Knirschende Lautsprecherboxen und Höreindruck

Sep 08, 2005 8 Replies

Hallo Gruppe,



ich habe eine Frage zu meinen Lautsprecherboxen, die bei mir am PC hängen: weil das Poti des Lautstärkereglers total verdreckt war und irrsinnig gekratzt hat, habe ich das Ding mal aufgeschraubt. Es gibt drei Regler: Höhen, Tiefen, Lautstärke. Höhe und Tiefe waren jeweils 10k Log, Lautstärke 50k Log.



Zunächstmal hab ich _alle_ Potis ausgebaut. Und weil ich eh die Höhen/Tiefenregler immer in Mittelstellung habe, habe ich mal ausgemessen, was für eine Widerstandsteilung bei Position 1/2 eintritt:



5k Ohm. Dann habe ich für Höhen- und Tiefenregler einfach 8x4,7k Ohm eingebaut, Kohleschicht 1/4W.

Danach habe ich ausgemessen, auf welcher Stellung der Lautstärkeregler auf "ganz leise" ist: bei 0 Ohm. Deshalb habe ich einfach einen der 10k Log als Volume eingebaut: dass ich das Ding jetzt nicht mehr "ganz" aufdrehen kann ist mir ziemlich egal, für mich ist's eh absolut laut genug.



Ein erster Test mit Musik: hervorragend. Klingt super, Lautstärkefeld optimal, Kratzen/Knacken/Brummen weg.



Letztin wollte ich mal eine DVD damit anschauen. Und bei Sprache hört sich das Teil jetzt furchtbar an, ein sehr merkwürdig verzerrtes Geräusch, als ob die niedrigen Frequenzen total übersteuern würden. Kann das daran liegen, dass ich den Bass-Spannungsteiler mit 2x4,7k kleiner gemacht habe als die ursprünglichen 10k? Sind die Widerstände geeignet? Das Geräusch stört schon erheblich, ich weiß allerdings gar nicht, wie ich's beschreiben soll so richtig.



Auf der Suche nach dem Fehler habe ich ein kleines Programm geschrieben, dass einfach mal einen Sinuston maximaler Amplitude ausgibt und auch einen Sweep über einen wählbaren Frequenzbereich macht. Dabei ist mir aufgefallen, dass die "gehörte" Amplitude _deutlich_ Frequenzabhängig ist. Maxima habe ich "herausgehört" (ich bin da nicht so gut, kann durchaus sein, dass ich ein Paar vergessen habe oder mich verhört) bei



150, 200, 260, 340, 395 und 540 Hz. Ist das mein Ohr, meine Veränderung am Lautsprecher oder woher kommt das? Hat mich sehr verwundert, irgendwie. Der Ton wurde dann immer (wohl auch sinusförmig) lauter und leiser.

Hoffe, jemand kann das aufklären. Danke schonmal!



Viele Grüße, Johannes


Hi Johannes=20

itt:

Ohm

Also wenn vorher Spannungsteiler drin waren und sie als solche gearbeit= et haben, sollte beim Ersatzpoti die Widerstandsumme gleich bleiben (10k b= zw.

50k)

Schliesse doch mal 5k bzw. 47k in Serie mit dem dritten Bein und berich= te. (Oder nehme gleich die original Potis in neu)

--=20 mit besten Gr=FC=DFen,

Jonas Stein =20

Hallo NG,

Nein. Das passt schon.

Sprechen wir hier von sog. "Brüllwürfeln"?

Vermutlich einer der Gründe, warum der Name "Brüllwürfel" so populär ist. ("Wieviel Killowatt haben die denn?")

Ich würde bei dem Lautstärkepoti ansetzen. Vielleicht macht der Verstärker bei 10 k gegenüber 50 k Lautstärkepoti nicht mehr mit. Wenn Dir ein kleinerer Einstellbereich ausreicht, würde ich eher 39 k in Reihe zum neuen Lautstärkepoti schalten:

Ich nehme mal an, dass das Lautstärkepoti als Potentiometer geschaltet ist (was für ein Satz!), dass also ein Ende an Masse liegt, das andere Ende an einer Quelle und vom Schleifer das "geregelte" Signal abgegriffen wird und weiterverarbeitet wird. Ich würde jetzt die Verbindung zwischen Quelle und Schleifbahnende auftrennen und sie mit je Kanal einem 39 k-Widerstand wieder herstellen.

Falls Dir 1/5 des Einstellbereichs zu wenig erscheinen sollte: Das scheint nur.

HTH - Peter

Für Privat-Email bitte Betreff mit "Usenet-Reh" beginnen lassen. -- "Ein Mokka-Trüffel-Parfait mit einem Zitronencreme-Bällchen."

Hallo Johannes,

Johannes Bauer schrieb: [...]

n. Kann

Also wenn Musik hervorragend klingt und Sprache extrem verzerrt, dann hast du entweder kein sehr gutes Geh=F6r ;-) oder es liegt nicht an deinen Umbauten. Denn welches Signal =FCber die Boxen =FCbertragen wird, ist diesen v=F6llig egal. Schau bitte zuerst einmal nach, wie der Softwaremixer eingestellt ist. Evtl. wurd die Sprache =FCber einen anderen Kanal (PCM?) als die Musik (von CD geh=F6rt oder MP3?)

[...]

ciao Marcus

Okay.

Ich werd's probieren, habe auch bei Reichelt schon "richtige" Ersatzpotis bestellt. Bericht folgt, hab jetzt aber erst mal die nächsten Tage keinen Lötkolben hier :-(

Gruß, Johannes

Nö, die wiegen dreieinhalb Kilogramm ;-)

Im Ernst: also es sind schon ordentliche Lautsprecher drin, allerdings hab ich vergessen, wieviel Watt der Verstärker hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, warens 19W.

0,019 kW ;-)

Wie gesagt, das werde ich als erstes mal ausprobieren. Hab aber grad keinen Lötkolben bei der Hand.

Wegen der Logarithmizität (gibt's das Wort?) des Gehörs?

Gruß, Johannes

Hehe, kann sein :-)

Naja, ich dachte halt, dass in einer reinen Stimme die tiefen Frequenzen eine stärkere Rolle spielen.

Hab ich gerade nachgeschaut, Softwaremixer spielt immer über PCM. Musik kam von CD (also eigentlich von PC, aber es war ein mit cdparanoia digitalisiertes Wave-File).

Gruß, Johannes

Potis haben immens große Toleranzen ...

Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong var@schellong.biz www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz http://www.schellong.de/c.htm

Hast du beim Zusammenbau evtl. die Anschlüsse am Lautsprecher vertauscht? Hört sich nach einem Auslöschungseffekt durch 180° gedrehte Phase an.

Verändern sich die gehörten Amplitudenmaxima auch, wenn du deine Position zwischen den Lautsprechern veränderst?

thomas.kindler@gmx.de

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