Hintergründe

Jan 10, 2026 Last reply: 5 months ago 75 Replies

Im konkreten Fall ist die Verteilung etwas größer und es fehlte eine von vier Hutschienen. Bis ich auf die Idee kam dass der Fehler SO tief steckt waren zwei Stunden vergangen.

Das ist in der Tat ein _wirklich_ böser Fehler.

Grüße Marc

Ich mag zwar die Terminologie nicht berufsschulperfekt beherrschen, diesen Fehler korrekt gefunden und identifiziert habe ich dennoch. Man sieht ihn bis heute; die betroffene Hutschiene ist mit einer Klemme eines anderen Herstellers mit der PE-Schiene verbunden.

Grüeß Marc

Da sind aber meist 16mm² nötig, und die Klemmen werden nicht nur aufgesteckt, sondern verschraubt. Wenn die Klemme überhaupt nicht vorhanden ist ...

Und? Ein Feemschamhaar wird Marc dafür schon nicht genommen haben.

Auf der anderen Seite darf man berufsmäßigen Elektrikern, die sowas...

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fertigbringen, auch noch ganz andere Sachen zutrauen. Da habe ich es lieber, wenn ein Amateur nach bestem Wissen "herumstümpert" und vielleicht nicht alles zu 100% nach dem Goldstandard der heiligen Innung, dafür aber ordentlich und in Ruhe macht.

Einen Induktionsherd habe ich vor geraumer Zeit auch mit ganz normaler NYM-J

5x2,5mm² Mantelleitung angeschlossen, obwohl man dafür eigentlich statt Starrdraht flexible Litze einer "Herdanschlussleitung" verwenden sollte, also z. B. H05VV-F 5x2.5mm².

Die hatte ich - es war Sonntag - aber gerade nicht in dem Querschnitt da, die Angelegenheit sollte fertig werden und wenn ich mir die bei Herdanschlussleitungen offenbar regelmäßig aufgecrimpten Aderendhülsen ansehe, stellt sich schon die Frage, wo bei einem im Arbeitsplattenausschnitt versenkten und vollflächig silikonverfugten, autarken Kochfeld diese Anforderung herkommen soll. Natürlich hat der Herd eine Zugentlastung und die Mantelleitung läuft, da wo möglich, in Stangenrohren.

Immerhin war es nicht ich, der wegen unzugänglich hinter der Gerätefront, außerhalb der Installationszonen angebrachten Steckdosen Kühlschrank, Wärmeschublade, Backofen und Dampfgarer an einer 5-fach Steckdosenleiste anschließen wollte, sondern der Experte für Küchenmontage. Konnte ich ihm gerade noch ausreden und der Elektriker - auf das Problem angesprochen - nahm die Steckdoseneinsätze raus, klopfte kleine Schlitze seitlich der UP-Dosen in die Wand, verwendete dann ebendiese NYM-J-Mantelleitung und WAGO-Klemmen.

Diese Sorgfalt sieht man als Kunde immer gerne, speziell bei Leuten, die eine hochwertige Mauernutfräse, entsprechende Dosenbohrer und natürlich kiloweise Elektrikergips im Laster haben.

Und dann sollten wir vielleicht auch noch diskutieren, wie schlimm mein Vergehen ist, ein NYM-J 5x2,5mm² zu einer Doppelsteckdose zu führen, um Waschmaschine und Trockner an getrennten Strängen (und Sicherungen) zu betreiben, d. h. sie teilen sich den Schutzleiter und ein Neutralleiter hat die graue Kabelfarbe aus der Pre-1965-Ära.

Da wird es hierzugroups bestimmt ein paar Ohnmachtsanfälle, zumindest aber reichlich Schaum vor dem Mund geben.

Volker

Marco Moock wrote on 18.01.2026 17:32:

Ich hatte kürzlich einen 10-jährigen Rauchmelder geöffnet. Der hatte eine eingelötete Lithium-Batterie mit 3 Löt-Pins. Jedoch 2 Pins gingen von ein und demselben Blechstreifen aus. Das war folglich nur wegen mechanischer Steifigkeit.

Es kommt übrigens darauf an, welche eingelöteten Pins mit einer Leiterbahn und/oder Durchkontaktierung weiter verlaufen - also elektrisch verwendet werden.

Am Mon, 19 Jan 2026 11:13:18 +0100 schrieb Marc Haber <mh+ snipped-for-privacy@zugschl.us zum Thema "Re: Rauchmelder Ablaufdatum technische Hintergründe":

Verstehe ich nicht, wozu soll man die Hutschiene erden? Und nur diese Hutschiene oder alle in der Verteilung? Es kann doch nur darum gehen, dass es auffällt, wenn ein Außenleiter an die Hutschienen kommt.

Bei uns kommt vom Netz ein PE/N ins Haus und wird aufgeteilt. Der PE ist dann mit dem Potentialausgleich verbunden der wiederum mit einem Einschlagerder verbunden ist (da es keinen Fundamenterder gibt) und mit den Gas- und Wasserrohren.

cu. Juergen

\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\ \ Freie Bits für freie Buerger \ \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Ich habe vor vielleicht 1,5 Jahren eine brisante Entdeckung gemacht. Auf dem Balkon meiner Mutter hatte ich eine schlechte Schutzerde-Verbindung von 4 MOhm gemessen. Eine Elektrofirma legte deshalb einen etwa 4m langen Kabelkanal zu den Steckdosen, die innen der End-Steckdose auf dem Balkon gegenüber liegen. Im Kabelkanal logischerweise ein Draht Gelb-Grün.

Ein Handwerker sagte, sein Großvater hätte beim Hausbau ~1980 die Elektroinstallation in dem Haus vorgenommen, und in weiteren Häusern in der Wohnsiedlung.

