird.

Ob Glasfaserkabel nasse Füße auf Dauer wohl mögen?

mfg hdw

Am Sat, 19 Apr 2008 20:42:38 +0200 schrieb horst-d.winzler:

Ich schätze mal das wird, wie bei der Leckwarnung bei Tankleitungen, mit Leckwarngeräten gemacht. Die gängigen haben eine kleine Pumpe eingebaut. Die werden zwar gerne kaputt, aber das ist - bezogen auf die Warnzuverlässigkeit - nicht tragisch, denn wenn kein Druck mehr erzeugt wird, dann geht irgendwann mal automatisch der akustische Alarm los.

Die Dinger kosten auch keine Lawine.

Dauerregen ist auch wurst, weil die Dinger eh in Inneräumen installiert werden und Lufttrockner eingebaut haben.

Grüße, Thorsten

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