Als ein Bild von einer Wand im Wohnzimmer fiel, genau auf eine Steckdose, wurde diese Steckdose dadurch komplett zerstört. Bei der Reparatur bemerkte ich das hier Brisante: Es war keine End-Steckdose, sondern es müßten eigentlich 3x2 Kupferdrähte zu der Dose führen. Diese Notwendigkeit wurde von dem Großvater umgangen, indem nur 3x1 Drähte zur Dose führten und die 3 parallel geschalteten Drähte mit je 3 Windungen eng um den blanken Drahtteil, der jeweils zu der Dose führt, gewickelt wurde. Dies wurde in der Wohnsiedlung wohl an tausenden Verbindungen bei Steck- und Lampendosen vorgenommen. Nach meiner Einschätzung liegt hier mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Massenfehler vor, der von mir rein zufällig entdeckt wurde (4 MOhm), jedoch potentiell an allen diesen Verbindungen vorliegt! Man beachte: 100 Ohm statt 4 MOhm ist immer noch eine völlig ungenügende PE-Verbindung!

Ich verwende 5x1,5mm², weil es von 3 Sicherungsschaltern 16A zur Herdanschlußdose mit 1,5mm² geht. Ich habe ein Induktionsfeld mit Breite von 90cm und Anschlußwert 11,1 kW noch stehen. Das ist der höchste von mir je gesehene Anschlußwert.

Ich hab dafür gar nichts genommen, ich hab das bemerkt als die Elektrofirma noch jeden Tag auf der Baustelle war und habe sie das nachbessern lassen.

Peinlich war es denen übrigens Null: "Ist ja noch nicht fertig, das hätten wir schon noch bemerkt".

Grüße Marc

Damit die von den dort aufgestecktn Reihenklemmen ins Haus gehenden Leitungen einen wirksamen PE haben.

Grüße Marc

Am 20.01.2026 um 13:54 schrieb Juergen:

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Der Kontext war "bei Reihenklemmen". Bei Reihenklemmen, zumindest die ich bisher in den Fingern hatte, wie von Phoenix Contact ist die Hutschiene der PE Verbinder der Reihenklemmen untereinander. D.h. der PE der Einspeise-Reihenklemme verbindet sich mit der Hutschiene, Abgangsreihenklemmen verbinden ihre PE Klemme ebenfalls mit der Hutschiene. Die Hutschiene ist sozusagen die PE Sammelschiene der Reihenklemmen. Sollten Reihenklemmen auf mehreren Hutschienen montiert werden, müssen alle betroffenen Hutschienen - mit dem Querschnitt der Einspeisung - mit PE verbunden sein.

Am 20.01.2026 um 16:34 schrieb ich: ,,,

Hier ein Bild wo das recht gut erkennbar ist:

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Richtig. wenn die Hutschiene nicht nur als Halterung für Schaltgeräte, sondern auch für den PE-Anschluss genutzt wird, muss sie natürlich entsprechend niederohmig mit der Versorgung verbunden sein. Bis ca. 2,5 mm² kenne ich die Reihenklemmen auch nur zum Aufstecken, also mit Federkontakt zur Hutschiene. Darüber eher zum Schrauben.

Und im Schaltschrank darf man sich auch nicht auf die Leitfähigkeit der (seit Jahren) verzinkten Montageplatte verlassen. Das ist nur aus EMV-Gründen, damit man Schirmungen auf kurzer Strecke anbinden kann.

Hier kommen die Einspeisungen aus verschiedenen Stromkreisen; die Verbindung der Hutschiene zum PE muss also großen Querschnitt haben. Ich würde hier den Querschnitt der Leitungen, die die Außenleiter aus dem Stromzähler raustransportieren, als Maßstab nehmen.

Grüße Marc

"Profi" heißt nicht weniger und auch nicht mehr als "nimmt gewohnheitsmäßig Geld dafür". In "Amateur" steckt als Wurzel "Liebe zur Sache".

Wie weiter oben vorgerechnet ehöht das bei verschiedenen Phasen die maximale Wärembelatung um ein Drittel. Bei gleicher Phase hast du allerdings keine Wahl und mußt es so machen.

Aber zur Benutzung durch den Kunden schon freigegeben?

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Was ich schrieb bezog ich auf mehrere Hutschienen für *eine* Einspeiseleitung.

Ich würde nur den PE der jeweiligen Einspeiseleitung für die PE der davon abgehenden Stromkreise verwenden.

Am Tue, 20 Jan 2026 16:34:46 +0100 schrieb Thomas Einzel

Verstehe. Und wie ist der Querschnitt einer solchen Hutschiene? Sie ist ja noch nicht mal aus Kupfer oder Alu.

cu. Juergen

\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\ \ Freie Bits für freie Buerger \ \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Auf einer Baustelle wird jede Steckdose die funktioniert _sofort_ benutzt.

Grüße Marc

--

---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402

Phoenix Contact schreibt zu PT 16 N-PE - Schutzleiter-Reihenklemme (

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),Nennquerschnitt 16 mm²: "Bitte beachten Sie die Strombelastbarkeit der Tragschienen.".

Wago schreibt zu ihrer Tragschiene 35x7,5 (Stahl) (

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)entspricht 16 mm² Cu. 76 A.

[...]

Das Kochfeld wurde wohl nicht überraschend am Sonntag geliefert. Da hätte man sich mit geeignetem Material vorbereiten können.

NYM hält mit dem nachgiebigen Füllstoff nicht gut in einer Zugentlastung.

[...]

Zwei Stromkreise auf einer Leitung sind wegen der fragwürdigen Freischaltung grenzwertig, und dann noch den PE teilen?

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